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		<title><![CDATA[claws & fangs - Alle Foren]]></title>
		<link>https://claws.stories-untold.de/</link>
		<description><![CDATA[claws & fangs - https://claws.stories-untold.de]]></description>
		<pubDate>Fri, 29 May 2026 16:13:03 +0000</pubDate>
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		<item>
			<title><![CDATA[but the heart has it's own memory and i have forgotten nothing]]></title>
			<link>https://claws.stories-untold.de/showthread.php?tid=578</link>
			<pubDate>Thu, 28 May 2026 14:21:44 +0000</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://claws.stories-untold.de/member.php?action=profile&uid=132">Greer Whitmore</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://claws.stories-untold.de/showthread.php?tid=578</guid>
			<description><![CDATA[Die Hitze lag schwer über Bryson City und hüllte die kleine Stadt in jenes träge Flimmern, das Asphalt und Häuserkanten weichzeichnete, bis alles ein wenig langsamer wirkte als gewöhnlich. Dennoch herrschte überall Bewegung. Stimmen vermischten sich mit Musik, die irgendwo zwischen den Straßenzügen gespielt wurde, Kinder liefen kreischend über die Gehwege und zwischen den dicht gedrängten Marktständen herrschte jenes kontrollierte Chaos, das nur entstehen konnte, wenn eine Gemeinschaft nicht bloß nebeneinander existierte, sondern tatsächlich miteinander lebte.<br />
<br />
Das Flea Fest hatte die Innenstadt vollständig vereinnahmt.<br />
<br />
Zwischen den Gebäuden spannten sich Stoffbahnen als Sonnenschutz, Lichterketten waren über den Straßen aufgehängt worden und beinahe jeder freie Platz war von Tischen, improvisierten Auslagen oder kleinen Essensständen besetzt. Der Geruch von Gegrilltem, Zucker, heißem Metall und Sonnencreme hing in der Luft, vermischte sich mit warmer Sommererde und dem harzigen Duft der Wälder, die Bryson City wie ein schützender Ring umgaben.<br />
<br />
Greers Finger schlossen sich etwas fester um den kühlen Plastikbecher ihres Schokoladenmilchshakes, während sie langsam zwischen den Menschen hindurchlief und die Umgebung beobachtete.<br />
<br />
Die Kälte des Getränks war angenehm gegen die dünnen schwarzen Lederhandschuhe, die ihre Hände trotz der Hitze vollständig verhüllten. Ebenso wie die leichte Stoffhose, die locker um ihre Beine fiel, die geschlossenen Schuhe und die Tunika mit dem hohen Kragen gehörten sie mittlerweile so selbstverständlich zu ihrer Rüstung, dass sie sich beinahe nackt fühlte, wenn sie fehlten. Das eingesetzte Spitzenmuster lockerte den ansonsten schlichten Schnitt etwas auf und verlieh dem Ganzen genug Eleganz, um nicht wie reine Zweckmäßigkeit zu wirken. Genau das war beabsichtigt.<br />
<br />
Denn eine Rüstung ließ sich deutlich angenehmer tragen, wenn niemand sie als solche erkannte.<br />
<br />
Das Sonnenlicht fing sich in ihrem glatten Haar, das sie heute nur leicht frisiert hatte, sodass es weich über ihre Schultern fiel, ohne übermäßig geschniegelt zu wirken. Der Sommer hatte außerdem feine Sommersprossen auf Nasenbein und Wangen hervorgebracht, die ihr Gesicht weicher wirken ließen als während der kalten Monate, in denen sie fast vollständig verblassten.<br />
<br />
Greer bemerkte die Blicke einzelner Menschen durchaus. Nicht aufdringlich. Eher beiläufig interessiert. Bryson City war klein genug, dass neue Gesichter auffielen, selbst wenn niemand unhöflich genug war, das offen zu zeigen. Und Greer wiederum beobachtete ebenso aufmerksam zurück.<br />
<br />
Nicht misstrauisch.<br />
Einfach… vorsichtig.<br />
<br />
Es war seltsam angenehm, durch eine Stadt zu laufen, die nicht von permanenter Hektik zerfressen wurde. Die Emotionen um sie herum wirkten anders als in den großen Metropolen, an die sie gewöhnt war. Weniger aggressiv. Weniger chaotisch. Selbst die Unruhe einer dicht gedrängten Menschenmenge traf ihre mentalen Schilde nicht wie ein Sturm, sondern eher wie einzelne Windböen, die gegen Fensterläden klopften.<br />
<br />
Trotzdem bemerkte sie inzwischen jede davon.<br />
<br />
Freude streifte ihre Wahrnehmung wie Sonnenlicht auf warmer Haut. Gereiztheit kratzte scharf über ihre Schilde. Aufregung vibrierte beinahe körperlich durch die Menge. Vor allem Kinder waren schwer auszublenden, weil ihre Emotionen selten gefiltert oder kontrolliert genug waren, um leise zu bleiben.<br />
<br />
Es wurde schlimmer.<br />
<br />
Nicht drastisch genug, dass Außenstehende etwas bemerkt hätten, doch Greer selbst spürte die Veränderung mit unangenehmer Deutlichkeit. Menschenmengen erschöpften sie schneller als früher. Emotionen blieben länger an ihren Schilden haften. Fremde Gedankenfragmente verschwanden nicht mehr sofort aus ihrem Kopf, sondern zogen sich wie Nachbilder durch ihren Geist.<br />
<br />
Vielleicht war genau das der Grund, weshalb Bryson City sich bislang als die richtige Entscheidung erwiesen hatte.<br />
<br />
Die Stadt war langsamer.<br />
<br />
Weicher.<br />
<br />
Hier existierte Raum zwischen den Menschen. Raum zum Atmen.<br />
<br />
Sie nahm einen weiteren Schluck ihres Milchshakes, während ihr Blick über die nächsten Marktstände glitt.<br />
<br />
Keramik.<br />
Alte Bücher.<br />
Vintage-Schilder.<br />
Werkzeug.<br />
Schmuck.<br />
Handgeschnitzte Figuren.<br />
<br />
Und schließlich:<br />
Metall.<br />
<br />
Ihr Schritt verlangsamte sich beinahe automatisch.<br />
<br />
Der Stand wirkte wie das kontrollierte Explosionsgebiet eines Dachbodens, den seit mehreren Jahrzehnten niemand mehr aufgeräumt hatte. Alte Gartenwerkzeuge lehnten gegen Holzkisten, Metallwannen waren ineinander gestapelt worden und zwischen rostigen Laternen, Emailleeimern und antiken Pflanzhaltern entdeckte Greer genau das, wonach sie gesucht hatte.<br />
<br />
Gießkannen.<br />
Gleich mehrere davon.<br />
<br />
Ihr Blick glitt aufmerksam über die unterschiedlichen Modelle. Einige waren zu beschädigt, andere wiederum zu modern. Doch eine größere Kanne aus Zink fiel ihr sofort ins Auge. Kleine Dellen zeichneten den unteren Bereich, der Griff war irgendwann nachträglich repariert worden und die Oberfläche hatte jene matte Patina entwickelt, die Metall nur bekam, wenn es über viele Jahre tatsächlich benutzt worden war.<br />
<br />
Perfekt.<br />
<br />
Sie trat näher und stellte den Milchshake vorsichtig auf dem Tisch ab.<br />
<br />
Der ältere Wapitibesitzer des Standes bemerkte sofort ihr Interesse. Seine Kleidung roch nach Holzstaub, Erde und Motoröl, während seine Emotionen eine ruhige Zufriedenheit ausstrahlten, die sich angenehm stumpf gegen ihre Wahrnehmung legte.<br />
<br />
"Die da ist stabil", erklärte er und deutete auf genau jene Kanne, die Greer bereits ins Auge gefasst hatte. "Hat meiner Frau fast dreißig Jahre gehört."<br />
<br />
Dreißig Jahre.<br />
<br />
Die Zahl blieb für einen Moment in ihrem Kopf hängen.<br />
<br />
Dreißig Jahre bedeuteten Beständigkeit. Gewohnheit. Wiederkehrende Rituale. Gemeinsame Morgen. Menschen, die blieben.<br />
<br />
Etwas zog sich unangenehm in ihrer Brust zusammen.<br />
<br />
Greer ignorierte es routiniert.<br />
<ina>"Ich nehme sie."</ina><br />
<br />
“Die hier?”, wollte er wissen und deutete auf das angepriesene Stück. Greer blickte auf und schüttelte den Kopf. <ina> “Alle.”</ina>, gab sie zurück und versuchte nicht einmal den Preis zu verhandeln oder dergleichen. <br />
<br />
Der ältere Mann lächelte zufrieden und begann sofort damit, die Gießkanne vorsichtig in Papier einzuschlagen, während Greer ihren Organizer hervorzog und eine Lieferung am Folgetag ausmachte. Der Wandler rief seinen eifrigen Helfer herbei - ein schlaksiger Teenager - der sich sofort daran, machte die, Gießkannen wegzupacken und mit einem roten Punkt zu markieren. <br />
<br />
Währenddessen nahm sie die Menschenmenge um sich herum weiterhin wahr. Nicht bewusst fokussiert, eher wie ein permanentes Hintergrundrauschen, das sich nicht vollständig abschalten ließ. Eine junge Frau lachte einige Meter weiter viel zu laut über einen Witz ihres Partners. Zwei Kinder stritten über ein Stofftier. Irgendwo entstand kurz Gereiztheit, weil jemand im Gedränge angerempelt worden war.<br />
<br />
Und mitten durch all das bewegte sich plötzlich ein riesiger Gestaltwandlerbär.<br />
<br />
Greers Aufmerksamkeit glitt beinahe automatisch zu ihm.<br />
<br />
Das Tier trottete vollkommen entspannt über die Straße, als würde es nicht mehrere hundert Kilogramm reine Muskelmasse darstellen, sondern lediglich einen etwas übergewichtigen Familienhund. Auf seinem Rücken saß ein kleines Mädchen mit halb geschmolzenem Eis in der Hand und winkte fröhlich jedem zu, der zurückwinkte.<br />
<br />
Mehrere Menschen grüßten den Bären beim Namen.<br />
Niemand wirkte beunruhigt.<br />
Niemand wich erschrocken zurück.<br />
<br />
Das Kind lachte hell auf, als der Wandler den Kopf leicht bewegte, damit sie ihr Gleichgewicht nicht verlor.<br />
<br />
Greer blieb einen Moment zu lange stehen.<br />
Der Anblick war gleichzeitig absurd und vollkommen selbstverständlich für diese Stadt.<br />
<br />
Familie.<br />
Zugehörigkeit.<br />
Nähe.<br />
<br />
Und noch bevor sie den Gedanken bewusst verhindern konnte, schlug die Erinnerung zu.<br />
<br />
Regenwasser auf Leder.<br />
Das dumpfe Brummen eines alten Trucks.<br />
Warme Hände.<br />
Dunkle Augen.<br />
Milchshakes.<br />
<br />
Ein schmerzhafter Stich zog durch ihren Brustkorb.<br />
Greers Finger spannten sich fester um den Plastikbecher.<br />
<br />
Nein.<br />
Nicht jetzt.<br />
Nicht hier.<br />
<br />
Sie zwang sich weiterzugehen, während ihr Verstand die aufkommende Erinnerung sofort mit Rationalität erstickte. Es war Jahre her. Menschen verloren einander ständig aus den Augen. Beziehungen scheiterten, Leben entwickelten sich auseinander und nicht jede intensive Begegnung musste irgendeine tiefere Bedeutung besitzen.<br />
<br />
Und trotzdem hatte sie Romeo nie vollständig vergessen.<br />
Das war vermutlich der unerquicklichste Teil der gesamten Angelegenheit.<br />
<br />
Greer war intelligent genug, um zu wissen, dass sie damals jung gewesen waren. Emotional überfordert. Hormonell vermutlich ohnehin nicht zurechnungsfähig. Hinzu kam die völlig absurde Intensität jener ersten Begegnung, die ihr Nervensystem beinahe überrollt hatte.<br />
<br />
Alles ließ sich erklären.<br />
Musste sich erklären lassen.<br />
Denn die Alternative war lächerlich.<br />
<br />
Sie war keine naive Jugendliche mehr, die an Schicksal oder kosmische Vorherbestimmung glaubte.<br />
Und doch erinnerte sie sich noch immer erschreckend genau an seine Stimme.<br />
<br />
Das war das Problem eines eidetischen Gedächtnisses. Menschen romantisierten perfekte Erinnerung gern, als wäre sie ein Geschenk. In Wahrheit bedeutete sie nur, dass manche Dinge niemals wirklich verblassten.<br />
<br />
Greer wusste noch exakt, wie sich seine Jacke angefühlt hatte.<br />
Wie seine Stimme geklungen hatte.<br />
Wie der Regen gegen die Scheiben seines Trucks geschlagen hatte.<br />
Wie sicher sie sich damals gefühlt hatte.<br />
<br />
Was irrational gewesen war.<br />
<br />
Und gefährlich.<br />
<br />
Sie nahm einen langen Schluck ihres Milchshakes und zwang sich dazu, den Gedanken loszulassen, bevor er sich weiter festsetzen konnte.<br />
<br />
Die sommerliche Hitze drückte schwer gegen ihre Haut, während sie sich erneut zwischen den Marktständen hindurchbewegte. Immer wieder blieb sie kurz stehen, betrachtete alte Pflanzgefäße, verwitterte Gartenornamente oder kleine Metallarbeiten, die <!-- start: charactertagger_tag_link -->
<a href="member.php?action=profile&amp;uid=84" id="tag-5" class="tag" title="Ian Hilberger" data-uid="84">Ian</a>
<!-- end: charactertagger_tag_link --> mit ziemlicher Sicherheit entweder lieben oder als völligen Schrott bezeichnen würde. Wahrscheinlich beides gleichzeitig.<br />
<br />
Der Gedanke daran ließ ihre Mundwinkel minimal zucken.<br />
Es war angenehm, dass er hier war.<br />
<br />
Nicht nur wegen der familiären Nähe, sondern weil Ian etwas verkörperte, das Greer selbst nie wirklich beherrscht hatte. Er schuf Dinge, die blieben. Pflanzen. Gärten. Räume, in denen Menschen sich zu Hause fühlten.<br />
<br />
Und vielleicht war genau das der Grund, weshalb sie plötzlich das Bedürfnis verspürt hatte, einen eigenen Garten anzulegen.<br />
<br />
Nicht bloß irgendeinen Außenbereich.<br />
Sondern einen Ort, der lebendig war.<br />
Einen Ort, der nach Zuhause aussah.<br />
<br />
Greers Blick glitt über die Menschen um sie herum. Familien saßen vor kleinen Cafés, Kinder liefen mit überteuerten Süßigkeiten durch die Gegend und mehrere Gestaltwandler diskutierten lautstark darüber, welcher Grillstand der beste war. Selbst die kleinen Spannungen wirkten hier seltsam ungefährlich. Organisch. Nicht wie die scharfkantige Gereiztheit großer Städte, die sich permanent anfühlte, als würde jemand kurz vor einer Explosion stehen.<br />
<br />
Bryson City wirkte … verwurzelt.<br />
<br />
Und genau das machte die Stadt unheimlich angenehm.<br />
<br />
Denn Greer hatte den Großteil ihres Lebens in Übergängen verbracht. Hotels. Gerichtsgebäude. Temporäre Unterkünfte. Fälle, die sie für einige Wochen oder Monate an einen Ort banden, bevor der nächste Auftrag sie weitertrieb.<br />
<br />
Hier jedoch hatte sie ein Haus gekauft.<br />
<br />
Ein echtes Haus.<br />
<br />
Mit Garten.<br />
Mit Veranda.<br />
Mit Platz für Pflanzen.<br />
<br />
Allein dieser Gedanke fühlte sich manchmal noch surreal an.<br />
<br />
Ein Windstoß bewegte die aufgehängten Stoffbahnen über den Straßen und brachte kurzzeitig Erleichterung gegen die Hitze. Gleichzeitig trug er den Geruch von feuchter Erde heran, obwohl der Himmel wolkenlos war.<br />
<br />
Wieder Regen.<br />
Wieder Erinnerung.<br />
Greer schloss für einen kurzen Moment die Augen.<br />
<br />
Es war lächerlich, wie hartnäckig bestimmte Dinge im menschlichen Gehirn verankert blieben.<br />
Oder medialen Gehirn.<br />
<br />
Wahrscheinlich spielte das keine Rolle.<br />
<br />
Denn egal wie rational sie die Situation analysierte, irgendwo tief in ihrem Inneren existierte noch immer jener schmerzhafte, nie ganz verheilte Teil, der sich fragte, was passiert wäre, wenn das Leben damals anders verlaufen wäre.<br />
<br />
Sie hasste diese Frage.<br />
<br />
Vor allem, weil sie keine Antwort darauf wollte.<br />
<br />
Ein Kind rannte beinahe in sie hinein und riss sie abrupt zurück in die Gegenwart. Greer wich automatisch einen halben Schritt aus, noch bevor der kleine Junge sie tatsächlich berührte, während seine Mutter erschrocken hinterhereilte.<br />
<br />
"Sorry!"<br />
<br />
Greer schüttelte leicht den Kopf.<br />
<br />
<ina>"Alles gut."</ina><br />
<br />
Der Junge war bereits weitergerannt, kaum dass die Worte gefallen waren.<br />
<br />
Sie sah ihm einen Moment hinterher und bemerkte dabei, wie ihre Umgebung erneut gegen ihre Wahrnehmung brandete. Freude. Wärme. Sommerträgheit. Menschen, die miteinander lachten und lebten und blieben.<br />
<br />
Vielleicht war genau das der Grund, weshalb Bryson City sich zunehmend wie ein Zuhause anfühlte.<br />
<br />
Nicht, weil die Stadt perfekt war.<br />
<br />
Sondern, weil sie echt war.<br />
<br />
Und während Greer mit einem halb geschmolzenen Milchshake und einem Herzen, das offensichtlich deutlich weniger kontrolliert funktionierte, als ihr restlicher Verstand, weiter über das Flea Fest lief, wurde ihr unangenehm bewusst, dass manche Erinnerungen nicht deshalb gefährlich waren, weil sie schmerzten.<br />
<br />
Sondern weil ein Teil von einem niemals aufgehört hatte, sie festzuhalten.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[Die Hitze lag schwer über Bryson City und hüllte die kleine Stadt in jenes träge Flimmern, das Asphalt und Häuserkanten weichzeichnete, bis alles ein wenig langsamer wirkte als gewöhnlich. Dennoch herrschte überall Bewegung. Stimmen vermischten sich mit Musik, die irgendwo zwischen den Straßenzügen gespielt wurde, Kinder liefen kreischend über die Gehwege und zwischen den dicht gedrängten Marktständen herrschte jenes kontrollierte Chaos, das nur entstehen konnte, wenn eine Gemeinschaft nicht bloß nebeneinander existierte, sondern tatsächlich miteinander lebte.<br />
<br />
Das Flea Fest hatte die Innenstadt vollständig vereinnahmt.<br />
<br />
Zwischen den Gebäuden spannten sich Stoffbahnen als Sonnenschutz, Lichterketten waren über den Straßen aufgehängt worden und beinahe jeder freie Platz war von Tischen, improvisierten Auslagen oder kleinen Essensständen besetzt. Der Geruch von Gegrilltem, Zucker, heißem Metall und Sonnencreme hing in der Luft, vermischte sich mit warmer Sommererde und dem harzigen Duft der Wälder, die Bryson City wie ein schützender Ring umgaben.<br />
<br />
Greers Finger schlossen sich etwas fester um den kühlen Plastikbecher ihres Schokoladenmilchshakes, während sie langsam zwischen den Menschen hindurchlief und die Umgebung beobachtete.<br />
<br />
Die Kälte des Getränks war angenehm gegen die dünnen schwarzen Lederhandschuhe, die ihre Hände trotz der Hitze vollständig verhüllten. Ebenso wie die leichte Stoffhose, die locker um ihre Beine fiel, die geschlossenen Schuhe und die Tunika mit dem hohen Kragen gehörten sie mittlerweile so selbstverständlich zu ihrer Rüstung, dass sie sich beinahe nackt fühlte, wenn sie fehlten. Das eingesetzte Spitzenmuster lockerte den ansonsten schlichten Schnitt etwas auf und verlieh dem Ganzen genug Eleganz, um nicht wie reine Zweckmäßigkeit zu wirken. Genau das war beabsichtigt.<br />
<br />
Denn eine Rüstung ließ sich deutlich angenehmer tragen, wenn niemand sie als solche erkannte.<br />
<br />
Das Sonnenlicht fing sich in ihrem glatten Haar, das sie heute nur leicht frisiert hatte, sodass es weich über ihre Schultern fiel, ohne übermäßig geschniegelt zu wirken. Der Sommer hatte außerdem feine Sommersprossen auf Nasenbein und Wangen hervorgebracht, die ihr Gesicht weicher wirken ließen als während der kalten Monate, in denen sie fast vollständig verblassten.<br />
<br />
Greer bemerkte die Blicke einzelner Menschen durchaus. Nicht aufdringlich. Eher beiläufig interessiert. Bryson City war klein genug, dass neue Gesichter auffielen, selbst wenn niemand unhöflich genug war, das offen zu zeigen. Und Greer wiederum beobachtete ebenso aufmerksam zurück.<br />
<br />
Nicht misstrauisch.<br />
Einfach… vorsichtig.<br />
<br />
Es war seltsam angenehm, durch eine Stadt zu laufen, die nicht von permanenter Hektik zerfressen wurde. Die Emotionen um sie herum wirkten anders als in den großen Metropolen, an die sie gewöhnt war. Weniger aggressiv. Weniger chaotisch. Selbst die Unruhe einer dicht gedrängten Menschenmenge traf ihre mentalen Schilde nicht wie ein Sturm, sondern eher wie einzelne Windböen, die gegen Fensterläden klopften.<br />
<br />
Trotzdem bemerkte sie inzwischen jede davon.<br />
<br />
Freude streifte ihre Wahrnehmung wie Sonnenlicht auf warmer Haut. Gereiztheit kratzte scharf über ihre Schilde. Aufregung vibrierte beinahe körperlich durch die Menge. Vor allem Kinder waren schwer auszublenden, weil ihre Emotionen selten gefiltert oder kontrolliert genug waren, um leise zu bleiben.<br />
<br />
Es wurde schlimmer.<br />
<br />
Nicht drastisch genug, dass Außenstehende etwas bemerkt hätten, doch Greer selbst spürte die Veränderung mit unangenehmer Deutlichkeit. Menschenmengen erschöpften sie schneller als früher. Emotionen blieben länger an ihren Schilden haften. Fremde Gedankenfragmente verschwanden nicht mehr sofort aus ihrem Kopf, sondern zogen sich wie Nachbilder durch ihren Geist.<br />
