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		<title><![CDATA[claws & fangs - RainFire Archiv]]></title>
		<link>https://claws.stories-untold.de/</link>
		<description><![CDATA[claws & fangs - https://claws.stories-untold.de]]></description>
		<pubDate>Mon, 13 Apr 2026 07:50:21 +0000</pubDate>
		<generator>MyBB</generator>
		<item>
			<title><![CDATA[A pinch of cinnamon and a little bit of magic]]></title>
			<link>https://claws.stories-untold.de/showthread.php?tid=507</link>
			<pubDate>Wed, 24 Sep 2025 19:11:11 +0000</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://claws.stories-untold.de/member.php?action=profile&uid=39">Elianna Sánches</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://claws.stories-untold.de/showthread.php?tid=507</guid>
			<description><![CDATA[Es waren nur ein paar Tage vergangen, seit sie im Zentrum auf dem Festplatz gefeiert, getanzt und geschlemmt hatten. Doch das Verlangen ein, zwei Tage darauf direkt mit dem Backen anzufangen, wuchs immens. Elianna konnte gar nicht sagen, wie es zustande kam, denn eigentlich hätte sie sich nach den Eiskünsten auch eine Auszeit vom Backen nehmen können. Aber es wäre, als würde man einem Soldaten sagen, er solle nun eine Auszeit vom Training nehmen. Eine Katze in einen Sack zu sperren wäre wohl angenehmer. Also war sie heute nach ihrer Schicht im Kittchen die Listen der Küchen durchgegangen und hatte in der 3ten Ebenen, quasi dem dritten Kreis um das innerste Zentrum herum, eine Küche gefunden, in der sie alle Zutaten für die heißgeliebten Quark- und Zimtschnecken hatte, ohne noch mal einkaufen zu müssen.<br />
In dieser Ebene wohnte auch sie selber, vermutlich war deshalb die Gemeinschaftsküche so gut ausgestattet was Backsachen betraf. Diese und die erste Ebene natürlich, ihren Arbeitsplatz und derer wo die Kinder und Familien zu finden waren. Aber heute brauchte sie dann nicht noch mal extra wieder zurück.<br />
<br />
Die Gemeinschaftsküche war ebenerdig, wie jede in ihrem Revier. Auch Toiletten und ein großer Raum befanden sich in diesem Gebäude, welches sich perfekt in die wunderschöne Umgebung einfügte. Im Gemeinschaftsraum saßen ein paar Soldaten und ältere Rekruten, die neugierig ihre Köpfe hoben, als Eli mit einem Winken zu ihnen eintrat und direkt in die große Küche verschwand. Vermutlich würden später immer wieder welche den Weg hier hineinfinden, um zu schnuppern und ein oder zwei kleinere Stücke zu ergattern. Meistens trudelten sie wie Tristan dann zu ihr ein, hielten ein paar Schwätzchen und waren verzückt, wenn sie den Löffel ablecken durften. Das wiederum freute Eli und nun dachte sie daran, was sie Kunao erzählt hatte. Ein bisschen war es doch so, dass man sich gemeinsam einfand. Aber auch doch anders, als er es von seinem Rudel her kannte. Elianna hätte sehr gerne eine große, offene Küche. Einfach die Wand hier herausnehmen, oder seine offene Theke, dann hatte sie hier immer noch ihre Ruhe, aber jeder konnte sich zu ihr hin setzen und quatschen. Jene, die mitmachen wollten, könnten dann einfach herumkommen. Vielleicht schlug sie diese Idee einfach einmal anonym vor. Es wäre bestimmt ein leichtes, jetzt, wo sie die Wand vor sich sah, die die Küche vom Gemeinschaftsraum trennte, einzureisen.<br />
<br />
Mit diesen Gedanken zog sie die Schublade auf und holte sich fünf Springformen raus, ebenso drei große Schüsseln und war bereits bei den Schüsseln, als sie sich herumdrehte. Die Küche war nicht sonderlich groß. Wie ein kleiner Schlauch gehalten. Man kam durch die Flügeltür rein, rechts eine lange große Anrichte. Genug Platz, dass drei Personen nebeneinander schneiden und hantieren konnten. Darunter befanden sich sämtliche Geräte in den großen Schubladen. Auch größere Geräte waren dort verstaut. Am Ende standen zwei große Kühlschränke, der dritte auf der anderen Seite gegenüber. Drehte man sich herum, befand sich zwei Schränkte, ein großer Backofen, mit zwei großen Herden, ein weiterer Schrank, ein kleiner Backofen und Abzugshauben für die Herde. Ebenso befanden sich trockene Lebensmittel, die nicht so schnell verdarben in den Hängeschränken. Diese Küche war nicht nur rein aufs Backen ausgelegt. Generell konnte man in allen Küchen Backen und Kochen. Gerade zu durch war noch ein kleiner Raum, in dem in lauter Regalen diverse weitere Dosen und Co standen. Wenn man mit Kochen oder Backen fertig war, konnte man seine fertigen Dinge nach draußen bringen in den Gemeinschaftsraum. Oder verteile sie auf die anderen Räume in den anderen Ebenen. Aber meistens kochte man dort, wo man es für die Ruderkameraden haben wollte.<br />
<br />
Eli tippte gerade in ihrem Tablett einige Lichter für die Küche an, und schaltete die Musik ein, als sie draußen bereits lauter werdende Stimmen war nahm. Der Katze ist der Neugierde Tod, oder wie ging der Spruch? Grinsend zog sie das Haargummi aus ihrer kurzen Hose, band die Haare in einem schnellen geflochtenen Zopf zurück und trat zur Kammer um die Zutaten zusammen zu suchen. Ihr <a href="https://i.pinimg.com/736x/51/22/2a/51222aa0286de977ad7ed1bdfedef117.jpg"><u>Mickymaus Shirt</u></a> war für die Kinder immer ein Lacher wert, aber hier war sie bei den Soldaten. Doch Eli glaubte, dass auch diese für das umwerfende Shirt ein Lächeln geben konnte. Ihre Schuhe standen am Eingang, nicht immer zog sie diese aus, aber heute schon. Die Sandalen mit den Absätzen waren nur störend hier. Barfuß ließ es sich besser laufen.<br />
<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">“Der erste, der hier hereinstürmt, kann mir gleich 2 1l-Pakete Milch vom oberen Regal holen!“</span> rief Eli lachend über die Schulter, als sie nach dem Mehl vornüber gebeugt in dem hinteren Raum stand, die Tür mit ihrer Hüfte offen haltend. Noch hatte keiner eine Ahnung, was es von ihr heute gab. <span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">“Bitte!“</span> schob sie hinterher. Autorität kannte die unterwürfige Mutter nicht. Nur, wenn man vom Backen keine Ahnung hatte und sie führen musste. Aber selbst dann war sie immer noch warmherzig und viel zu sanft.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[Es waren nur ein paar Tage vergangen, seit sie im Zentrum auf dem Festplatz gefeiert, getanzt und geschlemmt hatten. Doch das Verlangen ein, zwei Tage darauf direkt mit dem Backen anzufangen, wuchs immens. Elianna konnte gar nicht sagen, wie es zustande kam, denn eigentlich hätte sie sich nach den Eiskünsten auch eine Auszeit vom Backen nehmen können. Aber es wäre, als würde man einem Soldaten sagen, er solle nun eine Auszeit vom Training nehmen. Eine Katze in einen Sack zu sperren wäre wohl angenehmer. Also war sie heute nach ihrer Schicht im Kittchen die Listen der Küchen durchgegangen und hatte in der 3ten Ebenen, quasi dem dritten Kreis um das innerste Zentrum herum, eine Küche gefunden, in der sie alle Zutaten für die heißgeliebten Quark- und Zimtschnecken hatte, ohne noch mal einkaufen zu müssen.<br />
In dieser Ebene wohnte auch sie selber, vermutlich war deshalb die Gemeinschaftsküche so gut ausgestattet was Backsachen betraf. Diese und die erste Ebene natürlich, ihren Arbeitsplatz und derer wo die Kinder und Familien zu finden waren. Aber heute brauchte sie dann nicht noch mal extra wieder zurück.<br />
<br />
Die Gemeinschaftsküche war ebenerdig, wie jede in ihrem Revier. Auch Toiletten und ein großer Raum befanden sich in diesem Gebäude, welches sich perfekt in die wunderschöne Umgebung einfügte. Im Gemeinschaftsraum saßen ein paar Soldaten und ältere Rekruten, die neugierig ihre Köpfe hoben, als Eli mit einem Winken zu ihnen eintrat und direkt in die große Küche verschwand. Vermutlich würden später immer wieder welche den Weg hier hineinfinden, um zu schnuppern und ein oder zwei kleinere Stücke zu ergattern. Meistens trudelten sie wie Tristan dann zu ihr ein, hielten ein paar Schwätzchen und waren verzückt, wenn sie den Löffel ablecken durften. Das wiederum freute Eli und nun dachte sie daran, was sie Kunao erzählt hatte. Ein bisschen war es doch so, dass man sich gemeinsam einfand. Aber auch doch anders, als er es von seinem Rudel her kannte. Elianna hätte sehr gerne eine große, offene Küche. Einfach die Wand hier herausnehmen, oder seine offene Theke, dann hatte sie hier immer noch ihre Ruhe, aber jeder konnte sich zu ihr hin setzen und quatschen. Jene, die mitmachen wollten, könnten dann einfach herumkommen. Vielleicht schlug sie diese Idee einfach einmal anonym vor. Es wäre bestimmt ein leichtes, jetzt, wo sie die Wand vor sich sah, die die Küche vom Gemeinschaftsraum trennte, einzureisen.<br />
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Mit diesen Gedanken zog sie die Schublade auf und holte sich fünf Springformen raus, ebenso drei große Schüsseln und war bereits bei den Schüsseln, als sie sich herumdrehte. Die Küche war nicht sonderlich groß. Wie ein kleiner Schlauch gehalten. Man kam durch die Flügeltür rein, rechts eine lange große Anrichte. Genug Platz, dass drei Personen nebeneinander schneiden und hantieren konnten. Darunter befanden sich sämtliche Geräte in den großen Schubladen. Auch größere Geräte waren dort verstaut. Am Ende standen zwei große Kühlschränke, der dritte auf der anderen Seite gegenüber. Drehte man sich herum, befand sich zwei Schränkte, ein großer Backofen, mit zwei großen Herden, ein weiterer Schrank, ein kleiner Backofen und Abzugshauben für die Herde. Ebenso befanden sich trockene Lebensmittel, die nicht so schnell verdarben in den Hängeschränken. Diese Küche war nicht nur rein aufs Backen ausgelegt. Generell konnte man in allen Küchen Backen und Kochen. Gerade zu durch war noch ein kleiner Raum, in dem in lauter Regalen diverse weitere Dosen und Co standen. Wenn man mit Kochen oder Backen fertig war, konnte man seine fertigen Dinge nach draußen bringen in den Gemeinschaftsraum. Oder verteile sie auf die anderen Räume in den anderen Ebenen. Aber meistens kochte man dort, wo man es für die Ruderkameraden haben wollte.<br />
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Eli tippte gerade in ihrem Tablett einige Lichter für die Küche an, und schaltete die Musik ein, als sie draußen bereits lauter werdende Stimmen war nahm. Der Katze ist der Neugierde Tod, oder wie ging der Spruch? Grinsend zog sie das Haargummi aus ihrer kurzen Hose, band die Haare in einem schnellen geflochtenen Zopf zurück und trat zur Kammer um die Zutaten zusammen zu suchen. Ihr <a href="https://i.pinimg.com/736x/51/22/2a/51222aa0286de977ad7ed1bdfedef117.jpg"><u>Mickymaus Shirt</u></a> war für die Kinder immer ein Lacher wert, aber hier war sie bei den Soldaten. Doch Eli glaubte, dass auch diese für das umwerfende Shirt ein Lächeln geben konnte. Ihre Schuhe standen am Eingang, nicht immer zog sie diese aus, aber heute schon. Die Sandalen mit den Absätzen waren nur störend hier. Barfuß ließ es sich besser laufen.<br />
<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">“Der erste, der hier hereinstürmt, kann mir gleich 2 1l-Pakete Milch vom oberen Regal holen!“</span> rief Eli lachend über die Schulter, als sie nach dem Mehl vornüber gebeugt in dem hinteren Raum stand, die Tür mit ihrer Hüfte offen haltend. Noch hatte keiner eine Ahnung, was es von ihr heute gab. <span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">“Bitte!“</span> schob sie hinterher. Autorität kannte die unterwürfige Mutter nicht. Nur, wenn man vom Backen keine Ahnung hatte und sie führen musste. Aber selbst dann war sie immer noch warmherzig und viel zu sanft.]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[When life pulls you back, shoot forward like an arrow]]></title>
			<link>https://claws.stories-untold.de/showthread.php?tid=506</link>
			<pubDate>Tue, 23 Sep 2025 18:11:36 +0000</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://claws.stories-untold.de/member.php?action=profile&uid=109">Qaletaqa GrayStone</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://claws.stories-untold.de/showthread.php?tid=506</guid>
			<description><![CDATA[<center><div style="width: 450px; margin-top: 50px;"><div style="text-align: center;"><link href='https://fonts.googleapis.com/css?family=Mrs+Saint+Delafield' rel='stylesheet' type='text/css'><div align="right"><font style="font-family: 'Mrs Saint Delafield', cursive; font-size: 55px; text-transform: text-transform: letter-spacing: 2px; line-height: 25px; font-style: italic;"> When life pulls you back</font></div></div><div style="width: 450px; border-bottom: 3px solid #A4A4A4;"></div><div align="justify"><font style="font-family: Calibri; font-size: 10px; text-transform: uppercase; letter-spacing: 1px; line-height: 10px; blockquote;">shoot forward like an arrow</font><br><div align="right"><font style="font-family: Calibri; font-size: 12px; text-transform: uppercase; letter-spacing: 1px; line-height: 10px; align: blockquote;"><br>Jeel & Taqa - <a href="https://i.pinimg.com/736x/55/1d/1a/551d1a10086bcf86dc9317d2bab1ff11.jpg" target=”blank”><u>OUTFIT</u></a></div></div></div></font></center><br />
<br />
Zu sagen Alltag war eingekehrt wäre verfrüht, Taqa hatte eher das Gefühl alles gleichzeitig anzufangen und nichts wirklich fertig zu bringen. Die erste Woche seit ihrer offiziellen Ernennung war vorüber und im Moment wurde der Großteil der rund 120 Mitglieder von RainFire untersucht. Ein allgemeiner Gesundheitscheck, diesmal begleitet von Saira als zusätzliche Unterstützung, war im vollen Gange und sie war sehr gespannt wie der Vielleicht-Neuzugang sich anstellte und wie die Anderen auf sie reagierten. Bis jetzt hatte sie nichts Negatives gehört und so sie konnte ihre Gedanken auf all die Dinge ihrer To-Do Liste lenken.<br />
<br />
Sie hatte nur beiläufig darüber gesprochen, an dem Tag als Jeel ankam, wie cool es wäre mal wieder mit dem Bogen zu trainieren und Taqa hatte immer wieder daran denken müssen. Es war Jeel geschuldet, der ihre Leidenschaft verstand und teilte. Der Sport war für sie eine Art Meditation, die Ruhe und Konzentration half ihr sich zu erden. Andere machten Yoga, gingen einem Handwerk nach, fanden Zuspruch in den Armen eines Geliebten oder vertieften sich in Bücher - doch für die Cherokee war nichts so entspannend wie ihre Aufmerksamkeit auf dieses eine Ziel, auf diesen einen Moment zu konzentrieren. Und ihre Freunde waren deutlich gewesen, sie brauchte eine Pause, notfalls mit Ansage. <br />
Ihre Eigenheit die Bedürfnisse aller anderen zuerst füllen zu wollen, bevor sie an sich selbst dachte, zeigte erste Spuren. Sie hatte die letzten drei Tage das Frühstück ausfallen lassen, weil sie zu müde war und ihre Mutter lag ihr in den Ohren damit. Es hatte definitiv auch Nachteile sich eine Hütte mit ihnen zu teilen und die elterliche Sorge hatte einen leicht faden Beigeschmack, den sie nicht abschütteln konnte. Vor allem dann nicht, wenn ihre Eltern sich mit Kit und Kunao zusammen taten um sie regelrecht zu einer Verschnaufpause zu zwingen.<br />
<br />
