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		<title><![CDATA[claws & fangs - restliches Revier]]></title>
		<link>https://claws.stories-untold.de/</link>
		<description><![CDATA[claws & fangs - https://claws.stories-untold.de]]></description>
		<pubDate>Wed, 08 Apr 2026 22:51:18 +0000</pubDate>
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		<item>
			<title><![CDATA[When you stray from the path]]></title>
			<link>https://claws.stories-untold.de/showthread.php?tid=543</link>
			<pubDate>Thu, 08 Jan 2026 21:50:53 +0000</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://claws.stories-untold.de/member.php?action=profile&uid=122">Prija Yadav</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://claws.stories-untold.de/showthread.php?tid=543</guid>
			<description><![CDATA[<span style="font-size: large;" class="mycode_size"><div style="text-align: right;" class="mycode_align"><span style="font-family: Comic Sans MS;" class="mycode_font">apratyaashit madad kee zaroorat hai</span></div></span><br />
<br />
<img src="https://i.pinimg.com/1200x/34/97/3e/34973e9f2e93fce37edd4361a4978fd0.jpg" width=250 height=300 align=left hspace=20>Tausende Gerüche prasselten auf sie nieder und durchfluteten ihre Sinne. Langsam setzte sie die Pfote auf den weichen Untergrund, spürte die kühle, lockere Erde, wie kleine Steine unter ihren ledrigen Ballen das Gleichgewicht suchten. Sachte umschmeichelte der Wind die zarten und empfindlichen Vibrissen um ihre Schnauze herum, konnte fühlen, wie er vibrierte, an und abschwoll und zu Geräuschen durch die Blätter wurden. Blätter, die aneinander rieben, auf Äste schlugen, flüsternd die Gräser umspielte. Immer wieder blendete die Sonne durch die Baumwipfel, doch ihre Augen waren perfekt angepasst für das dichte Blattgrün und die üppige Vegetation. An einigen Stellen fühlte es sich tropisch an, beinahe wie in ihrer Heimat. Es fehlten helle kreischende Warnlaute in den Baumwipfeln, welche die Katze mit einem genervten Schwanzzucken hinter sich lassen würde. Statt den Affenwarnlauten gab es helles Vogelgezwitscher, als sie bemerkt wurde. Ihr Fell war die perfekte Tarnung, eine Jägerin auf der Lauer. Leises atmen, lautloses bewegen. Herzschlag, der in Ruhe schlug und kein Hecheln, da die Temperaturen zwar warm, aber nicht heiß waren. Nicht unerträglich.<br />
<br />
Gestern hatte Taqa ihr ein bisschen die Baumhäuser gezeigt. Ihr Reich, sozusagen. Die Großküche und der Aufenthaltsraum. Den Weg von Yasmin zu dieser war recht einfach. Sie hatte ihr ebenso die Besonderheiten der Gegend erklärt, der Zonen, die man das Revier aufteilte. Die weiße Zone durfte von ihr noch nicht betreten werden. Das war ebene eins. Das Zentrum, der Kern. Prija und auch die Katze wussten warum. Kinder!<br />
In der zweiten Ebene befand sich die Großküche, ihr Arbeitsbereich. In der dritten Ebene ihre Schlafunterkunft. Bei ihrer Tante. Die Pupillen ihrer Katze weiteten sich, als sie daran dachte, ihrer Tante und ihrem Mann eine Last zu sein, aber sie hatte ihrer Alpha bereits den Wunsch geäußert, eine eigene Wohnung zu beziehen. Bis dahin, lebte sie so gut es geht bei ihr. Für die Frau war es nicht das große Problem, doch für ihr Tier schien es auf Dauer zu zerreibend sein. Prija liebte ihre Familie. Yasmin zählte mit darunter, aber die Zeit war ein Biest und es würde sicherlich auf engem Raum auch unter ihnen zu Zerwürfnissen kommen. Doch noch war es nicht so weit und da sie nun erst einmal ihrer Katze die Gelegenheit gab, durch das Revier zu streifen, die Gerüche aufzunehmen, die Spuren der Mitglieder des Rudels aufzunehmen, sich zurechtzufinden, würde sie erst mal für eine Zeit gesättigt sein. Taqa hatte ihr auch gesagt, wo sie Klamotten finden würde, weshalb sie heute dem Drängen ihrer Katze gefolgt war und nun mit gemächlichen Schritten durch das Unterholz schlenderte.<br />
Es waren wohl überall Patrouillieren unterwegs, sollte etwas sein, wäre Hilfe immer greifbar.<br />
<br />
Ihre Nase empfing etwas, was nicht hier hergehörte. Schweigend blieb die Raubkatze stehen. Instinkte gegen den menschlichen Verstand. Doch die Nase zuckte. Ihre Ohren drehten sich, ein leichtes Zucken im Fell, der lange Schwanz rollte sich kurz ein. Etwas stank. Nichts Natürliches und doch gähnte die Frau in dem Tier und strich ihr beruhigt mit den Fingern an der innen Haut entlang. Eine Straße. Es roch nach Teer, nach heißem Gummi, nach beißenden Abgasen.<br />