<br />
Vielleicht war genau das der Grund, weshalb Bryson City sich bislang als die richtige Entscheidung erwiesen hatte.<br />
<br />
Die Stadt war langsamer.<br />
<br />
Weicher.<br />
<br />
Hier existierte Raum zwischen den Menschen. Raum zum Atmen.<br />
<br />
Sie nahm einen weiteren Schluck ihres Milchshakes, während ihr Blick über die nächsten Marktstände glitt.<br />
<br />
Keramik.<br />
Alte Bücher.<br />
Vintage-Schilder.<br />
Werkzeug.<br />
Schmuck.<br />
Handgeschnitzte Figuren.<br />
<br />
Und schließlich:<br />
Metall.<br />
<br />
Ihr Schritt verlangsamte sich beinahe automatisch.<br />
<br />
Der Stand wirkte wie das kontrollierte Explosionsgebiet eines Dachbodens, den seit mehreren Jahrzehnten niemand mehr aufgeräumt hatte. Alte Gartenwerkzeuge lehnten gegen Holzkisten, Metallwannen waren ineinander gestapelt worden und zwischen rostigen Laternen, Emailleeimern und antiken Pflanzhaltern entdeckte Greer genau das, wonach sie gesucht hatte.<br />
<br />
Gießkannen.<br />
Gleich mehrere davon.<br />
<br />
Ihr Blick glitt aufmerksam über die unterschiedlichen Modelle. Einige waren zu beschädigt, andere wiederum zu modern. Doch eine größere Kanne aus Zink fiel ihr sofort ins Auge. Kleine Dellen zeichneten den unteren Bereich, der Griff war irgendwann nachträglich repariert worden und die Oberfläche hatte jene matte Patina entwickelt, die Metall nur bekam, wenn es über viele Jahre tatsächlich benutzt worden war.<br />
<br />
Perfekt.<br />
<br />
Sie trat näher und stellte den Milchshake vorsichtig auf dem Tisch ab.<br />
<br />
Der ältere Wapitibesitzer des Standes bemerkte sofort ihr Interesse. Seine Kleidung roch nach Holzstaub, Erde und Motoröl, während seine Emotionen eine ruhige Zufriedenheit ausstrahlten, die sich angenehm stumpf gegen ihre Wahrnehmung legte.<br />
<br />
"Die da ist stabil", erklärte er und deutete auf genau jene Kanne, die Greer bereits ins Auge gefasst hatte. "Hat meiner Frau fast dreißig Jahre gehört."<br />
<br />
Dreißig Jahre.<br />
<br />
Die Zahl blieb für einen Moment in ihrem Kopf hängen.<br />
<br />
Dreißig Jahre bedeuteten Beständigkeit. Gewohnheit. Wiederkehrende Rituale. Gemeinsame Morgen. Menschen, die blieben.<br />
<br />
Etwas zog sich unangenehm in ihrer Brust zusammen.<br />
<br />
Greer ignorierte es routiniert.<br />
<ina>"Ich nehme sie."</ina><br />
<br />
“Die hier?”, wollte er wissen und deutete auf das angepriesene Stück. Greer blickte auf und schüttelte den Kopf. <ina> “Alle.”</ina>, gab sie zurück und versuchte nicht einmal den Preis zu verhandeln oder dergleichen. <br />
<br />
Der ältere Mann lächelte zufrieden und begann sofort damit, die Gießkanne vorsichtig in Papier einzuschlagen, während Greer ihren Organizer hervorzog und eine Lieferung am Folgetag ausmachte. Der Wandler rief seinen eifrigen Helfer herbei - ein schlaksiger Teenager - der sich sofort daran, machte die, Gießkannen wegzupacken und mit einem roten Punkt zu markieren. <br />
<br />
Währenddessen nahm sie die Menschenmenge um sich herum weiterhin wahr. Nicht bewusst fokussiert, eher wie ein permanentes Hintergrundrauschen, das sich nicht vollständig abschalten ließ. Eine junge Frau lachte einige Meter weiter viel zu laut über einen Witz ihres Partners. Zwei Kinder stritten über ein Stofftier. Irgendwo entstand kurz Gereiztheit, weil jemand im Gedränge angerempelt worden war.<br />
<br />
Und mitten durch all das bewegte sich plötzlich ein riesiger Gestaltwandlerbär.<br />
<br />
Greers Aufmerksamkeit glitt beinahe automatisch zu ihm.<br />
<br />
Das Tier trottete vollkommen entspannt über die Straße, als würde es nicht mehrere hundert Kilogramm reine Muskelmasse darstellen, sondern lediglich einen etwas übergewichtigen Familienhund. Auf seinem Rücken saß ein kleines Mädchen mit halb geschmolzenem Eis in der Hand und winkte fröhlich jedem zu, der zurückwinkte.<br />
<br />
Mehrere Menschen grüßten den Bären beim Namen.<br />
Niemand wirkte beunruhigt.<br />
Niemand wich erschrocken zurück.<br />
<br />
Das Kind lachte hell auf, als der Wandler den Kopf leicht bewegte, damit sie ihr Gleichgewicht nicht verlor.<br />
<br />
Greer blieb einen Moment zu lange stehen.<br />
Der Anblick war gleichzeitig absurd und vollkommen selbstverständlich für diese Stadt.<br />
<br />
Familie.<br />
Zugehörigkeit.<br />
Nähe.<br />
<br />
Und noch bevor sie den Gedanken bewusst verhindern konnte, schlug die Erinnerung zu.<br />
<br />
Regenwasser auf Leder.<br />
Das dumpfe Brummen eines alten Trucks.<br />
Warme Hände.<br />
Dunkle Augen.<br />
Milchshakes.<br />
<br />
Ein schmerzhafter Stich zog durch ihren Brustkorb.<br />
Greers Finger spannten sich fester um den Plastikbecher.<br />
<br />
Nein.<br />
Nicht jetzt.<br />
Nicht hier.<br />
<br />
Sie zwang sich weiterzugehen, während ihr Verstand die aufkommende Erinnerung sofort mit Rationalität erstickte. Es war Jahre her. Menschen verloren einander ständig aus den Augen. Beziehungen scheiterten, Leben entwickelten sich auseinander und nicht jede intensive Begegnung musste irgendeine tiefere Bedeutung besitzen.<br />
<br />
Und trotzdem hatte sie Romeo nie vollständig vergessen.<br />
Das war vermutlich der unerquicklichste Teil der gesamten Angelegenheit.<br />
<br />
Greer war intelligent genug, um zu wissen, dass sie damals jung gewesen waren. Emotional überfordert. Hormonell vermutlich ohnehin nicht zurechnungsfähig. Hinzu kam die völlig absurde Intensität jener ersten Begegnung, die ihr Nervensystem beinahe überrollt hatte.<br />
<br />
Alles ließ sich erklären.<br />
Musste sich erklären lassen.<br />
Denn die Alternative war lächerlich.<br />
<br />
Sie war keine naive Jugendliche mehr, die an Schicksal oder kosmische Vorherbestimmung glaubte.<br />
Und doch erinnerte sie sich noch immer erschreckend genau an seine Stimme.<br />
<br />
Das war das Problem eines eidetischen Gedächtnisses. Menschen romantisierten perfekte Erinnerung gern, als wäre sie ein Geschenk. In Wahrheit bedeutete sie nur, dass manche Dinge niemals wirklich verblassten.<br />
<br />
Greer wusste noch exakt, wie sich seine Jacke angefühlt hatte.<br />
Wie seine Stimme geklungen hatte.<br />
Wie der Regen gegen die Scheiben seines Trucks geschlagen hatte.<br />
Wie sicher sie sich damals gefühlt hatte.<br />
<br />
Was irrational gewesen war.<br />
<br />
Und gefährlich.<br />
<br />
Sie nahm einen langen Schluck ihres Milchshakes und zwang sich dazu, den Gedanken loszulassen, bevor er sich weiter festsetzen konnte.<br />
<br />
Die sommerliche Hitze drückte schwer gegen ihre Haut, während sie sich erneut zwischen den Marktständen hindurchbewegte. Immer wieder blieb sie kurz stehen, betrachtete alte Pflanzgefäße, verwitterte Gartenornamente oder kleine Metallarbeiten, die <!-- start: charactertagger_tag_link -->
<a href="member.php?action=profile&amp;uid=84" id="tag-5" class="tag" title="Ian Hilberger" data-uid="84">Ian</a>
<!-- end: charactertagger_tag_link --> mit ziemlicher Sicherheit entweder lieben oder als völligen Schrott bezeichnen würde. Wahrscheinlich beides gleichzeitig.<br />
<br />
Der Gedanke daran ließ ihre Mundwinkel minimal zucken.<br />
Es war angenehm, dass er hier war.<br />
<br />
Nicht nur wegen der familiären Nähe, sondern weil Ian etwas verkörperte, das Greer selbst nie wirklich beherrscht hatte. Er schuf Dinge, die blieben. Pflanzen. Gärten. Räume, in denen Menschen sich zu Hause fühlten.<br />
<br />
Und vielleicht war genau das der Grund, weshalb sie plötzlich das Bedürfnis verspürt hatte, einen eigenen Garten anzulegen.<br />
<br />
Nicht bloß irgendeinen Außenbereich.<br />
Sondern einen Ort, der lebendig war.<br />
Einen Ort, der nach Zuhause aussah.<br />
<br />
Greers Blick glitt über die Menschen um sie herum. Familien saßen vor kleinen Cafés, Kinder liefen mit überteuerten Süßigkeiten durch die Gegend und mehrere Gestaltwandler diskutierten lautstark darüber, welcher Grillstand der beste war. Selbst die kleinen Spannungen wirkten hier seltsam ungefährlich. Organisch. Nicht wie die scharfkantige Gereiztheit großer Städte, die sich permanent anfühlte, als würde jemand kurz vor einer Explosion stehen.<br />
<br />
Bryson City wirkte … verwurzelt.<br />
<br />
Und genau das machte die Stadt unheimlich angenehm.<br />
<br />
Denn Greer hatte den Großteil ihres Lebens in Übergängen verbracht. Hotels. Gerichtsgebäude. Temporäre Unterkünfte. Fälle, die sie für einige Wochen oder Monate an einen Ort banden, bevor der nächste Auftrag sie weitertrieb.<br />
<br />
Hier jedoch hatte sie ein Haus gekauft.<br />
<br />
Ein echtes Haus.<br />
<br />
Mit Garten.<br />
Mit Veranda.<br />
Mit Platz für Pflanzen.<br />
<br />
Allein dieser Gedanke fühlte sich manchmal noch surreal an.<br />
<br />
Ein Windstoß bewegte die aufgehängten Stoffbahnen über den Straßen und brachte kurzzeitig Erleichterung gegen die Hitze. Gleichzeitig trug er den Geruch von feuchter Erde heran, obwohl der Himmel wolkenlos war.<br />
<br />
Wieder Regen.<br />
Wieder Erinnerung.<br />
Greer schloss für einen kurzen Moment die Augen.<br />
<br />
Es war lächerlich, wie hartnäckig bestimmte Dinge im menschlichen Gehirn verankert blieben.<br />
Oder medialen Gehirn.<br />
<br />
Wahrscheinlich spielte das keine Rolle.<br />
<br />
Denn egal wie rational sie die Situation analysierte, irgendwo tief in ihrem Inneren existierte noch immer jener schmerzhafte, nie ganz verheilte Teil, der sich fragte, was passiert wäre, wenn das Leben damals anders verlaufen wäre.<br />
<br />
Sie hasste diese Frage.<br />
<br />
Vor allem, weil sie keine Antwort darauf wollte.<br />
<br />
Ein Kind rannte beinahe in sie hinein und riss sie abrupt zurück in die Gegenwart. Greer wich automatisch einen halben Schritt aus, noch bevor der kleine Junge sie tatsächlich berührte, während seine Mutter erschrocken hinterhereilte.<br />
<br />
"Sorry!"<br />
<br />
Greer schüttelte leicht den Kopf.<br />
<br />
<ina>"Alles gut."</ina><br />
<br />
Der Junge war bereits weitergerannt, kaum dass die Worte gefallen waren.<br />
<br />
Sie sah ihm einen Moment hinterher und bemerkte dabei, wie ihre Umgebung erneut gegen ihre Wahrnehmung brandete. Freude. Wärme. Sommerträgheit. Menschen, die miteinander lachten und lebten und blieben.<br />
<br />
Vielleicht war genau das der Grund, weshalb Bryson City sich zunehmend wie ein Zuhause anfühlte.<br />
<br />
Nicht, weil die Stadt perfekt war.<br />
<br />
Sondern, weil sie echt war.<br />
<br />
Und während Greer mit einem halb geschmolzenen Milchshake und einem Herzen, das offensichtlich deutlich weniger kontrolliert funktionierte, als ihr restlicher Verstand, weiter über das Flea Fest lief, wurde ihr unangenehm bewusst, dass manche Erinnerungen nicht deshalb gefährlich waren, weil sie schmerzten.<br />
<br />
Sondern weil ein Teil von einem niemals aufgehört hatte, sie festzuhalten.]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[you're crazy until you're successful. then you're genius!]]></title>
			<link>https://claws.stories-untold.de/showthread.php?tid=577</link>
			<pubDate>Thu, 28 May 2026 12:47:42 +0000</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://claws.stories-untold.de/member.php?action=profile&uid=78">Briar Blackbeak</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://claws.stories-untold.de/showthread.php?tid=577</guid>
			<description><![CDATA[Das Labor lag tief im Herzen des Komplexes wie ein sterilisiertes Nervenzentrum aus Glas, Licht und summender Präzision. Keine Fenster nach draußen. Keine direkte Verbindung zur Außenwelt. Nur Schichten aus Sicherheitsprotokollen, schalldämpfenden Wänden und intelligenten Zugangssystemen, die jede Bewegung registrierten, analysierten und katalogisierten. Der einzige Hinweis darauf, dass hier tatsächlich jemand arbeitete und nicht bloß Maschinen autonom Prozesse abwickelten, war das unregelmäßige Flackern zahlloser Hologrammoberflächen und das gelegentliche, metallische Klacken feinmechanischer Werkzeuge.<br />
<br />
Briar liebte diesen Ort.<br />
<br />
Vielleicht ein wenig zu sehr.<br />
<br />
Das Labor war nicht einfach nur ein Arbeitsplatz. Es war eine Erweiterung ihres Verstandes. Ein physischer Ausdruck ihres Chaos, kanalisiert durch Genialität und einen beinahe krankhaften Perfektionismus, wenn es um Dinge ging, die ihr tatsächlich wichtig waren. Und dieses Projekt… dieses verdammte Projekt war nicht einfach wichtig.<br />
<br />
Es war heilig.<br />
<br />
Der Raum erstreckte sich weitläufig über mehrere Ebenen und war in unterschiedliche Sektionen unterteilt, die durch hohe Glaswände voneinander getrennt wurden. Kristallklar im inaktiven Zustand, doch mit einem simplen Sprachbefehl konnten sie milchig und undurchsichtig werden, jede Station vollständig isolieren oder sensible Arbeitsbereiche vor neugierigen Blicken abschirmen. In den Glasflächen liefen ununterbrochen feine Linien aus Daten entlang. Sicherheitscodes. Temperaturanzeigen. Luftreinheitswerte. Biometrische Parameter.<br />
<br />
Alles kontrolliert.<br />
Alles überwacht.<br />
Alles unter ihrer Hand.<br />
<br />
Im vorderen Bereich des Labors befanden sich mehrere modulare Werkbänke aus dunklem Verbundmetall, über denen holografische Interfaces schwebten. Zerlegte Waffen lagen dort nicht wie gewöhnlicher Schrott herum, sondern wie geöffnete Körper auf einem Operationstisch. Präzisionsgewehre mit freigelegten Energiekanälen. Modifizierte Magazine. Prototypische Klingen mit vibrierenden Schneiden, deren Energiekerne in transparenten Schächten pulsierten. Über einigen Arbeitsflächen rotierten dreidimensionale Blaupausen in blassem Cyanlicht, während Algorithmen Materialbelastungen simulierten und Schwachstellen berechneten.<br />
<br />
Weiter hinten befand sich die biotechnische Sektion.<br />
<br />
Ihr neuster Lieblingsbereich.<br />
<br />
Dort war die Atmosphäre eine andere als im restlichen Labor.<br />
<br />
Kühler.<br />
Leiser.<br />
Fast ehrfürchtig.<br />
<br />
Die Beleuchtung war heller und klinischer gehalten, reflektierte sich in makellosen Oberflächen und warf sterile Schatten über die makellos gereinigten Instrumententische. Die Luft roch nach Desinfektionsmitteln, Metall und diesem charakteristischen, beinahe elektrischen Geruch hochentwickelter Technologie, die ununterbrochen lief.<br />
<br />
Zylindrische Analysebehälter standen entlang der Wände wie ruhende Maschinenwesen, gefüllt mit schimmernden Flüssigkeiten und mikroskopischen Nanoscans biologischer Strukturen. Mehrere vertikale Bildschirme projizierten DNA-Stränge in die Luft, deren Sequenzen sich unablässig bewegten und neu sortierten. Zellverhalten. Gewebeadaption. Belastungsanalysen unter Wandlungsstress.<br />
<br />
Alles drehte sich um denselben Kern.<br />
<br />
<i>Den Chip</i>.<br />
<br />
Briars Blick hob sich zu dem holografischen Modell, das über der zentralen Arbeitsstation schwebte.<br />
<br />
Kaum größer als der Fingernagel ihres kleinen Fingers.<br />
<br />
Unspektakulär für jeden, der nicht verstand, was er dort eigentlich sah.<br />
<br />
Ein winziges Stück Technologie, das Jahre ihres Lebens verschlungen hatte. Jahre voller Fehlschläge. Zerstörter Prototypen. Implodierter Nanostrukturen. Verlorener Testreihen. Materialversagen während der Wandlungsimulationen. Signalstörungen. Abstoßungsreaktionen.<br />
<br />
Und trotzdem hatte sie nie aufgehört.<br />
Nicht nach der ersten Sackgasse.<br />
Nicht nach der zehnten.<br />
<br />
Nicht einmal nach jener Nacht, in der sie stundenlang reglos vor den Daten gesessen hatte, weil die letzte Simulation exakt denselben Fehler zeigte wie die fünf davor und sie ernsthaft darüber nachgedacht hatte, alles gegen die Wand zu werfen.<br />
<br />
Doch das hatte sie nicht. Und sie hatte nicht aufgegeben. Jetzt wurde sie endlich dafür belohnt.<br />
<br />
Der Chip rotierte langsam im Hologramm, während verschiedene Schichten transparent dargestellt wurden. Außenhülle. Adaptive Verankerungskomponenten. Biokompatible Nanofasern. Der eigentliche Senderkern tief im Inneren, geschützt durch mehrere Abschirmungsebenen, die moderne Ortungssysteme täuschen und gleichzeitig verhindern sollten, dass die Wandlung eines Gestaltwandlers das Ding schlicht zerfetzte.<br />
<br />
Ihr Lebenswerk.<br />
<br />
Ein Ortungschip, der selbst nach einer vollständigen Wandlung stabil blieb.<br />
<br />
Unsichtbar.<br />
Nicht zurückverfolgbar.<br />
Nicht störanfällig.<br />
Und vor allem: zuverlässig.<br />
<br />
Briars Hände bewegten sich routiniert über die holografischen Bedienfelder. Mehrere Fenster verschoben sich gleichzeitig, Daten wurden geöffnet, minimiert, neu angeordnet. Ihr Gehirn arbeitete schneller als die meisten Systeme, mit denen sie interagierte. Sie überprüfte ein letztes Mal die Vitalparameter der bisherigen Testreihen, ließ Materialanalysen durchlaufen und kontrollierte die Sterilisationswerte des Operationsbereiches.<br />
<br />
Perfekt.<br />
Es musste perfekt sein.<br />
<br />
Denn irgendwo tief unter all der Rationalität und den mathematischen Gleichungen existierte noch immer dieses eine Bild, das sie nie ganz losgeworden war.<br />
<br />
Ein Trupp, der ohne ihren Vater zurückgekehrt war.<br />
Zu spät.<br />
Immer zu spät.<br />
<br />
Sie erinnerte sich nicht mehr an jedes Detail dieses Tages. Erinnerungen zerfransten mit der Zeit, wurden weich an den Kanten. Aber das Gefühl war geblieben. Dieses kalte, hohle Wissen, dass irgendwo da draußen jemand gelegen hatte, verletzt, allein, möglicherweise noch am Leben … und niemand hatte ihn rechtzeitig gefunden.<br />
<br />
Weil niemand wusste, wo er war.<br />
<br />
Briar hatte damals beschlossen, dass sie dieses Problem irgendwann lösen würde.<br />
<br />
Menschen trafen ständig große emotionale Schwüre und vergaßen sie dann nach zwei Wochen wieder. Wie Neujahrsvorsätze mit mehr Traumaanteil. Sie nicht.<br />
<br />
Sie machte aus Dingen Obsessionen.<br />
<br />
Und jetzt stand sie kurz davor.<br />
<br />
Ihr Blick glitt zur abgeschirmten Sektion am hinteren Ende des Labors. Der sterile Eingriffsbereich war bereits vorbereitet. Transparente Instrumententische standen ordentlich sortiert bereit, jede Klinge, jedes Werkzeug exakt ausgerichtet. Darüber schwebten mehrere medizinische Interfaces, die Vitaldaten in Echtzeit erfassen würden. Ein autonomer Assistenzarm ruhte bewegungslos in seiner Halterung an der Decke, bereit, auf Sprachbefehle zu reagieren.<br />
<br />
In der Mitte stand der Stuhl.<br />
<br />
Übergroß. Gepolstert. Komfortabler als vieles, worin Soldaten vermutlich freiwillig schliefen.<br />
<br />
Briar verlangsamte ihre Schritte, als sie daran vorbeiging.<br />
<br />
Nur minimal.<br />
Kaum sichtbar.<br />
Aber genug.<br />
<br />
Ihr Mund verzog sich leicht, als sie an die letzte Person dachte, die in diesem Stuhl gesessen hatte, um ihr bei ihrem Projekt zu helfen.<br />
<br />
Letitia.<br />
<br />
Vor wenigen Wochen hatte die Soldatin noch genau dort gesessen. Beine locker überschlagen. Eine ihrer trockenen Bemerkungen auf den Lippen, während Briar Gewebeproben entnommen und parallel drei andere Dinge gleichzeitig erklärt hatte, die absolut niemand außer ihr interessant fand.<br />
<br />
Jetzt war sie tot.<br />
Der Platz leer.<br />
<br />