Also hatte sie Jeel kurzerhand gefragt ob er ihr Gesellschaft leistete, immerhin hatte er seinen Bogen aus Bighorn mitgebracht und konnte bestimmt einen Nachmittag weg vom Trubel gebrauchen. Auch wenn er ein Gast war, hatte er seine tatkräftige Unterstützung angeboten und wahrscheinlich alle Hände voll zu tun, die neugierigen Katzen abzuwehren die ihm in den letzten Tagen auf den Zahn fühlten. Sie wollte dabei auch eigentlich gar nicht stören, hatte ihm dann aber trotzdem eine kurze Sprachnachricht geschickt. Der Kontakt war in ihrem Kommunikator leicht zu finden, immerhin war ihr gemeinsames Bild als sein Kontaktfoto gespeichert. Aber das musste niemand wissen, genauso wenig wie die Vorfreude die sich langsam in ihr ausbreitete.<br />
<br />
Das Fest war lange vorbei, doch viele der Rudelmitglieder die nicht fest hier wohnten waren noch da und sie hatte das Gefühl, das Revier platzte aus allen Nähten. Alle schienen beschäftigt und so war Zeit eins ihrer Projekte zu starten, sie wollte einen Schießstand bauen. Für Pfeil und Bogen! Die Stelle war schnell gefunden, weit genug weg vom Zentrum,mdassnsich keins der Kids in die Flugbahn verirren konnte. Eine hohe Umzäunung, wenigstens an der Seite wo die Ziele stehen würde, konnten sie in den nächsten Tagen noch bauen um weitere Sicherheit vor den Pfeilen zu bieten. <br />
<br />
Verabredet waren sie an der Trouble Base, wo Taqa am Vormittag mit ein paar der Kids getobt hatte, immerhin war Wochenende und somit keine Schule. Gekleidet in einer schlichten Hose und ein paar soliden Schuhen, jetzt wo ihre Fußrücken kaum noch schmerzten, zog sie sich gerade den schwarzen Hoodie wieder an und schulterte ihren Bogen, als Jeel über den Festplatz in ihre Richtung lief. Sie grinste ihn an und hätte beinahe gewunken, bremste sich im letzten Moment aber noch aus und wartete einfach ab, das sanfte Schnurren in ihrer Brust ignorierend.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<center><div style="width: 450px; margin-top: 50px;"><div style="text-align: center;"><link href='https://fonts.googleapis.com/css?family=Mrs+Saint+Delafield' rel='stylesheet' type='text/css'><div align="right"><font style="font-family: 'Mrs Saint Delafield', cursive; font-size: 55px; text-transform: text-transform: letter-spacing: 2px; line-height: 25px; font-style: italic;"> When life pulls you back</font></div></div><div style="width: 450px; border-bottom: 3px solid #A4A4A4;"></div><div align="justify"><font style="font-family: Calibri; font-size: 10px; text-transform: uppercase; letter-spacing: 1px; line-height: 10px; blockquote;">shoot forward like an arrow</font><br><div align="right"><font style="font-family: Calibri; font-size: 12px; text-transform: uppercase; letter-spacing: 1px; line-height: 10px; align: blockquote;"><br>Jeel & Taqa - <a href="https://i.pinimg.com/736x/55/1d/1a/551d1a10086bcf86dc9317d2bab1ff11.jpg" target=”blank”><u>OUTFIT</u></a></div></div></div></font></center><br />
<br />
Zu sagen Alltag war eingekehrt wäre verfrüht, Taqa hatte eher das Gefühl alles gleichzeitig anzufangen und nichts wirklich fertig zu bringen. Die erste Woche seit ihrer offiziellen Ernennung war vorüber und im Moment wurde der Großteil der rund 120 Mitglieder von RainFire untersucht. Ein allgemeiner Gesundheitscheck, diesmal begleitet von Saira als zusätzliche Unterstützung, war im vollen Gange und sie war sehr gespannt wie der Vielleicht-Neuzugang sich anstellte und wie die Anderen auf sie reagierten. Bis jetzt hatte sie nichts Negatives gehört und so sie konnte ihre Gedanken auf all die Dinge ihrer To-Do Liste lenken.<br />
<br />
Sie hatte nur beiläufig darüber gesprochen, an dem Tag als Jeel ankam, wie cool es wäre mal wieder mit dem Bogen zu trainieren und Taqa hatte immer wieder daran denken müssen. Es war Jeel geschuldet, der ihre Leidenschaft verstand und teilte. Der Sport war für sie eine Art Meditation, die Ruhe und Konzentration half ihr sich zu erden. Andere machten Yoga, gingen einem Handwerk nach, fanden Zuspruch in den Armen eines Geliebten oder vertieften sich in Bücher - doch für die Cherokee war nichts so entspannend wie ihre Aufmerksamkeit auf dieses eine Ziel, auf diesen einen Moment zu konzentrieren. Und ihre Freunde waren deutlich gewesen, sie brauchte eine Pause, notfalls mit Ansage. <br />
Ihre Eigenheit die Bedürfnisse aller anderen zuerst füllen zu wollen, bevor sie an sich selbst dachte, zeigte erste Spuren. Sie hatte die letzten drei Tage das Frühstück ausfallen lassen, weil sie zu müde war und ihre Mutter lag ihr in den Ohren damit. Es hatte definitiv auch Nachteile sich eine Hütte mit ihnen zu teilen und die elterliche Sorge hatte einen leicht faden Beigeschmack, den sie nicht abschütteln konnte. Vor allem dann nicht, wenn ihre Eltern sich mit Kit und Kunao zusammen taten um sie regelrecht zu einer Verschnaufpause zu zwingen.<br />
<br />
Also hatte sie Jeel kurzerhand gefragt ob er ihr Gesellschaft leistete, immerhin hatte er seinen Bogen aus Bighorn mitgebracht und konnte bestimmt einen Nachmittag weg vom Trubel gebrauchen. Auch wenn er ein Gast war, hatte er seine tatkräftige Unterstützung angeboten und wahrscheinlich alle Hände voll zu tun, die neugierigen Katzen abzuwehren die ihm in den letzten Tagen auf den Zahn fühlten. Sie wollte dabei auch eigentlich gar nicht stören, hatte ihm dann aber trotzdem eine kurze Sprachnachricht geschickt. Der Kontakt war in ihrem Kommunikator leicht zu finden, immerhin war ihr gemeinsames Bild als sein Kontaktfoto gespeichert. Aber das musste niemand wissen, genauso wenig wie die Vorfreude die sich langsam in ihr ausbreitete.<br />
<br />
Das Fest war lange vorbei, doch viele der Rudelmitglieder die nicht fest hier wohnten waren noch da und sie hatte das Gefühl, das Revier platzte aus allen Nähten. Alle schienen beschäftigt und so war Zeit eins ihrer Projekte zu starten, sie wollte einen Schießstand bauen. Für Pfeil und Bogen! Die Stelle war schnell gefunden, weit genug weg vom Zentrum,mdassnsich keins der Kids in die Flugbahn verirren konnte. Eine hohe Umzäunung, wenigstens an der Seite wo die Ziele stehen würde, konnten sie in den nächsten Tagen noch bauen um weitere Sicherheit vor den Pfeilen zu bieten. <br />
<br />
Verabredet waren sie an der Trouble Base, wo Taqa am Vormittag mit ein paar der Kids getobt hatte, immerhin war Wochenende und somit keine Schule. Gekleidet in einer schlichten Hose und ein paar soliden Schuhen, jetzt wo ihre Fußrücken kaum noch schmerzten, zog sie sich gerade den schwarzen Hoodie wieder an und schulterte ihren Bogen, als Jeel über den Festplatz in ihre Richtung lief. Sie grinste ihn an und hätte beinahe gewunken, bremste sich im letzten Moment aber noch aus und wartete einfach ab, das sanfte Schnurren in ihrer Brust ignorierend.]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[We All have dark Days]]></title>
			<link>https://claws.stories-untold.de/showthread.php?tid=500</link>
			<pubDate>Thu, 21 Aug 2025 11:52:41 +0000</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://claws.stories-untold.de/member.php?action=profile&uid=125">Jeel Stillwater</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://claws.stories-untold.de/showthread.php?tid=500</guid>
			<description><![CDATA[<center><div style="width: 450px; margin-top: 50px;"><div style="text-align: center;"><link href='https://fonts.googleapis.com/css?family=Mrs+Saint+Delafield' rel='stylesheet' type='text/css'><div align="right"><font style="font-family: 'Mrs Saint Delafield', cursive; font-size: 55px; text-transform: text-transform: letter-spacing: 2px; line-height: 25px; font-style: italic;"> We All have dark Days</font></div></div><div style="width: 450px; border-bottom: 3px solid #A4A4A4;"></div><div align="justify"><font style="font-family: Calibri; font-size: 10px; text-transform: uppercase; letter-spacing: 1px; line-height: 10px; blockquote;"> For me the Darkness Stays! I have One Wish let me Forget the Hell i'm in!</font><br><div align="right"><font style="font-family: Calibri; font-size: 12px; text-transform: uppercase; letter-spacing: 1px; line-height: 10px; align: blockquote;"><br>Jeel & Taqa - <a href="https://litb-cgis.rightinthebox.com/images/500x500/202507/bps/product/inc/bkpoio1751610170553.jpg" target=”blank”><u>OUTFIT</u></a></div></div></div></font></center><br />
<br />
<br />
Das Handy spiegelte sein Display holografisch über der Armatur wider. Durchsichtige Linien, die ihm die Richtung wiesen, in die er fahren musste, leuchteten unaufdringlich im Hologramm. Eine freundliche Stimme aus dem Lautsprecher sagte, er habe das Ziel erreicht. Der nachtblaue <a href="https://i.pinimg.com/1200x/82/da/d4/82dad4e6a5661dfc92c8dd6ff99625b8.jpg" target=“blank“><u>Ford Maverick</u></a> rollte leise auf den Seitenstreifen. In seinem Lack spiegelte sich der Himmel, und die weißen Linien des Highways brachen sich in den verchromten Stahlfelgen. Unter den schwarzen Reifen knirschte der Kies. Und aus dem Lautsprecher eroberte sich eine tiefe Männerstimme den Raum im Innern des Wagens, der über persönliches Scheitern sang. Der Motor knackte, als der Wagen zum Stehen kam. So viele Meilen lagen jetzt hinter ihnen. Und nicht ein einziges Mal hatte der Maverick gestreikt. Nate wäre stolz auf sein Auto gewesen. <br />
<br />
Jeels Blick fiel auf das unscheinbare, braune Schild, auf dem ein Wegweiser zum Gatlinburg Welcome Center hinwies. Müde ließ er sich in den Sitz gleiten und nahm das Handy aus der Halterung. Mit dem Daumen suchte er nach ihrer Nummer, um eine Nachricht zu schreiben: 'Bin da'. Zwei schlichte Worte, die dennoch ein ganzes Leben bedeuteten. Er warf das Telefon auf den Beifahrersitz und stieß seinen Atem aus. Es klang wie ein Seufzen. Die schweigenden Räder brachten eine schwere Stille mit sich, die ihn verräterisch heimsuchte. Es war einfach, sich 25 Stunden lang auf den Asphalt zu konzentrieren und ein Ziel zu haben. Es wurde schwer, angekommen zu sein und nicht zu wissen, was nun folgen würde. Ein Teil von ihm war von Neugier erfüllt. Ein anderer wollte nicht hier sein. Er wollte nirgends sein. Kurz schloss er die Augen. Sie brannten. Er hatte wenige Pausen eingelegt. <br />
<br />
Das Telefon vibrierte kurz. Ein Blick auf die Vorschau der Nachricht sagte ihm, dass sie unterwegs war. Jeel fuhr sich mit den Fingern durch das abgeschnittene Haar. Es fühlte sich noch immer seltsam an. Weil etwas fehlte. Er schnaubte leicht und öffnete die Fahrertür, um auszusteigen. Das Leder des Sitzes knarzte unter seinem Gewicht. Seine Knochen klagten ihn an. Dann sah er sich um. Der Sommer verlieh dem Straßenrand das saftige Grün wilder Bäume und Hecken, an denen sich Efeu empor schlängelte. Es war anders hier als in Montana. Dichter. Bewaldeter. Keine Prärie. Dafür aber unzählige Vogelstimmen, die sich über ihm erhoben. Er schloss die Beifahrertür, lehnte sich mit dem Rücken gegen den Wagen und schob die Finger halb in die Hosentaschen. Er wartete. Auf sie!<br />
<br />
Er war nicht sicher, wie viel Lucil ihr erzählt hatte. Ob sie alle Einzelheiten kannte. Es wäre ihr zuzutrauen gewesen. Ihr war es wichtig, dass Jeel sich wiederfand. Ihn auf diese Reise zu schicken, war ihr nicht leicht gefallen. Sie hatte unzählige Telefonate mit Taqa geführt, ehe die Entscheidung fiel. Ehe sie sich sicher war, dass das hier gut für ihn sein würde. Er wusste davon, dass das Mädchen von den Powwows nun keins mehr war. Dass sie die Rolle einer Alpha einnehmen und ein ganzes Rudel führen würde. Erneut versuchte er, sich an sie zu erinnern. <br />
<br />
Der Song wechselte. Nicht weniger melancholisch. Nicht weniger rau. <br />
<br />
Es waren gute Erinnerungen, die sie hatten. Gute Augenblicke, in denen sie nie daran dachten, dass es irgendwann auch einmal anders sein könnte. Ihre beiden Leben hatten sich verändert. Nichts würde mehr wie früher sein. Er, der nicht mehr so recht wusste, wo er hin gehörte, und sie, die als Alpha vielleicht Opfer erbringen würde, von denen sie jetzt noch keine Ahnung hatte.  Nachdenklich sah er den Autos dabei zu, wie sie achtlos an der Parkbucht vorbei rauschten. Beschäftigt, zielgerichtet und strebsam. Kurz fragte er sich, ob sie allein kommen oder jemanden dabei haben würde. Ob sie sich verändert hatte. Wie sie ihr Haar jetzt trug. Welche Tätowierungen sie haben würde. Und ob ihre Augen immer noch dieses Feuer versprühten, wenn sie einen ansah. Ein kurzes Schmunzeln huschte über seine Lippen, ohne dass er es merkte.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<center><div style="width: 450px; margin-top: 50px;"><div style="text-align: center;"><link href='https://fonts.googleapis.com/css?family=Mrs+Saint+Delafield' rel='stylesheet' type='text/css'><div align="right"><font style="font-family: 'Mrs Saint Delafield', cursive; font-size: 55px; text-transform: text-transform: letter-spacing: 2px; line-height: 25px; font-style: italic;"> We All have dark Days</font></div></div><div style="width: 450px; border-bottom: 3px solid #A4A4A4;"></div><div align="justify"><font style="font-family: Calibri; font-size: 10px; text-transform: uppercase; letter-spacing: 1px; line-height: 10px; blockquote;"> For me the Darkness Stays! I have One Wish let me Forget the Hell i'm in!</font><br><div align="right"><font style="font-family: Calibri; font-size: 12px; text-transform: uppercase; letter-spacing: 1px; line-height: 10px; align: blockquote;"><br>Jeel & Taqa - <a href="https://litb-cgis.rightinthebox.com/images/500x500/202507/bps/product/inc/bkpoio1751610170553.jpg" target=”blank”><u>OUTFIT</u></a></div></div></div></font></center><br />
<br />
<br />
Das Handy spiegelte sein Display holografisch über der Armatur wider. Durchsichtige Linien, die ihm die Richtung wiesen, in die er fahren musste, leuchteten unaufdringlich im Hologramm. Eine freundliche Stimme aus dem Lautsprecher sagte, er habe das Ziel erreicht. Der nachtblaue <a href="https://i.pinimg.com/1200x/82/da/d4/82dad4e6a5661dfc92c8dd6ff99625b8.jpg" target=“blank“><u>Ford Maverick</u></a> rollte leise auf den Seitenstreifen. In seinem Lack spiegelte sich der Himmel, und die weißen Linien des Highways brachen sich in den verchromten Stahlfelgen. Unter den schwarzen Reifen knirschte der Kies. Und aus dem Lautsprecher eroberte sich eine tiefe Männerstimme den Raum im Innern des Wagens, der über persönliches Scheitern sang. Der Motor knackte, als der Wagen zum Stehen kam. So viele Meilen lagen jetzt hinter ihnen. Und nicht ein einziges Mal hatte der Maverick gestreikt. Nate wäre stolz auf sein Auto gewesen. <br />
<br />