Bloß eine Straße. Eine... Moment! Nun wurden die Augen der Katze dunkler, als die Frau hindurchblickte und den Verstand des Menschen in dem Tier erklang. Es dürfte hier keine Straße geben. Sie hatten doch zu den Wasserfällen gewollt. Wenn das hier die Straße war, dann mussten sie entweder zu hoch gegangen sein, oder zu weit... oder. <i>Mist!</i><br />
Ein leises Knurren entkam dem Tier und ihre Krallen borten sich einmal in die Erde. Ein Ruck und die Katze ging weiter. Weiter und weiter. Bis sich der Boden senkte und sie tatsächlich auf eine Straße blickte. <br />
<i>Dhat teree ki!</i><br />
Fluchte Prija und die Katze zeigte ihre imposanten Dolche, während ein Fauchen erklang.<br />
Was machte sie jetzt? Als Katze konnte sie keinen anhalten, sollte jemand vorbeikommen. Als Mensch, schon. Das Problem, sie wusste nicht ob hier in der Nähe Kleidung lagerte. Wenn ja, konnte ihre Nase aufgrund des Straßensmogs nichts mehr riechen.<br />
Zurück gehen? An der Straße entlang?<br />
Zurück war die beste Option, doch was, wenn sie sich auch hier verlief? Verloren in den unendlichen Weiten der Smoky Mountains.<br />
<i>Perfekt Mädchen!</i><br />
<br />
<img src="https://i.pinimg.com/736x/db/a0/bd/dba0bdce170be934813d8a61395ecac9.jpg" width=250 height=300 align=right hspace=20>Keckernd trabte die Katze an der Straße entlang bis zum nächsten Busch. In einem stoben Funkenregen wandelte sich die Inderin. Zwischen Schmerz und Ekstase hin- und hergerissen, aus Licht und Finsternis wie ein Spiegel, der zerschellt und sich wieder neu zusammen setze.<br />
<b>„Na toll!“</b>, murmelte sie, grimmig drein blickend.<br />
Nun stand sie, mit blanken Füßen, splitterfasernackt, an einem Straßenrand.<br />
Wer auch immer hier herkam, sie hoffte inständig, dass er vom Rudel war. Prija mochte sich nicht ausmalen, wie peinlich es werden könnte, wenn man sie für eine Irre hielt, die aus irgendeiner Anstalt entwischt wäre. Dass sie an der Greenbrier Straße war, wurde ihr nicht klar. Hier war sie vor zwei Tagen mit Josi entlang ins Revier gekommen, doch sie hatte sich die Umgebung nicht genau angesehen, sodass sie einfach drauflos lief und hoffte, wieder Richtung Baumhäuser zu kommen. Irgendetwas zu erkennen oder zu riechen, was Erinnerungen weckte, dass sie richtig war.<br />
Kam da ein Auto? Ihre Augen bargen Hoffnung, als sie sich herumdrehte und angespannt in die ferne sah. Ein Auto? Wirklich?<br />
Vielleicht sollte sie ein Stück auf die Straße gehen, anstatt so hinterm Busch versteckt zu sein, dass man sie auch sah. Aber ob man sie SO sehen sollte? Eine Katze war imposanter, allerdings könnte man sie für irgendeine Katze halten und nicht ihre Verwirrtheit über die Umgebung erachten. <i>Hmm schwierig.</i>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<span style="font-size: large;" class="mycode_size"><div style="text-align: right;" class="mycode_align"><span style="font-family: Comic Sans MS;" class="mycode_font">apratyaashit madad kee zaroorat hai</span></div></span><br />
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<img src="https://i.pinimg.com/1200x/34/97/3e/34973e9f2e93fce37edd4361a4978fd0.jpg" width=250 height=300 align=left hspace=20>Tausende Gerüche prasselten auf sie nieder und durchfluteten ihre Sinne. Langsam setzte sie die Pfote auf den weichen Untergrund, spürte die kühle, lockere Erde, wie kleine Steine unter ihren ledrigen Ballen das Gleichgewicht suchten. Sachte umschmeichelte der Wind die zarten und empfindlichen Vibrissen um ihre Schnauze herum, konnte fühlen, wie er vibrierte, an und abschwoll und zu Geräuschen durch die Blätter wurden. Blätter, die aneinander rieben, auf Äste schlugen, flüsternd die Gräser umspielte. Immer wieder blendete die Sonne durch die Baumwipfel, doch ihre Augen waren perfekt angepasst für das dichte Blattgrün und die üppige Vegetation. An einigen Stellen fühlte es sich tropisch an, beinahe wie in ihrer Heimat. Es fehlten helle kreischende Warnlaute in den Baumwipfeln, welche die Katze mit einem genervten Schwanzzucken hinter sich lassen würde. Statt den Affenwarnlauten gab es helles Vogelgezwitscher, als sie bemerkt wurde. Ihr Fell war die perfekte Tarnung, eine Jägerin auf der Lauer. Leises atmen, lautloses bewegen. Herzschlag, der in Ruhe schlug und kein Hecheln, da die Temperaturen zwar warm, aber nicht heiß waren. Nicht unerträglich.<br />