Und obwohl Briar nicht zu denen gehörte, die sich in Trauer verloren oder stundenlang sentimental vor sich hin zerfielen, zog sich für einen kurzen Augenblick etwas dumpf in ihrer Brust zusammen.<br />
<br />
Frisch genug, um noch weh zu tun.<br />
<br />
Sie blieb einen Herzschlag länger stehen, ließ den Blick über die Lehne des Sessels wandern und atmete langsam durch das transparente Visier aus.<br />
<br />
<ina> "Verdammt beschissener Zeitpunkt zum Sterben"</ina>, murmelte sie leise in den Raum hinein.<br />
<br />
Trocken.<br />
Fast genervt.<br />
Und gerade deshalb ehrlich.<br />
<br />
Dann richtete sie die Schultern wieder auf und machte weiter. So funktionierte das Leben nun einmal. Vor allem in diesem Rudel.<br />
<br />
Menschen starben.<br />
Soldaten verschwanden.<br />
Und genau deswegen stand sie hier.<br />
<br />
Nicht für Ruhm. Nicht für wissenschaftliche Anerkennung. Nicht für irgendwelche idiotischen Medialen-Auszeichnungen, die am Ende sowieso nur aus selbstgefälligen Leuten bestanden, die sich gegenseitig Preise dafür verliehen, besonders effizient mit Zahlen jonglieren zu können.<br />
<br />
Sie tat das hier, damit niemand ihres Rudels jemals einfach spurlos verschwand.<br />
Damit jemand gefunden werden konnte, bevor es zu spät war.<br />
Bevor wieder nur Stille zurückblieb.<br />
<br />
Ein leises Signal erklang an der Außenschleuse des Labors.<br />
<br />
Cyrel.<br />
<br />
Briar hob den Blick zu den Sicherheitsanzeigen, die seine Identität bestätigten. Für den Bruchteil einer Sekunde musterte sie ihr eigenes Spiegelbild in der Glasfläche daneben.<br />
<br />
Kaum wiederzuerkennen.<br />
<br />
Ihre wilde rote Lockenmähne war vollständig gebändigt und ordentlich hochgesteckt. Kein einziges widerspenstiges Knäuel sprang in alle Richtungen wie sonst. Die klinische Kleidung saß ungewohnt ordentlich an ihr, der dunkle Kasack sauber und faltenfrei. Handschuhe bedeckten ihre Hände, während das transparente Visier vor ihrem Mund ihr Gesicht leicht verzerrte.<br />
<br />
Keine Bandshirts.<br />
Keine Snackkrümel auf dem Stoff, keine ölverschmierten Finger.<br />
Keine zerschlissenen Jeans.<br />
<br />
<br />
Heute war sie nicht der chaotische Wirbelwind, den das Rudel gewohnt war.<br />
Heute war sie Wissenschaftlerin.<br />
<br />
Und ihr verdammtes Meisterwerk würde funktionieren!<br />
<br />
<ina> "Komm rein, zieh dich aus. Ich muss dich dekontaminieren und anschließend deinen Rücken desinfizieren, ehe ich dich nach hinten bringe."</ina> Einen Moment lang stockte sie. Sah zu dem Soldaten auf, der vor ihr stand. Erinnerte sich an das, was man ihr immer wieder riet. Erinnerte sich an ihre Erziehung. Die 'gute Kinderstube'. Und weil sie nicht im Wald bei wilden Tieren aufgewachsen war, wusste sie auch genau, womit sie eigentlich hätte anfangen sollen. <ina> "Hallo. Danke, dass du dich gemeldet hast."</ina><br />
<br />
Sie musste ihre Versuchskaninchen ... personen, Versuchspersonen! bei Laune halten. Immerhin war ihre eigene Genialität nur eine Seite der Medaille und sie brauchte die Wandler, um die Funktionalität ihres Prototyps sicherzustellen. Die Alphaversion war vielversprechend gewesen doch Fehleranfällig, sie hoffte sehr darauf, dass sie in der Betaversion alles ausgemerzt hatte.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[Das Labor lag tief im Herzen des Komplexes wie ein sterilisiertes Nervenzentrum aus Glas, Licht und summender Präzision. Keine Fenster nach draußen. Keine direkte Verbindung zur Außenwelt. Nur Schichten aus Sicherheitsprotokollen, schalldämpfenden Wänden und intelligenten Zugangssystemen, die jede Bewegung registrierten, analysierten und katalogisierten. Der einzige Hinweis darauf, dass hier tatsächlich jemand arbeitete und nicht bloß Maschinen autonom Prozesse abwickelten, war das unregelmäßige Flackern zahlloser Hologrammoberflächen und das gelegentliche, metallische Klacken feinmechanischer Werkzeuge.<br />
<br />
Briar liebte diesen Ort.<br />
<br />
Vielleicht ein wenig zu sehr.<br />
<br />
Das Labor war nicht einfach nur ein Arbeitsplatz. Es war eine Erweiterung ihres Verstandes. Ein physischer Ausdruck ihres Chaos, kanalisiert durch Genialität und einen beinahe krankhaften Perfektionismus, wenn es um Dinge ging, die ihr tatsächlich wichtig waren. Und dieses Projekt… dieses verdammte Projekt war nicht einfach wichtig.<br />
<br />
Es war heilig.<br />
<br />
Der Raum erstreckte sich weitläufig über mehrere Ebenen und war in unterschiedliche Sektionen unterteilt, die durch hohe Glaswände voneinander getrennt wurden. Kristallklar im inaktiven Zustand, doch mit einem simplen Sprachbefehl konnten sie milchig und undurchsichtig werden, jede Station vollständig isolieren oder sensible Arbeitsbereiche vor neugierigen Blicken abschirmen. In den Glasflächen liefen ununterbrochen feine Linien aus Daten entlang. Sicherheitscodes. Temperaturanzeigen. Luftreinheitswerte. Biometrische Parameter.<br />
<br />
Alles kontrolliert.<br />
Alles überwacht.<br />
Alles unter ihrer Hand.<br />
<br />
Im vorderen Bereich des Labors befanden sich mehrere modulare Werkbänke aus dunklem Verbundmetall, über denen holografische Interfaces schwebten. Zerlegte Waffen lagen dort nicht wie gewöhnlicher Schrott herum, sondern wie geöffnete Körper auf einem Operationstisch. Präzisionsgewehre mit freigelegten Energiekanälen. Modifizierte Magazine. Prototypische Klingen mit vibrierenden Schneiden, deren Energiekerne in transparenten Schächten pulsierten. Über einigen Arbeitsflächen rotierten dreidimensionale Blaupausen in blassem Cyanlicht, während Algorithmen Materialbelastungen simulierten und Schwachstellen berechneten.<br />
<br />
Weiter hinten befand sich die biotechnische Sektion.<br />
<br />
Ihr neuster Lieblingsbereich.<br />
<br />
Dort war die Atmosphäre eine andere als im restlichen Labor.<br />
<br />
Kühler.<br />
Leiser.<br />
Fast ehrfürchtig.<br />
<br />
Die Beleuchtung war heller und klinischer gehalten, reflektierte sich in makellosen Oberflächen und warf sterile Schatten über die makellos gereinigten Instrumententische. Die Luft roch nach Desinfektionsmitteln, Metall und diesem charakteristischen, beinahe elektrischen Geruch hochentwickelter Technologie, die ununterbrochen lief.<br />
<br />
Zylindrische Analysebehälter standen entlang der Wände wie ruhende Maschinenwesen, gefüllt mit schimmernden Flüssigkeiten und mikroskopischen Nanoscans biologischer Strukturen. Mehrere vertikale Bildschirme projizierten DNA-Stränge in die Luft, deren Sequenzen sich unablässig bewegten und neu sortierten. Zellverhalten. Gewebeadaption. Belastungsanalysen unter Wandlungsstress.<br />
<br />
Alles drehte sich um denselben Kern.<br />
<br />
<i>Den Chip</i>.<br />
<br />
Briars Blick hob sich zu dem holografischen Modell, das über der zentralen Arbeitsstation schwebte.<br />
<br />
Kaum größer als der Fingernagel ihres kleinen Fingers.<br />
<br />
Unspektakulär für jeden, der nicht verstand, was er dort eigentlich sah.<br />
<br />
Ein winziges Stück Technologie, das Jahre ihres Lebens verschlungen hatte. Jahre voller Fehlschläge. Zerstörter Prototypen. Implodierter Nanostrukturen. Verlorener Testreihen. Materialversagen während der Wandlungsimulationen. Signalstörungen. Abstoßungsreaktionen.<br />
<br />
Und trotzdem hatte sie nie aufgehört.<br />
Nicht nach der ersten Sackgasse.<br />
Nicht nach der zehnten.<br />
<br />
Nicht einmal nach jener Nacht, in der sie stundenlang reglos vor den Daten gesessen hatte, weil die letzte Simulation exakt denselben Fehler zeigte wie die fünf davor und sie ernsthaft darüber nachgedacht hatte, alles gegen die Wand zu werfen.<br />
<br />
Doch das hatte sie nicht. Und sie hatte nicht aufgegeben. Jetzt wurde sie endlich dafür belohnt.<br />
<br />
Der Chip rotierte langsam im Hologramm, während verschiedene Schichten transparent dargestellt wurden. Außenhülle. Adaptive Verankerungskomponenten. Biokompatible Nanofasern. Der eigentliche Senderkern tief im Inneren, geschützt durch mehrere Abschirmungsebenen, die moderne Ortungssysteme täuschen und gleichzeitig verhindern sollten, dass die Wandlung eines Gestaltwandlers das Ding schlicht zerfetzte.<br />
<br />
Ihr Lebenswerk.<br />
<br />
Ein Ortungschip, der selbst nach einer vollständigen Wandlung stabil blieb.<br />
<br />
Unsichtbar.<br />
Nicht zurückverfolgbar.<br />
Nicht störanfällig.<br />
Und vor allem: zuverlässig.<br />
<br />
Briars Hände bewegten sich routiniert über die holografischen Bedienfelder. Mehrere Fenster verschoben sich gleichzeitig, Daten wurden geöffnet, minimiert, neu angeordnet. Ihr Gehirn arbeitete schneller als die meisten Systeme, mit denen sie interagierte. Sie überprüfte ein letztes Mal die Vitalparameter der bisherigen Testreihen, ließ Materialanalysen durchlaufen und kontrollierte die Sterilisationswerte des Operationsbereiches.<br />
<br />
Perfekt.<br />
Es musste perfekt sein.<br />
<br />
Denn irgendwo tief unter all der Rationalität und den mathematischen Gleichungen existierte noch immer dieses eine Bild, das sie nie ganz losgeworden war.<br />
<br />
Ein Trupp, der ohne ihren Vater zurückgekehrt war.<br />
Zu spät.<br />
Immer zu spät.<br />
<br />
Sie erinnerte sich nicht mehr an jedes Detail dieses Tages. Erinnerungen zerfransten mit der Zeit, wurden weich an den Kanten. Aber das Gefühl war geblieben. Dieses kalte, hohle Wissen, dass irgendwo da draußen jemand gelegen hatte, verletzt, allein, möglicherweise noch am Leben … und niemand hatte ihn rechtzeitig gefunden.<br />
<br />
Weil niemand wusste, wo er war.<br />
<br />
Briar hatte damals beschlossen, dass sie dieses Problem irgendwann lösen würde.<br />
<br />
Menschen trafen ständig große emotionale Schwüre und vergaßen sie dann nach zwei Wochen wieder. Wie Neujahrsvorsätze mit mehr Traumaanteil. Sie nicht.<br />
<br />
Sie machte aus Dingen Obsessionen.<br />
<br />
Und jetzt stand sie kurz davor.<br />
<br />
Ihr Blick glitt zur abgeschirmten Sektion am hinteren Ende des Labors. Der sterile Eingriffsbereich war bereits vorbereitet. Transparente Instrumententische standen ordentlich sortiert bereit, jede Klinge, jedes Werkzeug exakt ausgerichtet. Darüber schwebten mehrere medizinische Interfaces, die Vitaldaten in Echtzeit erfassen würden. Ein autonomer Assistenzarm ruhte bewegungslos in seiner Halterung an der Decke, bereit, auf Sprachbefehle zu reagieren.<br />
<br />
In der Mitte stand der Stuhl.<br />
<br />
Übergroß. Gepolstert. Komfortabler als vieles, worin Soldaten vermutlich freiwillig schliefen.<br />
<br />
Briar verlangsamte ihre Schritte, als sie daran vorbeiging.<br />
<br />
Nur minimal.<br />
Kaum sichtbar.<br />
Aber genug.<br />
<br />
Ihr Mund verzog sich leicht, als sie an die letzte Person dachte, die in diesem Stuhl gesessen hatte, um ihr bei ihrem Projekt zu helfen.<br />
<br />
Letitia.<br />
<br />
Vor wenigen Wochen hatte die Soldatin noch genau dort gesessen. Beine locker überschlagen. Eine ihrer trockenen Bemerkungen auf den Lippen, während Briar Gewebeproben entnommen und parallel drei andere Dinge gleichzeitig erklärt hatte, die absolut niemand außer ihr interessant fand.<br />
<br />
Jetzt war sie tot.<br />
Der Platz leer.<br />
<br />
Und obwohl Briar nicht zu denen gehörte, die sich in Trauer verloren oder stundenlang sentimental vor sich hin zerfielen, zog sich für einen kurzen Augenblick etwas dumpf in ihrer Brust zusammen.<br />
<br />
Frisch genug, um noch weh zu tun.<br />
<br />
Sie blieb einen Herzschlag länger stehen, ließ den Blick über die Lehne des Sessels wandern und atmete langsam durch das transparente Visier aus.<br />
<br />
<ina> "Verdammt beschissener Zeitpunkt zum Sterben"</ina>, murmelte sie leise in den Raum hinein.<br />
<br />
Trocken.<br />
Fast genervt.<br />
Und gerade deshalb ehrlich.<br />
<br />
Dann richtete sie die Schultern wieder auf und machte weiter. So funktionierte das Leben nun einmal. Vor allem in diesem Rudel.<br />
<br />
Menschen starben.<br />
Soldaten verschwanden.<br />
Und genau deswegen stand sie hier.<br />
<br />
Nicht für Ruhm. Nicht für wissenschaftliche Anerkennung. Nicht für irgendwelche idiotischen Medialen-Auszeichnungen, die am Ende sowieso nur aus selbstgefälligen Leuten bestanden, die sich gegenseitig Preise dafür verliehen, besonders effizient mit Zahlen jonglieren zu können.<br />
<br />
Sie tat das hier, damit niemand ihres Rudels jemals einfach spurlos verschwand.<br />
Damit jemand gefunden werden konnte, bevor es zu spät war.<br />
Bevor wieder nur Stille zurückblieb.<br />
<br />
Ein leises Signal erklang an der Außenschleuse des Labors.<br />
<br />
Cyrel.<br />
<br />
Briar hob den Blick zu den Sicherheitsanzeigen, die seine Identität bestätigten. Für den Bruchteil einer Sekunde musterte sie ihr eigenes Spiegelbild in der Glasfläche daneben.<br />
<br />
Kaum wiederzuerkennen.<br />
<br />
Ihre wilde rote Lockenmähne war vollständig gebändigt und ordentlich hochgesteckt. Kein einziges widerspenstiges Knäuel sprang in alle Richtungen wie sonst. Die klinische Kleidung saß ungewohnt ordentlich an ihr, der dunkle Kasack sauber und faltenfrei. Handschuhe bedeckten ihre Hände, während das transparente Visier vor ihrem Mund ihr Gesicht leicht verzerrte.<br />
<br />
Keine Bandshirts.<br />
Keine Snackkrümel auf dem Stoff, keine ölverschmierten Finger.<br />
Keine zerschlissenen Jeans.<br />
<br />
<br />
Heute war sie nicht der chaotische Wirbelwind, den das Rudel gewohnt war.<br />
Heute war sie Wissenschaftlerin.<br />
<br />
Und ihr verdammtes Meisterwerk würde funktionieren!<br />
<br />
<ina> "Komm rein, zieh dich aus. Ich muss dich dekontaminieren und anschließend deinen Rücken desinfizieren, ehe ich dich nach hinten bringe."</ina> Einen Moment lang stockte sie. Sah zu dem Soldaten auf, der vor ihr stand. Erinnerte sich an das, was man ihr immer wieder riet. Erinnerte sich an ihre Erziehung. Die 'gute Kinderstube'. Und weil sie nicht im Wald bei wilden Tieren aufgewachsen war, wusste sie auch genau, womit sie eigentlich hätte anfangen sollen. <ina> "Hallo. Danke, dass du dich gemeldet hast."</ina><br />
<br />
Sie musste ihre Versuchskaninchen ... personen, Versuchspersonen! bei Laune halten. Immerhin war ihre eigene Genialität nur eine Seite der Medaille und sie brauchte die Wandler, um die Funktionalität ihres Prototyps sicherzustellen. Die Alphaversion war vielversprechend gewesen doch Fehleranfällig, sie hoffte sehr darauf, dass sie in der Betaversion alles ausgemerzt hatte.]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Ein Pony zieht ein...]]></title>
			<link>https://claws.stories-untold.de/showthread.php?tid=576</link>
			<pubDate>Wed, 27 May 2026 10:12:49 +0000</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://claws.stories-untold.de/member.php?action=profile&uid=137">Artemis Miles</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://claws.stories-untold.de/showthread.php?tid=576</guid>
			<description><![CDATA[Soooo ich glaube... Artemis ist fertig. <img src="https://claws.stories-untold.de/images/smilies/nekocry.png" alt="cry" title="cry" class="smilie smilie_39" onclick="&#36;.markItUp({target:markitup_instance,replaceWith:''});" /><br />
<br />
Möchte auf jeden Fall noch mal öffentlich <span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">danke</span> sagen, dass ihr es ermöglicht, ihr hier ein neues zu Hause zu geben. <img src="https://claws.stories-untold.de/images/smilies/nekolick.png" alt="lick" title="lick" class="smilie smilie_28" onclick="&#36;.markItUp({target:markitup_instance,replaceWith:''});" /> <img src="https://claws.stories-untold.de/images/smilies/nekobuttheart.png" alt="buttheart" title="buttheart" class="smilie smilie_32" onclick="&#36;.markItUp({target:markitup_instance,replaceWith:''});" /> <img src="https://claws.stories-untold.de/images/smilies/nekoheart.png" alt="heart" title="heart" class="smilie smilie_43" onclick="&#36;.markItUp({target:markitup_instance,replaceWith:''});" /><br />
<br />
Bin jetzt bis Montag nicht im Lande, würde sie aber dennoch für die Korrektur hier lassen und mich dann sofort am Dienstag darum kümmern. <img src="https://claws.stories-untold.de/images/smilies/nekofine.png" alt="fine" title="fine" class="smilie smilie_27" onclick="&#36;.markItUp({target:markitup_instance,replaceWith:''});" /><br />
<br />
<img src="https://claws.stories-untold.de/images/smilies/nekoslurp.png" alt="slurp" title="slurp" class="smilie smilie_46" onclick="&#36;.markItUp({target:markitup_instance,replaceWith:''});" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[Soooo ich glaube... Artemis ist fertig. <img src="https://claws.stories-untold.de/images/smilies/nekocry.png" alt="cry" title="cry" class="smilie smilie_39" onclick="&#36;.markItUp({target:markitup_instance,replaceWith:''});" /><br />
<br />
Möchte auf jeden Fall noch mal öffentlich <span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">danke</span> sagen, dass ihr es ermöglicht, ihr hier ein neues zu Hause zu geben. <img src="https://claws.stories-untold.de/images/smilies/nekolick.png" alt="lick" title="lick" class="smilie smilie_28" onclick="&#36;.markItUp({target:markitup_instance,replaceWith:''});" /> <img src="https://claws.stories-untold.de/images/smilies/nekobuttheart.png" alt="buttheart" title="buttheart" class="smilie smilie_32" onclick="&#36;.markItUp({target:markitup_instance,replaceWith:''});" /> <img src="https://claws.stories-untold.de/images/smilies/nekoheart.png" alt="heart" title="heart" class="smilie smilie_43" onclick="&#36;.markItUp({target:markitup_instance,replaceWith:''});" /><br />
<br />
Bin jetzt bis Montag nicht im Lande, würde sie aber dennoch für die Korrektur hier lassen und mich dann sofort am Dienstag darum kümmern. <img src="https://claws.stories-untold.de/images/smilies/nekofine.png" alt="fine" title="fine" class="smilie smilie_27" onclick="&#36;.markItUp({target:markitup_instance,replaceWith:''});" /><br />
<br />
<img src="https://claws.stories-untold.de/images/smilies/nekoslurp.png" alt="slurp" title="slurp" class="smilie smilie_46" onclick="&#36;.markItUp({target:markitup_instance,replaceWith:''});" />]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Shadow of Hawkins]]></title>
			<link>https://claws.stories-untold.de/showthread.php?tid=574</link>
			<pubDate>Fri, 22 May 2026 18:25:00 +0000</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://claws.stories-untold.de/member.php?action=profile&uid=4">Alpha</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://claws.stories-untold.de/showthread.php?tid=574</guid>
			<description><![CDATA[<link href="https://shadowofhawkins.de/cache/themes/theme3/storyline.css" rel="stylesheet" type="text/css">
<center><br />
<div class="sohbox1"><div class="sohbox2"><div class="sohhead1">Shadow of Hawkins</div>
<div class="sohtext">Was wäre, wenn das Upside Down nie verschwunden ist?<br />
Was, wenn es damals nur so wirkte, als sei es geschlossen – eine Illusion, von Kali geschaffen, um Elfis Freunde – und auch die übrigen Bewohner von Hawkins – zu beruhigen? Was, wenn die Tore lediglich versiegelt wurden, das Upside Down und der Abyss im Verborgenen jedoch weiterexistieren?<br />
<br />
Und was, wenn das Hawkins National Laboratory niemals mit seinen Experimenten aufgehört hat? Was, wenn es nicht das einzige Labor war, das mit Kindern experimentierte, sondern Labore auf der ganzen Welt Teil dieser Geschichte sind – und es immer noch sind? Was, wenn sogar die NATO ihre Finger im Spiel hat?<br />
<br />