Jeels Blick fiel auf das unscheinbare, braune Schild, auf dem ein Wegweiser zum Gatlinburg Welcome Center hinwies. Müde ließ er sich in den Sitz gleiten und nahm das Handy aus der Halterung. Mit dem Daumen suchte er nach ihrer Nummer, um eine Nachricht zu schreiben: 'Bin da'. Zwei schlichte Worte, die dennoch ein ganzes Leben bedeuteten. Er warf das Telefon auf den Beifahrersitz und stieß seinen Atem aus. Es klang wie ein Seufzen. Die schweigenden Räder brachten eine schwere Stille mit sich, die ihn verräterisch heimsuchte. Es war einfach, sich 25 Stunden lang auf den Asphalt zu konzentrieren und ein Ziel zu haben. Es wurde schwer, angekommen zu sein und nicht zu wissen, was nun folgen würde. Ein Teil von ihm war von Neugier erfüllt. Ein anderer wollte nicht hier sein. Er wollte nirgends sein. Kurz schloss er die Augen. Sie brannten. Er hatte wenige Pausen eingelegt. <br />
<br />
Das Telefon vibrierte kurz. Ein Blick auf die Vorschau der Nachricht sagte ihm, dass sie unterwegs war. Jeel fuhr sich mit den Fingern durch das abgeschnittene Haar. Es fühlte sich noch immer seltsam an. Weil etwas fehlte. Er schnaubte leicht und öffnete die Fahrertür, um auszusteigen. Das Leder des Sitzes knarzte unter seinem Gewicht. Seine Knochen klagten ihn an. Dann sah er sich um. Der Sommer verlieh dem Straßenrand das saftige Grün wilder Bäume und Hecken, an denen sich Efeu empor schlängelte. Es war anders hier als in Montana. Dichter. Bewaldeter. Keine Prärie. Dafür aber unzählige Vogelstimmen, die sich über ihm erhoben. Er schloss die Beifahrertür, lehnte sich mit dem Rücken gegen den Wagen und schob die Finger halb in die Hosentaschen. Er wartete. Auf sie!<br />
<br />
Er war nicht sicher, wie viel Lucil ihr erzählt hatte. Ob sie alle Einzelheiten kannte. Es wäre ihr zuzutrauen gewesen. Ihr war es wichtig, dass Jeel sich wiederfand. Ihn auf diese Reise zu schicken, war ihr nicht leicht gefallen. Sie hatte unzählige Telefonate mit Taqa geführt, ehe die Entscheidung fiel. Ehe sie sich sicher war, dass das hier gut für ihn sein würde. Er wusste davon, dass das Mädchen von den Powwows nun keins mehr war. Dass sie die Rolle einer Alpha einnehmen und ein ganzes Rudel führen würde. Erneut versuchte er, sich an sie zu erinnern. <br />
<br />
Der Song wechselte. Nicht weniger melancholisch. Nicht weniger rau. <br />
<br />
Es waren gute Erinnerungen, die sie hatten. Gute Augenblicke, in denen sie nie daran dachten, dass es irgendwann auch einmal anders sein könnte. Ihre beiden Leben hatten sich verändert. Nichts würde mehr wie früher sein. Er, der nicht mehr so recht wusste, wo er hin gehörte, und sie, die als Alpha vielleicht Opfer erbringen würde, von denen sie jetzt noch keine Ahnung hatte.  Nachdenklich sah er den Autos dabei zu, wie sie achtlos an der Parkbucht vorbei rauschten. Beschäftigt, zielgerichtet und strebsam. Kurz fragte er sich, ob sie allein kommen oder jemanden dabei haben würde. Ob sie sich verändert hatte. Wie sie ihr Haar jetzt trug. Welche Tätowierungen sie haben würde. Und ob ihre Augen immer noch dieses Feuer versprühten, wenn sie einen ansah. Ein kurzes Schmunzeln huschte über seine Lippen, ohne dass er es merkte.]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[don't mess with the queen of glitter]]></title>
			<link>https://claws.stories-untold.de/showthread.php?tid=491</link>
			<pubDate>Sat, 26 Jul 2025 10:12:41 +0000</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://claws.stories-untold.de/member.php?action=profile&uid=79">Josefine Matthews</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://claws.stories-untold.de/showthread.php?tid=491</guid>
			<description><![CDATA[Er hatte es nicht anders verdient. Zweimal hatte er sie bereits versetzt, weil er es verschlafen hat! Diese faule Katze! Natürlich hatte Josefine dafür auch die passende Strafe! Mit einer engelsgleichen Geduld füllte sie den Glitzer gerade in den kleinen Tank ein, sie hatte sich extra bei ihrem Schwager erkundigt, wie man diese Staubsauger umpolen kann. Er hatte ihr geholfen, über Videotelefonie. Josi wollte nicht riskieren das Tristan misstrauisch wurde und einen anderen Mann zu Hause zu riechen, auch wenn es ihr Schwager war, würde seiner Katze sehr aufs Gemüt schlagen. Zumindest soviel Rücksicht würde sie noch nehmen. Der Rest, nun er hatte sich mit der Glitzer Queen angelegt und ja, seine Strafe würde genau das sein, was er eigentlich nicht besonders mochte, auch wenn es bereits seit Wochen ein größerer Teil seines Lebens geworden war. Tristan wusste schließlich, worauf er sich da eingelassen hatte. <br />
<br />
Nachdem sie Pinken und Lila Glitzer gemischt hatte und alles schön säuberlich in den Staubsauger gefüllt hatte, wischte sie ihn ab, um ja keine Spuren zu hinterlassen und stellte ihn wieder an Ort und Stelle wo er hingehörte. Danach, wusch sie sich die Hände und wechselte die Sachen, damit eventuelle Spuren nicht doch noch zu finden waren und stopfte alles in den Wäschebeutel, den sie nachher noch wegbringen würde. Anschließend sorgte sie natürlich für ein wenig Chaos, ein Paar Schuhe, die im Weg herumlagen, Krümel auf dem Boden und eine Küche, die, heute Morgen noch aufgeräumt war, es nun aber nicht mehr ist. Ein Blick auf die Uhr verriet ihr, dass sie nicht mehr viel Zeit haben würde, also beeilte sie sich, die Wäsche wegzubringen und schlich sich dann auf einem anderen Weg zurück ins Baumhaus. Sie musste ja vorsichtig sein. Klar hoffte sie, dass die Miezekatze nicht wieder ewig in der Sonne herumlag und sie hier warten ließ. Für den Fall der Fälle hatte sie aber ihr Handy dabei und konnte Spiele spielen, während sie darauf wartete, dass Tristan heim kam und sich seiner Bestrafung, sie versetzt zu haben, stellte. Von der er natürlich nichts wusste.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[Er hatte es nicht anders verdient. Zweimal hatte er sie bereits versetzt, weil er es verschlafen hat! Diese faule Katze! Natürlich hatte Josefine dafür auch die passende Strafe! Mit einer engelsgleichen Geduld füllte sie den Glitzer gerade in den kleinen Tank ein, sie hatte sich extra bei ihrem Schwager erkundigt, wie man diese Staubsauger umpolen kann. Er hatte ihr geholfen, über Videotelefonie. Josi wollte nicht riskieren das Tristan misstrauisch wurde und einen anderen Mann zu Hause zu riechen, auch wenn es ihr Schwager war, würde seiner Katze sehr aufs Gemüt schlagen. Zumindest soviel Rücksicht würde sie noch nehmen. Der Rest, nun er hatte sich mit der Glitzer Queen angelegt und ja, seine Strafe würde genau das sein, was er eigentlich nicht besonders mochte, auch wenn es bereits seit Wochen ein größerer Teil seines Lebens geworden war. Tristan wusste schließlich, worauf er sich da eingelassen hatte. <br />
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Nachdem sie Pinken und Lila Glitzer gemischt hatte und alles schön säuberlich in den Staubsauger gefüllt hatte, wischte sie ihn ab, um ja keine Spuren zu hinterlassen und stellte ihn wieder an Ort und Stelle wo er hingehörte. Danach, wusch sie sich die Hände und wechselte die Sachen, damit eventuelle Spuren nicht doch noch zu finden waren und stopfte alles in den Wäschebeutel, den sie nachher noch wegbringen würde. Anschließend sorgte sie natürlich für ein wenig Chaos, ein Paar Schuhe, die im Weg herumlagen, Krümel auf dem Boden und eine Küche, die, heute Morgen noch aufgeräumt war, es nun aber nicht mehr ist. Ein Blick auf die Uhr verriet ihr, dass sie nicht mehr viel Zeit haben würde, also beeilte sie sich, die Wäsche wegzubringen und schlich sich dann auf einem anderen Weg zurück ins Baumhaus. Sie musste ja vorsichtig sein. Klar hoffte sie, dass die Miezekatze nicht wieder ewig in der Sonne herumlag und sie hier warten ließ. Für den Fall der Fälle hatte sie aber ihr Handy dabei und konnte Spiele spielen, während sie darauf wartete, dass Tristan heim kam und sich seiner Bestrafung, sie versetzt zu haben, stellte. Von der er natürlich nichts wusste.]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[of knights and dragons]]></title>
			<link>https://claws.stories-untold.de/showthread.php?tid=459</link>
			<pubDate>Thu, 22 May 2025 19:59:51 +0000</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://claws.stories-untold.de/member.php?action=profile&uid=0">Veronica Jones</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://claws.stories-untold.de/showthread.php?tid=459</guid>
			<description><![CDATA[<b>“Sehr gut. Dann bis später, Sheriff.“</b> Veronica hatte die Verbindung unterbrochen und stand dann noch einen Moment mit einem Lächeln auf den Lippen vor der Kommunikationskonsole. Sie war zwar erst vor zwei Tagen mit ihren Mädels auf einer Shoppingtour durch Bryson City gewesen, aber sie hatte nicht alles bekommen. Die Idee, den Sheriff auf einen Kaffee einzuladen und sich in Gaitlinburg noch im Dessousladen umzusehen, kam ihr spontan in einer der Boutiquen, als der Sheriff von BC an ihnen vorbeifuhr. Natürlich hatte sie mehr als einmal 'Danke' gesagt, aber warum nicht direkt mal auf einen Kaffee einladen? Schlecht sah der Kerl ja nicht aus, es hatte sicher auch Vorteile sich mit dem Sheriff der Katzen gut zu stellen. Nicht das sie in die politischen Belange der Bären eingeweiht war, dafür fehlte ihr der Rang, aber sie wusste zumindest, dass die letzte Annäherung an ein Bündnis oder mehr, schiefgelaufen war. Offenbar hatte Kade, seine Stellung bei der Pfeilgarde und die Wölfe da etwas mitzutun gehabt, Ronnie wusste nur nicht was genau. War auch gar nicht schlimm, zumindest für den Moment. Niemand hatte ihnen verboten nach Gaitlinburg zu fahren und deswegen würde sie sich nachher bei Caleb abmelden und mit dem Sheriff einen Kaffee trinken gehen, oder auch zwei. <br />
<br />
Nachdem sie ihre Schicht als Soldatin beendet hatte, hatte sie geduscht und sich schnell umgezogen. Selbstverständlich hatte sie sich während der gesamten Patrouille Gedanken über ihr <a href="https://de.pinterest.com/pin/102738435244159281/" target="_blank" rel="noopener" class="mycode_url"><i>Outfit</i></a> gemacht und so war auch kein einziges Teil dem Zufall überlassen. Veronica liebte es, gut auszusehen und sie liebte High Heels, auch wenn einige der Meinung waren, dass diese Dinger ihr irgendwann das Genick brechen würden. Nun, nein, bisher lief sie damit genauso gut wie in Sneakers.  Veronica stieg aus ihrem Wagen und schloss die Tür. Vom Sheriff war noch nichts zu sehen, also wartete sie einfach einen Moment. Durch die verspiegelte Sonnenbrille konnte sie sehen, wie einige erst sie und dann das Kennzeichen des Wagens in Augenschein nahmen und dann schnell weitere liefen. Ob sie glaubten, dass Ronnie ein Bär war? Denen war schon klar, dass es in BC nicht nur Bären gab, oder? Hier gab es ja auch nicht nur Katzen. Zumindest wusste sie, dass der Sheriff keine Katze war. Ein breites Lächeln legte sich auf ihre Lippen, während sie, an ihren Wagen gelehnt, darauf wartete, dass der Wagen, auf dem große das Zeichen des Sheriffs prangte, zum Stehen kam. <br />
<br />
<b>“Ich hatte schon fast Angst, dass du mich versetzt.“</b> sagte sie durch die Scheibe an seiner Beifahrerseite hindurch und schulterte ihre Tasche, als sie vor den Wagen trat und darauf wartete, dass Benedict Hall, zu ihr aufschloss und ihr das Café zeigte, in welches er gehen wollte. Da war sie jetzt 10 Jahre in BC und hatte Gaitlinburg so selten besucht. Sie sollte Alasdair mal mit hernehmen, der konnte sich an den bunten Schaufenstern sicher auch die Nase schön platt drücken.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<b>“Sehr gut. Dann bis später, Sheriff.“</b> Veronica hatte die Verbindung unterbrochen und stand dann noch einen Moment mit einem Lächeln auf den Lippen vor der Kommunikationskonsole. Sie war zwar erst vor zwei Tagen mit ihren Mädels auf einer Shoppingtour durch Bryson City gewesen, aber sie hatte nicht alles bekommen. Die Idee, den Sheriff auf einen Kaffee einzuladen und sich in Gaitlinburg noch im Dessousladen umzusehen, kam ihr spontan in einer der Boutiquen, als der Sheriff von BC an ihnen vorbeifuhr. Natürlich hatte sie mehr als einmal 'Danke' gesagt, aber warum nicht direkt mal auf einen Kaffee einladen? Schlecht sah der Kerl ja nicht aus, es hatte sicher auch Vorteile sich mit dem Sheriff der Katzen gut zu stellen. Nicht das sie in die politischen Belange der Bären eingeweiht war, dafür fehlte ihr der Rang, aber sie wusste zumindest, dass die letzte Annäherung an ein Bündnis oder mehr, schiefgelaufen war. Offenbar hatte Kade, seine Stellung bei der Pfeilgarde und die Wölfe da etwas mitzutun gehabt, Ronnie wusste nur nicht was genau. War auch gar nicht schlimm, zumindest für den Moment. Niemand hatte ihnen verboten nach Gaitlinburg zu fahren und deswegen würde sie sich nachher bei Caleb abmelden und mit dem Sheriff einen Kaffee trinken gehen, oder auch zwei. <br />
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Nachdem sie ihre Schicht als Soldatin beendet hatte, hatte sie geduscht und sich schnell umgezogen. Selbstverständlich hatte sie sich während der gesamten Patrouille Gedanken über ihr <a href="https://de.pinterest.com/pin/102738435244159281/" target="_blank" rel="noopener" class="mycode_url"><i>Outfit</i></a> gemacht und so war auch kein einziges Teil dem Zufall überlassen. Veronica liebte es, gut auszusehen und sie liebte High Heels, auch wenn einige der Meinung waren, dass diese Dinger ihr irgendwann das Genick brechen würden. Nun, nein, bisher lief sie damit genauso gut wie in Sneakers.  Veronica stieg aus ihrem Wagen und schloss die Tür. Vom Sheriff war noch nichts zu sehen, also wartete sie einfach einen Moment. Durch die verspiegelte Sonnenbrille konnte sie sehen, wie einige erst sie und dann das Kennzeichen des Wagens in Augenschein nahmen und dann schnell weitere liefen. Ob sie glaubten, dass Ronnie ein Bär war? Denen war schon klar, dass es in BC nicht nur Bären gab, oder? Hier gab es ja auch nicht nur Katzen. Zumindest wusste sie, dass der Sheriff keine Katze war. Ein breites Lächeln legte sich auf ihre Lippen, während sie, an ihren Wagen gelehnt, darauf wartete, dass der Wagen, auf dem große das Zeichen des Sheriffs prangte, zum Stehen kam. <br />
<br />
<b>“Ich hatte schon fast Angst, dass du mich versetzt.“</b> sagte sie durch die Scheibe an seiner Beifahrerseite hindurch und schulterte ihre Tasche, als sie vor den Wagen trat und darauf wartete, dass Benedict Hall, zu ihr aufschloss und ihr das Café zeigte, in welches er gehen wollte. Da war sie jetzt 10 Jahre in BC und hatte Gaitlinburg so selten besucht. Sie sollte Alasdair mal mit hernehmen, der konnte sich an den bunten Schaufenstern sicher auch die Nase schön platt drücken.]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[buying groceries ain't a chore if you cover it with sprinkles]]></title>
			<link>https://claws.stories-untold.de/showthread.php?tid=433</link>
			<pubDate>Wed, 29 Jan 2025 21:29:30 +0000</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://claws.stories-untold.de/member.php?action=profile&uid=113">Kunao Degaiza</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://claws.stories-untold.de/showthread.php?tid=433</guid>