<br />
Gestern hatte Taqa ihr ein bisschen die Baumhäuser gezeigt. Ihr Reich, sozusagen. Die Großküche und der Aufenthaltsraum. Den Weg von Yasmin zu dieser war recht einfach. Sie hatte ihr ebenso die Besonderheiten der Gegend erklärt, der Zonen, die man das Revier aufteilte. Die weiße Zone durfte von ihr noch nicht betreten werden. Das war ebene eins. Das Zentrum, der Kern. Prija und auch die Katze wussten warum. Kinder!<br />
In der zweiten Ebene befand sich die Großküche, ihr Arbeitsbereich. In der dritten Ebene ihre Schlafunterkunft. Bei ihrer Tante. Die Pupillen ihrer Katze weiteten sich, als sie daran dachte, ihrer Tante und ihrem Mann eine Last zu sein, aber sie hatte ihrer Alpha bereits den Wunsch geäußert, eine eigene Wohnung zu beziehen. Bis dahin, lebte sie so gut es geht bei ihr. Für die Frau war es nicht das große Problem, doch für ihr Tier schien es auf Dauer zu zerreibend sein. Prija liebte ihre Familie. Yasmin zählte mit darunter, aber die Zeit war ein Biest und es würde sicherlich auf engem Raum auch unter ihnen zu Zerwürfnissen kommen. Doch noch war es nicht so weit und da sie nun erst einmal ihrer Katze die Gelegenheit gab, durch das Revier zu streifen, die Gerüche aufzunehmen, die Spuren der Mitglieder des Rudels aufzunehmen, sich zurechtzufinden, würde sie erst mal für eine Zeit gesättigt sein. Taqa hatte ihr auch gesagt, wo sie Klamotten finden würde, weshalb sie heute dem Drängen ihrer Katze gefolgt war und nun mit gemächlichen Schritten durch das Unterholz schlenderte.<br />
Es waren wohl überall Patrouillieren unterwegs, sollte etwas sein, wäre Hilfe immer greifbar.<br />
<br />
Ihre Nase empfing etwas, was nicht hier hergehörte. Schweigend blieb die Raubkatze stehen. Instinkte gegen den menschlichen Verstand. Doch die Nase zuckte. Ihre Ohren drehten sich, ein leichtes Zucken im Fell, der lange Schwanz rollte sich kurz ein. Etwas stank. Nichts Natürliches und doch gähnte die Frau in dem Tier und strich ihr beruhigt mit den Fingern an der innen Haut entlang. Eine Straße. Es roch nach Teer, nach heißem Gummi, nach beißenden Abgasen.<br />
Bloß eine Straße. Eine... Moment! Nun wurden die Augen der Katze dunkler, als die Frau hindurchblickte und den Verstand des Menschen in dem Tier erklang. Es dürfte hier keine Straße geben. Sie hatten doch zu den Wasserfällen gewollt. Wenn das hier die Straße war, dann mussten sie entweder zu hoch gegangen sein, oder zu weit... oder. <i>Mist!</i><br />
Ein leises Knurren entkam dem Tier und ihre Krallen borten sich einmal in die Erde. Ein Ruck und die Katze ging weiter. Weiter und weiter. Bis sich der Boden senkte und sie tatsächlich auf eine Straße blickte. <br />
<i>Dhat teree ki!</i><br />
Fluchte Prija und die Katze zeigte ihre imposanten Dolche, während ein Fauchen erklang.<br />
Was machte sie jetzt? Als Katze konnte sie keinen anhalten, sollte jemand vorbeikommen. Als Mensch, schon. Das Problem, sie wusste nicht ob hier in der Nähe Kleidung lagerte. Wenn ja, konnte ihre Nase aufgrund des Straßensmogs nichts mehr riechen.<br />
Zurück gehen? An der Straße entlang?<br />
Zurück war die beste Option, doch was, wenn sie sich auch hier verlief? Verloren in den unendlichen Weiten der Smoky Mountains.<br />
<i>Perfekt Mädchen!</i><br />
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<img src="https://i.pinimg.com/736x/db/a0/bd/dba0bdce170be934813d8a61395ecac9.jpg" width=250 height=300 align=right hspace=20>Keckernd trabte die Katze an der Straße entlang bis zum nächsten Busch. In einem stoben Funkenregen wandelte sich die Inderin. Zwischen Schmerz und Ekstase hin- und hergerissen, aus Licht und Finsternis wie ein Spiegel, der zerschellt und sich wieder neu zusammen setze.<br />
<b>„Na toll!“</b>, murmelte sie, grimmig drein blickend.<br />
Nun stand sie, mit blanken Füßen, splitterfasernackt, an einem Straßenrand.<br />
Wer auch immer hier herkam, sie hoffte inständig, dass er vom Rudel war. Prija mochte sich nicht ausmalen, wie peinlich es werden könnte, wenn man sie für eine Irre hielt, die aus irgendeiner Anstalt entwischt wäre. Dass sie an der Greenbrier Straße war, wurde ihr nicht klar. Hier war sie vor zwei Tagen mit Josi entlang ins Revier gekommen, doch sie hatte sich die Umgebung nicht genau angesehen, sodass sie einfach drauflos lief und hoffte, wieder Richtung Baumhäuser zu kommen. Irgendetwas zu erkennen oder zu riechen, was Erinnerungen weckte, dass sie richtig war.<br />