<b><i>Willkommen in Hawkins, 1991.</i></b><br />
Die Welt wirkt ruhig. Niemand vermutet, dass das Upside Down oder der Abyss noch existieren. Doch an einigen Orten beginnt die Grenze zwischen den Welten erneut zu bröckeln. Hier brechen Durchbrüche durch, an denen die Luft flimmert, schwebende Partikel sichtbar werden und Ranken oder Pflanzen aus der anderen Dimension zu wachsen beginnen.<br />
<br />
Das Hawkins National Laboratory arbeitet weiter, unterstützt von geheimen Labors weltweit. Neue Versuche an Kindern und Jugendlichen werden durchgeführt – diese Subjekte besitzen besondere Fähigkeiten und tragen zugleich einen unbewussten Einfluss in sich: Sie sind Marionetten des Mindflayers. Im Alltag merkt man kaum etwas von dieser Präsenz, doch in der Nähe eines Durchbruchs oder in emotional aufgeladenen Momenten kann der Mindflayer durch sie wirken – Gedanken, Gefühle und Entscheidungen subtil lenken, besonders wenn mehrere Subjekte zusammenkommen.<br />
<br />
Die Bewohner Hawkins gehen scheinbar normalen Berufen nach, die Stadt wirkt lebendig und friedlich. Doch der Schein trügt. Immer wieder zeigen sich unerklärliche Phänomene. Kinder oder Erwachsene mit übernatürlichen Fähigkeiten tauchen auf – die Medien schweigen, der Staat vertuscht die Wahrheit.<br />
<br />
Werde Teil dieser besonderen Welt.<br />
Ob als ganz gewöhnlicher Mensch, Gesetzeshüter, Soldat, Subjekt oder Wissenschaftler in einem der Labore weltweit.<br />
Oder vielleicht als Mike, Dustin oder Max – inzwischen junge Erwachsene – die erneut einer Wahrheit gegenüberstehen, die niemals wirklich verschwunden war.</div>
<div class="sohhead2">Shortfacts</div>
<div class="sohbox3"><div class="sohfacts1">Stranger Things</div><div class="sohfacts1">L3S3V3</div><div class="sohfacts1">KEINE MPL</div><div class="sohfacts1">1991</div><div class="sohfacts2">Gruppen: Einwohner, Subjekte, Militär, Gesetzeshüter, Wissenschaftler</div><div class="sohfacts3"><a href="https://shadowofhawkins.de/" target="blank">Forum</a></div><div class="sohfacts3"><a href="https://shadowofhawkins.de/forumdisplay.php?fid=12" target="blank">Gesuch</a></div><div class="sohfacts3"><a href="https://shadowofhawkins.de/showthread.php?tid=5&pid=6#pid6" target="blank">Regelwerk</a></div><div class="sohfacts3"><a href="https://shadowofhawkins.de/lists.php" target="blank">Listen</a></div></div>
</div></div>
</center>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<link href="https://shadowofhawkins.de/cache/themes/theme3/storyline.css" rel="stylesheet" type="text/css">
<center><br />
<div class="sohbox1"><div class="sohbox2"><div class="sohhead1">Shadow of Hawkins</div>
<div class="sohtext">Was wäre, wenn das Upside Down nie verschwunden ist?<br />
Was, wenn es damals nur so wirkte, als sei es geschlossen – eine Illusion, von Kali geschaffen, um Elfis Freunde – und auch die übrigen Bewohner von Hawkins – zu beruhigen? Was, wenn die Tore lediglich versiegelt wurden, das Upside Down und der Abyss im Verborgenen jedoch weiterexistieren?<br />
<br />
Und was, wenn das Hawkins National Laboratory niemals mit seinen Experimenten aufgehört hat? Was, wenn es nicht das einzige Labor war, das mit Kindern experimentierte, sondern Labore auf der ganzen Welt Teil dieser Geschichte sind – und es immer noch sind? Was, wenn sogar die NATO ihre Finger im Spiel hat?<br />
<br />
<b><i>Willkommen in Hawkins, 1991.</i></b><br />
Die Welt wirkt ruhig. Niemand vermutet, dass das Upside Down oder der Abyss noch existieren. Doch an einigen Orten beginnt die Grenze zwischen den Welten erneut zu bröckeln. Hier brechen Durchbrüche durch, an denen die Luft flimmert, schwebende Partikel sichtbar werden und Ranken oder Pflanzen aus der anderen Dimension zu wachsen beginnen.<br />
<br />
Das Hawkins National Laboratory arbeitet weiter, unterstützt von geheimen Labors weltweit. Neue Versuche an Kindern und Jugendlichen werden durchgeführt – diese Subjekte besitzen besondere Fähigkeiten und tragen zugleich einen unbewussten Einfluss in sich: Sie sind Marionetten des Mindflayers. Im Alltag merkt man kaum etwas von dieser Präsenz, doch in der Nähe eines Durchbruchs oder in emotional aufgeladenen Momenten kann der Mindflayer durch sie wirken – Gedanken, Gefühle und Entscheidungen subtil lenken, besonders wenn mehrere Subjekte zusammenkommen.<br />
<br />
Die Bewohner Hawkins gehen scheinbar normalen Berufen nach, die Stadt wirkt lebendig und friedlich. Doch der Schein trügt. Immer wieder zeigen sich unerklärliche Phänomene. Kinder oder Erwachsene mit übernatürlichen Fähigkeiten tauchen auf – die Medien schweigen, der Staat vertuscht die Wahrheit.<br />
<br />
Werde Teil dieser besonderen Welt.<br />
Ob als ganz gewöhnlicher Mensch, Gesetzeshüter, Soldat, Subjekt oder Wissenschaftler in einem der Labore weltweit.<br />
Oder vielleicht als Mike, Dustin oder Max – inzwischen junge Erwachsene – die erneut einer Wahrheit gegenüberstehen, die niemals wirklich verschwunden war.</div>
<div class="sohhead2">Shortfacts</div>
<div class="sohbox3"><div class="sohfacts1">Stranger Things</div><div class="sohfacts1">L3S3V3</div><div class="sohfacts1">KEINE MPL</div><div class="sohfacts1">1991</div><div class="sohfacts2">Gruppen: Einwohner, Subjekte, Militär, Gesetzeshüter, Wissenschaftler</div><div class="sohfacts3"><a href="https://shadowofhawkins.de/" target="blank">Forum</a></div><div class="sohfacts3"><a href="https://shadowofhawkins.de/forumdisplay.php?fid=12" target="blank">Gesuch</a></div><div class="sohfacts3"><a href="https://shadowofhawkins.de/showthread.php?tid=5&pid=6#pid6" target="blank">Regelwerk</a></div><div class="sohfacts3"><a href="https://shadowofhawkins.de/lists.php" target="blank">Listen</a></div></div>
</div></div>
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		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Friendship is always better together.]]></title>
			<link>https://claws.stories-untold.de/showthread.php?tid=573</link>
			<pubDate>Mon, 11 May 2026 13:52:51 +0000</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://claws.stories-untold.de/member.php?action=profile&uid=39">Elianna Sánches</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://claws.stories-untold.de/showthread.php?tid=573</guid>
			<description><![CDATA[<div style="text-align: center;" class="mycode_align"><span style="font-size: x-large;" class="mycode_size"><span style="text-decoration: underline;" class="mycode_u"><span style="font-family: Comic Sans MS;" class="mycode_font">.         Friendship is always better together       .</span></span></span></div>
<span style="font-style: italic;" class="mycode_i"><span style="font-size: xx-small;" class="mycode_size"><div style="text-align: center;" class="mycode_align">In Kayas Haus | Nachmittags 16:34, warme Temperaturen, Sonntags der 25.07.2123</div></span></span> <br />
<br />
Zwei Tage war es erst her, dass Kunao nach den Ruhekeksen gefragt hatte. Zwar hatte die Mutter so knapp vor der Feier für Taqa noch einiges auf ihrer Liste stehen, doch wann immer jemand nach etwas anderem Fragte, kam die Unterwürfige nicht umhin, sich diesem anzunehmen. Außerdem war es eh eine perfekte Gelegenheit, denn so könnte Kaya und sie mal wieder einen gemeinsamen Abend haben. <br />
Nur die beiden.<br />
Eli mochte Kaya, die Heilerin war etwas Besonderes! <br />
Vielleicht lag es daran, dass sie beide in etwa gleich unterwürfig waren, was zur Folge hatte, dass sich ihr Tier bei ihr sehr wohlfühlte. So konnte sie heute super viel zusammen erledigen.<br />
Quatschen, Wohlfühlen, neue medizinische Rezepte ausklamüsern, sie konnte ihr vermutlich bei der Berechnung der Kekse für Kunao helfen. <br />
<br />
Während sie überlegte, wie der heutige Nachmittag aussehen konnte, packte sie bereits ihre kleine Tasche. <br />
Den Kommunikator, auf dem all ihre Rezepte gespeichert waren, ein paar kleine Schachtel mit den selbst gemachten Gebäckstücken. <br />
Die Musterservietten – immerhin mussten sie noch einige Meinungen einholen!<br />
Mit einer schnellen Bewegung nahm sie noch das schwarze Cap von der Ablage. <a href="https://i.pinimg.com/736x/d6/81/11/d6811156a0d27e5dc1c7289b3ff9c00a.jpg">Angezogen</a> hatte sie eine kurze Jeanshose, ein schwarzes Tanktop und darüber ein oranges Shirt mit weitem Ausschnitt. Dieses hatte vorne einen knoten. <br />
Dazu ihre orangen Chucs und eben das besagte Cap. <br />
Damit trat sie hinaus und hinab von ihrem Haus. Durch ihre Katze war es leicht, hinabzukommen, denn der Baum war wie das Haus, sie würde hier auch blind hinab finden. <br />
Der Weg zu Kaya selber war nicht weit.<br />
<br />
Unbarmherzig brannte die Sonne von oben, es war warm aber genau das liebte sie. Die schwülen Sommerabende würden alsbald kommen und es war das gemütlichste überhaupt, dann bis in die Nacht auf der Verander zu sitzen und der Natur dabei zu lauschen, wie sie vom Tag in die Dunkelheit glitt.<br />
Doch jetzt war erst einmal etwas anderes vorrangig, Taqas Party und Lous und Megans Verabschiedungen. <br />
Für die eine freute sie sich sehr, bei den anderen beiden hatte Eli allerdings Angst vor. <br />
Angst, auf Wiedersehen zu sagen, denn es schmerzte jetzt schon tief in ihrer Brust, wenn sie daran dachte, ohne Megan auskommen zu müssen. <span style="font-style: italic;" class="mycode_i">Kätzchen!</span> wurde sie von ihr genannt und irgendwie hatte Elianna das sehr gemocht. Auch die Tatsache, dass Megan – so schroff sie sein konnte – sie immer bestärkt hatte. Ja das ein oder andere Mal hatte Meg sie extra rasend gemacht. <br />
<span style="font-style: italic;" class="mycode_i">Ich mag es, wenn du die Zähne zeigst!</span> erklang ihre Stimme im Kopf. Ohne die Dunkelhaarige, wie wird es werden? <br />
Seit dem Tag, an dem man ihr gesagt hatte, dass Lou und sie das Rudel verlassen, ist Eli ihr eher aus dem Weg gegangen. Nicht die beste Art, aber sie wollte ihr Herz schützen, dass eh schon seit Remis Tod gelitten hatte. Echo war einfach gegangen. Megan würde einfach gehen. Remi kam niemals mehr wieder.<br />
Ihre Katze fauchte aufgebracht und versuchte die dunklen Gedanken mit ihrer Tatze wegzubekommen. <br />
Ja, sie hatte recht, heute wollte sie sich nicht herunterziehen lassen.<br />
Ihre leichten wippenden Bewegungen hinterließen keine wirklichen Geräusche, als sie auch schon vor der Hütte stand.<br />
Zaghaft klopfte die Mutter an, das Herzchen in der Brust pochte.<br />
<br />
<b>„Kaya? Eli hier...“</b> erhob sie ihre Stimme hoffnungsvoll und zog die Tasche vor ihren Bauch, griff mit beiden Händen darum. <br />
War sie zu früh? <br />
Ein Blick auf den Kom sagte nein, genau pünktlich. <br />
Bestimmt wäre der ein oder andere jetzt in ihr Haus gekommen. Die meisten Heiler – egal ob Nebenheiler oder nicht – liebten es, wenn sich alle um sie herum tummelten und hatten daher häufig die Türen auf. Aber Eli wagte es nicht, einfach ungebeten irgendwo in das Revier eines anderen einzudringen. <br />
An ihr war eine ähnliche Natur verloren gegangen, denn das hatte sie sich von ihnen abgeschaut. <br />
Die offenen Türen. <br />
Auch ihr Herz schlug höher, wenn sie Besuch bekam, wenn man sich gerne bei ihr aufhielt, auch wenn es nur war, um Plätzchen abzustauben, oder Schüsseln und Löffeln, an denen noch Teig klebte. Bei dem Gedanken musste die junge unterwürfige Mutter kurz grinsen, ehe sie auf die Tritte der Heilerin wartete.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div style="text-align: center;" class="mycode_align"><span style="font-size: x-large;" class="mycode_size"><span style="text-decoration: underline;" class="mycode_u"><span style="font-family: Comic Sans MS;" class="mycode_font">.         Friendship is always better together       .</span></span></span></div>
<span style="font-style: italic;" class="mycode_i"><span style="font-size: xx-small;" class="mycode_size"><div style="text-align: center;" class="mycode_align">In Kayas Haus | Nachmittags 16:34, warme Temperaturen, Sonntags der 25.07.2123</div></span></span> <br />
<br />
Zwei Tage war es erst her, dass Kunao nach den Ruhekeksen gefragt hatte. Zwar hatte die Mutter so knapp vor der Feier für Taqa noch einiges auf ihrer Liste stehen, doch wann immer jemand nach etwas anderem Fragte, kam die Unterwürfige nicht umhin, sich diesem anzunehmen. Außerdem war es eh eine perfekte Gelegenheit, denn so könnte Kaya und sie mal wieder einen gemeinsamen Abend haben. <br />
Nur die beiden.<br />
Eli mochte Kaya, die Heilerin war etwas Besonderes! <br />
Vielleicht lag es daran, dass sie beide in etwa gleich unterwürfig waren, was zur Folge hatte, dass sich ihr Tier bei ihr sehr wohlfühlte. So konnte sie heute super viel zusammen erledigen.<br />
Quatschen, Wohlfühlen, neue medizinische Rezepte ausklamüsern, sie konnte ihr vermutlich bei der Berechnung der Kekse für Kunao helfen. <br />
<br />
Während sie überlegte, wie der heutige Nachmittag aussehen konnte, packte sie bereits ihre kleine Tasche. <br />
Den Kommunikator, auf dem all ihre Rezepte gespeichert waren, ein paar kleine Schachtel mit den selbst gemachten Gebäckstücken. <br />
Die Musterservietten – immerhin mussten sie noch einige Meinungen einholen!<br />
Mit einer schnellen Bewegung nahm sie noch das schwarze Cap von der Ablage. <a href="https://i.pinimg.com/736x/d6/81/11/d6811156a0d27e5dc1c7289b3ff9c00a.jpg">Angezogen</a> hatte sie eine kurze Jeanshose, ein schwarzes Tanktop und darüber ein oranges Shirt mit weitem Ausschnitt. Dieses hatte vorne einen knoten. <br />
Dazu ihre orangen Chucs und eben das besagte Cap. <br />
Damit trat sie hinaus und hinab von ihrem Haus. Durch ihre Katze war es leicht, hinabzukommen, denn der Baum war wie das Haus, sie würde hier auch blind hinab finden. <br />
Der Weg zu Kaya selber war nicht weit.<br />
<br />
Unbarmherzig brannte die Sonne von oben, es war warm aber genau das liebte sie. Die schwülen Sommerabende würden alsbald kommen und es war das gemütlichste überhaupt, dann bis in die Nacht auf der Verander zu sitzen und der Natur dabei zu lauschen, wie sie vom Tag in die Dunkelheit glitt.<br />
Doch jetzt war erst einmal etwas anderes vorrangig, Taqas Party und Lous und Megans Verabschiedungen. <br />
Für die eine freute sie sich sehr, bei den anderen beiden hatte Eli allerdings Angst vor. <br />
Angst, auf Wiedersehen zu sagen, denn es schmerzte jetzt schon tief in ihrer Brust, wenn sie daran dachte, ohne Megan auskommen zu müssen. <span style="font-style: italic;" class="mycode_i">Kätzchen!</span> wurde sie von ihr genannt und irgendwie hatte Elianna das sehr gemocht. Auch die Tatsache, dass Megan – so schroff sie sein konnte – sie immer bestärkt hatte. Ja das ein oder andere Mal hatte Meg sie extra rasend gemacht. <br />
<span style="font-style: italic;" class="mycode_i">Ich mag es, wenn du die Zähne zeigst!</span> erklang ihre Stimme im Kopf. Ohne die Dunkelhaarige, wie wird es werden? <br />
Seit dem Tag, an dem man ihr gesagt hatte, dass Lou und sie das Rudel verlassen, ist Eli ihr eher aus dem Weg gegangen. Nicht die beste Art, aber sie wollte ihr Herz schützen, dass eh schon seit Remis Tod gelitten hatte. Echo war einfach gegangen. Megan würde einfach gehen. Remi kam niemals mehr wieder.<br />
Ihre Katze fauchte aufgebracht und versuchte die dunklen Gedanken mit ihrer Tatze wegzubekommen. <br />
Ja, sie hatte recht, heute wollte sie sich nicht herunterziehen lassen.<br />
Ihre leichten wippenden Bewegungen hinterließen keine wirklichen Geräusche, als sie auch schon vor der Hütte stand.<br />
Zaghaft klopfte die Mutter an, das Herzchen in der Brust pochte.<br />
<br />
<b>„Kaya? Eli hier...“</b> erhob sie ihre Stimme hoffnungsvoll und zog die Tasche vor ihren Bauch, griff mit beiden Händen darum. <br />
War sie zu früh? <br />
Ein Blick auf den Kom sagte nein, genau pünktlich. <br />
Bestimmt wäre der ein oder andere jetzt in ihr Haus gekommen. Die meisten Heiler – egal ob Nebenheiler oder nicht – liebten es, wenn sich alle um sie herum tummelten und hatten daher häufig die Türen auf. Aber Eli wagte es nicht, einfach ungebeten irgendwo in das Revier eines anderen einzudringen. <br />
An ihr war eine ähnliche Natur verloren gegangen, denn das hatte sie sich von ihnen abgeschaut. <br />
Die offenen Türen. <br />
Auch ihr Herz schlug höher, wenn sie Besuch bekam, wenn man sich gerne bei ihr aufhielt, auch wenn es nur war, um Plätzchen abzustauben, oder Schüsseln und Löffeln, an denen noch Teig klebte. Bei dem Gedanken musste die junge unterwürfige Mutter kurz grinsen, ehe sie auf die Tritte der Heilerin wartete.]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[No Way Back]]></title>
			<link>https://claws.stories-untold.de/showthread.php?tid=572</link>
			<pubDate>Sat, 25 Apr 2026 10:01:29 +0000</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://claws.stories-untold.de/member.php?action=profile&uid=4">Alpha</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://claws.stories-untold.de/showthread.php?tid=572</guid>
			<description><![CDATA[<link href="https://www.nowayback-rpg.de/cache/themes/theme5/vorlagen.css" rel="stylesheet" type="text/css">
<br />
<div class="GW_story GW_story_corners">
  <div class="GW_story_hero">
<img class="GW_story_hero_img" src="https://www.nowayback-rpg.de/images/GW/Headerdark2.png"><br />
    <div class="GW_story_hero_overlay"></div>
    <div class="GW_story_hero_fade"></div>
<br />
    <div class="GW_story_hero_title">
      <div class="eyebrow">Ein Wizarding World RPG · Marauders Era </div>
    </div>
  </div>
  <div class="GW_story_divider">
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  </div>
  <div class="GW_story_body">
    <div>
      <p>Der Erste Zaubererkrieg tobt, Voldemort gewinnt immer mehr Macht und die magische Gesellschaft wird von Angst, Misstrauen und Gewalt geprägt. Während Todesser und ihre Sympathisant:innen muggelstämmige Hexen und Zauberer verfolgen, geraten besonders Werwölfe ins Visier: Mit brutalen Gesetzen, Spreng-Ohrmarken und den grausamen Kämpfen in der Werwolf-Arena wird ihr Leben zur Hölle. Gleichzeitig wächst Fenrir Greybacks Rudel zu einer gefährlichen, sektenähnlichen Bewegung heran. Er schart nicht nur die Ausgestoßenen der Gesellschaft um sich, sondern schreckt nicht davor zurück, seine Gruppe durch weitere Infizierungen zu vergrößern. Als wäre das nicht bereits schlimm genug, sind die Werwölfe längst nicht nur in Vollmondnächten eine Bedrohung, denn das Rudel sorgt auch in Menschenform mit grausamen Angriffen für Angst und Schrecken.<br />
Der Orden des Phönix leistet Widerstand, doch seine Anhänger:innen stehen einer scheinbar überlegenen dunklen Seite gegenüber und geraten zunehmend an ihre Grenzen. Tag für Tag riskieren sie ihr Leben, um sich Voldemorts Schergen entgegenzustellen. Am Ende bleiben sie stille Held:innen. Unerkannt von der Gesellschaft, deren Zukunft sie sichern, ohne dass jemand ihre Namen oder die Opfer kennt, die sie dafür bringen.</p>
    </div>
    <div>
      <p>Voldemort lockt die Menschen mit dem Versprechen einer besseren Gesellschaft zu sich, und diese lassen sich von seinen Worten einlullen und sind bereit, die Opfer in Kauf zu nehmen. Was einfach ist, denn <i>sie</i> sind es nicht, die in Voldemorts Welt keinen Platz mehr haben.<br />