			<description><![CDATA[Man hatte ihm einen silberfarbenen Land Rover angeboten und wieder einmal hatte Kunao abgelehnt und auf den roten Pickup bestanden, der die Zeichen unzähliger Fahranfänger an sich trug und den auch er bereits um zwei neue Kratzer bereichert hatte. Die Ladefläche war groß genug, dass Elianna einen ganzen Monatseinkauf darin verstauen konnte und dank einer ausfahrbaren Abdeckung würde selbst bei Kunaos wildem Fahrstil nichts davon herausfallen. Wenn es so etwas wie ein Band zwischen einem Mann und einem Auto gab, dann hatte der Kater diesem Gefährt längst seinen Stempel aufgedrückt. Es war nicht schön, aber praktisch – Ein Wagen, den er ohne Reue kaputt fahren konnte und der dankenswerter Weise über jegliche modernen Sicherheitsmaßnahmen Verfügte, die dafür sorgten, dass er und seine Mitfahrer dabei vollkommen unversehrt blieben. <br />
<br />
Idealerweise würde es natürlich gar nicht so weit kommen. Der Fuhrpark-Manager hatte ihn darauf hingewiesen, dass der Pickup über eine automatische Kollisionserkennung verfügte, die im Falle eines bevorstehenden Unfalls gegensteuerte. Das rettete sicherlich Leben, und hatte, wie Kunao sich hatte sagen lassen, bereits den ein oder anderen Zusammenstoß verhindert. Irrsinniger Weise bewahrte es den Wagen aber nicht vor neuen Lackschäden. Auch das hatte der Jaguar bereits überprüft.<br />
<br />
Vor drei Tagen hatte ein technisch versierter Leopard Kunao gezeigt, wie er sein Smartphone mit dem Soundsystem des Wagens koppelte und seine Playlist abspielen konnte. Der Soldat besaß zwar weder eine Playlist, noch verstand er den Sinn dahinter, sich von Musik ablenken zu lassen, während man eigentlich versuchte, sich auf die Straße zu konzentrieren, aber er stellte sich vor, dass seine heutige Begleitung die musikalische Untermalung vielleicht zu schätzen wusste. Außerdem war er fünf Minuten zu früh vor ihrer Hütte im Herzen des Territoriums eingetroffen. Also versuchte er, ziemlich erfolglos, sich an die wirren Tastenkombinationen zu erinnern, die diese magische Verbindung zwischen Telefon und Auto herstellten. <br />
Alles was er bisher geschafft hatte war es, das Display seines Coms abzudunkeln und zu glauben, das Gerät sei kaputt – bis er die Helligkeit ebenso zufällig wieder hochgestellt hatte. Die Raubkatze in ihm gähnte gelangweilt, während der Mann genervt knurrte und schließlich dazu überging, wahllos irgendwelche Knöpfe zu drücken. Als seine Uhr halb elf anzeigte, hatte er bereits die Klimaanlage voll aufgedreht und wieder heruntergestellt, sich den Füllstand der Scheibenwaschanlage anzeigen lassen und irgendeine App auf seinem Com installiert, die er jetzt nicht wiederfand. Aber Musik? Fehlanzeige.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[Man hatte ihm einen silberfarbenen Land Rover angeboten und wieder einmal hatte Kunao abgelehnt und auf den roten Pickup bestanden, der die Zeichen unzähliger Fahranfänger an sich trug und den auch er bereits um zwei neue Kratzer bereichert hatte. Die Ladefläche war groß genug, dass Elianna einen ganzen Monatseinkauf darin verstauen konnte und dank einer ausfahrbaren Abdeckung würde selbst bei Kunaos wildem Fahrstil nichts davon herausfallen. Wenn es so etwas wie ein Band zwischen einem Mann und einem Auto gab, dann hatte der Kater diesem Gefährt längst seinen Stempel aufgedrückt. Es war nicht schön, aber praktisch – Ein Wagen, den er ohne Reue kaputt fahren konnte und der dankenswerter Weise über jegliche modernen Sicherheitsmaßnahmen Verfügte, die dafür sorgten, dass er und seine Mitfahrer dabei vollkommen unversehrt blieben. <br />
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Idealerweise würde es natürlich gar nicht so weit kommen. Der Fuhrpark-Manager hatte ihn darauf hingewiesen, dass der Pickup über eine automatische Kollisionserkennung verfügte, die im Falle eines bevorstehenden Unfalls gegensteuerte. Das rettete sicherlich Leben, und hatte, wie Kunao sich hatte sagen lassen, bereits den ein oder anderen Zusammenstoß verhindert. Irrsinniger Weise bewahrte es den Wagen aber nicht vor neuen Lackschäden. Auch das hatte der Jaguar bereits überprüft.<br />
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Vor drei Tagen hatte ein technisch versierter Leopard Kunao gezeigt, wie er sein Smartphone mit dem Soundsystem des Wagens koppelte und seine Playlist abspielen konnte. Der Soldat besaß zwar weder eine Playlist, noch verstand er den Sinn dahinter, sich von Musik ablenken zu lassen, während man eigentlich versuchte, sich auf die Straße zu konzentrieren, aber er stellte sich vor, dass seine heutige Begleitung die musikalische Untermalung vielleicht zu schätzen wusste. Außerdem war er fünf Minuten zu früh vor ihrer Hütte im Herzen des Territoriums eingetroffen. Also versuchte er, ziemlich erfolglos, sich an die wirren Tastenkombinationen zu erinnern, die diese magische Verbindung zwischen Telefon und Auto herstellten. <br />
Alles was er bisher geschafft hatte war es, das Display seines Coms abzudunkeln und zu glauben, das Gerät sei kaputt – bis er die Helligkeit ebenso zufällig wieder hochgestellt hatte. Die Raubkatze in ihm gähnte gelangweilt, während der Mann genervt knurrte und schließlich dazu überging, wahllos irgendwelche Knöpfe zu drücken. Als seine Uhr halb elf anzeigte, hatte er bereits die Klimaanlage voll aufgedreht und wieder heruntergestellt, sich den Füllstand der Scheibenwaschanlage anzeigen lassen und irgendeine App auf seinem Com installiert, die er jetzt nicht wiederfand. Aber Musik? Fehlanzeige.]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[i want to talk to the meow-nager]]></title>
			<link>https://claws.stories-untold.de/showthread.php?tid=429</link>
			<pubDate>Tue, 28 Jan 2025 18:50:36 +0000</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://claws.stories-untold.de/member.php?action=profile&uid=113">Kunao Degaiza</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://claws.stories-untold.de/showthread.php?tid=429</guid>
			<description><![CDATA[Er war Soldat, er war Energietechniker, aber in den letzten Wochen war er vor allem eines gewesen: Mädchen für alles. Er besaß noch keine festen Aufgaben außer der, sich ins Rudel zu integrieren. Und auch wenn er bereits sichtbare Fortschritte machte, schien Taqa zu glauben, dass er sein erst Ziel dann erreichte, wenn ein riesiger Fanclub seinen Namen rief. Was niemals passieren würde. Aber vielleicht hatte seine Freundin damit auch nur gemeint, dass er niemals aufhören sollte, sich Mühe zu geben. Gut, dass er das ohnehin nicht vorhatte.<br />
Schon an Nachmittag stand die nächste Aufgabe auf dem Plan. Offenbar schien ausgerechnet jetzt das halbe Rudel umzuziehen oder schwere Möbelstücke verrücken zu wollen. Das hatte natürlich ganz sicher nichts damit zu tun, dass sich inzwischen herumgesprochen hatte, RainFire verfüge nun über eine menschgewordene Sackkarre …<br />
<br />
Der Ausflug am heutigen Vormittag war jedoch ganz und gar nicht mit Mühe verbunden, auch wenn er beinhaltete, dass Kunao die wichtigsten Mitglieder des Rudels kennenlernen würde: die Kinder! Nicht einmal das Urteil des berühmt-berüchtigten Mütter-Tribunals, welches ihm laut Elianna noch bevorstand, war so entscheidend, wie der Eindruck, den er bei den Rudeljüngsten hinterließ. Nervös war der Jaguar deshalb aber nicht tim Geringsten. Er wusste, wie er auf Kinder wirkte – groß und einschüchternd, aber sobald die erste Scheu einmal verflogen war, klebten sie an ihm wie Schlingpflanzen. Aus diesem Grund betrachtete er den leise rappelnden Schuhkarton in seinen Händen auch nicht als Bestechungsmaterial. Es war ein Geschenk, an den er in den vergangenen Tagen gearbeitet hatte, und es diente lediglich als kleines Hilfsmittel, um das Eis ein wenig schneller schmelzen zu lassen.<br />
<br />
Schon beim Öffnen der Eingangstür drang der ausgelassene Trubel zu ihm. Lachen und Kreischen drang in seine Ohren, und war trotz der schrillen Töne keineswegs unangenehm. Die Luft war erfüllt von dem süßlich-warmen Aroma der winzigen Pelzträger, das ihm erst während seiner Zeit bei CrimsonPeak wirklich vertraut geworden war. Darunter verbarg sich der Duft nach frischem Obst und allerlei Süßkram. Die Großkatze unter seiner Haut schnurrte zufrieden, während der Soldat den Blick über die zahlreichen selbstgemalten Bilder schweifen ließ, die den Eingangsbereich zierten. Es gingen mehrere Türen von dem kleinen Raum ab, doch Kunao musste nicht raten, sondern ließ sich einfach von seinen Sinnen führen, als er die richtige Tür ansteuerte und nach einem höflichen, aber vermutlich unbemerkten Klopfen, die Klinke mit dem Ellbogen herunterdrückte.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[Er war Soldat, er war Energietechniker, aber in den letzten Wochen war er vor allem eines gewesen: Mädchen für alles. Er besaß noch keine festen Aufgaben außer der, sich ins Rudel zu integrieren. Und auch wenn er bereits sichtbare Fortschritte machte, schien Taqa zu glauben, dass er sein erst Ziel dann erreichte, wenn ein riesiger Fanclub seinen Namen rief. Was niemals passieren würde. Aber vielleicht hatte seine Freundin damit auch nur gemeint, dass er niemals aufhören sollte, sich Mühe zu geben. Gut, dass er das ohnehin nicht vorhatte.<br />
Schon an Nachmittag stand die nächste Aufgabe auf dem Plan. Offenbar schien ausgerechnet jetzt das halbe Rudel umzuziehen oder schwere Möbelstücke verrücken zu wollen. Das hatte natürlich ganz sicher nichts damit zu tun, dass sich inzwischen herumgesprochen hatte, RainFire verfüge nun über eine menschgewordene Sackkarre …<br />
<br />
Der Ausflug am heutigen Vormittag war jedoch ganz und gar nicht mit Mühe verbunden, auch wenn er beinhaltete, dass Kunao die wichtigsten Mitglieder des Rudels kennenlernen würde: die Kinder! Nicht einmal das Urteil des berühmt-berüchtigten Mütter-Tribunals, welches ihm laut Elianna noch bevorstand, war so entscheidend, wie der Eindruck, den er bei den Rudeljüngsten hinterließ. Nervös war der Jaguar deshalb aber nicht tim Geringsten. Er wusste, wie er auf Kinder wirkte – groß und einschüchternd, aber sobald die erste Scheu einmal verflogen war, klebten sie an ihm wie Schlingpflanzen. Aus diesem Grund betrachtete er den leise rappelnden Schuhkarton in seinen Händen auch nicht als Bestechungsmaterial. Es war ein Geschenk, an den er in den vergangenen Tagen gearbeitet hatte, und es diente lediglich als kleines Hilfsmittel, um das Eis ein wenig schneller schmelzen zu lassen.<br />
<br />
Schon beim Öffnen der Eingangstür drang der ausgelassene Trubel zu ihm. Lachen und Kreischen drang in seine Ohren, und war trotz der schrillen Töne keineswegs unangenehm. Die Luft war erfüllt von dem süßlich-warmen Aroma der winzigen Pelzträger, das ihm erst während seiner Zeit bei CrimsonPeak wirklich vertraut geworden war. Darunter verbarg sich der Duft nach frischem Obst und allerlei Süßkram. Die Großkatze unter seiner Haut schnurrte zufrieden, während der Soldat den Blick über die zahlreichen selbstgemalten Bilder schweifen ließ, die den Eingangsbereich zierten. Es gingen mehrere Türen von dem kleinen Raum ab, doch Kunao musste nicht raten, sondern ließ sich einfach von seinen Sinnen führen, als er die richtige Tür ansteuerte und nach einem höflichen, aber vermutlich unbemerkten Klopfen, die Klinke mit dem Ellbogen herunterdrückte.]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[i'm so bored with being bored, because being bored is so boring]]></title>
			<link>https://claws.stories-untold.de/showthread.php?tid=419</link>
			<pubDate>Wed, 08 Jan 2025 14:31:09 +0000</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://claws.stories-untold.de/member.php?action=profile&uid=51">Yva Quinn</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://claws.stories-untold.de/showthread.php?tid=419</guid>
			<description><![CDATA[Das Haar zu einem Pferdeschwanz zusammengebunden, richtete Yva nach dem Lauf ihre Kunstlederjacke und betrachtete die Umgebung. Sie hatte als Gast in den letzten Wochen, um nicht zu sagen Monaten, einiges vom Revier der ansässigen Raubkatzen kennenlernen dürfen, doch bisher hatte sie sich bevorzugt zurückgehalten, wenn es darum ging, tiefer ins Herzstück des Gebiets vorzudringen. Ihr Status als Gast war weiterhin unverändert, doch während sie ursprünglich hergekommen war, um ihrer Schwester näher zu sein, war sie aus vollkommen anderen Gründen geblieben. Mac und Rahema hatten sie in dieser schweren Zeit immer wieder auf Kurs gebracht und im Nachgang war die Tigerin beinahe schon froh, dass Lou sie derart aus ihren Entscheidungen herausgehalten und ihr nichts gesagt hatte. <br />
Es hatte zu einer gewissen Frostigkeit zwischen den beiden Frauen geführt, doch sie selbst hätte es nicht besser treffen können. Sie hatte einige der Rudelmitglieder kennengelernt. Mit einigen war sie sogar feiern gewesen und das Land war, nachdem man sich einmal daran gewöhnt hatte, gar nicht mal so furchtbar, wie zu Beginn angenommen. Die dichten Wälder waren eine Wohltat für ihre neugierige Katze, die immer wieder Neues entdecken konnte und das Städtchen, das in der Nähe lag, war ebenfalls absolut süß. Alles wirkte hier entschleunigt und ruhiger. Herzlicher und wärmer. <br />
<br />
Ihre Hände glitten in die Hintertaschen ihrer ausgewaschenen, hellblauen Jeans, die hier und dort modisch wirkende Löcher aufwies, sich jedoch viel mehr beinahe aufgrund von Altersschwäche auflöste. Aber es war eins ihrer Lieblingsstücke. Anders, als das schlichte, schwarze Top, das sie zigfach in ihrem Kleiderschrank hatte, einfach weil es zu allem passte, was praktisch und schlicht aussah. <br />
<br />
Dann atmete sie ein und lehnte sich an einen der Bäume. In Kürze würde die Alpha, nicht Lou, auftauchen und sich mit ihr unterhalten. Sie hatte die Nachricht ernst genommen. Denn sie erhoffte sich mindestens ebensoviel von diesem Treffen, wie Qaletaqa. Auch wenn sich die Alpha wahrscheinlich vorrangig Informationen wünschte und Yva endlich, <i>endlich</i> was zu tun.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[Das Haar zu einem Pferdeschwanz zusammengebunden, richtete Yva nach dem Lauf ihre Kunstlederjacke und betrachtete die Umgebung. Sie hatte als Gast in den letzten Wochen, um nicht zu sagen Monaten, einiges vom Revier der ansässigen Raubkatzen kennenlernen dürfen, doch bisher hatte sie sich bevorzugt zurückgehalten, wenn es darum ging, tiefer ins Herzstück des Gebiets vorzudringen. Ihr Status als Gast war weiterhin unverändert, doch während sie ursprünglich hergekommen war, um ihrer Schwester näher zu sein, war sie aus vollkommen anderen Gründen geblieben. Mac und Rahema hatten sie in dieser schweren Zeit immer wieder auf Kurs gebracht und im Nachgang war die Tigerin beinahe schon froh, dass Lou sie derart aus ihren Entscheidungen herausgehalten und ihr nichts gesagt hatte. <br />