Kam da ein Auto? Ihre Augen bargen Hoffnung, als sie sich herumdrehte und angespannt in die ferne sah. Ein Auto? Wirklich?<br />
Vielleicht sollte sie ein Stück auf die Straße gehen, anstatt so hinterm Busch versteckt zu sein, dass man sie auch sah. Aber ob man sie SO sehen sollte? Eine Katze war imposanter, allerdings könnte man sie für irgendeine Katze halten und nicht ihre Verwirrtheit über die Umgebung erachten. <i>Hmm schwierig.</i>]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[The ground we stand on is sacred ground. It is the blood of our ancestors.]]></title>
			<link>https://claws.stories-untold.de/showthread.php?tid=540</link>
			<pubDate>Tue, 06 Jan 2026 12:50:02 +0000</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://claws.stories-untold.de/member.php?action=profile&uid=125">Jeel Stillwater</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://claws.stories-untold.de/showthread.php?tid=540</guid>
			<description><![CDATA[<center><div style="width: 550px; margin-top: 50px;"><div style="text-align: center;"><link href='https://fonts.googleapis.com/css?family=Mrs+Saint+Delafield' rel='stylesheet' type='text/css'><div align="right"><font style="font-family: 'Mrs Saint Delafield', cursive; font-size: 45px; text-transform: text-transform: letter-spacing: 2px; line-height: 25px; font-style: ;"> The ground we stand on is sacred ground.</font></div></div><div style="width: 550px; border-bottom: 3px solid #A4A4A4;"></div><div align="justify"><font style="font-family: Calibri; font-size: 10px; text-transform: uppercase; letter-spacing: 1px; line-height: 10px; blockquote;"> It is the blood of our ancestors.</font><br><div align="right"><font style="font-family: Calibri; font-size: 12px; text-transform: uppercase; letter-spacing: 1px; line-height: 10px; align: blockquote;"><br>Jeel & Taqa - <a href="https://imgur.com/a/iXDlCXP" target=”blank”><u>OUTFIT</u></a></div></div></div></font></center><br />
<br />
Die Sonne stand tief und warf lange Schatten. Noch immer strich ein warmer Sommerwind durch die Bäume und ließ das Laub sanft rascheln. Grillen zirpten. Ein gewisser Frieden herrschte an diesem Ort. Und je mehr der Tag sich seinem Ende neigte, desto deutlicher spürte man diesen Frieden. <br />
<br />
Zwischen wildem Farn, Ginster und Tannen schlängelte sich ein Pfad durchs Territorium, dem er auf leisen Sohlen folgte. Mokassins. Inzwischen hatte er sich an die Schatten gewöhnt, die zu seinem Alltag geworden waren. Soldaten, die jeden seiner Schritte überwachten, um sicherzugehen, dass er nicht der Feind war, den sie in ihm zu sehen fürchteten. Er nahm es hin. Fast schon gelassen ging er mit diesem Misstrauen um. Das war leicht. Denn er war nicht hier, um Krieg zu führen. Manchmal, wenn er gut drauf war, und der Soldat, der ihm folgte, sichtbar in seiner Nähe blieb, warf er ihm einen Schokoriegel zu. Oder er ließ an heißen Tagen ein kühles, alkoholfreies Bier für ihn stehen. Es tat ihm fast ein bisschen leid, dass sie es auszubaden hatten. Aber das waren leider die Konsequenzen. <br />
<br />
Das wilde Leder, schon alt an Jahren, schmiegte sich problemlos an seinen Körper. Es leuchtete gelb im späten Sonnenlicht. Und mit jedem seiner Schritte wippten die Fransen im Takt. Er hatte auf zu viel Schmuck verzichtet. Es war eine Jagd. Kein Kriegspfad. Im Gesicht trug er einen Balken über den Augen, der aus schwarzer Farbe bestand. Senkrecht nach unten verliefen Linien in blau. Das Blau stand für den Schutz durch die Natur. Das Schwarz für den Sieg. Er verzichtete auf Gelb, obwohl das in seiner Kultur die heiligste Farbe war, weil sie mit dem Schöpfer in Verbindung gebracht wurde. Doch dieses Band hatte er verloren. Vielleicht wurde es durch die Jagd heute erneuert. An der Hüfte, fest verschnürt, baumelte eine kleine, viereckige Tasche aus Leder und mit Perlen geschmückt. In ihr hatte er Kräuter und geriebenen Samen verstaut. Dinge, die ihm helfen würden, seine Witterung zu verschleiern. Er verzichtete absichtlich auf ein Messer, das ihm sicher in der Wildnis geholfen hätte, aber er wollte das Rudel nicht noch weiter gegen sich aufbringen. Bewaffnet mit ihrer Alpha durch das Unterholz zu jagen, hätte das Misstrauen nur verstärkt. Das bedeutete aber auch, dass er mit weit weniger Hilfsmitteln unterwegs sein würde, als nötig war, um einen wirklichen Vorteil zu gewinnen. Nun musste er sich mit dem Urin eines Hirschbockes begnügen und dem, was der Wald ihm bieten würde. <br />