In dieser Zeit voller Verfolgung und Repression erhebt sich eine Stimme aus dem Radiosender: Die 7. Farbe. Eine queere, ministeriumskritische Untergrundbewegung aus muggelstämmigen Hexen und Zauberern, die für Sichtbarkeit, Solidarität und Freiheit kämpft. Sie setzen sich für all jene ein, die an den Rand gedrängt oder vergessen werden, obwohl sie auf keiner Seite Unterstützung haben. Ihr Mut rückt sie nicht nur ins Visier der Todesser, sondern auch das Ministerium ist ihnen dicht auf den Fersen, um ihnen ihre Stimme zu rauben.<br />
<br />
Ein Kampf zwischen Gut und Böse, Licht und Dunkelheit – und jede:r muss früher oder später eine Seite wählen. Ob als mutige:r Kämpfer:in im Orden, überzeugte:r Todesser, verzweifelte:r Werwolf oder rebellische Stimme der 7. Farbe. Die Zeit des Wegsehens ist vorbei. Nach Jahren der Angst steht der Erste Zaubererkrieg in Großbritannien kurz vor der Eskalation.<br />
<br />
<b>Im “No Way Back” entscheidest du, auf welcher Seite du stehst. Schreibe mit uns Geschichten voller Spannung, Intrigen, Hoffnung und Dunkelheit im Jahr 1978.</b></p>
<br />
    </div>
  </div>
<br />
  <div class="GW_story_divider" style="margin-top: 24px;">
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  </div>
<a href="https://www.nowayback-rpg.de/index.php" target="_blank" class="GW_story_link">No Way Back RPG</a><br />
  <div class="GW_story_bullets">
    <div class="bullets-title">Was macht uns aus</div>
    <div class="bullets-grid">
      <div class="GW_story_bullet"><div class="dot"></div>Bespielter Voldemort</div>
      <div class="GW_story_bullet"><div class="dot"></div>Aktives Werwolf-Rudel</div>
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      <div class="GW_story_bullet"><div class="dot"></div>Hohe Aktivität</div>
      <div class="GW_story_bullet"><div class="dot"></div>Plotlastiges Board</div>
      <div class="GW_story_bullet"><div class="dot"></div>Magisch & nicht-magisch</div>
      <div class="GW_story_bullet"><div class="dot"></div>Plot-driven</div>
      <div class="GW_story_bullet"><div class="dot"></div>70s Vibes</div>
      <div class="GW_story_bullet"><div class="dot"></div>Keine MPL</div>
    </div>
  </div>
  <div class="GW_story_footer">
    <div class="tag"><b>Setting</b> <br>Marauders Era</div>
    <div class="dot-sep"></div>
    <div class="tag"><b>Spieljahr</b> <br>1978</div>
    <div class="dot-sep"></div>
    <div class="tag"><b>Sprache</b> <br>Deutsch</div>
    <div class="dot-sep"></div>
    <div class="tag"><b>Aktivität</b> <br>2 Posts/Monat</div>
  </div>
<br />
  <div class="GW_story_bottom_pad"></div>
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			<content:encoded><![CDATA[<link href="https://www.nowayback-rpg.de/cache/themes/theme5/vorlagen.css" rel="stylesheet" type="text/css">
<br />
<div class="GW_story GW_story_corners">
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      <div class="eyebrow">Ein Wizarding World RPG · Marauders Era </div>
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      <p>Der Erste Zaubererkrieg tobt, Voldemort gewinnt immer mehr Macht und die magische Gesellschaft wird von Angst, Misstrauen und Gewalt geprägt. Während Todesser und ihre Sympathisant:innen muggelstämmige Hexen und Zauberer verfolgen, geraten besonders Werwölfe ins Visier: Mit brutalen Gesetzen, Spreng-Ohrmarken und den grausamen Kämpfen in der Werwolf-Arena wird ihr Leben zur Hölle. Gleichzeitig wächst Fenrir Greybacks Rudel zu einer gefährlichen, sektenähnlichen Bewegung heran. Er schart nicht nur die Ausgestoßenen der Gesellschaft um sich, sondern schreckt nicht davor zurück, seine Gruppe durch weitere Infizierungen zu vergrößern. Als wäre das nicht bereits schlimm genug, sind die Werwölfe längst nicht nur in Vollmondnächten eine Bedrohung, denn das Rudel sorgt auch in Menschenform mit grausamen Angriffen für Angst und Schrecken.<br />
Der Orden des Phönix leistet Widerstand, doch seine Anhänger:innen stehen einer scheinbar überlegenen dunklen Seite gegenüber und geraten zunehmend an ihre Grenzen. Tag für Tag riskieren sie ihr Leben, um sich Voldemorts Schergen entgegenzustellen. Am Ende bleiben sie stille Held:innen. Unerkannt von der Gesellschaft, deren Zukunft sie sichern, ohne dass jemand ihre Namen oder die Opfer kennt, die sie dafür bringen.</p>
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      <p>Voldemort lockt die Menschen mit dem Versprechen einer besseren Gesellschaft zu sich, und diese lassen sich von seinen Worten einlullen und sind bereit, die Opfer in Kauf zu nehmen. Was einfach ist, denn <i>sie</i> sind es nicht, die in Voldemorts Welt keinen Platz mehr haben.<br />
In dieser Zeit voller Verfolgung und Repression erhebt sich eine Stimme aus dem Radiosender: Die 7. Farbe. Eine queere, ministeriumskritische Untergrundbewegung aus muggelstämmigen Hexen und Zauberern, die für Sichtbarkeit, Solidarität und Freiheit kämpft. Sie setzen sich für all jene ein, die an den Rand gedrängt oder vergessen werden, obwohl sie auf keiner Seite Unterstützung haben. Ihr Mut rückt sie nicht nur ins Visier der Todesser, sondern auch das Ministerium ist ihnen dicht auf den Fersen, um ihnen ihre Stimme zu rauben.<br />
<br />
Ein Kampf zwischen Gut und Böse, Licht und Dunkelheit – und jede:r muss früher oder später eine Seite wählen. Ob als mutige:r Kämpfer:in im Orden, überzeugte:r Todesser, verzweifelte:r Werwolf oder rebellische Stimme der 7. Farbe. Die Zeit des Wegsehens ist vorbei. Nach Jahren der Angst steht der Erste Zaubererkrieg in Großbritannien kurz vor der Eskalation.<br />
<br />
<b>Im “No Way Back” entscheidest du, auf welcher Seite du stehst. Schreibe mit uns Geschichten voller Spannung, Intrigen, Hoffnung und Dunkelheit im Jahr 1978.</b></p>
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<a href="https://www.nowayback-rpg.de/index.php" target="_blank" class="GW_story_link">No Way Back RPG</a><br />
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		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[sometimes words aren't enough and that's why we have middle fingers]]></title>
			<link>https://claws.stories-untold.de/showthread.php?tid=571</link>
			<pubDate>Tue, 14 Apr 2026 08:03:08 +0000</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://claws.stories-untold.de/member.php?action=profile&uid=119">Katerine Gauthier</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://claws.stories-untold.de/showthread.php?tid=571</guid>
			<description><![CDATA[Ihre nackten Füße gruben sich in den Waldboden, der hier und dort weich von Moos und Laub war, und anderenorts mit scharfkantigen fiesen Kieselsteinchen und Stöckchen gespickt. Kit registrierte es zwar, doch sie war so sehr daran gewöhnt barfuß in der Natur zu laufen, dass es ihr kaum etwas ausmachte. <br />
<br />
Das Tempo war schnell genug, dass sie sich ohnehin nicht sonderlich damit befassen konnte, zumal Ravyn wesentlich spannender war und ihre Reaktionen hier wesentlich mehr Aufschluss boten. Wie zum Beispiel, als sie sich erstaunt nach einem Mentor erkundigte. Ihre Antwort war schwammig und nicht wirklich greifbar, doch sie verglich immerhin Remi und seine Beziehung zu Lou und Taqa damit. <br />
<br />
Ja, das war wohl so ziemlich das, was sie gemeint hatte, auch wenn es bei Remi, Lou und Taqa wohl ein wenig anders geartet war. Sie waren immerhin allesamt Alphas gewesen. Genauso, wie es bei Heilern der Fall war. Da war es vollkommen selbstverständlich, dass sie von älteren und erfahreneren Mitgliedern an die Hand genommen wurden. <br />
<br />
Bei den Soldaten hingegen war das nicht gang und gäbe. Zumindest nicht bei RainFire, wie ihr schien. <br />
<br />
<ina> “Nicht jedes Rudel hat das, aber während meiner Reisen habe ich immer wieder kleine Rudel erlebt, die bestimmte Mentoren festsetzen, damit sich vor allem die dominanten Mitglieder an erfahrene Gefährten wenden können.”</ina>, erklärte sie nur knapp. Und nach allem, was sie dem Buschfunk entnommen hatte, war Ravyn vielleicht diejenige, die es am dringendsten nötig hatte jemanden an ihrer Seite zu haben, der ihr Unterstützung bot, doch es gab noch den ein oder anderen, der es zumindest ebenfalls nötig hatte. <br />
<br />
Wenn Kuni endlich aufhörte den Müttern schöne Augen zu machen, würde sie ihn mal auf ein paar junge Erwachsene ansetzen. <br />
<br />
<ina> “Ungeduld ist der Katze Tod, Kitten.”</ina>, murmelte Kit noch, ehe sie ihr Tempo ebenfalls anzog, Ravyn jedoch nicht überholte, sondern an ihrer Seite lief, um sie noch in Richtung ihres Baumhauses zu lotsen. Eigentlich hätte sie eine Hütte bevorzugt, da so weit draußen jedoch nur wenige zur Verfügung standen und man erst eine neue hätte errichten müssen, hatte die Jägerin einfach umgesattelt und sich mit einem Baumhaus zufriedengegeben. Ihre Katze konnte gut klettern und machte sich nichts aus Höhen. Und jetzt war es nun mal so. Sie würde ihr zu Hause nicht mehr eintauschen. <br />
<br />
Etwa zwanzig Minuten später, Kit hatte ihr Tempo immer wieder mal angezogen oder gedrosselt - und die Soldatin hatte immer mitgehalten - erreichten sie das Baumhaus, das in luftiger Höhe, in den Kronen eines stattlichen Baums mit riesigem Stamm angebracht war. Es hätte sechs Männer mit Kunis Statur gebraucht, um den Stamm vollständig zu umfassen. <br />
Die Krallenspuren am Stamm, einige älter und längst verwittert, andere neuer, machten deutlich, dass an diesem Baum oftmals Personen hoch und runterkletterten. Die Strickleiter - für all jene, die sich nicht so meisterlich aufs Klettern verstanden - war eingezogen, da Kit ohnehin nicht zu Hause war. <br />
<br />
<ina> “Komm mit hoch. Ich muss mich kurz umziehen. Und wir können was trinken, ehe wir weiterziehen.”</ina>, lud sie ihre Begleitung ein und sprang bereits den Baum hoch, kletterte geschickt und behände hoch, ehe sie sich oben über die Brüstung schwang. Und das ganz ohne ihre hübschen Kleider schmutzig oder kaputtzumachen. Ihre Maman wäre stolz auf sie. Auch wenn sie es bestimmt nicht begrüßt hätte, dass sich ihre kleine Prinzessin wie eine Barbarin verhielt. <br />
<br />
In ihrem Baumhaus angekommen, presste sie ihre Hand auf das versteckte Panel, das alle Sicherheitssysteme entriegelte und trat ein. Überall standen noch Kisten herum. das Deckenlicht funktionierte noch nicht, sodass nur das Umgebungslicht des Baumhauses das Innere beleuchtete. Kit lebte überwiegend noch aus Kisten, Koffern und Kleiderstapeln. Davon zog sie sich jetzt auch eine Hautenge Jeans, die sie jedoch nicht in ihrer Bewegungsfreiheit einschränkte und ein Tanktop mit einer Kunstlederjacke. Beides war wesentlich funktionaler, für eine Patrouille an der Reviergrenze als die schicken Klamotten, die sie zu Taqas Vereidigung getragen hatte. Und als Schuhwerk wählte sie solide Stiefel, die bequem aber robust waren. <br />
<br />
Ihre Umziehaktion hatte keine fünf Minuten gedauert, als sie auch schon am Kühlschrank stand und sich und Ravyn eine Trinkflasche mit Wasser rausholte. <br />
<br />
<ina> “Na los, trink was. Dann machen wir uns los.”</ina>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[Ihre nackten Füße gruben sich in den Waldboden, der hier und dort weich von Moos und Laub war, und anderenorts mit scharfkantigen fiesen Kieselsteinchen und Stöckchen gespickt. Kit registrierte es zwar, doch sie war so sehr daran gewöhnt barfuß in der Natur zu laufen, dass es ihr kaum etwas ausmachte. <br />
<br />
Das Tempo war schnell genug, dass sie sich ohnehin nicht sonderlich damit befassen konnte, zumal Ravyn wesentlich spannender war und ihre Reaktionen hier wesentlich mehr Aufschluss boten. Wie zum Beispiel, als sie sich erstaunt nach einem Mentor erkundigte. Ihre Antwort war schwammig und nicht wirklich greifbar, doch sie verglich immerhin Remi und seine Beziehung zu Lou und Taqa damit. <br />
<br />
Ja, das war wohl so ziemlich das, was sie gemeint hatte, auch wenn es bei Remi, Lou und Taqa wohl ein wenig anders geartet war. Sie waren immerhin allesamt Alphas gewesen. Genauso, wie es bei Heilern der Fall war. Da war es vollkommen selbstverständlich, dass sie von älteren und erfahreneren Mitgliedern an die Hand genommen wurden. <br />
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Bei den Soldaten hingegen war das nicht gang und gäbe. Zumindest nicht bei RainFire, wie ihr schien. <br />
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<ina> “Nicht jedes Rudel hat das, aber während meiner Reisen habe ich immer wieder kleine Rudel erlebt, die bestimmte Mentoren festsetzen, damit sich vor allem die dominanten Mitglieder an erfahrene Gefährten wenden können.”</ina>, erklärte sie nur knapp. Und nach allem, was sie dem Buschfunk entnommen hatte, war Ravyn vielleicht diejenige, die es am dringendsten nötig hatte jemanden an ihrer Seite zu haben, der ihr Unterstützung bot, doch es gab noch den ein oder anderen, der es zumindest ebenfalls nötig hatte. <br />
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Wenn Kuni endlich aufhörte den Müttern schöne Augen zu machen, würde sie ihn mal auf ein paar junge Erwachsene ansetzen. <br />
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<ina> “Ungeduld ist der Katze Tod, Kitten.”</ina>, murmelte Kit noch, ehe sie ihr Tempo ebenfalls anzog, Ravyn jedoch nicht überholte, sondern an ihrer Seite lief, um sie noch in Richtung ihres Baumhauses zu lotsen. Eigentlich hätte sie eine Hütte bevorzugt, da so weit draußen jedoch nur wenige zur Verfügung standen und man erst eine neue hätte errichten müssen, hatte die Jägerin einfach umgesattelt und sich mit einem Baumhaus zufriedengegeben. Ihre Katze konnte gut klettern und machte sich nichts aus Höhen. Und jetzt war es nun mal so. Sie würde ihr zu Hause nicht mehr eintauschen. <br />
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Etwa zwanzig Minuten später, Kit hatte ihr Tempo immer wieder mal angezogen oder gedrosselt - und die Soldatin hatte immer mitgehalten - erreichten sie das Baumhaus, das in luftiger Höhe, in den Kronen eines stattlichen Baums mit riesigem Stamm angebracht war. Es hätte sechs Männer mit Kunis Statur gebraucht, um den Stamm vollständig zu umfassen. <br />
Die Krallenspuren am Stamm, einige älter und längst verwittert, andere neuer, machten deutlich, dass an diesem Baum oftmals Personen hoch und runterkletterten. Die Strickleiter - für all jene, die sich nicht so meisterlich aufs Klettern verstanden - war eingezogen, da Kit ohnehin nicht zu Hause war. <br />
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<ina> “Komm mit hoch. Ich muss mich kurz umziehen. Und wir können was trinken, ehe wir weiterziehen.”</ina>, lud sie ihre Begleitung ein und sprang bereits den Baum hoch, kletterte geschickt und behände hoch, ehe sie sich oben über die Brüstung schwang. Und das ganz ohne ihre hübschen Kleider schmutzig oder kaputtzumachen. Ihre Maman wäre stolz auf sie. Auch wenn sie es bestimmt nicht begrüßt hätte, dass sich ihre kleine Prinzessin wie eine Barbarin verhielt. <br />
<br />
In ihrem Baumhaus angekommen, presste sie ihre Hand auf das versteckte Panel, das alle Sicherheitssysteme entriegelte und trat ein. Überall standen noch Kisten herum. das Deckenlicht funktionierte noch nicht, sodass nur das Umgebungslicht des Baumhauses das Innere beleuchtete. Kit lebte überwiegend noch aus Kisten, Koffern und Kleiderstapeln. Davon zog sie sich jetzt auch eine Hautenge Jeans, die sie jedoch nicht in ihrer Bewegungsfreiheit einschränkte und ein Tanktop mit einer Kunstlederjacke. Beides war wesentlich funktionaler, für eine Patrouille an der Reviergrenze als die schicken Klamotten, die sie zu Taqas Vereidigung getragen hatte. Und als Schuhwerk wählte sie solide Stiefel, die bequem aber robust waren. <br />
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Ihre Umziehaktion hatte keine fünf Minuten gedauert, als sie auch schon am Kühlschrank stand und sich und Ravyn eine Trinkflasche mit Wasser rausholte. <br />
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<ina> “Na los, trink was. Dann machen wir uns los.”</ina>]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[all big things come from small beginnings]]></title>
			<link>https://claws.stories-untold.de/showthread.php?tid=570</link>
			<pubDate>Mon, 13 Apr 2026 15:05:17 +0000</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://claws.stories-untold.de/member.php?action=profile&uid=30">Ryan Vasquez</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://claws.stories-untold.de/showthread.php?tid=570</guid>
			<description><![CDATA[Ryan lehnte mit überschlagenen Beinen und in den Hosentaschen versenkten Händen an einer Straßenlaterne in der Nähe des CPS Hauptquartiers. Die Augen geschlossen, weil der Schlafmangel der letzten Tage noch immer an ihm nagte, ließ er sich die Sonne ins Gesicht scheinen. Die Gewitter am Wochenende hatten eine angenehme, trockene Wärme hinterlassen. Entsprechend leicht war seine <a href="https://s1.directupload.eu/images/user/260413/wp59wp93.png"><span style="text-decoration: underline;" class="mycode_u">Garderobe</span></a> – eine dünne, sandfarbene Anzughose, helle Sneaker und ein dunkelblaues Hemd, großzügig aufgeknöpft und die Ärmel bis zu den Ellbogen hochgekrempelt. <br />
<br />
Eigentlich hätte das Treffen mit Miss Ashton bereits letzte Woche stattfinden sollen. Allerdings hatten <span style="font-style: italic;" class="mycode_i">unvorhersehbare Umstände</span> dafür gesorgt, dass der Termin verschoben werden musste. Die Mission in Tschechien hätte ein Tagesausflug werden sollen. Stattdessen waren sie vier Tage unterwegs gewesen, um den Scherbenhaufen zusammenzuflicken, den Povstat hinterlassen hatte. <br />
<br />
Das leise Motorensurren eines sich aus der Ferne nähernden Fahrzeugs ließ den Alpha aufblicken. Das nachtschwarze Auto gehörte eindeutig zum Fuhrpark von CPS und damit war klar, dass der Fahrer eingetroffen war, der Miss Ashton von der Grenze des Reviers abgeholt hatte. Ryan stieß sich geschmeidig von der Laterne ab und lief mit schlendernden Schritten in Richtung Straße, sodass er zeitgleich mit dem Wagen die Einfahrt zum Firmengelände erreichte. Er grüßte den Fahrer durch ein leichtes Heben seine Hand, während er den Wagen umrundete und zur hinteren Tür Schritt. Er öffnete diese und trat sofort einen Schritt zur Seite, damit die Mediale ungehindert aussteigen konnte. Er wusste bereits, dass Rory Ashton eine Empathin war, doch selbst ohne dieses Wissen hätte ihre besondere Ausstrahlung ein ziemlich gutes Indiz dafür geliefert. Sein Wolf spürte es sofort und reagierte ähnlich auf sie, wie er es auf fremde Heiler tat. Er blieb präsent, jedoch eher in einer schützenden, denn in einer offensiven Rolle. Wachsam, aber neugierig statt misstrauisch. Auf den Lippen des Alphas lag ein sachtes Lächeln, das die höfliche Distanz zwischen ihnen wahrte, und dennoch eine leichte Wärme ausstrahlte. <br />
<br />
<b>„Hallo Miss Ashton! Willkommen in Townsend!“</b> Er ließ die Tür hinter ihr sanft ins Schloss fallen, bevor der Wagen leise an ihnen vorbei aufs Gelände rollte. <b> „Das Wetter ist zu schön zum Drinnensitzen. Wollen wir ein Stück gehen?“</b> Ryan hielt nicht alle seine Meetings bei einem Spaziergang ab, doch in diesem Fall fühlte es sich passend an. Hier ging es viel mehr um eine Tuchfühlung als um die starre Auswertung eines Portfolios. Er musste herausfinden, ob Rory und ihre Vorstellungen zu Townsend passten. Und das ging am besten, wenn er sie direkt in der Stadt selbst beobachten konnte.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[Ryan lehnte mit überschlagenen Beinen und in den Hosentaschen versenkten Händen an einer Straßenlaterne in der Nähe des CPS Hauptquartiers. Die Augen geschlossen, weil der Schlafmangel der letzten Tage noch immer an ihm nagte, ließ er sich die Sonne ins Gesicht scheinen. Die Gewitter am Wochenende hatten eine angenehme, trockene Wärme hinterlassen. Entsprechend leicht war seine <a href="https://s1.directupload.eu/images/user/260413/wp59wp93.png"><span style="text-decoration: underline;" class="mycode_u">Garderobe</span></a> – eine dünne, sandfarbene Anzughose, helle Sneaker und ein dunkelblaues Hemd, großzügig aufgeknöpft und die Ärmel bis zu den Ellbogen hochgekrempelt. <br />