Es hatte zu einer gewissen Frostigkeit zwischen den beiden Frauen geführt, doch sie selbst hätte es nicht besser treffen können. Sie hatte einige der Rudelmitglieder kennengelernt. Mit einigen war sie sogar feiern gewesen und das Land war, nachdem man sich einmal daran gewöhnt hatte, gar nicht mal so furchtbar, wie zu Beginn angenommen. Die dichten Wälder waren eine Wohltat für ihre neugierige Katze, die immer wieder Neues entdecken konnte und das Städtchen, das in der Nähe lag, war ebenfalls absolut süß. Alles wirkte hier entschleunigt und ruhiger. Herzlicher und wärmer. <br />
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Ihre Hände glitten in die Hintertaschen ihrer ausgewaschenen, hellblauen Jeans, die hier und dort modisch wirkende Löcher aufwies, sich jedoch viel mehr beinahe aufgrund von Altersschwäche auflöste. Aber es war eins ihrer Lieblingsstücke. Anders, als das schlichte, schwarze Top, das sie zigfach in ihrem Kleiderschrank hatte, einfach weil es zu allem passte, was praktisch und schlicht aussah. <br />
<br />
Dann atmete sie ein und lehnte sich an einen der Bäume. In Kürze würde die Alpha, nicht Lou, auftauchen und sich mit ihr unterhalten. Sie hatte die Nachricht ernst genommen. Denn sie erhoffte sich mindestens ebensoviel von diesem Treffen, wie Qaletaqa. Auch wenn sich die Alpha wahrscheinlich vorrangig Informationen wünschte und Yva endlich, <i>endlich</i> was zu tun.]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[They say sweet things are balm for the soul]]></title>
			<link>https://claws.stories-untold.de/showthread.php?tid=412</link>
			<pubDate>Mon, 06 Jan 2025 15:30:11 +0000</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://claws.stories-untold.de/member.php?action=profile&uid=39">Elianna Sánches</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://claws.stories-untold.de/showthread.php?tid=412</guid>
			<description><![CDATA[Es kamen eine schlechte Nachricht nach der anderen. Auch wenn Elianna sich an den positiven Dingen stützte, die sich neben den ganzen anderen auftürmte, waren es doch die Schatten, die sie hinab zogen, wann immer sie alleine in ihrer Wohnung war. Wann immer sie eine Sekunde Luft hatte um durchzuatmen. Um ihre Gedanken schweifen zu lassen. Genau dann zogen die Schatten es vor, ihre Gedanken zu fangen und tief hinab in ihr Reich zu ziehen. Vielleicht war das einer der Gründe, warum Eli derzeit so schlecht schlief, sich noch mehr auflud als eh schon, noch mehr backte, noch mehr kochte, noch mehr lernte, noch mehr im Kittchen oder anderswo anzutreffen war. Der Stillstand und die Ruhe würde ihr Untergang sein und diesmal hatte sie kein Netz, kein doppelter Boden, kein Seil. Sie stand auf dem Draht, ohne Sicherung, würde sie jetzt fallen, war keiner da um sie aufzufangen.<br />
Ein weiterer Schatten, welches es durchaus nicht erlaubt war und Elianna nun den Korb auffüllte. Einen Korb, den sie für Ben gemacht hatte. Den Bruder von Megan. Er und seine Familie haben es mit Sicherheit nötig, die vielen Köstlichkeiten als Aufmunterung und Zugeständnisse zu bekommen. Zugeständnisse, da Megan beschlossen hat, mit Lou zu gehen. Gerade als sie zu einer wirklich engen Freundin wurde, brach sie alles ab.<br />
<br />
Elianna schluckte schwer. <span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">“Denk an was anderes, Kätzchen!“</span> murmelte sie, wischte sich eine Träne aus den Augenwinkeln, band die Schleife zu und atmete tief durch. Taqa hatte Ben ins Revier geholt, er war nun näher an der Familie dran und gehörte irgendwie auch dazu. Schon vorher, weil, er einfach dazu gehörte.<br />
Der 12 Jahre ältere Ben gehörte dazu, solange Elianna denken konnte. Auch wenn er nicht im Herzen des Rudels wohnte, auch wenn er immer hin und wieder mal in ihrem Bewusstsein kam. Durch Megan hatte sie immer mal wieder Kontakt zu ihm, vor allem in letzter Zeit.<br />
Um ihren Schmerz zu übertünchen, kümmerte sie sich jetzt eben um die, die vom Weggang des Alpha und Megan ebenfalls bekümmert waren. Wie bekümmert oder ob überhaupt, das wusste Eli noch nicht.<br />
<br />
Sie zog sich eine leichte Jacke über, schnappte sich den Korb und trat auf ihre kleine Veranda, begab sich flink an den Abstieg und machte sich auf den Weg zu den Halls, bei denen Ben in der Gasthütte in deren Nähe einquartiert wurde. Es war ein kleiner Fußmarsch, aber bei einem so herrlichen Wetter tat es doch ein bisschen gut, die Luft zu schnuppern und vor allem, sich Körperlich ein wenig zu betätigen.<br />
Es gab ihr ebenfalls Zeit, die eigenen Gefühle tief in sich zu verbergen und sich nur auf die Familie zu konzentrieren. Megan war auf Patrouille, denn noch war sie nicht fort und würde ihre Arbeit noch so lange weitermachen, bis der Abschied endgültig war.<br />
<br />
Die Hütte kam in Sicht. An seiner Tür klopfte sie. <span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">“Ben? Elianna hier?!“</span> sie wusste nicht, ob er sich überhaupt noch an sie erinnerte, oder ob er gerade Besuch haben will, oder ob er überhaupt da war. Wenn nicht, würde sie den Korb einfach vor seiner Tür abstellen.<br />
Hund und Katze waren beide zu Riechen und beide Gerüche ließen ihr Katze auf und ab laufen, ein bisschen neckisch, ein bisschen gemein verspielt. Sie war ein Raubtier, das größer und stärker war als die Haustiere. Doch Eli wusste, dass die Katze keinem der beiden jemals etwas antun würde, dazu war sie zu sehr unterwürfig, zu sehr Mutter.<br />
Unsicher blickte sie sich um und wollte gerade den Korb abstellen, da sie dachte, es sei niemand hier.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[Es kamen eine schlechte Nachricht nach der anderen. Auch wenn Elianna sich an den positiven Dingen stützte, die sich neben den ganzen anderen auftürmte, waren es doch die Schatten, die sie hinab zogen, wann immer sie alleine in ihrer Wohnung war. Wann immer sie eine Sekunde Luft hatte um durchzuatmen. Um ihre Gedanken schweifen zu lassen. Genau dann zogen die Schatten es vor, ihre Gedanken zu fangen und tief hinab in ihr Reich zu ziehen. Vielleicht war das einer der Gründe, warum Eli derzeit so schlecht schlief, sich noch mehr auflud als eh schon, noch mehr backte, noch mehr kochte, noch mehr lernte, noch mehr im Kittchen oder anderswo anzutreffen war. Der Stillstand und die Ruhe würde ihr Untergang sein und diesmal hatte sie kein Netz, kein doppelter Boden, kein Seil. Sie stand auf dem Draht, ohne Sicherung, würde sie jetzt fallen, war keiner da um sie aufzufangen.<br />
Ein weiterer Schatten, welches es durchaus nicht erlaubt war und Elianna nun den Korb auffüllte. Einen Korb, den sie für Ben gemacht hatte. Den Bruder von Megan. Er und seine Familie haben es mit Sicherheit nötig, die vielen Köstlichkeiten als Aufmunterung und Zugeständnisse zu bekommen. Zugeständnisse, da Megan beschlossen hat, mit Lou zu gehen. Gerade als sie zu einer wirklich engen Freundin wurde, brach sie alles ab.<br />
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Elianna schluckte schwer. <span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">“Denk an was anderes, Kätzchen!“</span> murmelte sie, wischte sich eine Träne aus den Augenwinkeln, band die Schleife zu und atmete tief durch. Taqa hatte Ben ins Revier geholt, er war nun näher an der Familie dran und gehörte irgendwie auch dazu. Schon vorher, weil, er einfach dazu gehörte.<br />
Der 12 Jahre ältere Ben gehörte dazu, solange Elianna denken konnte. Auch wenn er nicht im Herzen des Rudels wohnte, auch wenn er immer hin und wieder mal in ihrem Bewusstsein kam. Durch Megan hatte sie immer mal wieder Kontakt zu ihm, vor allem in letzter Zeit.<br />
Um ihren Schmerz zu übertünchen, kümmerte sie sich jetzt eben um die, die vom Weggang des Alpha und Megan ebenfalls bekümmert waren. Wie bekümmert oder ob überhaupt, das wusste Eli noch nicht.<br />
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Sie zog sich eine leichte Jacke über, schnappte sich den Korb und trat auf ihre kleine Veranda, begab sich flink an den Abstieg und machte sich auf den Weg zu den Halls, bei denen Ben in der Gasthütte in deren Nähe einquartiert wurde. Es war ein kleiner Fußmarsch, aber bei einem so herrlichen Wetter tat es doch ein bisschen gut, die Luft zu schnuppern und vor allem, sich Körperlich ein wenig zu betätigen.<br />
Es gab ihr ebenfalls Zeit, die eigenen Gefühle tief in sich zu verbergen und sich nur auf die Familie zu konzentrieren. Megan war auf Patrouille, denn noch war sie nicht fort und würde ihre Arbeit noch so lange weitermachen, bis der Abschied endgültig war.<br />
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Die Hütte kam in Sicht. An seiner Tür klopfte sie. <span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">“Ben? Elianna hier?!“</span> sie wusste nicht, ob er sich überhaupt noch an sie erinnerte, oder ob er gerade Besuch haben will, oder ob er überhaupt da war. Wenn nicht, würde sie den Korb einfach vor seiner Tür abstellen.<br />
Hund und Katze waren beide zu Riechen und beide Gerüche ließen ihr Katze auf und ab laufen, ein bisschen neckisch, ein bisschen gemein verspielt. Sie war ein Raubtier, das größer und stärker war als die Haustiere. Doch Eli wusste, dass die Katze keinem der beiden jemals etwas antun würde, dazu war sie zu sehr unterwürfig, zu sehr Mutter.<br />
Unsicher blickte sie sich um und wollte gerade den Korb abstellen, da sie dachte, es sei niemand hier.]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[I welcomed you into my arms, and you welcomed me into your heart]]></title>
			<link>https://claws.stories-untold.de/showthread.php?tid=406</link>
			<pubDate>Sat, 28 Dec 2024 21:29:05 +0000</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://claws.stories-untold.de/member.php?action=profile&uid=109">Qaletaqa GrayStone</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://claws.stories-untold.de/showthread.php?tid=406</guid>
			<description><![CDATA[Es war immer noch wild, in der Hütte aufzuwachen, die eigentlich ihren Eltern gehörte und in dem früher einmal ihr Kinderzimmer gewesen war, dass die beiden bereits vor Jahren in eine Art Hobbyraum umgewandelt und nur mit einer Schlafcouch bestückten hatten, falls das Schnarchen ihres Vaters zu schlimm wurde. Und jetzt wohnte sie in dem kleinen Raum, hatte ihre Habseligkeiten notdürftig verstaut und musste erstmal schauen, ob es eine freie Hütte für sie gab. Noch hatte sie sich darum nicht gekümmert, viel wichtiger war es, Kunao und Kit jeweils eine Bleibe zu organisieren, damit sie sich hier von Anfang an wohlfühlten. Sie selbst könnte einige Wochen aushalten, zumal ihre Eltern erst in ein paar Tagen wieder zurückerwartet wurden. Ihre Reisen nach Asien waren nun mal eben nicht so einfach umorganisiert und sie machte ihnen deswegen auch keinen Vorwurf, man sprach ja sowieso fast täglich miteinander und hielt sich gegenseitig auf dem Laufenden. Außerdem fand es Taqa ganz angenehm, so mittendrin zu leben und vor allem ebenerdig. Morgens, noch im Halbschlaf, eine Leiter oder gar ein Seil runter zu klettern war einfach nichts für sie. Da war ihre menschliche Hälfte ganz entschieden dagegen und die Heiler würden es ihr danken, wenn sie sich nicht ständig selbst verletzte.<br />
<br />
Apropos Heiler, mit den derzeitigen Heilerin hatte sich Taqa zum Frühstück verabredet und in der Küche einen vollen Korb mit Leckereien abgeholt, damit diese sich nicht bemühen brauchte und sie stattdessen in Ruhe in ihrer eigenen Hütte sprechen konnten. Lou war heute Morgen unterwegs und im Grunde Taqa ganz froh darüber, seit ihrer Ankunft vor gerade mal fünf Tagen hatte sie ununterbrochen an der Seite der anderen Alpha verbracht. Es war eine Zerreißprobe, wenn auch eine harmlose, denn sie war überaus freundlich und wohlwollend, erklärte alles, stellte ihr die Neuen vor, die sie auf ihren Besuchen meistens gar nicht richtig getroffen oder kennengelernt hatte. Das Zerreißen kam eher daher, weil Taqa nicht wusste, wo sie beginnen sollte um sich hier wieder einzuleben und es sich ein kleines bisschen so anfühlte, als würden ständig siebzehn unterschiedliche Eindrücke, Briefings und Unterhaltungen gleichzeitig auf sie einprasseln. Die Berglöwin in ihr sehnte sich nach Ruhe, nach ausschlafen und einen Vormittag ohne Termine, doch Taqa befürchtete, das würde noch Wochen dauern. Immerhin verlief das Frühstück ganz ruhig und bedacht, sie bekam so viele Umarmungen wie sie wollte und schaffte es sogar, sich die Haare von den liebevollen und vorsichtigen Händen flechten zu lassen. Bei den Cherokee, zu denen sie ja ebenso gehörte wie zu den Gestaltwandlern, galt es als eine Ehre die Haare von jemandem flechten zu dürfen, weil die Intentionen für diesen Tag sinnbildlich mit verwoben wurden und somit den gesamten Alltag begleiteten. <br />
<br />
Die Unterhaltungen waren eine Weile über alles und nichts gegangen, Tratsch und Klatsch und wer mit wem und dann lieber doch nicht... Und dann doch bei einem Thema länger hängen geblieben. Es gab keine wirkliche Führung, die letzte Hauptheilerin war vor einiger Zeit gegangen und Remis Koma hatte die Reserven und Nerven aller anderen sehr strapaziert. Es führte, nicht nur durch seinen Tod, den manche sicherlich als Versagen der Heiler hätte auffassen könnten, auch die eigene Sterblichkeit vor Augen und zeigte Wissenslücken auf. Und obwohl man mit Lou schon gesprochen hatte, war sie nicht mehr dazu gekommen, einen Plan zu entwickeln – was nun Taqa übernehmen würde. Die Zuneigung zwischen den Heilern und einer Alpha war etwas Spürbares, etwas, was das ganze Rudel stärken und positiv beeinflussen konnte und man setzte ihr den Floh ins Ohr, sich die nächste Heilerin oder den nächsten Heiler besser selbst auszusuchen. Danach hatte sich die sehr kleine Runde schnell aufgelöst und Taqa musste sie förmlich rausschmeißen, als sie beim Aufräumen helfen wollten. Sie hatte jahrelang alleine gelebt, sie schaffte es gerade noch so einen Tisch abzuräumen.<br />
<br />
Mit dem Korb voll dreckigem Geschirr und Besteck auf dem Weg zur Küche, wurde sie hier und dort angehalten, hielt ein wenig Smalltalk und begrüßte die Rudelmitglieder, die mit ihr sprechen wollten, herzlich. Und so kam sie tatsächlich erst am frühen Vormittag zurück zur Küche und räumte gerade das Geschirr ein, als Eli mit der Nase in ein Kochbuch versunken hereinspazierte. Mit einem Grinsen ließ sie einen Löffel ganz besonders laut in die Spülmaschine fallen und hoffte, die junge Mutter damit wenigstens ein bisschen zu erschrecken.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[Es war immer noch wild, in der Hütte aufzuwachen, die eigentlich ihren Eltern gehörte und in dem früher einmal ihr Kinderzimmer gewesen war, dass die beiden bereits vor Jahren in eine Art Hobbyraum umgewandelt und nur mit einer Schlafcouch bestückten hatten, falls das Schnarchen ihres Vaters zu schlimm wurde. Und jetzt wohnte sie in dem kleinen Raum, hatte ihre Habseligkeiten notdürftig verstaut und musste erstmal schauen, ob es eine freie Hütte für sie gab. Noch hatte sie sich darum nicht gekümmert, viel wichtiger war es, Kunao und Kit jeweils eine Bleibe zu organisieren, damit sie sich hier von Anfang an wohlfühlten. Sie selbst könnte einige Wochen aushalten, zumal ihre Eltern erst in ein paar Tagen wieder zurückerwartet wurden. Ihre Reisen nach Asien waren nun mal eben nicht so einfach umorganisiert und sie machte ihnen deswegen auch keinen Vorwurf, man sprach ja sowieso fast täglich miteinander und hielt sich gegenseitig auf dem Laufenden. Außerdem fand es Taqa ganz angenehm, so mittendrin zu leben und vor allem ebenerdig. Morgens, noch im Halbschlaf, eine Leiter oder gar ein Seil runter zu klettern war einfach nichts für sie. Da war ihre menschliche Hälfte ganz entschieden dagegen und die Heiler würden es ihr danken, wenn sie sich nicht ständig selbst verletzte.<br />