<br />
In der authentischen Kleidung eines Cheyenne-Kriegers, der auf der Jagd war, durch das Territorium zu laufen, brachte ihm den ein oder anderen interessierten Blick ein. Er ignorierte sie. Denn für ihn war das hier keine Verkleidung sondern Stolz. Ihnen zu zeigen, wer er war und woher er kam, ließ ihn Streit und Trauer vergessen, die mit ihm hier her gezogen waren. In diesem Leder fühlte er sich wohl. Das war er! Er hatte gebetet, sich mit dem Rauch von Tabak umgeben und sein Gesicht bemalt. Er war so gut vorbereitet wie es möglich war. <br />
<br />
Nun betrat er den kleinen Vorgarten des Hauses, in dem Taqa wohnte. Er fand es leicht. Doch der Garten erlangte kaum seine Aufmerksamkeit, denn sein Blick rutschte auf das Gebäude, das aus imposanten Glasflächen bestand. Er gab ein bizarres Bild ab. So als hätte er eine Zeitreise gemacht und stünde nun der Zukunft gegenüber. Der Indianer und das moderne Haus. Ein Künstler hätte aus diesem Bild ganz gewiss etwas Besonders gemacht. Jeel blickte nach oben und betrachtete sich die glatten Kanten des Gebäudes, das in einer strikten Symphonie aus Glas und Holz wie ein Zeitzeuge vor ihm thronte. Epochen, die aufeinander prallten. Und doch nicht kollidierten. Er ging zur Tür und klopfte. Diese Art der Höflichkeit war ihm anerzogen worden. Er betrat nie ungefragt das Heim eines anderen. Geduldig wartete er. <br />
<br />
Dann öffnete sich die Tür und sie stand im Türrahmen. Er blickte auf und lächelte. Ganz unweigerlich. Sie zu sehen, vertrieb jeden trüben Gedanken. Sie ließ die Trauer einfach verpuffen, so als nähme sie den gesamten Raum in seinem Innern ein. Dann zog er das Handy unter dem Ledergürtel hervor und reichte es ihr. <jin>“Legst du es zu den Sachen im Auto?“</jin> Das Auto, welches unweit ihres Ziels auf sie warten würde, mit all den Annehmlichkeiten, die er jetzt gerade ablegte. <jin>“Wenn traditionell, dann richtig!“</jin>, erklärte er es ihr. Er würde ohne Handy unterwegs sein. Vollkommen auf sich allein gestellt. Nur er, sie und der Wald. Das Grinsen wurde breiter. <jin>“Bist du bereit?“</jin>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<center><div style="width: 550px; margin-top: 50px;"><div style="text-align: center;"><link href='https://fonts.googleapis.com/css?family=Mrs+Saint+Delafield' rel='stylesheet' type='text/css'><div align="right"><font style="font-family: 'Mrs Saint Delafield', cursive; font-size: 45px; text-transform: text-transform: letter-spacing: 2px; line-height: 25px; font-style: ;"> The ground we stand on is sacred ground.</font></div></div><div style="width: 550px; border-bottom: 3px solid #A4A4A4;"></div><div align="justify"><font style="font-family: Calibri; font-size: 10px; text-transform: uppercase; letter-spacing: 1px; line-height: 10px; blockquote;"> It is the blood of our ancestors.</font><br><div align="right"><font style="font-family: Calibri; font-size: 12px; text-transform: uppercase; letter-spacing: 1px; line-height: 10px; align: blockquote;"><br>Jeel & Taqa - <a href="https://imgur.com/a/iXDlCXP" target=”blank”><u>OUTFIT</u></a></div></div></div></font></center><br />
<br />
Die Sonne stand tief und warf lange Schatten. Noch immer strich ein warmer Sommerwind durch die Bäume und ließ das Laub sanft rascheln. Grillen zirpten. Ein gewisser Frieden herrschte an diesem Ort. Und je mehr der Tag sich seinem Ende neigte, desto deutlicher spürte man diesen Frieden. <br />
<br />
Zwischen wildem Farn, Ginster und Tannen schlängelte sich ein Pfad durchs Territorium, dem er auf leisen Sohlen folgte. Mokassins. Inzwischen hatte er sich an die Schatten gewöhnt, die zu seinem Alltag geworden waren. Soldaten, die jeden seiner Schritte überwachten, um sicherzugehen, dass er nicht der Feind war, den sie in ihm zu sehen fürchteten. Er nahm es hin. Fast schon gelassen ging er mit diesem Misstrauen um. Das war leicht. Denn er war nicht hier, um Krieg zu führen. Manchmal, wenn er gut drauf war, und der Soldat, der ihm folgte, sichtbar in seiner Nähe blieb, warf er ihm einen Schokoriegel zu. Oder er ließ an heißen Tagen ein kühles, alkoholfreies Bier für ihn stehen. Es tat ihm fast ein bisschen leid, dass sie es auszubaden hatten. Aber das waren leider die Konsequenzen. <br />