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Eigentlich hätte das Treffen mit Miss Ashton bereits letzte Woche stattfinden sollen. Allerdings hatten <span style="font-style: italic;" class="mycode_i">unvorhersehbare Umstände</span> dafür gesorgt, dass der Termin verschoben werden musste. Die Mission in Tschechien hätte ein Tagesausflug werden sollen. Stattdessen waren sie vier Tage unterwegs gewesen, um den Scherbenhaufen zusammenzuflicken, den Povstat hinterlassen hatte. <br />
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Das leise Motorensurren eines sich aus der Ferne nähernden Fahrzeugs ließ den Alpha aufblicken. Das nachtschwarze Auto gehörte eindeutig zum Fuhrpark von CPS und damit war klar, dass der Fahrer eingetroffen war, der Miss Ashton von der Grenze des Reviers abgeholt hatte. Ryan stieß sich geschmeidig von der Laterne ab und lief mit schlendernden Schritten in Richtung Straße, sodass er zeitgleich mit dem Wagen die Einfahrt zum Firmengelände erreichte. Er grüßte den Fahrer durch ein leichtes Heben seine Hand, während er den Wagen umrundete und zur hinteren Tür Schritt. Er öffnete diese und trat sofort einen Schritt zur Seite, damit die Mediale ungehindert aussteigen konnte. Er wusste bereits, dass Rory Ashton eine Empathin war, doch selbst ohne dieses Wissen hätte ihre besondere Ausstrahlung ein ziemlich gutes Indiz dafür geliefert. Sein Wolf spürte es sofort und reagierte ähnlich auf sie, wie er es auf fremde Heiler tat. Er blieb präsent, jedoch eher in einer schützenden, denn in einer offensiven Rolle. Wachsam, aber neugierig statt misstrauisch. Auf den Lippen des Alphas lag ein sachtes Lächeln, das die höfliche Distanz zwischen ihnen wahrte, und dennoch eine leichte Wärme ausstrahlte. <br />
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<b>„Hallo Miss Ashton! Willkommen in Townsend!“</b> Er ließ die Tür hinter ihr sanft ins Schloss fallen, bevor der Wagen leise an ihnen vorbei aufs Gelände rollte. <b> „Das Wetter ist zu schön zum Drinnensitzen. Wollen wir ein Stück gehen?“</b> Ryan hielt nicht alle seine Meetings bei einem Spaziergang ab, doch in diesem Fall fühlte es sich passend an. Hier ging es viel mehr um eine Tuchfühlung als um die starre Auswertung eines Portfolios. Er musste herausfinden, ob Rory und ihre Vorstellungen zu Townsend passten. Und das ging am besten, wenn er sie direkt in der Stadt selbst beobachten konnte.]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[to open a new chapter of your life you have to turn the page]]></title>
			<link>https://claws.stories-untold.de/showthread.php?tid=569</link>
			<pubDate>Mon, 13 Apr 2026 12:59:20 +0000</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://claws.stories-untold.de/member.php?action=profile&uid=30">Ryan Vasquez</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://claws.stories-untold.de/showthread.php?tid=569</guid>
			<description><![CDATA[Die stehende Luft war von einem elektrischen Knistern getränkt. Der Himmel, der zwischen den dicht stehenden Bäumen hervorblitzte, hatte bereits einen leicht gelblichen Schimmer angenommen. Ein unmissverständliches Zeichen, dass es spätestens am Abend gewittern würde. Der Hochsommer hatte allmählich in den Smokie Einzug gehalten und das flachere Gebiet im Norden des CrescentProwler Territoriums bekam für gewöhnlich alles an Unwettern ab, das von den Bergen herunter rollte.<br />
<br />
Ryan trug ein schlankes Tablet unter dem Arm, als er die Lichtung betrat, die sich wie durch eine unsichtbare Geheimtür im dichten Wald vor ihm öffnete. In seiner Nase lag die entfernte Witterung einer der Soldaten, die das Gebiet weiträumig patrouillierten. Die Sicherheitsvorkehrungen hatten sich seit Neivas Ankunft nicht geändert. Die Umstände jedoch schon.<br />
<br />
Seit seiner Rückkehr aus Tschechien war Ryan permanent unterwegs gewesen. Über Berichterstattungen, Nachgesprächen, Krankenbesuchen und einer Rudeleingliederung hatte sein Schlaf gelitten. Die Schatten unter seinen Augen waren stumme Bekenntnisse eines Alphas, der seine Pflichten über persönliche Bedürfnisse stellte. Doch als er auf die Hütte zuschritt, die in den letzten Wochen zu Romans und Neivas Unterkunft geworden war, hatte er nicht das Gefühl, lediglich einen weiteren Tagesordnungspunkt von seiner Liste zu streichen. <br />
<br />
Es war zwei Monate her, seitdem Neiva in ihrem Territorium aufgetaucht und praktisch über Nacht Teil des Rudels geworden war. Seitdem lebte sie hier, mit einem Gefährten, den sie sich nicht ausgesucht hatte. Nicht in der Gemeinschaft des Rudels, aber auch nicht losgelöst von dieser. Es war zugegebenermaßen ein Schwebezustand, den sie, wie Ryan ihr zugesichert hatte, jederzeit lösen konnte, wenn sie es wollte, aber es offensichtlich nicht tat. Und sie war da gewesen, als sie gebraucht wurde. Ohne Bedingung, ohne Kompromisse. Ob nun aus einem Pflichtgefühl heraus, weil sie den Schaden an Romans Hütte begleichen wollte, oder aufgrund einer Form von Solidarität dem Rudel ihres Gefährten gegenüber, spielte keine Rolle. Was zählte war, dass sie seinen Soldaten in Povstat womöglich den Arsch gerettet hatte. <br />
<br />
Sein Wolf saß ruhig unter seiner Haut. Wachsam, präsent, jedoch nicht aufdringlich. Er verstand die Aufgabe, die vor ihnen lag, und seine Rolle darin. Er würde beobachten, urteilen und entscheiden, aber nicht handeln. Nicht, wenn es nicht notwendig war. Und es gab keinen Anlass zu glauben, dass dies der Fall werden könnte.<br />
<br />
Ryan betrat die schmale Veranda vor der Hütte. Romans Witterung füllte die Luft wie ein Vorbote des anstehenden Gewitters. Dazwischen lag kalter Stahl und die süße Note von Kirschblüten. Beide schienen in der Nähe zu sein, aber vorerst hatte es der Alpha nur auf die Pfeilgardistin abgesehen. Er klopfte an den Türrahmen. Die Medialen mussten längst wissen, dass er hier war. Ihre mentalen Antennen waren mindestens so fein wie die Nase eines Gestaltwandlers. Aber Anklopfen war immer noch eine Form der Höflichkeit.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[Die stehende Luft war von einem elektrischen Knistern getränkt. Der Himmel, der zwischen den dicht stehenden Bäumen hervorblitzte, hatte bereits einen leicht gelblichen Schimmer angenommen. Ein unmissverständliches Zeichen, dass es spätestens am Abend gewittern würde. Der Hochsommer hatte allmählich in den Smokie Einzug gehalten und das flachere Gebiet im Norden des CrescentProwler Territoriums bekam für gewöhnlich alles an Unwettern ab, das von den Bergen herunter rollte.<br />
<br />
Ryan trug ein schlankes Tablet unter dem Arm, als er die Lichtung betrat, die sich wie durch eine unsichtbare Geheimtür im dichten Wald vor ihm öffnete. In seiner Nase lag die entfernte Witterung einer der Soldaten, die das Gebiet weiträumig patrouillierten. Die Sicherheitsvorkehrungen hatten sich seit Neivas Ankunft nicht geändert. Die Umstände jedoch schon.<br />
<br />
Seit seiner Rückkehr aus Tschechien war Ryan permanent unterwegs gewesen. Über Berichterstattungen, Nachgesprächen, Krankenbesuchen und einer Rudeleingliederung hatte sein Schlaf gelitten. Die Schatten unter seinen Augen waren stumme Bekenntnisse eines Alphas, der seine Pflichten über persönliche Bedürfnisse stellte. Doch als er auf die Hütte zuschritt, die in den letzten Wochen zu Romans und Neivas Unterkunft geworden war, hatte er nicht das Gefühl, lediglich einen weiteren Tagesordnungspunkt von seiner Liste zu streichen. <br />
<br />
Es war zwei Monate her, seitdem Neiva in ihrem Territorium aufgetaucht und praktisch über Nacht Teil des Rudels geworden war. Seitdem lebte sie hier, mit einem Gefährten, den sie sich nicht ausgesucht hatte. Nicht in der Gemeinschaft des Rudels, aber auch nicht losgelöst von dieser. Es war zugegebenermaßen ein Schwebezustand, den sie, wie Ryan ihr zugesichert hatte, jederzeit lösen konnte, wenn sie es wollte, aber es offensichtlich nicht tat. Und sie war da gewesen, als sie gebraucht wurde. Ohne Bedingung, ohne Kompromisse. Ob nun aus einem Pflichtgefühl heraus, weil sie den Schaden an Romans Hütte begleichen wollte, oder aufgrund einer Form von Solidarität dem Rudel ihres Gefährten gegenüber, spielte keine Rolle. Was zählte war, dass sie seinen Soldaten in Povstat womöglich den Arsch gerettet hatte. <br />
<br />
Sein Wolf saß ruhig unter seiner Haut. Wachsam, präsent, jedoch nicht aufdringlich. Er verstand die Aufgabe, die vor ihnen lag, und seine Rolle darin. Er würde beobachten, urteilen und entscheiden, aber nicht handeln. Nicht, wenn es nicht notwendig war. Und es gab keinen Anlass zu glauben, dass dies der Fall werden könnte.<br />
<br />
Ryan betrat die schmale Veranda vor der Hütte. Romans Witterung füllte die Luft wie ein Vorbote des anstehenden Gewitters. Dazwischen lag kalter Stahl und die süße Note von Kirschblüten. Beide schienen in der Nähe zu sein, aber vorerst hatte es der Alpha nur auf die Pfeilgardistin abgesehen. Er klopfte an den Türrahmen. Die Medialen mussten längst wissen, dass er hier war. Ihre mentalen Antennen waren mindestens so fein wie die Nase eines Gestaltwandlers. Aber Anklopfen war immer noch eine Form der Höflichkeit.]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[welcome to the dog house. help yourself to our chew toys]]></title>
			<link>https://claws.stories-untold.de/showthread.php?tid=568</link>
			<pubDate>Sun, 12 Apr 2026 22:49:20 +0000</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://claws.stories-untold.de/member.php?action=profile&uid=121">Kieran Darcy</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://claws.stories-untold.de/showthread.php?tid=568</guid>
			<description><![CDATA[<i>If you got Jack in your cup, go raise it up</i><br />
<br />
Kieran hatte die Kopfhörer bereits vor einer Stunde abgelegt, doch die Musik schallerte so klar und lebendig durch seinen Kopf, als würde hinter ihm eine Liveband spielen. Sein Gang war federnd, während er die Füße im Takt des Beats aufsetzte, den nur er hören konnte. In seinem Kopf! Das war nicht einfach nur ein Ohrwurm, das war ein telepathisches Radio in seinem Hirn. Vielleicht hatte er ja mediale Superkräfte… oder einen Bluetoothempfänger im Schädel.<br />
<br />
<i>If you ain’t got enough, go fill it up</i><br />
<br />
Eine sachter Luftzug strich über seine Haut. Das Belüftungssystem der Höhle war so gut, dass man selbst in den tiefsten Gängen noch spürte, wenn draußen der Wind wehte. Nicht so sehr, dass es einem die Frisur durcheinander brachte, aber dennoch so, dass man fühlte, wie sich die frische Luft ihren Weg durch die Gänge bahnte.<br />
<br />
Kieran trug eine einfache, tiefsitzende Jeans und bequeme Turnschuhe. Dazu ein beigefarbenes T-Shirt das mit Sicherheit schon bessere Tage erlebt hatte, offensichtlich aber pfleglich behandelt wurde. Allein die Tatsache, dass er dieses Shirt nicht längst als Sport- oder Schlafbekleidung aussortiert hatte, verriet einem wissenden Rudelmitglied, dass er es sehr schätzte. Es stammte – und auch das war unter Rudelmitgliedern kein Geheimnis – aus seiner mittlerweile bemerkenswerten Kollektion aus Fotomotiv-Shirts. Schnappschüsse aus dem Leben des Rudels auf T-Shirts bedruckt. – Gab es überhaupt etwas Besseres? Und dieses Exemplar gehörte zu seinen Lieblingen, denn es zeigte seinen Lieblingsmenschen: Ruben, sein Rübli, mit einer Gabel in der Hand, mit der er soeben ein riesiges Stück einer ausgeblichenen Geburtstagstorte zum weit aufgerissenen Mund führte. Das Bild war nicht unbedingt schmeichelhaft, aber ehrlich. Und für Kieran war der Soldat so oder so die allerschönste Person der Welt (no homo), ganz gleich wie verrückt sein Blick war, während er mit leicht schielenden Augen auf den Kuchen starrte. <br />
<br />
<b>„If you had too much, don't throw it up“</b><br />
<br />
Inzwischen sang Kieran die Zielen leise und deutlich schräger, als sie in seinem Kopf erklangen. Was an sich schon eine Leistung war, denn besagte Zeile hatte nicht einmal einen wirklichen Melodiebogen. Inzwischen hatte er das Zentrum des östlichen Sektors erreicht. Seine Hand hob sich zum Gruß, als bekannte Gesichter seinen Weg kreuzten. Mit einem <b>„Yo, was geht?“</b> klatschte er im Vorbeigehen einen Jugendlichen ab, der offensichtlich gerade vom Training kam, ehe er um die Ecke bog und den Gang zu den Unterkünften betrat.<br />
<br />
<b>„And if you ain't got shit, throw your hands–“</b> <br />
<br />
Kieran verstummte, als er die Person fand, nach der er gesucht hatte. Es war wirklich nicht schwierig gewesen, Kenjiro ausfindig zu machen. Ganz einfach, weil er die einzige Person im Rudel war, die Kieran nicht kannte. Noch nicht. Ebenso war seine Witterung unbekannt, sodass der Soldat sich nicht einmal die Zimmernummer hatte merken müssen. Er war einfach seiner Nase gefolgt und hätte auf diese Weise auch die richtige Tür gefunden, wäre der Gesuchte ihm nicht zufällig zuvorgekommen.<br />
<br />
<b>„Ey, Kenjiro,</b> rief Kieran mit einer Selbstverständlichkeit, als hätte er den Jungen schon tausendmal begrüßt. Für ihn war es natürlich einfach. Aber er vergaß auch nicht, dass es auf der Gegenseite vermutlich ganz anders aussah. Kenjiro war wann in die Höhle gezogen? Gestern? <b>„Ich bin Kieran. Ich führ dich heute mal ein wenig herum.“</b><br />
<br />
Im Näherkommen betrachtete er den Asiaten. Ohne ihm das Gefühl zu geben, ihn anzustarren, analysierte sein Wolf in Sekundenbruchteilen, was er sah: Einen jungen Gestaltwandler, der eigentlich an der Schwelle des Erwachsenwerdens kratzen sollte, jedoch als Rekrut zu ihnen gekommen war. Er strahlte eine gewisse Dominanz aus und doch war da etwas an ihm, das noch nicht ganz rund wirkte. Ein Schnitt in der Luft, die ihn umgab, der Kierans Tier aufmerksam werden ließ. Wie er gehört hatte, hatte Kenjiro bisher kaum Erfahrung mit anderen Gestaltwandlern gesammelt, geschweige denn mit einem Rudel. In den Augen des Soldaten war CrescentProwler der beste Ort, um das nachzuholen. Doch ein dominanter Gestaltwandler, der in diesem Alter erst seine Rekrutenzeit startete, bot ein nicht zu unterschätzendes Potential für Konflikte. Es würde jedenfalls nicht langweilig mit ihm werden.<br />
<br />
Inzwischen hatte Kieran die kurze Distanz zwischen ihnen überbrückt. Sein Blick war offen, während ein schelmisches Grinsen seine Lippen umspielte.<br />
<b>„Was geht? Welcome to the hood, baby!“</b><br />
Er hob seine, zu einer lockeren Faust geschlossene, rechte Hand und streckte sie dem Neuling entgegen. Körperkontakt unter Gestaltwandlern war keine Selbstverständlichkeit. Nicht einmal, wenn es um eine flüchtige Berührung ging. Aber sie waren jetzt ein Rudel und mal ehrlich: Eine Brofist konnte doch niemand ausschlagen, oder?]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<i>If you got Jack in your cup, go raise it up</i><br />
<br />
Kieran hatte die Kopfhörer bereits vor einer Stunde abgelegt, doch die Musik schallerte so klar und lebendig durch seinen Kopf, als würde hinter ihm eine Liveband spielen. Sein Gang war federnd, während er die Füße im Takt des Beats aufsetzte, den nur er hören konnte. In seinem Kopf! Das war nicht einfach nur ein Ohrwurm, das war ein telepathisches Radio in seinem Hirn. Vielleicht hatte er ja mediale Superkräfte… oder einen Bluetoothempfänger im Schädel.<br />
<br />
<i>If you ain’t got enough, go fill it up</i><br />
<br />
Eine sachter Luftzug strich über seine Haut. Das Belüftungssystem der Höhle war so gut, dass man selbst in den tiefsten Gängen noch spürte, wenn draußen der Wind wehte. Nicht so sehr, dass es einem die Frisur durcheinander brachte, aber dennoch so, dass man fühlte, wie sich die frische Luft ihren Weg durch die Gänge bahnte.<br />
<br />
Kieran trug eine einfache, tiefsitzende Jeans und bequeme Turnschuhe. Dazu ein beigefarbenes T-Shirt das mit Sicherheit schon bessere Tage erlebt hatte, offensichtlich aber pfleglich behandelt wurde. Allein die Tatsache, dass er dieses Shirt nicht längst als Sport- oder Schlafbekleidung aussortiert hatte, verriet einem wissenden Rudelmitglied, dass er es sehr schätzte. Es stammte – und auch das war unter Rudelmitgliedern kein Geheimnis – aus seiner mittlerweile bemerkenswerten Kollektion aus Fotomotiv-Shirts. Schnappschüsse aus dem Leben des Rudels auf T-Shirts bedruckt. – Gab es überhaupt etwas Besseres? Und dieses Exemplar gehörte zu seinen Lieblingen, denn es zeigte seinen Lieblingsmenschen: Ruben, sein Rübli, mit einer Gabel in der Hand, mit der er soeben ein riesiges Stück einer ausgeblichenen Geburtstagstorte zum weit aufgerissenen Mund führte. Das Bild war nicht unbedingt schmeichelhaft, aber ehrlich. Und für Kieran war der Soldat so oder so die allerschönste Person der Welt (no homo), ganz gleich wie verrückt sein Blick war, während er mit leicht schielenden Augen auf den Kuchen starrte. <br />
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<b>„If you had too much, don't throw it up“</b><br />
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Inzwischen sang Kieran die Zielen leise und deutlich schräger, als sie in seinem Kopf erklangen. Was an sich schon eine Leistung war, denn besagte Zeile hatte nicht einmal einen wirklichen Melodiebogen. Inzwischen hatte er das Zentrum des östlichen Sektors erreicht. Seine Hand hob sich zum Gruß, als bekannte Gesichter seinen Weg kreuzten. Mit einem <b>„Yo, was geht?“</b> klatschte er im Vorbeigehen einen Jugendlichen ab, der offensichtlich gerade vom Training kam, ehe er um die Ecke bog und den Gang zu den Unterkünften betrat.<br />
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<b>„And if you ain't got shit, throw your hands–“</b> <br />
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Kieran verstummte, als er die Person fand, nach der er gesucht hatte. Es war wirklich nicht schwierig gewesen, Kenjiro ausfindig zu machen. Ganz einfach, weil er die einzige Person im Rudel war, die Kieran nicht kannte. Noch nicht. Ebenso war seine Witterung unbekannt, sodass der Soldat sich nicht einmal die Zimmernummer hatte merken müssen. Er war einfach seiner Nase gefolgt und hätte auf diese Weise auch die richtige Tür gefunden, wäre der Gesuchte ihm nicht zufällig zuvorgekommen.<br />
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<b>„Ey, Kenjiro,</b> rief Kieran mit einer Selbstverständlichkeit, als hätte er den Jungen schon tausendmal begrüßt. Für ihn war es natürlich einfach. Aber er vergaß auch nicht, dass es auf der Gegenseite vermutlich ganz anders aussah. Kenjiro war wann in die Höhle gezogen? Gestern? <b>„Ich bin Kieran. Ich führ dich heute mal ein wenig herum.“</b><br />