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Apropos Heiler, mit den derzeitigen Heilerin hatte sich Taqa zum Frühstück verabredet und in der Küche einen vollen Korb mit Leckereien abgeholt, damit diese sich nicht bemühen brauchte und sie stattdessen in Ruhe in ihrer eigenen Hütte sprechen konnten. Lou war heute Morgen unterwegs und im Grunde Taqa ganz froh darüber, seit ihrer Ankunft vor gerade mal fünf Tagen hatte sie ununterbrochen an der Seite der anderen Alpha verbracht. Es war eine Zerreißprobe, wenn auch eine harmlose, denn sie war überaus freundlich und wohlwollend, erklärte alles, stellte ihr die Neuen vor, die sie auf ihren Besuchen meistens gar nicht richtig getroffen oder kennengelernt hatte. Das Zerreißen kam eher daher, weil Taqa nicht wusste, wo sie beginnen sollte um sich hier wieder einzuleben und es sich ein kleines bisschen so anfühlte, als würden ständig siebzehn unterschiedliche Eindrücke, Briefings und Unterhaltungen gleichzeitig auf sie einprasseln. Die Berglöwin in ihr sehnte sich nach Ruhe, nach ausschlafen und einen Vormittag ohne Termine, doch Taqa befürchtete, das würde noch Wochen dauern. Immerhin verlief das Frühstück ganz ruhig und bedacht, sie bekam so viele Umarmungen wie sie wollte und schaffte es sogar, sich die Haare von den liebevollen und vorsichtigen Händen flechten zu lassen. Bei den Cherokee, zu denen sie ja ebenso gehörte wie zu den Gestaltwandlern, galt es als eine Ehre die Haare von jemandem flechten zu dürfen, weil die Intentionen für diesen Tag sinnbildlich mit verwoben wurden und somit den gesamten Alltag begleiteten. <br />
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Die Unterhaltungen waren eine Weile über alles und nichts gegangen, Tratsch und Klatsch und wer mit wem und dann lieber doch nicht... Und dann doch bei einem Thema länger hängen geblieben. Es gab keine wirkliche Führung, die letzte Hauptheilerin war vor einiger Zeit gegangen und Remis Koma hatte die Reserven und Nerven aller anderen sehr strapaziert. Es führte, nicht nur durch seinen Tod, den manche sicherlich als Versagen der Heiler hätte auffassen könnten, auch die eigene Sterblichkeit vor Augen und zeigte Wissenslücken auf. Und obwohl man mit Lou schon gesprochen hatte, war sie nicht mehr dazu gekommen, einen Plan zu entwickeln – was nun Taqa übernehmen würde. Die Zuneigung zwischen den Heilern und einer Alpha war etwas Spürbares, etwas, was das ganze Rudel stärken und positiv beeinflussen konnte und man setzte ihr den Floh ins Ohr, sich die nächste Heilerin oder den nächsten Heiler besser selbst auszusuchen. Danach hatte sich die sehr kleine Runde schnell aufgelöst und Taqa musste sie förmlich rausschmeißen, als sie beim Aufräumen helfen wollten. Sie hatte jahrelang alleine gelebt, sie schaffte es gerade noch so einen Tisch abzuräumen.<br />
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Mit dem Korb voll dreckigem Geschirr und Besteck auf dem Weg zur Küche, wurde sie hier und dort angehalten, hielt ein wenig Smalltalk und begrüßte die Rudelmitglieder, die mit ihr sprechen wollten, herzlich. Und so kam sie tatsächlich erst am frühen Vormittag zurück zur Küche und räumte gerade das Geschirr ein, als Eli mit der Nase in ein Kochbuch versunken hereinspazierte. Mit einem Grinsen ließ sie einen Löffel ganz besonders laut in die Spülmaschine fallen und hoffte, die junge Mutter damit wenigstens ein bisschen zu erschrecken.]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[sun is setting, time is slowing]]></title>
			<link>https://claws.stories-untold.de/showthread.php?tid=405</link>
			<pubDate>Sat, 28 Dec 2024 13:23:38 +0000</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://claws.stories-untold.de/member.php?action=profile&uid=109">Qaletaqa GrayStone</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://claws.stories-untold.de/showthread.php?tid=405</guid>
			<description><![CDATA[Es war ein herrlicher Nachmittag, sonnig, warm, die Wälder voller Leben und Düfte und Geräusche, die Taqas Pumadame viel zu verlockend vorkamen. Sie hatte sich heute ganz bewusst etwas mehr Zeit genommen und jetzt, nach einem üppigen Mahl in der Kantine, den Weg in die Wälder eingeschlagen. Es war nun gute drei Wochen her, seit sie mit Kit und Kunao angekommen war und vor lauter Meetings und Briefings schwirrte ihr beinahe täglich der Kopf. Noch dazu hatte sie sich bemüht, jeden einzelnen der derzeit im Revier lebenden Katzen erneut kennenzulernen, auch wenn sie einen großen Teil noch von früher kannte und ja auch teils mit ihnen aufgewachsen war, lernte sie sich nun alle erneut auf einer ganz anderen Ebene kennen. Zweifel musste verstreut werden und Vertrauen geschaffen, wo bisher eher Zweifel und eine gewisse Müdigkeit war. Die Trauer um Remi, nach dem langen Bangen ob er es nicht vielleicht doch schaffen würde und aus dem Koma aufwachte, steckte ihnen allen noch in den Knochen und jetzt mussten sie zusehen, wie weitere hochrangige Wandlerin das Rudel verließ.<br />
Immerhin nicht für ewig, denn Taqa hatte es bereits mit Lou und auch Megan besprochen. Sie hatten jederzeit das Recht, sich als Gast wieder im Revier einzufinden und bei Megan hätte man sicherlich auch darüber sprechen können, sie wieder aufzunehmen. Schon allein wegen ihrer Eltern und ihrem Bruder, aber natürlich auch, weil sie schlichtweg eine hervorragende Katze war, die ihren Job liebte. Doch sie liebte Lou anscheinend noch mehr und würde ihnen allen den Rücken kehren, etwas, bei dem sich Taqa tunlichst unterband eine Meinung dazu zu äußern. Lou stand bei ihren Überlegungen auf einem ganz anderen Blatt und jeder andere Alpha in so einer Situation würde ihr sicherlich recht geben, hier besonders vorsichtig zu sein. So sehr sie darauf vertraute, dass es ihr ehrlicher Wunsch war und die Übergabe wirklich kameradschaftlich vonstattenging, Lou ihr jegliche Hilfe anbot und absolut offen mit ihr kommunizierte, so richtig 'klicken' wollte es in dem Kopf der neuen Alpha nicht.<br />
<br />
Aber das waren Überlegungen für einen anderen Nachmittag, heute wollte sie sich entspannen und hatte ihren sonst so beeindruckenden Schmuck daheim gelassen, nur ein Shirt und eine Leggings angezogen und war noch eine Weile als Frau durch die Landschaft gestreift. Bevor sie sich eine einfach einzuprägende Stelle ausgesucht, sich ausgezogen und verwandelt hatte. Ihre Pfoten liebten den sanften Waldboden, fühlten sich augenblicklich zu Hause und die Berglöwin rieb sich an einigen der umliegenden Bäume. Die einfachste Art ihre Witterung mit der des Rudels zu vereinen und andere Tiere von ihrer Ankunft zu informieren. Die letzten Tage hatte sie hier und dort einzelne Tropfen ihres Blutes verrieben, weiter weg von dem Kern ihres Territoriums, aber auch nicht zu nah an den Grenzen. Noch nicht, immerhin galt diese Information noch nicht den anderen Rudeln, sondern den Tieren des Waldes, nicht im äußeren Bereich und somit entfernt genug, dass ihr Geruch nicht zu den Wölfen oder Bären herüberschwappen und alle in Aufruhr versetzen würde. Um Cree und Ryan würde sie sich in den kommenden Wochen kümmern, wenn wirklich alles offiziell war.<br />
<br />
Sie erreichte einen der vielen kleinen Bäche hier in der Gegend und trank ein wenig von dem eiskalten Wasser, von dem Kunao beiläufig meinte, es schmecke frischer als das in Oklahoma. Was sie nur bestätigen konnte, sie liebte ihre Heimat und wie Naturverbunden hier alles war. Eine Großstadt war einfach kein Vergleich zu dem Revier, was nun in ihren Händen lag. Und genau aus diesem Grund hatte sie die Richtung eingeschlagen, in die ihre großen Tatzen sie nun lenkte. Irgendwo vor ihr müsste die Patrouille sein, die Soldaten im unteren Rang blieben ja meistens ziemlich dicht bei den Baumhäusern, die den Kern ihres Rudels bildete. Und sie fand die Schwarzhaarige schneller als gedacht, blieb etwas zurück und kletterte auf einen der Bäume, unter denen Josi in den nächsten Minuten hindurchgehen würde. Mal sehen, wie aufmerksam sie wirklich war.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[Es war ein herrlicher Nachmittag, sonnig, warm, die Wälder voller Leben und Düfte und Geräusche, die Taqas Pumadame viel zu verlockend vorkamen. Sie hatte sich heute ganz bewusst etwas mehr Zeit genommen und jetzt, nach einem üppigen Mahl in der Kantine, den Weg in die Wälder eingeschlagen. Es war nun gute drei Wochen her, seit sie mit Kit und Kunao angekommen war und vor lauter Meetings und Briefings schwirrte ihr beinahe täglich der Kopf. Noch dazu hatte sie sich bemüht, jeden einzelnen der derzeit im Revier lebenden Katzen erneut kennenzulernen, auch wenn sie einen großen Teil noch von früher kannte und ja auch teils mit ihnen aufgewachsen war, lernte sie sich nun alle erneut auf einer ganz anderen Ebene kennen. Zweifel musste verstreut werden und Vertrauen geschaffen, wo bisher eher Zweifel und eine gewisse Müdigkeit war. Die Trauer um Remi, nach dem langen Bangen ob er es nicht vielleicht doch schaffen würde und aus dem Koma aufwachte, steckte ihnen allen noch in den Knochen und jetzt mussten sie zusehen, wie weitere hochrangige Wandlerin das Rudel verließ.<br />
Immerhin nicht für ewig, denn Taqa hatte es bereits mit Lou und auch Megan besprochen. Sie hatten jederzeit das Recht, sich als Gast wieder im Revier einzufinden und bei Megan hätte man sicherlich auch darüber sprechen können, sie wieder aufzunehmen. Schon allein wegen ihrer Eltern und ihrem Bruder, aber natürlich auch, weil sie schlichtweg eine hervorragende Katze war, die ihren Job liebte. Doch sie liebte Lou anscheinend noch mehr und würde ihnen allen den Rücken kehren, etwas, bei dem sich Taqa tunlichst unterband eine Meinung dazu zu äußern. Lou stand bei ihren Überlegungen auf einem ganz anderen Blatt und jeder andere Alpha in so einer Situation würde ihr sicherlich recht geben, hier besonders vorsichtig zu sein. So sehr sie darauf vertraute, dass es ihr ehrlicher Wunsch war und die Übergabe wirklich kameradschaftlich vonstattenging, Lou ihr jegliche Hilfe anbot und absolut offen mit ihr kommunizierte, so richtig 'klicken' wollte es in dem Kopf der neuen Alpha nicht.<br />
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Aber das waren Überlegungen für einen anderen Nachmittag, heute wollte sie sich entspannen und hatte ihren sonst so beeindruckenden Schmuck daheim gelassen, nur ein Shirt und eine Leggings angezogen und war noch eine Weile als Frau durch die Landschaft gestreift. Bevor sie sich eine einfach einzuprägende Stelle ausgesucht, sich ausgezogen und verwandelt hatte. Ihre Pfoten liebten den sanften Waldboden, fühlten sich augenblicklich zu Hause und die Berglöwin rieb sich an einigen der umliegenden Bäume. Die einfachste Art ihre Witterung mit der des Rudels zu vereinen und andere Tiere von ihrer Ankunft zu informieren. Die letzten Tage hatte sie hier und dort einzelne Tropfen ihres Blutes verrieben, weiter weg von dem Kern ihres Territoriums, aber auch nicht zu nah an den Grenzen. Noch nicht, immerhin galt diese Information noch nicht den anderen Rudeln, sondern den Tieren des Waldes, nicht im äußeren Bereich und somit entfernt genug, dass ihr Geruch nicht zu den Wölfen oder Bären herüberschwappen und alle in Aufruhr versetzen würde. Um Cree und Ryan würde sie sich in den kommenden Wochen kümmern, wenn wirklich alles offiziell war.<br />
<br />
Sie erreichte einen der vielen kleinen Bäche hier in der Gegend und trank ein wenig von dem eiskalten Wasser, von dem Kunao beiläufig meinte, es schmecke frischer als das in Oklahoma. Was sie nur bestätigen konnte, sie liebte ihre Heimat und wie Naturverbunden hier alles war. Eine Großstadt war einfach kein Vergleich zu dem Revier, was nun in ihren Händen lag. Und genau aus diesem Grund hatte sie die Richtung eingeschlagen, in die ihre großen Tatzen sie nun lenkte. Irgendwo vor ihr müsste die Patrouille sein, die Soldaten im unteren Rang blieben ja meistens ziemlich dicht bei den Baumhäusern, die den Kern ihres Rudels bildete. Und sie fand die Schwarzhaarige schneller als gedacht, blieb etwas zurück und kletterte auf einen der Bäume, unter denen Josi in den nächsten Minuten hindurchgehen würde. Mal sehen, wie aufmerksam sie wirklich war.]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[who we are tomorrow begins with what we do today]]></title>
			<link>https://claws.stories-untold.de/showthread.php?tid=404</link>
			<pubDate>Wed, 25 Dec 2024 18:12:16 +0000</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://claws.stories-untold.de/member.php?action=profile&uid=113">Kunao Degaiza</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://claws.stories-untold.de/showthread.php?tid=404</guid>
			<description><![CDATA[Er war kein besonders guter Autofahrer. Würde es wohl auch nie werden. Aus diesem Grund war es gut, dass man ihm den bereits ordentlich verschrammten PickUp aus dem Fuhrpark mitgegeben hatte, mit dem auch die Jugendlichen ihre ersten Fahrstunden nahmen. Dabei hätte Kunao eigentlich einen mattschwarzen Range Rover bekommen sollen. Aber er war auf wenig Widerstand, wenn auch auf Verwunderung, gestoßen, als er den roten Truck mit einem Fingerzeig und einem <b>„Den da.“</b> auf den Lippen ausgewählt hatte. Eine gute Entscheidung, wie sich zeigte, denn bereits beim Ausparken hatte der Jaguarwandler den Wagen um ein paar neue Kratzer erweitert.<br />
<br />
Nach einem kurzen Umweg über die nahegelegene Rudelwerkstatt befand er sich nun auf direktem Weg ins Kittchen. Nicht, weil er selbst etwas angestellt hätte – auch wenn man ihm das durchaus zutrauen mochte – sondern weil man ihn gebeten hatte, eine recht sperrige Lieferung dort hinzubringen. Wenn der Vorgänger des Pults nur halb so massiv verarbeitet war, hatte Kunao keine Ahnung, wie die Kinder es hatten in die Knie zwingen können. Doch offensichtlich war genau das passiert. Das alte Pult war unwiederbringlich kaputt, also schaffte er nun Ersatz heran. RainFire musste sehr gesunden und kräftigen Nachwuchs haben.<br />
Überhaupt konnte sich das Rudel kaum über seinen Kindersegen beschweren. DoKadrʌa würde es glatt die Sprache verschlagen, wenn sie sähen, wie viele kleine Zwerge in der weißen Zone herumtollten. Noch hatte sich Kunaos persönlicher Kontakt mit den Rudeljüngsten in Grenzen gehalten, doch sein Kater sehnte sich bereits danach, dieses Versäumnis aufzuholen.<br />