<br />
Das wilde Leder, schon alt an Jahren, schmiegte sich problemlos an seinen Körper. Es leuchtete gelb im späten Sonnenlicht. Und mit jedem seiner Schritte wippten die Fransen im Takt. Er hatte auf zu viel Schmuck verzichtet. Es war eine Jagd. Kein Kriegspfad. Im Gesicht trug er einen Balken über den Augen, der aus schwarzer Farbe bestand. Senkrecht nach unten verliefen Linien in blau. Das Blau stand für den Schutz durch die Natur. Das Schwarz für den Sieg. Er verzichtete auf Gelb, obwohl das in seiner Kultur die heiligste Farbe war, weil sie mit dem Schöpfer in Verbindung gebracht wurde. Doch dieses Band hatte er verloren. Vielleicht wurde es durch die Jagd heute erneuert. An der Hüfte, fest verschnürt, baumelte eine kleine, viereckige Tasche aus Leder und mit Perlen geschmückt. In ihr hatte er Kräuter und geriebenen Samen verstaut. Dinge, die ihm helfen würden, seine Witterung zu verschleiern. Er verzichtete absichtlich auf ein Messer, das ihm sicher in der Wildnis geholfen hätte, aber er wollte das Rudel nicht noch weiter gegen sich aufbringen. Bewaffnet mit ihrer Alpha durch das Unterholz zu jagen, hätte das Misstrauen nur verstärkt. Das bedeutete aber auch, dass er mit weit weniger Hilfsmitteln unterwegs sein würde, als nötig war, um einen wirklichen Vorteil zu gewinnen. Nun musste er sich mit dem Urin eines Hirschbockes begnügen und dem, was der Wald ihm bieten würde. <br />
<br />
In der authentischen Kleidung eines Cheyenne-Kriegers, der auf der Jagd war, durch das Territorium zu laufen, brachte ihm den ein oder anderen interessierten Blick ein. Er ignorierte sie. Denn für ihn war das hier keine Verkleidung sondern Stolz. Ihnen zu zeigen, wer er war und woher er kam, ließ ihn Streit und Trauer vergessen, die mit ihm hier her gezogen waren. In diesem Leder fühlte er sich wohl. Das war er! Er hatte gebetet, sich mit dem Rauch von Tabak umgeben und sein Gesicht bemalt. Er war so gut vorbereitet wie es möglich war. <br />
<br />
Nun betrat er den kleinen Vorgarten des Hauses, in dem Taqa wohnte. Er fand es leicht. Doch der Garten erlangte kaum seine Aufmerksamkeit, denn sein Blick rutschte auf das Gebäude, das aus imposanten Glasflächen bestand. Er gab ein bizarres Bild ab. So als hätte er eine Zeitreise gemacht und stünde nun der Zukunft gegenüber. Der Indianer und das moderne Haus. Ein Künstler hätte aus diesem Bild ganz gewiss etwas Besonders gemacht. Jeel blickte nach oben und betrachtete sich die glatten Kanten des Gebäudes, das in einer strikten Symphonie aus Glas und Holz wie ein Zeitzeuge vor ihm thronte. Epochen, die aufeinander prallten. Und doch nicht kollidierten. Er ging zur Tür und klopfte. Diese Art der Höflichkeit war ihm anerzogen worden. Er betrat nie ungefragt das Heim eines anderen. Geduldig wartete er. <br />
<br />
Dann öffnete sich die Tür und sie stand im Türrahmen. Er blickte auf und lächelte. Ganz unweigerlich. Sie zu sehen, vertrieb jeden trüben Gedanken. Sie ließ die Trauer einfach verpuffen, so als nähme sie den gesamten Raum in seinem Innern ein. Dann zog er das Handy unter dem Ledergürtel hervor und reichte es ihr. <jin>“Legst du es zu den Sachen im Auto?“</jin> Das Auto, welches unweit ihres Ziels auf sie warten würde, mit all den Annehmlichkeiten, die er jetzt gerade ablegte. <jin>“Wenn traditionell, dann richtig!“</jin>, erklärte er es ihr. Er würde ohne Handy unterwegs sein. Vollkommen auf sich allein gestellt. Nur er, sie und der Wald. Das Grinsen wurde breiter. <jin>“Bist du bereit?“</jin>]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[i don't stalk. i investigate !]]></title>
			<link>https://claws.stories-untold.de/showthread.php?tid=463</link>
			<pubDate>Sun, 01 Jun 2025 13:42:11 +0000</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://claws.stories-untold.de/member.php?action=profile&uid=119">Katerine Gauthier</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://claws.stories-untold.de/showthread.php?tid=463</guid>
			<description><![CDATA[Nachdem sie ihren Spaziergang mit Nia noch fortgesetzt und mit der kleinen Wandlerin gespielt und ihr in ihrer menschlichen, wie animalischen Gestalt nachgejagt war, befand sie sich nun auf dem Rückweg zur weißen Zone, wo sie die kleine noch ein wenig mit ihren Freunden spielen lassen würde. <br />