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Im Näherkommen betrachtete er den Asiaten. Ohne ihm das Gefühl zu geben, ihn anzustarren, analysierte sein Wolf in Sekundenbruchteilen, was er sah: Einen jungen Gestaltwandler, der eigentlich an der Schwelle des Erwachsenwerdens kratzen sollte, jedoch als Rekrut zu ihnen gekommen war. Er strahlte eine gewisse Dominanz aus und doch war da etwas an ihm, das noch nicht ganz rund wirkte. Ein Schnitt in der Luft, die ihn umgab, der Kierans Tier aufmerksam werden ließ. Wie er gehört hatte, hatte Kenjiro bisher kaum Erfahrung mit anderen Gestaltwandlern gesammelt, geschweige denn mit einem Rudel. In den Augen des Soldaten war CrescentProwler der beste Ort, um das nachzuholen. Doch ein dominanter Gestaltwandler, der in diesem Alter erst seine Rekrutenzeit startete, bot ein nicht zu unterschätzendes Potential für Konflikte. Es würde jedenfalls nicht langweilig mit ihm werden.<br />
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Inzwischen hatte Kieran die kurze Distanz zwischen ihnen überbrückt. Sein Blick war offen, während ein schelmisches Grinsen seine Lippen umspielte.<br />
<b>„Was geht? Welcome to the hood, baby!“</b><br />
Er hob seine, zu einer lockeren Faust geschlossene, rechte Hand und streckte sie dem Neuling entgegen. Körperkontakt unter Gestaltwandlern war keine Selbstverständlichkeit. Nicht einmal, wenn es um eine flüchtige Berührung ging. Aber sie waren jetzt ein Rudel und mal ehrlich: Eine Brofist konnte doch niemand ausschlagen, oder?]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Only when heart and soul are in agreement can something truly great emerge.]]></title>
			<link>https://claws.stories-untold.de/showthread.php?tid=567</link>
			<pubDate>Sun, 12 Apr 2026 20:21:09 +0000</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://claws.stories-untold.de/member.php?action=profile&uid=71">Mirabella Gomez</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://claws.stories-untold.de/showthread.php?tid=567</guid>
			<description><![CDATA[<div style="text-align: right;" class="mycode_align"><span style="font-size: x-small;" class="mycode_size">Unruhig blickte sie gegen den Himmel, in dem die Sonne langsam gegen den Boden versank. Über den Tag hinweg hatte sie einiges zu tun gehabt. Viel Papierkram, viele Dokumente, die sie nachprüfen und durchlesen musste. Samantha hat sie heute getroffen und untersucht. Ihre Erzählungen zu dem Clan, aber auch zu ihren nächtlichen Sorgen hatte sie einige Stunden beschäftigt. Einige Telefonate und viele Clanmitglieder, die zu ihr kamen. Mit Essen und neuem Tratsch und Klatsch. Mira wusste, was sie taten und sie alle ließen ihr Herz für diesen Clan so immens größer werden. Niemals würde sie einen von ihnen aufgeben. Doch mit schwindendem Tageslicht und der schleichenden Dämmerung kam die Unruhe auf. Jake hatte sich heute Morgen verabschiedet und sie wusste, dass er mit Malachi einen erfahrenen guten Soldaten an der Seite hatte. Es war normal, dass die dominanten Mitglieder sich mehr für die Patrouillenpunkte in den entlegensten Gebieten abordnen ließen. Mirabella wusste das. Sie kannte die Natur, kannte den Ruf der dominanten Bären, die Stille liebten und die Einsamkeit weit entfernt, alleine. Es war das natürlichste der Welt und doch strich sie gerade über ihre Brust. Es fühlte sich an, als bekäme sie schwere Luft. Als würde ein Gewicht auf ihrem Brustkorb sitzen.<br />
Ihr Weg hatte sie von der Krankenstation direkt hier nach draußen gebracht. Raus aus der Enge der Höhlen und direkt davor. Doch hier stand sie nun. Nicht willens weiterzugehen und doch tief einatmen, weil sie nicht wusste, ob er heil angekommen war. Beide, aber ihre Gedanken glitten immer wieder zu blau-grünen Augen, dem Duft nach Eichenmoos, der ihr permanent in die Nase glitt. Als würde er gleich hinter ihr stehen, seinen Arm um sie legen und sie sich anziehen.<br />
Mira blinzelte kurz und atmete langsam aus.<br />
Wann war das passiert?<br />
Wann hatte sie ihr Herz abgegeben?<br />
Bilder aus dem Auto stiegen ihr in den Kopf, ließen ihre Wangen erröten und ein Lächeln auf ihre Lippen zaubern.<br />
Okey, ja, da hatte sie ihm ihr Herz gegeben. Innerlich brummte die Bärin, nicht willens, einen Schritt nach vorne zu machen, stur und beharrte, dass dies ein Fehler war und sie wieder verletzt werden würde. Obgleich man es Mirabella nie gesehen hat, ist die Trennung von Gylan nach zehn Jahren auch an ihr nicht spurlos vorbeigegangen. Ja sie hatte es akzeptiert, auch wenn es schwerfiel. Man freute sich über ein solches Band, denn es war selten. Aber ein Band, welches eine zehnjährige Beziehung beendet hatte, führten auch bei ihr wunden zu, die nie ganz verheilten. Die nie zu einer weiteren engeren Beziehung geführt hatten aus Angst, dass es wieder passieren würde. Wer hätte denn damit rechnen können, dass Jake in der Krankenstation aufgetaucht war und er sich Stück für Stück in ihr verdammt großes Herz geschlichen ist? Marschiert, er ist da stramm und schnurstracks hineinmarschiert. In eine Gegend ihres Herzens, die nur für ganz wenige bestimmt waren und dort auf einem Platz niedergelassen hat, bei dem Mira dachte, dass dort niemand jemals mehr hineinfindet.<br />
<br />
Die Heilerin ließ sich direkt am westlichen Eingang auf einen kleinen Fels nieder und legte kurz den Kopf in die Hände, die Ellenbogen auf den Knien gestützt.<br />
Sie brauchte nur einige Minuten alleine. Es würde alles gut gehen. Ihr Gebiet war sicher, sie hatten keine großen Schwierigkeiten mit wilden Bären. Es waren zwei erfahrene Soldaten, die beide in größeren Situationen bereits ihr Können unter Beweis gestellt hatten. Keiner wäre so dumm, sich zwei gestandenen Bären oder Wandlern entgegenzustellen. Und die beiden wären nicht so dumm und leichtsinnig, irgendwelche Kletterwagnisse oder Jugendlichen Männerleichtsinn zu erproben.<br />
Oder?<br />
Ihre Bärin brummte. Sie schwang den Kopf hin und her und zuckte mit den Ohren. Nein, Mal kannte sie bereits lang genug, schon als sie bei Alan als Nebenheilerin arbeitete. Er wusste, dass sie sich immer Sorgen um die Männer und Frauen dort draußen machte, er würde Jake nicht zu unnötigen Risiken drängen. Jake würde das nicht mitmachen. Nun strich ihre Bärin unter ihrer Haut entlang. Er hatte ihr gesagt, dass er zwischendurch seine Ruhe brauchte. Dass er nicht immer wie sie inmitten im Clans verweilen konnte und das war okay. Ja, wirklich. Zumindest bis jetzt. Laut entließ sie die angehaltene Luft, faltete die Hände ineinander und bettete ihren Kopf darauf, während um sie herum die Nacht hereinbrach.<br />
<b>„Okey Mirabella, reiß dich zusammen!“</b> Mit einem Ruck stand sie auf und marschierte zurück in die Höhle. Es würde alles gut gehen.<br />
Er war nicht zum ersten Mal eine Nacht weg und er würde nicht zum letzten Mal eine weg sein.<br />
<br />
Lächelnd umarmte sie die kleine Lina, die ihr im Flur im südlichen Sektor entgegen getappt kam. Man unterhielt sich, hier und da. Miras Lachen war frei und warm. Ihr Kommunikator, ein kleiner Pager ähnliches Gerät, ist immer dabei. Man konnte sie auch dann erreichen, wenn sie nicht im Dienst war. Das hatte sie von Alan gelernt, der Clan stand an erster Stelle. Wobei, er hätte ihr das nicht deutlich gesagt brauchen, es war von vornherein klar gewesen für sie. Schon als junges Mädchen hätte sie alles für ihre Freunde gegeben. Zu viel, als dass sie tatsächlich hatte. Mira war mit dem Phänomen nicht alleine, sie kannte viele Heiler, die es ähnlich sahen und fühlten. Man konnte den Drang mit dem eines Soldaten vergleichen. Während diese beschützen wollten, komme was da wollte, würde Mira, egal wie, alles daran setzen, diesen Clan zu heilen. Jeder einzelnen von ihnen, egal wie sehr es sie dabei zerstörte. Dass es recht schnell ging, hatte sie bitter erfahren. Alan war Soraya so verbunden gewesen, dass er ihr gleich gefolgt war. Auch das war nicht unüblich, wenn man ein starkes Band zu seinem Alpha pflegte. Was nicht das gleiche Band wie zum Gefährten war, aber über dieses Heiler-Alpha Band bekamen die Heiler eben Kraft, sollten sie es benötigen. Genau deshalb war es in Miras Kopf so wichtig, dass der Clan gesund blieb.</span></div>
<br />
Das Lachen von Noel brachte ihre Gedanken wieder zurück. Sie war inzwischen im Zentrum angekommen und verabschiedete sich von den Jugendlichen, manche bekamen eine herzliche feste Umarmung, andere, wie Noel, eine liebevolle Hand, die auf seiner Schulter kurz ruhte. Warm, geborgen, schützend und wertvoll.<br />
Ihre kleine Wohnung lag still und dunkel dort, als sie die Tür hinter sich schloss und einen Moment dagegen gelehnt verweilte. Während die Frau hier in der Höhle ruhiger geworden war, tappte die Bärin unter ihrer Haut hin und her. Routiniert ging die Hand zum Lichtschalter und sie in die Küche, machte sich ein Glas Wasser, trank es, schwieg und ging dann ins Bad. Eine Dusche war jetzt das Richtige, danach ins Bett.<br />
Es war nicht so, dass sie jede Nacht beieinander lagen. Aber sie sahen sich ja fast täglich. Warum sie sich nun solche Gedanken machte, war ihr selbst ein Rätsel. Mit einem Schwall Dampf stieg Mira aus ihrer Dusche heraus, heißer geduscht als beabsichtigt. Sie wickelte sich in das Handtuch und tappte zum Spiegel. Ihre Handfläche glitt darüber, damit sie überhaupt etwas sehen konnte, aus diesem heraus blickte ihr die Bärin entgegen, die hinter den hellbraunen Augen schlummerte. <b>„Du wolltest den Schritt nicht gehen, meine Liebe.“</b> sprach sie zu sich in den Spiegel. Mira war bereit, die Vergangenheit loszulassen und es noch einmal mit einer Beziehung zu versuchen. Dass die Bärin nicht einverstanden gewesen war, war ihr klar gewesen. Doch sie jetzt hier in ihren Augen zu sehen, ihre leichte Aufregung zu spüren, die Unruhe, die sie beide spürten, schrie förmlich nach Lüge. Lüge, dass ihnen beiden nicht doch etwas an dem Eisbären lag. An Jake etwas lag. <b>„Ihm wird nichts passieren.“</b>, sagte sie sich selbst, während sie eine sanfte Lotion auftrug und als sie eingezogen war, in einen weichen flauschigen Pyjama schlüpfte. Schließlich ging sie ins Bett, der Kommunikator hatte den Notfallmodus an und neben sich gelegt, ehe sie das Licht ausschaltete.<br />
<br />
<img src="https://i.pinimg.com/originals/00/dd/e2/00dde28191c06a5a239412ea5dc6f83d.gif" width=150 height=100 align=left hspace=20>Mit einer Tasse Kaffee, bereits die 5te diesen Morgen, stand sie im Büro. Ihre Nacht war kurz. Nicht weil ein Notfall sie auf Trab gehalten hatte, sondern, sobald sie versuchte, die Augen zu schließen, sich die schlimmsten Szenarien ausgemalt hatten, die es vermutlich geben würde. Egal wie häufig sie davon redete, das Malachi Jakes verdammt heißen Hintern schon heil und gesund wieder herschaffte, die Bärin in ihr kam nicht zur Ruhe und sie schon gar nicht. Immerhin konnte sich das Tier nun eingestehen, dass es, ebenso wie sie, Haushoch verknallt war. Manchmal fürchtete sich Mira davor. Hatte Angst, dass sie zu viel für ihn wäre. Zu laut, zu viel Gefühl, zu körperlich. Wäre sie deutlich jünger, würde es sie erschrecken und vermutlich würde sie versuchen, alles nicht zu sein – für ihn. Aber sie war keine zwanzig mehr und um ehrlich zu sein, liebe Mira zu sehr, was sie war, als damit anders umzugehen.<br />
<b>„Wie fühlst du dich heute, großer Bär?“</b>, fragte sie, nach einer weiteren Stunde den kleinen Timo, der die letzten beiden Tage immer mal wieder auf gefiebert hatte. Sein brüllen ließ ihr Herz erwärmen und das Kichern danach schenkte ihr so viel mehr. <i>„Gut.“</i>, sagte er. <i>„Darf ich jetzt wieder mit den anderen Spielen?“</i> wie tapfer die kleinen einfach waren. Ihr Blick glitt zur Mutter. Sie waren Menschen und Mira kannte sie schon als sie Kinder waren, zusammen aufgewachsen. <b>„Na klar, aber pass auf die kleinen Bären auf, ja?“</b> Timo grinste sie an, sein Selbstbewusstsein galt für 5 und obgleich er menschlich war, tat das nichts zur Sache. In ihrer allen Augen nicht. Er hüpfte von der liege, umarmte Mira und drückte ihr einen Kuss auf die Wange. <i>“Keiner wird so gut aufpassen wie ich!”</i> damit nahm er die Hand seiner Mutter und sie verließen die Station. Es war nur eine leichte Erkältung, die der Körper selber bekämpfte. Hach die süßen kleinen. Ein Blick auf die Uhr verriet ihr, dass es erst zum Mittag war. Erst, weil die Sorgen sich gleich wohl wieder aufraffen und sie umgeben würden. Heute war sie besonders nervös, kontrollierte zum gefühlt 50ten mal die Schränke. War alles da? Alles sauber? Ihre Notfalltasche gepackt?<br />
Hatte sie schon die Berichte abgelegt? Korrigiert? Geprüft?<br />
Es blieb ruhig, Tunja und Gabriel kamen kurz vorbei, um ihr einen Obstteller und ein großes Sandwich dazulassen. Mira hatte etwas gefunden, mit dem sie sich beschäftigen konnte. Die Arbeiten der beiden im Studium befindlichen Mitglieder Tim und Anna. So vertieft in diese Arbeit, dass sie gar nicht mitbekam, wie es in den späten Nachmittag überging.<br />
<br />
Mira hatte sich gerade ein Buch genommen, welches als Quellenangabe angegeben wurde. <br />
Seite 245, sie setze sich auf die Couch und begann zu lesen. <br />
Und zu lesen. <br />
Und zu lesen.<br />
Ihre Augen wurden schwer, ehe sie gänzlich mit dem Buch auf ihrer Brust auf der Couch im Büro eingeschlafen war. Die Sorgen der Nacht und das wach bleiben hatten ihren Tribut gefordert, auch wenn sie vermutlich bei dem kleinsten Geräusch wach werden würde. Ein halb gegessenes Sandwich und noch ein paar Obststücke waren das einzige, was sie über den Tag zu sich genommen hatte. <br />
Kaffee, viel Kaffee und Wasser, aber an ein Mittagessen hatte sie nicht gedacht. <br />
Mal wieder. <img src="https://64.media.tumblr.com/b0a6129fa252fe15bf2f32370bef88c2/tumblr_inline_oljslpI29L1t8bm8b_250.gifv" width=150 height=100 align=right hspace=20><br />
Eigentlich wollte sie wach blieben, bis Jack zurück war. Sich vergewissern, dass es ihnen gut ging, dass alles in Ordnung war. <br />
Doch die Couch war zwar nicht groß, aber anscheinend bequem und vielleicht würde ein power nep ja reichen?]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div style="text-align: right;" class="mycode_align"><span style="font-size: x-small;" class="mycode_size">Unruhig blickte sie gegen den Himmel, in dem die Sonne langsam gegen den Boden versank. Über den Tag hinweg hatte sie einiges zu tun gehabt. Viel Papierkram, viele Dokumente, die sie nachprüfen und durchlesen musste. Samantha hat sie heute getroffen und untersucht. Ihre Erzählungen zu dem Clan, aber auch zu ihren nächtlichen Sorgen hatte sie einige Stunden beschäftigt. Einige Telefonate und viele Clanmitglieder, die zu ihr kamen. Mit Essen und neuem Tratsch und Klatsch. Mira wusste, was sie taten und sie alle ließen ihr Herz für diesen Clan so immens größer werden. Niemals würde sie einen von ihnen aufgeben. Doch mit schwindendem Tageslicht und der schleichenden Dämmerung kam die Unruhe auf. Jake hatte sich heute Morgen verabschiedet und sie wusste, dass er mit Malachi einen erfahrenen guten Soldaten an der Seite hatte. Es war normal, dass die dominanten Mitglieder sich mehr für die Patrouillenpunkte in den entlegensten Gebieten abordnen ließen. Mirabella wusste das. Sie kannte die Natur, kannte den Ruf der dominanten Bären, die Stille liebten und die Einsamkeit weit entfernt, alleine. Es war das natürlichste der Welt und doch strich sie gerade über ihre Brust. Es fühlte sich an, als bekäme sie schwere Luft. Als würde ein Gewicht auf ihrem Brustkorb sitzen.<br />
Ihr Weg hatte sie von der Krankenstation direkt hier nach draußen gebracht. Raus aus der Enge der Höhlen und direkt davor. Doch hier stand sie nun. Nicht willens weiterzugehen und doch tief einatmen, weil sie nicht wusste, ob er heil angekommen war. Beide, aber ihre Gedanken glitten immer wieder zu blau-grünen Augen, dem Duft nach Eichenmoos, der ihr permanent in die Nase glitt. Als würde er gleich hinter ihr stehen, seinen Arm um sie legen und sie sich anziehen.<br />
Mira blinzelte kurz und atmete langsam aus.<br />
Wann war das passiert?<br />
Wann hatte sie ihr Herz abgegeben?<br />
Bilder aus dem Auto stiegen ihr in den Kopf, ließen ihre Wangen erröten und ein Lächeln auf ihre Lippen zaubern.<br />
Okey, ja, da hatte sie ihm ihr Herz gegeben. Innerlich brummte die Bärin, nicht willens, einen Schritt nach vorne zu machen, stur und beharrte, dass dies ein Fehler war und sie wieder verletzt werden würde. Obgleich man es Mirabella nie gesehen hat, ist die Trennung von Gylan nach zehn Jahren auch an ihr nicht spurlos vorbeigegangen. Ja sie hatte es akzeptiert, auch wenn es schwerfiel. Man freute sich über ein solches Band, denn es war selten. Aber ein Band, welches eine zehnjährige Beziehung beendet hatte, führten auch bei ihr wunden zu, die nie ganz verheilten. Die nie zu einer weiteren engeren Beziehung geführt hatten aus Angst, dass es wieder passieren würde. Wer hätte denn damit rechnen können, dass Jake in der Krankenstation aufgetaucht war und er sich Stück für Stück in ihr verdammt großes Herz geschlichen ist? Marschiert, er ist da stramm und schnurstracks hineinmarschiert. In eine Gegend ihres Herzens, die nur für ganz wenige bestimmt waren und dort auf einem Platz niedergelassen hat, bei dem Mira dachte, dass dort niemand jemals mehr hineinfindet.<br />
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Die Heilerin ließ sich direkt am westlichen Eingang auf einen kleinen Fels nieder und legte kurz den Kopf in die Hände, die Ellenbogen auf den Knien gestützt.<br />
Sie brauchte nur einige Minuten alleine. Es würde alles gut gehen. Ihr Gebiet war sicher, sie hatten keine großen Schwierigkeiten mit wilden Bären. Es waren zwei erfahrene Soldaten, die beide in größeren Situationen bereits ihr Können unter Beweis gestellt hatten. Keiner wäre so dumm, sich zwei gestandenen Bären oder Wandlern entgegenzustellen. Und die beiden wären nicht so dumm und leichtsinnig, irgendwelche Kletterwagnisse oder Jugendlichen Männerleichtsinn zu erproben.<br />
Oder?<br />
Ihre Bärin brummte. Sie schwang den Kopf hin und her und zuckte mit den Ohren. Nein, Mal kannte sie bereits lang genug, schon als sie bei Alan als Nebenheilerin arbeitete. Er wusste, dass sie sich immer Sorgen um die Männer und Frauen dort draußen machte, er würde Jake nicht zu unnötigen Risiken drängen. Jake würde das nicht mitmachen. Nun strich ihre Bärin unter ihrer Haut entlang. Er hatte ihr gesagt, dass er zwischendurch seine Ruhe brauchte. Dass er nicht immer wie sie inmitten im Clans verweilen konnte und das war okay. Ja, wirklich. Zumindest bis jetzt. Laut entließ sie die angehaltene Luft, faltete die Hände ineinander und bettete ihren Kopf darauf, während um sie herum die Nacht hereinbrach.<br />
<b>„Okey Mirabella, reiß dich zusammen!“</b> Mit einem Ruck stand sie auf und marschierte zurück in die Höhle. Es würde alles gut gehen.<br />
Er war nicht zum ersten Mal eine Nacht weg und er würde nicht zum letzten Mal eine weg sein.<br />
<br />
Lächelnd umarmte sie die kleine Lina, die ihr im Flur im südlichen Sektor entgegen getappt kam. Man unterhielt sich, hier und da. Miras Lachen war frei und warm. Ihr Kommunikator, ein kleiner Pager ähnliches Gerät, ist immer dabei. Man konnte sie auch dann erreichen, wenn sie nicht im Dienst war. Das hatte sie von Alan gelernt, der Clan stand an erster Stelle. Wobei, er hätte ihr das nicht deutlich gesagt brauchen, es war von vornherein klar gewesen für sie. Schon als junges Mädchen hätte sie alles für ihre Freunde gegeben. Zu viel, als dass sie tatsächlich hatte. Mira war mit dem Phänomen nicht alleine, sie kannte viele Heiler, die es ähnlich sahen und fühlten. Man konnte den Drang mit dem eines Soldaten vergleichen. Während diese beschützen wollten, komme was da wollte, würde Mira, egal wie, alles daran setzen, diesen Clan zu heilen. Jeder einzelnen von ihnen, egal wie sehr es sie dabei zerstörte. Dass es recht schnell ging, hatte sie bitter erfahren. Alan war Soraya so verbunden gewesen, dass er ihr gleich gefolgt war. Auch das war nicht unüblich, wenn man ein starkes Band zu seinem Alpha pflegte. Was nicht das gleiche Band wie zum Gefährten war, aber über dieses Heiler-Alpha Band bekamen die Heiler eben Kraft, sollten sie es benötigen. Genau deshalb war es in Miras Kopf so wichtig, dass der Clan gesund blieb.</span></div>