Die letzten Wochen waren ereignisreich gewesen. Insbesondere die Zeit seit seiner Ankunft in Tennessee. Auch, wenn er noch keiner regulären Arbeit nachging, hatte Kunao alle Hände voll zu tun. Seine Hauptaufgabe war es zunächst, das Territorium und das Rudel kennenzulernen. Taqa hatte irgendetwas davon gefaselt, er solle sich öffnen. Also hatte er die Arme geöffnet und war im Gegenzug mit allerlei schwerem Zeug beladen worden. Klar, es gehörte es dazu, dass er seinen neuen Gefährten zur Hand ging. In den meisten Fällen hatten die Gefälligkeiten, die man von ihm erbat, allerdings irgendetwas mit Schlepperei zu tun. Genau wie heute. Die Rudelmitglieder nahmen wohl an, dass er aufgrund seiner Statur ein ausgezeichneter Packesel sei – und lagen damit goldrichtig. Kunao machte die körperliche Anstrengung nichts aus. Im Gegenteil, er mochte die einfache Arbeit. Klare, kurze Aufgaben, bei denen nichts schief laufen konnte und während denen er die neuen Gesichter kennenlernte und vielleicht sogar den ein oder anderen Pluspunkt sammeln konnte. Ganz ohne in studenlange Gespräche verwickelt zu werden.<br />
<br />
Der rote PickUp kam ruckelnd vor der Hütte zum Stehen, die das Kittchen behauste, und der Jaguarwandler stieg aus, um die Ladeluke zu öffnen. Dann sprang er auf die Ladefläche, um einen Moment lang das Pult zu betrachten, und seine Hand anerkennend über das natürlich verarbeitete Holz gleiten zu lassen. Es war ein schönes Pult, sauber gebeizt und mit abgerundeten Ecken, damit sich die Kinder nicht stoßen konnten. Vorne hatte man Zugriff auf zwei praktisch integrierte Schubladen und die Rückwand war mit einer Blende aus verziertem Buchenholz versehen. Nur war das verdammte Ding wirklich schwer. Er musste beide Hände nehmen, um es sich auf die Schulter zu wuchten. Doch sobald er es geschafft hatte, sich mit dem Ballast auf der Schulter von der Ladefläche auf den Boden zu manövrieren, ging es deutlich besser. Einhändig das Möbelstück fixierend, öffnete er mit der anderen Hand die doppelflügelige Tür der Hütte und trat wortlos ein.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[Er war kein besonders guter Autofahrer. Würde es wohl auch nie werden. Aus diesem Grund war es gut, dass man ihm den bereits ordentlich verschrammten PickUp aus dem Fuhrpark mitgegeben hatte, mit dem auch die Jugendlichen ihre ersten Fahrstunden nahmen. Dabei hätte Kunao eigentlich einen mattschwarzen Range Rover bekommen sollen. Aber er war auf wenig Widerstand, wenn auch auf Verwunderung, gestoßen, als er den roten Truck mit einem Fingerzeig und einem <b>„Den da.“</b> auf den Lippen ausgewählt hatte. Eine gute Entscheidung, wie sich zeigte, denn bereits beim Ausparken hatte der Jaguarwandler den Wagen um ein paar neue Kratzer erweitert.<br />
<br />
Nach einem kurzen Umweg über die nahegelegene Rudelwerkstatt befand er sich nun auf direktem Weg ins Kittchen. Nicht, weil er selbst etwas angestellt hätte – auch wenn man ihm das durchaus zutrauen mochte – sondern weil man ihn gebeten hatte, eine recht sperrige Lieferung dort hinzubringen. Wenn der Vorgänger des Pults nur halb so massiv verarbeitet war, hatte Kunao keine Ahnung, wie die Kinder es hatten in die Knie zwingen können. Doch offensichtlich war genau das passiert. Das alte Pult war unwiederbringlich kaputt, also schaffte er nun Ersatz heran. RainFire musste sehr gesunden und kräftigen Nachwuchs haben.<br />
Überhaupt konnte sich das Rudel kaum über seinen Kindersegen beschweren. DoKadrʌa würde es glatt die Sprache verschlagen, wenn sie sähen, wie viele kleine Zwerge in der weißen Zone herumtollten. Noch hatte sich Kunaos persönlicher Kontakt mit den Rudeljüngsten in Grenzen gehalten, doch sein Kater sehnte sich bereits danach, dieses Versäumnis aufzuholen.<br />
Die letzten Wochen waren ereignisreich gewesen. Insbesondere die Zeit seit seiner Ankunft in Tennessee. Auch, wenn er noch keiner regulären Arbeit nachging, hatte Kunao alle Hände voll zu tun. Seine Hauptaufgabe war es zunächst, das Territorium und das Rudel kennenzulernen. Taqa hatte irgendetwas davon gefaselt, er solle sich öffnen. Also hatte er die Arme geöffnet und war im Gegenzug mit allerlei schwerem Zeug beladen worden. Klar, es gehörte es dazu, dass er seinen neuen Gefährten zur Hand ging. In den meisten Fällen hatten die Gefälligkeiten, die man von ihm erbat, allerdings irgendetwas mit Schlepperei zu tun. Genau wie heute. Die Rudelmitglieder nahmen wohl an, dass er aufgrund seiner Statur ein ausgezeichneter Packesel sei – und lagen damit goldrichtig. Kunao machte die körperliche Anstrengung nichts aus. Im Gegenteil, er mochte die einfache Arbeit. Klare, kurze Aufgaben, bei denen nichts schief laufen konnte und während denen er die neuen Gesichter kennenlernte und vielleicht sogar den ein oder anderen Pluspunkt sammeln konnte. Ganz ohne in studenlange Gespräche verwickelt zu werden.<br />
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Der rote PickUp kam ruckelnd vor der Hütte zum Stehen, die das Kittchen behauste, und der Jaguarwandler stieg aus, um die Ladeluke zu öffnen. Dann sprang er auf die Ladefläche, um einen Moment lang das Pult zu betrachten, und seine Hand anerkennend über das natürlich verarbeitete Holz gleiten zu lassen. Es war ein schönes Pult, sauber gebeizt und mit abgerundeten Ecken, damit sich die Kinder nicht stoßen konnten. Vorne hatte man Zugriff auf zwei praktisch integrierte Schubladen und die Rückwand war mit einer Blende aus verziertem Buchenholz versehen. Nur war das verdammte Ding wirklich schwer. Er musste beide Hände nehmen, um es sich auf die Schulter zu wuchten. Doch sobald er es geschafft hatte, sich mit dem Ballast auf der Schulter von der Ladefläche auf den Boden zu manövrieren, ging es deutlich besser. Einhändig das Möbelstück fixierend, öffnete er mit der anderen Hand die doppelflügelige Tür der Hütte und trat wortlos ein.]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[there is nothing permanent except change]]></title>
			<link>https://claws.stories-untold.de/showthread.php?tid=402</link>
			<pubDate>Sun, 22 Dec 2024 21:09:01 +0000</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://claws.stories-untold.de/member.php?action=profile&uid=25">Ravyn Burnett</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://claws.stories-untold.de/showthread.php?tid=402</guid>
			<description><![CDATA[<b>„Komm schon, Jack. Mach ihn rein!“</b><br />
<br />
Die Augen des Sechsjährigen leuchteten, als Ravyn ihm den Ball zu passte und er dribbelte ihn einige Male über das flache Gras, während er abschätzend zu dem Korb hochblickte, der in knapp zwei Metern Höhe über ihm hing. <br />
<br />
Das Spiel, in das die Kinder vertieft waren, hatte das Trouble Squad selbst erfunden und benannt: Grassketball war im Grund eine Form von Basketball. Gespielt wurde mit einem speziellen Ball, der auch von Grass oder Erdboden gut abprallte, für sauberes Dribbling aber eine gute Portion Kraft und Koordination erforderte. Was manchmal darin endete, dass die Jungen und Mädchen über den Ball stolperten und lauthals lachend ins Gras purzelten. Eine perfekte und spaßige Auslastung für die Kinder, die gerade mit so vielen Veränderungen in ihrem Umfeld zu kämpfen hatten. <br />
Und gleichzeitig schulte dieser Sport ihren Zusammenhalt und ihren Teamgeist. Für die Älteren wäre es ein Leichtes gewesen, Jack den Ball abzuluchsen, während er sich noch auf einen perfekten Wurf konzentriere. Doch stattdessen hielten die Kinder Abstand, nahmen Rücksicht und bemühten sich, dass jeder Spieler sein ganz persönliches Erfolgserlebnis haben konnte. <br />
Gerade trat Noah hervor. Der Dreizehnjährige, der schon jetzt den Beschützerinstinkt und die Hilfsbereitschaft eines dominanten Rudelmitglieds zeigte, fasste Jack an der Hüfte und hob ihn in die Höhe, damit dieser einen sauberen Korbwurf hinlegen konnte. Die Leistung des Jüngsten in der Gruppe wurde gefeiert. Nicht nur sein eigenes Team, sondern auch die Gegner klatschten und gratulierten zu einem tollen Wurf, ehe das Spiel nahtlos weiterging. <br />
 <br />
Arby war stolz auf ihre kleine Truppe und verschwendete inzwischen auch keinen Gedanken mehr daran, ob und wann ihre Arbeit mit den Kids jemals beendet sein würde. Denn kaum war so etwas wie Ruhe im Rudel eingekehrt, da hatte sich bereits die nächste große Veränderung angekündigt. Ravyn hatte die Auswirkungen gespürt, die diese Nachricht auf das Gemüt der Kids hatte, als klar wurde, dass Lou das Rudel verlassen und eine Frau ihren Posten übernehmen würde, die die meisten von ihnen nur doch gelegentliche Besuche kannten. Es zeigte sich in ihrem Verhalten und in der Art, wie sie redeten. Nuancen, die Arby vor ein paar Monaten kaum wahrgenommen hätte, waren für sie inzwischen so deutlich, dass es sie selbst erschreckte. Vielleicht lag es daran, dass sie die Kids vom Trouble Squad inzwischen so gut kannte. Doch neuerdings erwischte sie sich immer wieder dabei, wie sie auch andere Kinder beobachtete und dabei auf Zeichen von Überforderung achtete. Denn auch wenn das Trouble Squad einen festen Kern hatte, der aus mittlerweile acht Kindern bestand, gab es immer mal wieder Besucher, die sich für eine gemeinsame Spielesession anmeldeten. Sei es, weil Mason seinen kleinen Bruder, den zuckersüßen Toby mitbrachte, oder weil die zehnjährige Leona ein wenig zusätzliche Auslastung brauchte – sie alle wurden vom Squad herzlich aufgenommen und einbezogen. Nur das bisher noch geheime Projekt blieb weiterhin unter Verschluss.<br />
<br />
Arby spielte den Ball, den Aaron ihr eben zugepasst hatte an Kira weiter und blieb stehen, während die anderen Kinder den blonden Mädchen hinterher eilten. Taqa war nah. Noch konnte sie die Witterung ihrer künftigen Alpha nicht ausmachen, doch das nervöse Zucken in der Schwanzspitze des Pumaweibchens verriet der Soldatin, dass ihre heutige Verabredung jeden Moment hier aufkreuzen würde.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<b>„Komm schon, Jack. Mach ihn rein!“</b><br />
<br />
Die Augen des Sechsjährigen leuchteten, als Ravyn ihm den Ball zu passte und er dribbelte ihn einige Male über das flache Gras, während er abschätzend zu dem Korb hochblickte, der in knapp zwei Metern Höhe über ihm hing. <br />
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Das Spiel, in das die Kinder vertieft waren, hatte das Trouble Squad selbst erfunden und benannt: Grassketball war im Grund eine Form von Basketball. Gespielt wurde mit einem speziellen Ball, der auch von Grass oder Erdboden gut abprallte, für sauberes Dribbling aber eine gute Portion Kraft und Koordination erforderte. Was manchmal darin endete, dass die Jungen und Mädchen über den Ball stolperten und lauthals lachend ins Gras purzelten. Eine perfekte und spaßige Auslastung für die Kinder, die gerade mit so vielen Veränderungen in ihrem Umfeld zu kämpfen hatten. <br />
Und gleichzeitig schulte dieser Sport ihren Zusammenhalt und ihren Teamgeist. Für die Älteren wäre es ein Leichtes gewesen, Jack den Ball abzuluchsen, während er sich noch auf einen perfekten Wurf konzentriere. Doch stattdessen hielten die Kinder Abstand, nahmen Rücksicht und bemühten sich, dass jeder Spieler sein ganz persönliches Erfolgserlebnis haben konnte. <br />
Gerade trat Noah hervor. Der Dreizehnjährige, der schon jetzt den Beschützerinstinkt und die Hilfsbereitschaft eines dominanten Rudelmitglieds zeigte, fasste Jack an der Hüfte und hob ihn in die Höhe, damit dieser einen sauberen Korbwurf hinlegen konnte. Die Leistung des Jüngsten in der Gruppe wurde gefeiert. Nicht nur sein eigenes Team, sondern auch die Gegner klatschten und gratulierten zu einem tollen Wurf, ehe das Spiel nahtlos weiterging. <br />
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Arby war stolz auf ihre kleine Truppe und verschwendete inzwischen auch keinen Gedanken mehr daran, ob und wann ihre Arbeit mit den Kids jemals beendet sein würde. Denn kaum war so etwas wie Ruhe im Rudel eingekehrt, da hatte sich bereits die nächste große Veränderung angekündigt. Ravyn hatte die Auswirkungen gespürt, die diese Nachricht auf das Gemüt der Kids hatte, als klar wurde, dass Lou das Rudel verlassen und eine Frau ihren Posten übernehmen würde, die die meisten von ihnen nur doch gelegentliche Besuche kannten. Es zeigte sich in ihrem Verhalten und in der Art, wie sie redeten. Nuancen, die Arby vor ein paar Monaten kaum wahrgenommen hätte, waren für sie inzwischen so deutlich, dass es sie selbst erschreckte. Vielleicht lag es daran, dass sie die Kids vom Trouble Squad inzwischen so gut kannte. Doch neuerdings erwischte sie sich immer wieder dabei, wie sie auch andere Kinder beobachtete und dabei auf Zeichen von Überforderung achtete. Denn auch wenn das Trouble Squad einen festen Kern hatte, der aus mittlerweile acht Kindern bestand, gab es immer mal wieder Besucher, die sich für eine gemeinsame Spielesession anmeldeten. Sei es, weil Mason seinen kleinen Bruder, den zuckersüßen Toby mitbrachte, oder weil die zehnjährige Leona ein wenig zusätzliche Auslastung brauchte – sie alle wurden vom Squad herzlich aufgenommen und einbezogen. Nur das bisher noch geheime Projekt blieb weiterhin unter Verschluss.<br />
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Arby spielte den Ball, den Aaron ihr eben zugepasst hatte an Kira weiter und blieb stehen, während die anderen Kinder den blonden Mädchen hinterher eilten. Taqa war nah. Noch konnte sie die Witterung ihrer künftigen Alpha nicht ausmachen, doch das nervöse Zucken in der Schwanzspitze des Pumaweibchens verriet der Soldatin, dass ihre heutige Verabredung jeden Moment hier aufkreuzen würde.]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[A litte subterfuge never hurt nobody]]></title>
			<link>https://claws.stories-untold.de/showthread.php?tid=401</link>
			<pubDate>Thu, 19 Dec 2024 12:02:32 +0000</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://claws.stories-untold.de/member.php?action=profile&uid=109">Qaletaqa GrayStone</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://claws.stories-untold.de/showthread.php?tid=401</guid>