<br />
Die Wangen des Mädchens auf ihrem Arm waren noch leicht gerötet vom Lachen und Rumtollen, und Kit spürte die warme, zufriedene Trägheit, mit der Nia sich an ihre Schulter schmiegte. Nackt und vollkommen ohne jegliche Scham. Wie es sich für eine echte Gestaltwandlerin gehörte.<br />
Die Kleine war kurz davor einzuschlafen – das konnte man deutlich daran erkennen, dass sie aufhörte, ihre Spucke strategisch einzusetzen und auf ihrem Gesicht zu verteilen und stattdessen begann, immer rhythmischer zu atmen. Kit senkte leicht den Kopf, sog ihren Duft ein – ein Mix aus Glück, Dreck, Wildheit und einem Hauch Marmelade, der vermutlich nicht zu den natürlichen Duftnoten des Kindes gehörte. Wobei sie noch nie darüber nachgedacht hatte, wann sich eine Witterung entwickelte - und ob diese etwas mit der Persönlichkeit des Trägers zu tun hatte oder vollkommen willkürlich entstand.<br />
<br />
Sie atmete leise durch.<br />
Das war ein guter Moment.<br />
Kein spektakulärer. Kein lauter. Aber ein ruhiger, richtiger.<br />
Und das war selten geworden in letzter Zeit.<br />
<br />
Sie war noch nicht lange hier – zumindest nicht lang genug, um sich <i>komplett heimisch</i> zu fühlen. Nicht wie in SwampClaw oder CrimsonPeak. Nicht wie unter Leuten, die ihr ohne Worte glaubten, dass sie wusste, was sie tat. Sie musste sich noch immer beweisen und das Vertrauen gewinnen. Die Kinder immerhin, hatten ihr Tür und Tor in ihre Herzen geöffnet und auch mit den meisten Müttern verstand sie sich bereits super. Fehlten noch ein Großteil der dominanten Rudelmitglieder. <br />
RainFire war anders. Fremder. Die Strukturen waren andere. Weniger wild und traditionell, dafür aber auf andere Weise tief. Und sie wollte dazugehören. Nicht still danebenstehen. Nicht nur „die Neue“ sein, die gerade noch dabei war, ihre Krallen anzupassen.<br />
Vielleicht war es genau deshalb, dass sie es spürte – diesen feinen Impuls im Nacken. Eine Bewegung, ein Geruch, ein Bruch in der Geräuschkulisse. Nicht gefährlich. Nicht falsch. Nur... neu.<br />
<br />
Sie hob den Blick, folgte der Witterung von Limette und Rosenholz – und da war sie.<br />
Die menschliche Soldatin.<br />
Wie hieß sie noch gleich?<br />
<br />
Kit zog die Stirn minimal zusammen. Es war nicht böse gemeint – sie war einfach noch dabei, all die Gesichter, Namen und Konstellationen im Kopf zu sortieren. <br />
Janine? Nein … es war kürzer. Janie? Joni?  Oder zumindest sehr nah dran.<br />
<br />
Und als hätte das Kind auf ihrem Arm ihre Gedanken gelesen – oder den Geruch der Frau erkannt – hob Nia träge den Kopf, blinzelte die Fremde an und nuschelte etwas, das wie ein „Zohssii“ klang. Es war mehr Speichel als Sprache, aber immerhin zielgerichtet.<br />
Kit schnaubte leise.<br />
<ina> „Hellhörig, wie immer.“</ina> Aber immerhin hatte sie jetzt den Namen der Soldatin wieder parat. Josi.<br />
Sie trat ein paar Schritte zur Seite, damit sie der anderen Frau nicht frontal entgegenschritt, aber klar sichtbar war. Präsenz ohne Aufdringlichkeit – das war ein Spiel, das sie gut beherrschte.<br />
<ina>„Hey,“</ina> sagte sie ruhig. Die Stimme tief genug, um gehört zu werden, aber warm genug, um nicht zu kratzen. <ina>„Josi, richtig?“</ina><br />
<br />
Ein kurzer Blick, nicht prüfend, eher... abschätzend.<br />
Nicht feindlich. Nur ehrlich interessiert.<br />
<br />
Sie würde sich ja selbst auch nochmal vorstellen, doch während sich Kit und Kuni zahlreiche Namen und Gesichter neu merken mussten, waren es bei RainFire nur 2. Taqa gehörte immerhin auch quasi dazu … Okay, drei. Die Tigerin zählte auch noch dazu. <br />
<br />
Sie hob die Hüfte leicht, auf der Nia ein leises „Hmh.“ von sich gab, ohne sich zu bewegen.<br />
<ina> „Ich hänge mit dem Socialising ein wenig hinterher.“</ina>, meinte sie, immerhin war es ihr selbst ein dringendes Bedürfnis ein Band zu jedem Mitglied des Rudels zu knüpfen. <i>Ihrem</i> Rudel.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[Nachdem sie ihren Spaziergang mit Nia noch fortgesetzt und mit der kleinen Wandlerin gespielt und ihr in ihrer menschlichen, wie animalischen Gestalt nachgejagt war, befand sie sich nun auf dem Rückweg zur weißen Zone, wo sie die kleine noch ein wenig mit ihren Freunden spielen lassen würde. <br />