			<description><![CDATA[Es war wahrscheinlich Einbildung und doch hatte Qaletaqa das Gefühl, die Luft in Gatlinburg roch anders. Sie war selten hier gewesen, in den letzten Jahren und fand es daher umso spannender zu erleben, was sich alles verändert hatte. Neue Gebäude, neue Geschäfte, neue Leute und vor allem eben auch eine neue Alpha. So ganz wollte es noch nicht in ihren Kopf, aber zum Glück war es noch ein bisschen Zeit, bis es wirklich offiziell wurde. Und die wenigen Wochen bis es so weit war, hatte Taqa alle Hände voll zu tun.  Heute hatte sie sich selbst eingeladen und war den gesamten Vormittag über mit Sheriff Hall und seinem Deputy unterwegs gewesen, dem Hund, nicht der zweiten Person auf der Polizeiwache, die derzeit wegen einer Fortbildung eh nicht vor Ort war. Ben, den sie trotz des fünfjährigen Altersunterschiedes noch sehr gut von früher kannte, war dieser Tage ziemlich angefressen. Was auch absolut verständlich war, wenn man bedachte, dass seine Schwester gedachte das Rudel ebenfalls zu verlassen und ihn damit zurückließ, sich um seine Eltern kümmern zu wollen. Denn von müssen war eigentlich keine Rede, Taqa hatte mehr als einmal beteuert sich darum zu kümmern die Lücken zu füllen. Doch sie rechnete es ihm hoch an, sein Leben so abrupt zu entwurzeln, um den Schmerz abzumildern, der seinen Eltern bevorstand. Nicht zuletzt war auch das der Grund gewesen, ihn wieder ins Rudel aufzunehmen und mit ihm zu besprechen welche der Hütten auf unbestimmte Zeit sein neues zu Hause werden würde – mitsamt seinen Haustieren.  <br />
<br />
Nach einem verfrühten Mittagessen, was zu ihrem Missfallen nicht aus viel zu klebrigen Donuts bestanden hatte, sondern aus einem viel zu gesundem Salat im Howard‘s, war sie nun auf dem Weg zur RF MedSchool. Teils aus Neugierde, teils mit einem ganz bestimmten Plan. Ihr blieb genug Zeit in aller Seelenruhe durch die Straßen der Kleinstadt zu tingeln, hier und da stehen zu bleiben und sich die Schaufenster und Auslagen genauer anzusehen und sie nahm sich fest vor, nochmal mit den Neuen herzukommen. Sie hätte sicherlich auch jemanden der Soldaten fragen können und vielleicht wäre es auch eine gute Idee, um die beiden besser zu integrieren und Kontakt knüpfen zu lassen. Doch sie fühlte sich erschreckend besitzergreifend den Jaguaren gegenüber und die Idee eines gemeinsamen Stadtbummels war … vertraut. Eine kleine Dreier Bubble, damit sie ihre ersten Eindrücke beim neuen Rudel in Ruhe durchsprechen könnten. <br />
<br />
Das einladende Gebäude der MedSchool war, wenn man Lous Schilderungen folgte, die ihr die Schulleitung hatte zukommen lassen, bereits zu klein für den Andrang an Studenten und es gab die ersten Pläne, wie und wo man den Campus erweitern könnte. Eine Sache, die Taqa tatkräftig unterstützen würde und nicht nur, weil es ihrem Rudel einen entscheidenden Vorteil gab, so einen hervorragenden Ruf bei der Ausbildung neuer Ärzte und Heiler zu haben und durch die Studenten auch Gatlinburg voranzubringen. Immerhin musste die ja alle irgendwo wohnen und leben – und ihr Geld ausgeben. Ihr gefiel schlichtweg der Gedanke, dass hier Wissen vermittelt wurde, unabhängig von der Gattung oder Rudelzugehörigkeit. Beschwingt von diesem Gedanken fand sich Taqa erstaunlich leicht zurecht und fand das Büro der Direktion, ohne sich zu verlaufen, obwohl die Flure hier doch alle ziemlich eintönig aussahen. Hier fehlte Kunst!  Ein weiterer Punkt auf der immer länger werdenden Liste von Dingen, um die sie sich kümmern wollte.<br />
<br />
Es folgte ein kurzes Gespräch, Taqa hatte absichtlich nicht mehr als eine halbe Stunde eingeplant um das erste offizielle Aufeinandertreffen abzuwickeln, denn sie hatte um eine ganz besondere Führung gebeten und verfolgte mit einem kleinen Grinsen, wie man Miss Sung anpingte und bat, sich an der Rezeption einzufinden. Taqa war vielleicht nicht mehr jung genug um als potenzielle Studentin durchzugehen, die zum Studiumsanfang durch die Gebäude und Außenanlage geführt werden musste, doch im Grunde geschah heute genau das. Nur eben, dass die junge Gestaltwandlerin absichtlich von dem Besuch total überrascht wurde und keine Zeit mehr hatte, sich zu verstellen oder vorzubereiten. Etwas, was der Pumadame in ihr gut gefiel, die Sairas ungeschönte und ehrliche Seite erleben wollte, nicht eine die von der Schulleitung oder sonst wem instruiert worden war.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[Es war wahrscheinlich Einbildung und doch hatte Qaletaqa das Gefühl, die Luft in Gatlinburg roch anders. Sie war selten hier gewesen, in den letzten Jahren und fand es daher umso spannender zu erleben, was sich alles verändert hatte. Neue Gebäude, neue Geschäfte, neue Leute und vor allem eben auch eine neue Alpha. So ganz wollte es noch nicht in ihren Kopf, aber zum Glück war es noch ein bisschen Zeit, bis es wirklich offiziell wurde. Und die wenigen Wochen bis es so weit war, hatte Taqa alle Hände voll zu tun.  Heute hatte sie sich selbst eingeladen und war den gesamten Vormittag über mit Sheriff Hall und seinem Deputy unterwegs gewesen, dem Hund, nicht der zweiten Person auf der Polizeiwache, die derzeit wegen einer Fortbildung eh nicht vor Ort war. Ben, den sie trotz des fünfjährigen Altersunterschiedes noch sehr gut von früher kannte, war dieser Tage ziemlich angefressen. Was auch absolut verständlich war, wenn man bedachte, dass seine Schwester gedachte das Rudel ebenfalls zu verlassen und ihn damit zurückließ, sich um seine Eltern kümmern zu wollen. Denn von müssen war eigentlich keine Rede, Taqa hatte mehr als einmal beteuert sich darum zu kümmern die Lücken zu füllen. Doch sie rechnete es ihm hoch an, sein Leben so abrupt zu entwurzeln, um den Schmerz abzumildern, der seinen Eltern bevorstand. Nicht zuletzt war auch das der Grund gewesen, ihn wieder ins Rudel aufzunehmen und mit ihm zu besprechen welche der Hütten auf unbestimmte Zeit sein neues zu Hause werden würde – mitsamt seinen Haustieren.  <br />
<br />
Nach einem verfrühten Mittagessen, was zu ihrem Missfallen nicht aus viel zu klebrigen Donuts bestanden hatte, sondern aus einem viel zu gesundem Salat im Howard‘s, war sie nun auf dem Weg zur RF MedSchool. Teils aus Neugierde, teils mit einem ganz bestimmten Plan. Ihr blieb genug Zeit in aller Seelenruhe durch die Straßen der Kleinstadt zu tingeln, hier und da stehen zu bleiben und sich die Schaufenster und Auslagen genauer anzusehen und sie nahm sich fest vor, nochmal mit den Neuen herzukommen. Sie hätte sicherlich auch jemanden der Soldaten fragen können und vielleicht wäre es auch eine gute Idee, um die beiden besser zu integrieren und Kontakt knüpfen zu lassen. Doch sie fühlte sich erschreckend besitzergreifend den Jaguaren gegenüber und die Idee eines gemeinsamen Stadtbummels war … vertraut. Eine kleine Dreier Bubble, damit sie ihre ersten Eindrücke beim neuen Rudel in Ruhe durchsprechen könnten. <br />
<br />
Das einladende Gebäude der MedSchool war, wenn man Lous Schilderungen folgte, die ihr die Schulleitung hatte zukommen lassen, bereits zu klein für den Andrang an Studenten und es gab die ersten Pläne, wie und wo man den Campus erweitern könnte. Eine Sache, die Taqa tatkräftig unterstützen würde und nicht nur, weil es ihrem Rudel einen entscheidenden Vorteil gab, so einen hervorragenden Ruf bei der Ausbildung neuer Ärzte und Heiler zu haben und durch die Studenten auch Gatlinburg voranzubringen. Immerhin musste die ja alle irgendwo wohnen und leben – und ihr Geld ausgeben. Ihr gefiel schlichtweg der Gedanke, dass hier Wissen vermittelt wurde, unabhängig von der Gattung oder Rudelzugehörigkeit. Beschwingt von diesem Gedanken fand sich Taqa erstaunlich leicht zurecht und fand das Büro der Direktion, ohne sich zu verlaufen, obwohl die Flure hier doch alle ziemlich eintönig aussahen. Hier fehlte Kunst!  Ein weiterer Punkt auf der immer länger werdenden Liste von Dingen, um die sie sich kümmern wollte.<br />
<br />
Es folgte ein kurzes Gespräch, Taqa hatte absichtlich nicht mehr als eine halbe Stunde eingeplant um das erste offizielle Aufeinandertreffen abzuwickeln, denn sie hatte um eine ganz besondere Führung gebeten und verfolgte mit einem kleinen Grinsen, wie man Miss Sung anpingte und bat, sich an der Rezeption einzufinden. Taqa war vielleicht nicht mehr jung genug um als potenzielle Studentin durchzugehen, die zum Studiumsanfang durch die Gebäude und Außenanlage geführt werden musste, doch im Grunde geschah heute genau das. Nur eben, dass die junge Gestaltwandlerin absichtlich von dem Besuch total überrascht wurde und keine Zeit mehr hatte, sich zu verstellen oder vorzubereiten. Etwas, was der Pumadame in ihr gut gefiel, die Sairas ungeschönte und ehrliche Seite erleben wollte, nicht eine die von der Schulleitung oder sonst wem instruiert worden war.]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[When the world immerses colors in scents]]></title>
			<link>https://claws.stories-untold.de/showthread.php?tid=394</link>
			<pubDate>Thu, 05 Dec 2024 21:37:48 +0000</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://claws.stories-untold.de/member.php?action=profile&uid=39">Elianna Sánches</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://claws.stories-untold.de/showthread.php?tid=394</guid>
			<description><![CDATA[Stetig wie der Tropfen, der den Stein aushöhlte, waren die Tage, die Wochen und sogar der verdammte Monat gewesen. Es schien, als würde die Zeit vor ihr fliehen, wie die Vögel, die sie immer und immer wieder zu jagen begann. Ihr Tier wusste, dass sie sie eh nicht haben wollte und doch machte es Spaß, ihnen zuzusehen wie sie Hecktisch flatternd in die Höhe gingen. Ihr rauschender Flügelschlag in den Ohren, dem trägen Pochen des eigenen Pulses auf Seite schieben. Obgleich diese Situation befreiend und irgendwie beruhigend war, schien es beim blick auf ihren Kalender definitiv nicht mehr beruhigend.<br />
Wo war die verdammte Zeit geblieben?<br />
Durch den Sturm war so viel aufzuräumen gewesen und auch während des Sturms war es nicht beim Suchen des einen Wanderers geblieben, dem sie im Übrigen ein paar Besuche abgestattet hatte und sich definitiv noch bei Rowan bedanken wollte. Die Zutaten hatte sie bereits zu Hause. Sie würde ihm einen Kaffeekuchen backen, mit Kaffeebohnen obendrauf und natürlich durfte die Anspielung auf die Katzen nicht fehlen. Ein kurzes Lächeln zuckte über ihre Lippen, bei dem Gedanken, wie die Wölfe auf die Pfoten reagieren würden. Ihrer Katze gefiel dies sehr. Einen Brief dazu, denn er sollte wissen, wie es dem Geretteten ging, auch wenn es dem Söldner vielleicht egal war. Ihr aber nicht. Langsam trat sie hinaus, die Sonne in ihrem Gesicht. Sie kam gerade von einem kleineren Spaziergang, keine Patroullie, sondern wirklich einfach ein ruheloses herumlaufen.<br />
<br />
In der Luft hing ein vertrauter Geruch, den ihre Katze sofort zu wittern vermochte und darauf wohlig schnurrend reagierte. Popcorn und Lebkuchen. Zwei Komponenten die Familie und tiefe Freundschaft bedeuteten. Heimat. Wohlfühlen. Sie hatte ihn nun schon längere Zeit nicht mehr zu Gesicht bekommen und beschloss ganz spontan, dieser Witterung zu folgen. Einfach hinterher zu tapsen und zu schauen, wohin es ihren Bruder in Spe trieb.<br />
Nicht weit von ihr wurde die Fährte dichter und ein leichtes Lächeln trieb sich auf ihre Lippen, ehe sie ihn von weitem erblickte. Tristan White.<br />
Was auch immer er da gerade tat, unter der wunderbaren, sanft scheinenden Sonne, nicht heiß aber auch nicht zu kalt, ließ Elianna neugierig an ihn heranschleichen.<br />
<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">„Hermano“</span> die Worte waren sanft und warmherzig, doch je näher sie ihm kam, desto mehr mischte sich unter dem ihr bekannten Duft noch ein anderen. Nicht minder unbekannt, ließ Eli aber langsamer werden und ihn nicht so umfänglich begrüßen, wie noch vor zwei Herzschlägen angedacht. Was war es, dass die Katze auf hab acht gehen ließ? Es war nicht ungewöhnlich, an ihm noch einen anderen Duft war zu nehmen, meistens so schwach, dass man es ignorieren konnte, doch dieser nach Limette und Rosenholz duftend, konnte sie eindeutig an ihm vernehmen. Nicht nur mal so... eindeutig.<br />
Das Lächeln behielt sie dennoch auf, denn Elianna wusste, dass sich die beiden nun dann doch endlich mal dazu bewogen haben, zueinander zu finden, was doch eigentlich gute Nachrichten waren, oder? Oder?]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[Stetig wie der Tropfen, der den Stein aushöhlte, waren die Tage, die Wochen und sogar der verdammte Monat gewesen. Es schien, als würde die Zeit vor ihr fliehen, wie die Vögel, die sie immer und immer wieder zu jagen begann. Ihr Tier wusste, dass sie sie eh nicht haben wollte und doch machte es Spaß, ihnen zuzusehen wie sie Hecktisch flatternd in die Höhe gingen. Ihr rauschender Flügelschlag in den Ohren, dem trägen Pochen des eigenen Pulses auf Seite schieben. Obgleich diese Situation befreiend und irgendwie beruhigend war, schien es beim blick auf ihren Kalender definitiv nicht mehr beruhigend.<br />
Wo war die verdammte Zeit geblieben?<br />
Durch den Sturm war so viel aufzuräumen gewesen und auch während des Sturms war es nicht beim Suchen des einen Wanderers geblieben, dem sie im Übrigen ein paar Besuche abgestattet hatte und sich definitiv noch bei Rowan bedanken wollte. Die Zutaten hatte sie bereits zu Hause. Sie würde ihm einen Kaffeekuchen backen, mit Kaffeebohnen obendrauf und natürlich durfte die Anspielung auf die Katzen nicht fehlen. Ein kurzes Lächeln zuckte über ihre Lippen, bei dem Gedanken, wie die Wölfe auf die Pfoten reagieren würden. Ihrer Katze gefiel dies sehr. Einen Brief dazu, denn er sollte wissen, wie es dem Geretteten ging, auch wenn es dem Söldner vielleicht egal war. Ihr aber nicht. Langsam trat sie hinaus, die Sonne in ihrem Gesicht. Sie kam gerade von einem kleineren Spaziergang, keine Patroullie, sondern wirklich einfach ein ruheloses herumlaufen.<br />
<br />
In der Luft hing ein vertrauter Geruch, den ihre Katze sofort zu wittern vermochte und darauf wohlig schnurrend reagierte. Popcorn und Lebkuchen. Zwei Komponenten die Familie und tiefe Freundschaft bedeuteten. Heimat. Wohlfühlen. Sie hatte ihn nun schon längere Zeit nicht mehr zu Gesicht bekommen und beschloss ganz spontan, dieser Witterung zu folgen. Einfach hinterher zu tapsen und zu schauen, wohin es ihren Bruder in Spe trieb.<br />
Nicht weit von ihr wurde die Fährte dichter und ein leichtes Lächeln trieb sich auf ihre Lippen, ehe sie ihn von weitem erblickte. Tristan White.<br />
Was auch immer er da gerade tat, unter der wunderbaren, sanft scheinenden Sonne, nicht heiß aber auch nicht zu kalt, ließ Elianna neugierig an ihn heranschleichen.<br />
<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">„Hermano“</span> die Worte waren sanft und warmherzig, doch je näher sie ihm kam, desto mehr mischte sich unter dem ihr bekannten Duft noch ein anderen. Nicht minder unbekannt, ließ Eli aber langsamer werden und ihn nicht so umfänglich begrüßen, wie noch vor zwei Herzschlägen angedacht. Was war es, dass die Katze auf hab acht gehen ließ? Es war nicht ungewöhnlich, an ihm noch einen anderen Duft war zu nehmen, meistens so schwach, dass man es ignorieren konnte, doch dieser nach Limette und Rosenholz duftend, konnte sie eindeutig an ihm vernehmen. Nicht nur mal so... eindeutig.<br />
Das Lächeln behielt sie dennoch auf, denn Elianna wusste, dass sich die beiden nun dann doch endlich mal dazu bewogen haben, zueinander zu finden, was doch eigentlich gute Nachrichten waren, oder? Oder?]]></content:encoded>
		</item>
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