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Die Wangen des Mädchens auf ihrem Arm waren noch leicht gerötet vom Lachen und Rumtollen, und Kit spürte die warme, zufriedene Trägheit, mit der Nia sich an ihre Schulter schmiegte. Nackt und vollkommen ohne jegliche Scham. Wie es sich für eine echte Gestaltwandlerin gehörte.<br />
Die Kleine war kurz davor einzuschlafen – das konnte man deutlich daran erkennen, dass sie aufhörte, ihre Spucke strategisch einzusetzen und auf ihrem Gesicht zu verteilen und stattdessen begann, immer rhythmischer zu atmen. Kit senkte leicht den Kopf, sog ihren Duft ein – ein Mix aus Glück, Dreck, Wildheit und einem Hauch Marmelade, der vermutlich nicht zu den natürlichen Duftnoten des Kindes gehörte. Wobei sie noch nie darüber nachgedacht hatte, wann sich eine Witterung entwickelte - und ob diese etwas mit der Persönlichkeit des Trägers zu tun hatte oder vollkommen willkürlich entstand.<br />
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Sie atmete leise durch.<br />
Das war ein guter Moment.<br />
Kein spektakulärer. Kein lauter. Aber ein ruhiger, richtiger.<br />
Und das war selten geworden in letzter Zeit.<br />
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Sie war noch nicht lange hier – zumindest nicht lang genug, um sich <i>komplett heimisch</i> zu fühlen. Nicht wie in SwampClaw oder CrimsonPeak. Nicht wie unter Leuten, die ihr ohne Worte glaubten, dass sie wusste, was sie tat. Sie musste sich noch immer beweisen und das Vertrauen gewinnen. Die Kinder immerhin, hatten ihr Tür und Tor in ihre Herzen geöffnet und auch mit den meisten Müttern verstand sie sich bereits super. Fehlten noch ein Großteil der dominanten Rudelmitglieder. <br />
RainFire war anders. Fremder. Die Strukturen waren andere. Weniger wild und traditionell, dafür aber auf andere Weise tief. Und sie wollte dazugehören. Nicht still danebenstehen. Nicht nur „die Neue“ sein, die gerade noch dabei war, ihre Krallen anzupassen.<br />
Vielleicht war es genau deshalb, dass sie es spürte – diesen feinen Impuls im Nacken. Eine Bewegung, ein Geruch, ein Bruch in der Geräuschkulisse. Nicht gefährlich. Nicht falsch. Nur... neu.<br />
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Sie hob den Blick, folgte der Witterung von Limette und Rosenholz – und da war sie.<br />
Die menschliche Soldatin.<br />
Wie hieß sie noch gleich?<br />
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Kit zog die Stirn minimal zusammen. Es war nicht böse gemeint – sie war einfach noch dabei, all die Gesichter, Namen und Konstellationen im Kopf zu sortieren. <br />
Janine? Nein … es war kürzer. Janie? Joni?  Oder zumindest sehr nah dran.<br />
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Und als hätte das Kind auf ihrem Arm ihre Gedanken gelesen – oder den Geruch der Frau erkannt – hob Nia träge den Kopf, blinzelte die Fremde an und nuschelte etwas, das wie ein „Zohssii“ klang. Es war mehr Speichel als Sprache, aber immerhin zielgerichtet.<br />
Kit schnaubte leise.<br />
<ina> „Hellhörig, wie immer.“</ina> Aber immerhin hatte sie jetzt den Namen der Soldatin wieder parat. Josi.<br />
Sie trat ein paar Schritte zur Seite, damit sie der anderen Frau nicht frontal entgegenschritt, aber klar sichtbar war. Präsenz ohne Aufdringlichkeit – das war ein Spiel, das sie gut beherrschte.<br />
<ina>„Hey,“</ina> sagte sie ruhig. Die Stimme tief genug, um gehört zu werden, aber warm genug, um nicht zu kratzen. <ina>„Josi, richtig?“</ina><br />
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Ein kurzer Blick, nicht prüfend, eher... abschätzend.<br />
Nicht feindlich. Nur ehrlich interessiert.<br />
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Sie würde sich ja selbst auch nochmal vorstellen, doch während sich Kit und Kuni zahlreiche Namen und Gesichter neu merken mussten, waren es bei RainFire nur 2. Taqa gehörte immerhin auch quasi dazu … Okay, drei. Die Tigerin zählte auch noch dazu. <br />
<br />
Sie hob die Hüfte leicht, auf der Nia ein leises „Hmh.“ von sich gab, ohne sich zu bewegen.<br />
<ina> „Ich hänge mit dem Socialising ein wenig hinterher.“</ina>, meinte sie, immerhin war es ihr selbst ein dringendes Bedürfnis ein Band zu jedem Mitglied des Rudels zu knüpfen. <i>Ihrem</i> Rudel.]]></content:encoded>
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