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Das Lachen von Noel brachte ihre Gedanken wieder zurück. Sie war inzwischen im Zentrum angekommen und verabschiedete sich von den Jugendlichen, manche bekamen eine herzliche feste Umarmung, andere, wie Noel, eine liebevolle Hand, die auf seiner Schulter kurz ruhte. Warm, geborgen, schützend und wertvoll.<br />
Ihre kleine Wohnung lag still und dunkel dort, als sie die Tür hinter sich schloss und einen Moment dagegen gelehnt verweilte. Während die Frau hier in der Höhle ruhiger geworden war, tappte die Bärin unter ihrer Haut hin und her. Routiniert ging die Hand zum Lichtschalter und sie in die Küche, machte sich ein Glas Wasser, trank es, schwieg und ging dann ins Bad. Eine Dusche war jetzt das Richtige, danach ins Bett.<br />
Es war nicht so, dass sie jede Nacht beieinander lagen. Aber sie sahen sich ja fast täglich. Warum sie sich nun solche Gedanken machte, war ihr selbst ein Rätsel. Mit einem Schwall Dampf stieg Mira aus ihrer Dusche heraus, heißer geduscht als beabsichtigt. Sie wickelte sich in das Handtuch und tappte zum Spiegel. Ihre Handfläche glitt darüber, damit sie überhaupt etwas sehen konnte, aus diesem heraus blickte ihr die Bärin entgegen, die hinter den hellbraunen Augen schlummerte. <b>„Du wolltest den Schritt nicht gehen, meine Liebe.“</b> sprach sie zu sich in den Spiegel. Mira war bereit, die Vergangenheit loszulassen und es noch einmal mit einer Beziehung zu versuchen. Dass die Bärin nicht einverstanden gewesen war, war ihr klar gewesen. Doch sie jetzt hier in ihren Augen zu sehen, ihre leichte Aufregung zu spüren, die Unruhe, die sie beide spürten, schrie förmlich nach Lüge. Lüge, dass ihnen beiden nicht doch etwas an dem Eisbären lag. An Jake etwas lag. <b>„Ihm wird nichts passieren.“</b>, sagte sie sich selbst, während sie eine sanfte Lotion auftrug und als sie eingezogen war, in einen weichen flauschigen Pyjama schlüpfte. Schließlich ging sie ins Bett, der Kommunikator hatte den Notfallmodus an und neben sich gelegt, ehe sie das Licht ausschaltete.<br />
<br />
<img src="https://i.pinimg.com/originals/00/dd/e2/00dde28191c06a5a239412ea5dc6f83d.gif" width=150 height=100 align=left hspace=20>Mit einer Tasse Kaffee, bereits die 5te diesen Morgen, stand sie im Büro. Ihre Nacht war kurz. Nicht weil ein Notfall sie auf Trab gehalten hatte, sondern, sobald sie versuchte, die Augen zu schließen, sich die schlimmsten Szenarien ausgemalt hatten, die es vermutlich geben würde. Egal wie häufig sie davon redete, das Malachi Jakes verdammt heißen Hintern schon heil und gesund wieder herschaffte, die Bärin in ihr kam nicht zur Ruhe und sie schon gar nicht. Immerhin konnte sich das Tier nun eingestehen, dass es, ebenso wie sie, Haushoch verknallt war. Manchmal fürchtete sich Mira davor. Hatte Angst, dass sie zu viel für ihn wäre. Zu laut, zu viel Gefühl, zu körperlich. Wäre sie deutlich jünger, würde es sie erschrecken und vermutlich würde sie versuchen, alles nicht zu sein – für ihn. Aber sie war keine zwanzig mehr und um ehrlich zu sein, liebe Mira zu sehr, was sie war, als damit anders umzugehen.<br />
<b>„Wie fühlst du dich heute, großer Bär?“</b>, fragte sie, nach einer weiteren Stunde den kleinen Timo, der die letzten beiden Tage immer mal wieder auf gefiebert hatte. Sein brüllen ließ ihr Herz erwärmen und das Kichern danach schenkte ihr so viel mehr. <i>„Gut.“</i>, sagte er. <i>„Darf ich jetzt wieder mit den anderen Spielen?“</i> wie tapfer die kleinen einfach waren. Ihr Blick glitt zur Mutter. Sie waren Menschen und Mira kannte sie schon als sie Kinder waren, zusammen aufgewachsen. <b>„Na klar, aber pass auf die kleinen Bären auf, ja?“</b> Timo grinste sie an, sein Selbstbewusstsein galt für 5 und obgleich er menschlich war, tat das nichts zur Sache. In ihrer allen Augen nicht. Er hüpfte von der liege, umarmte Mira und drückte ihr einen Kuss auf die Wange. <i>“Keiner wird so gut aufpassen wie ich!”</i> damit nahm er die Hand seiner Mutter und sie verließen die Station. Es war nur eine leichte Erkältung, die der Körper selber bekämpfte. Hach die süßen kleinen. Ein Blick auf die Uhr verriet ihr, dass es erst zum Mittag war. Erst, weil die Sorgen sich gleich wohl wieder aufraffen und sie umgeben würden. Heute war sie besonders nervös, kontrollierte zum gefühlt 50ten mal die Schränke. War alles da? Alles sauber? Ihre Notfalltasche gepackt?<br />
Hatte sie schon die Berichte abgelegt? Korrigiert? Geprüft?<br />
Es blieb ruhig, Tunja und Gabriel kamen kurz vorbei, um ihr einen Obstteller und ein großes Sandwich dazulassen. Mira hatte etwas gefunden, mit dem sie sich beschäftigen konnte. Die Arbeiten der beiden im Studium befindlichen Mitglieder Tim und Anna. So vertieft in diese Arbeit, dass sie gar nicht mitbekam, wie es in den späten Nachmittag überging.<br />
<br />
Mira hatte sich gerade ein Buch genommen, welches als Quellenangabe angegeben wurde. <br />
Seite 245, sie setze sich auf die Couch und begann zu lesen. <br />
Und zu lesen. <br />
Und zu lesen.<br />
Ihre Augen wurden schwer, ehe sie gänzlich mit dem Buch auf ihrer Brust auf der Couch im Büro eingeschlafen war. Die Sorgen der Nacht und das wach bleiben hatten ihren Tribut gefordert, auch wenn sie vermutlich bei dem kleinsten Geräusch wach werden würde. Ein halb gegessenes Sandwich und noch ein paar Obststücke waren das einzige, was sie über den Tag zu sich genommen hatte. <br />
Kaffee, viel Kaffee und Wasser, aber an ein Mittagessen hatte sie nicht gedacht. <br />
Mal wieder. <img src="https://64.media.tumblr.com/b0a6129fa252fe15bf2f32370bef88c2/tumblr_inline_oljslpI29L1t8bm8b_250.gifv" width=150 height=100 align=right hspace=20><br />
Eigentlich wollte sie wach blieben, bis Jack zurück war. Sich vergewissern, dass es ihnen gut ging, dass alles in Ordnung war. <br />
Doch die Couch war zwar nicht groß, aber anscheinend bequem und vielleicht würde ein power nep ja reichen?]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[souls don't meet by accident]]></title>
			<link>https://claws.stories-untold.de/showthread.php?tid=565</link>
			<pubDate>Wed, 08 Apr 2026 19:09:14 +0000</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://claws.stories-untold.de/member.php?action=profile&uid=5">Cree Wheylan</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://claws.stories-untold.de/showthread.php?tid=565</guid>
			<description><![CDATA[Cree saß am schweren Holztisch, den Rücken zur Wand, und ließ den Blick langsam durch den Raum gleiten, ohne dabei wirklich etwas zu übersehen.<br />
<br />
Dunkles Holz zog sich durch den gesamten Raum, durchzogen von warmem Licht, das sich in den satten Maserungen fing und die Atmosphäre in ein gedämpftes, fast träge wirkendes Glühen tauchte. Der Duft von gebratenem Fleisch, von Rauch und Gewürzen hing schwer in der Luft, legte sich auf die Sinne wie eine zweite Schicht, die einen zwang, langsamer zu werden, sich zu setzen, zu bleiben. Kein hektisches Kommen und Gehen, kein lautes Stimmengewirr – hier wurde gegessen, nicht konsumiert. Gespräche blieben gedämpft, getragen von dem leisen Klirren von Besteck auf Porzellan und dem tiefen, zufriedenen Brummen satter Gäste.<br />
<br />
Neben ihm saß Kade. Nah genug, dass seine Präsenz nicht zu ignorieren war, ruhig genug, um nicht aufzufallen. Eine Kombination, die Cree noch immer faszinierte.<br />
<br />
Sie hatten sich bewusst so platziert, dass niemand ihnen in den Rücken fallen konnte, eine Selbstverständlichkeit für jemanden wie ihn – und eine Rücksichtnahme für seine Eltern, die sonst vermutlich sofort in die Defensive gegangen wären. So jedoch war alles klar verteilt. Und das Kades Platz an seiner Seite war, würde auch niemand anzweifeln. Nicht nur, weil er Crees - zukünftiger - Gefährte, sondern selbst absolut tödlich und ein Beschützer war. <br />
<br />
Eamon und Briony waren noch nicht da.<br />
<br />
Ein paar Minuten zu spät, nichts Ungewöhnliches, nichts, das ihn nervös machte. Wenn überhaupt, gab es ihm mehr Zeit, sich zu sammeln – auch wenn er sich selbst nicht eingestehen würde, dass genau das der Fall war.<br />
<br />
Die Getränke standen bereits vor ihnen. Kade hatte sich für eine sichere Option entschieden, etwas Verlässliches, das weder überraschte noch provozierte. Typisch. Kontrolliert, selbst in den kleinsten Dingen. Und das Grizzly’s Cut war klug genug, darauf vorbereitet zu sein. In einer Stadt wie Bryson City, in der Mediale längst kein Fremdkörper mehr waren, hatte man gelernt, sich anzupassen – nicht aus Rücksicht, sondern aus wirtschaftlicher Professionalität.<br />
<br />
Cree hingegen hatte sich gegen das Bier entschieden. Nicht, weil er es nicht gewollt hätte, sondern weil er seine Mutter kannte.<br />
<br />
Ein leises Schnauben lag fast auf seinen Lippen bei dem Gedanken. Briony hatte nichts gegen Alkohol – solange er zur richtigen Zeit, im richtigen Maß und mit dem richtigen Benehmen einherging. Und heute war kein Abend für „einfach mal schauen“. Heute war ein Abend, an dem sie jedes Detail wahrnehmen würde. Jede Regung. Jede Entscheidung.<br />
<br />
Also Kaffee.<br />
<br />
Für seinen Vater hatte er Jasmintee bestellt, für seine Mutter eine hausgemachte Limonade mit frischen Erdbeeren – Dinge, die ihnen gefielen, Dinge, die sie entspannten. Caleb würde sie rechtzeitig bringen, sobald die beiden den Laden betraten. Cree hatte dafür gesorgt.<br />
<br />
Sein Blick glitt erneut durch den Raum, streifte die Gäste, die gedeckten Tische, die ruhige Eleganz dieses Ortes, der so gar nicht zu seinem üblichen Umfeld passte. Normalerweise zog es ihn ins Timberline – rauer, direkter, ehrlicher. Das hier war … kontrollierter. Gepflegter. Fast schon geschniegelt.<br />
<br />
Und definitiv nicht gemacht für Jeans mit Löchern.<br />
Ein schiefes Grinsen zuckte kurz über seine Lippen.<br />
<br />
Romeo hätte ihm wahrscheinlich ohne zu zögern einen seiner Schals umgelegt, hätte er danach gefragt. Der Gedanke allein war absurd genug, um ihn innerlich den Kopf schütteln zu lassen.<br />
<br />
<ina>„Ist es wirklich in Ordnung für dich?“</ina><br />
<br />
Seine Stimme war ruhiger, als die Frage es vermuten ließ, und doch lag etwas darunter. Nicht Unsicherheit – eher … Aufmerksamkeit. Ein wiederholtes Abtasten, ob alles noch im Gleichgewicht war.<br />
<br />
Seine Eltern waren keine aufdringlichen Persönlichkeiten. Aber sie waren Bären.<br />
Und Bären waren neugierig. Vor allem seine Mutter.<br />
<br />
Es wunderte ihn noch immer, dass sie sich so lange zurückgehalten hatte. <br />
Monate. Monate, in denen er offen um einen Medialen geworben hatte, der nicht einmal bereit war, das Band zwischen ihnen anzuerkennen – und Briony hatte nichts gesagt. Keine Fragen gestellt, keinen Druck aufgebaut.<br />
<br />
Bis heute.<br />
<br />
Ein leises, kaum hörbares Knarren ließ seinen Blick zur Tür wandern, noch bevor jemand anderes darauf reagierte.<br />
<br />
Und dann waren sie da.<br />
<br />
Eamon trat zuerst ein, breitschultrig, mit ruhigem Blick und einer Präsenz die vermuten ließ, dass er einfach nur ein Mann mittleren Alters war. Ohne den Raum für sich beanspruchen zu müssen. Neben ihm Briony, kleiner, lebendiger und ihre Energie sofort spürbar, als hätte jemand die Luft im Raum ein wenig wärmer gedreht. Mit einem mütterlichen Lächeln, aus dem Fürsorge und Freundlichkeit sprach.<br />
<br />
Cree war bereits halb aufgestanden, als sie den Tisch erreichten.<br />
<br />
Und dann war da kein Alpha mehr.<br />
Sondern nur ihr Sohn.<br />
Mit einem Schlag war nicht mehr er derjenige, der den Ton angab, sondern sein Vater. Der zwar nicht viel, aber ausreichend dominanter als seine Mutter war, um zwischen ihnen die Führung zu übernehmen.<br />
<br />
Brionys Hände lagen sofort an seinem Gesicht, zogen ihn ein Stück zu sich herunter, während sie ihn auf die Wangen küsste und herzlich umarmte, ihre Stimme leise, warm, erfüllt von dieser unverkennbaren Mischung aus Stolz und Zuneigung. Ein weiterer, kurzer Kuss auf seine Wange folgte, ehe sie ihn noch einmal musterte, als müsste sie sich vergewissern, dass er wirklich vor ihr stand. Als wären sie über Jahre getrennt gewesen und hätten sich nicht erst vor zwei Wochen zu einem gemeinsamen Abendessen getroffen.<br />
<br />
Eamon blieb näher, legte ihm eine schwere Hand auf die Schulter, ein festes, ehrliches Drücken, begleitet von einem tiefen, zufriedenen Brummen, das mehr sasagte, als Worte es je hätten tun können.<br />
<br />
Dann wandte sich Briony Kade zu und ihr offenes Lächeln wurde einen Hauch zurückhaltender. Vorsichtiger. Doch sie war eine Bärenmutter und auch wenn ihr Junges längst erwachsen war und der Alpha eines Clans, war sie doch seine Mutter. Also musterte sie Kade. In ihrem Blick lag keine Herausforderung, nur ehrliches Interesse. <br />
<br />
Sanft legte sie ihre Hand an seinen Unterarm, eine vorsichtige, respektvolle Geste, begleitet von einem warmen Lächeln, das sich bis in ihre Augen zog.<br />
<br />
<ina> " Du bist ein stattlicher Mann. Ist er nicht ein stattlicher Mann? " </ina>, sagte sie zu Eamon, ohne den Blick ganz von Kade zu lösen, ihre Stimme weich, beinahe stolz, als hätte sie etwas Wertvolles erkannt.<br />
<br />
Eamon brummte lediglich zustimmend, kurz, tief, ohne den Moment unnötig auszuschmücken.<br />
<br />
Beide hielten den Blickkontakt nicht lange. Nicht aus Unsicherheit oder Angst – sondern aus Instinkt.<br />
<br />
Kade war dominanter als sie und sie wussten es. Daran war nichts Verwerfliches und sie störten sich nicht daran, doch es war eine seltsame und spannende Dynamik, die sich da auftat und die Cree zum ersten Mal aus nächster Nähe beobachtete. Weil er seinen Eltern noch keine seiner Liebschaften vorgestellt hatte. <br />
<br />
Gerne hätte er Kade zu verstehen gegeben, dass er ihn jederzeit retten würde, wenn es nötig würde, doch ... ein wenig war er selbst auch neugierig, wie sich die drei ohne seine Einmischungen verstehen würden.<br />
<br />
Im selben Moment kam Caleb mit den Getränken und alle nahmen wieder Platz.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[Cree saß am schweren Holztisch, den Rücken zur Wand, und ließ den Blick langsam durch den Raum gleiten, ohne dabei wirklich etwas zu übersehen.<br />
<br />
Dunkles Holz zog sich durch den gesamten Raum, durchzogen von warmem Licht, das sich in den satten Maserungen fing und die Atmosphäre in ein gedämpftes, fast träge wirkendes Glühen tauchte. Der Duft von gebratenem Fleisch, von Rauch und Gewürzen hing schwer in der Luft, legte sich auf die Sinne wie eine zweite Schicht, die einen zwang, langsamer zu werden, sich zu setzen, zu bleiben. Kein hektisches Kommen und Gehen, kein lautes Stimmengewirr – hier wurde gegessen, nicht konsumiert. Gespräche blieben gedämpft, getragen von dem leisen Klirren von Besteck auf Porzellan und dem tiefen, zufriedenen Brummen satter Gäste.<br />
<br />
Neben ihm saß Kade. Nah genug, dass seine Präsenz nicht zu ignorieren war, ruhig genug, um nicht aufzufallen. Eine Kombination, die Cree noch immer faszinierte.<br />
<br />
Sie hatten sich bewusst so platziert, dass niemand ihnen in den Rücken fallen konnte, eine Selbstverständlichkeit für jemanden wie ihn – und eine Rücksichtnahme für seine Eltern, die sonst vermutlich sofort in die Defensive gegangen wären. So jedoch war alles klar verteilt. Und das Kades Platz an seiner Seite war, würde auch niemand anzweifeln. Nicht nur, weil er Crees - zukünftiger - Gefährte, sondern selbst absolut tödlich und ein Beschützer war. <br />
<br />
Eamon und Briony waren noch nicht da.<br />
<br />
Ein paar Minuten zu spät, nichts Ungewöhnliches, nichts, das ihn nervös machte. Wenn überhaupt, gab es ihm mehr Zeit, sich zu sammeln – auch wenn er sich selbst nicht eingestehen würde, dass genau das der Fall war.<br />
<br />
Die Getränke standen bereits vor ihnen. Kade hatte sich für eine sichere Option entschieden, etwas Verlässliches, das weder überraschte noch provozierte. Typisch. Kontrolliert, selbst in den kleinsten Dingen. Und das Grizzly’s Cut war klug genug, darauf vorbereitet zu sein. In einer Stadt wie Bryson City, in der Mediale längst kein Fremdkörper mehr waren, hatte man gelernt, sich anzupassen – nicht aus Rücksicht, sondern aus wirtschaftlicher Professionalität.<br />
<br />
Cree hingegen hatte sich gegen das Bier entschieden. Nicht, weil er es nicht gewollt hätte, sondern weil er seine Mutter kannte.<br />
<br />
Ein leises Schnauben lag fast auf seinen Lippen bei dem Gedanken. Briony hatte nichts gegen Alkohol – solange er zur richtigen Zeit, im richtigen Maß und mit dem richtigen Benehmen einherging. Und heute war kein Abend für „einfach mal schauen“. Heute war ein Abend, an dem sie jedes Detail wahrnehmen würde. Jede Regung. Jede Entscheidung.<br />
<br />
Also Kaffee.<br />
<br />
Für seinen Vater hatte er Jasmintee bestellt, für seine Mutter eine hausgemachte Limonade mit frischen Erdbeeren – Dinge, die ihnen gefielen, Dinge, die sie entspannten. Caleb würde sie rechtzeitig bringen, sobald die beiden den Laden betraten. Cree hatte dafür gesorgt.<br />
<br />
Sein Blick glitt erneut durch den Raum, streifte die Gäste, die gedeckten Tische, die ruhige Eleganz dieses Ortes, der so gar nicht zu seinem üblichen Umfeld passte. Normalerweise zog es ihn ins Timberline – rauer, direkter, ehrlicher. Das hier war … kontrollierter. Gepflegter. Fast schon geschniegelt.<br />
<br />
Und definitiv nicht gemacht für Jeans mit Löchern.<br />
Ein schiefes Grinsen zuckte kurz über seine Lippen.<br />
<br />
Romeo hätte ihm wahrscheinlich ohne zu zögern einen seiner Schals umgelegt, hätte er danach gefragt. Der Gedanke allein war absurd genug, um ihn innerlich den Kopf schütteln zu lassen.<br />
<br />
<ina>„Ist es wirklich in Ordnung für dich?“</ina><br />
<br />
Seine Stimme war ruhiger, als die Frage es vermuten ließ, und doch lag etwas darunter. Nicht Unsicherheit – eher … Aufmerksamkeit. Ein wiederholtes Abtasten, ob alles noch im Gleichgewicht war.<br />
<br />
Seine Eltern waren keine aufdringlichen Persönlichkeiten. Aber sie waren Bären.<br />
Und Bären waren neugierig. Vor allem seine Mutter.<br />
<br />
Es wunderte ihn noch immer, dass sie sich so lange zurückgehalten hatte. <br />
Monate. Monate, in denen er offen um einen Medialen geworben hatte, der nicht einmal bereit war, das Band zwischen ihnen anzuerkennen – und Briony hatte nichts gesagt. Keine Fragen gestellt, keinen Druck aufgebaut.<br />
<br />
Bis heute.<br />
<br />
Ein leises, kaum hörbares Knarren ließ seinen Blick zur Tür wandern, noch bevor jemand anderes darauf reagierte.<br />
<br />
Und dann waren sie da.<br />
<br />
Eamon trat zuerst ein, breitschultrig, mit ruhigem Blick und einer Präsenz die vermuten ließ, dass er einfach nur ein Mann mittleren Alters war. Ohne den Raum für sich beanspruchen zu müssen. Neben ihm Briony, kleiner, lebendiger und ihre Energie sofort spürbar, als hätte jemand die Luft im Raum ein wenig wärmer gedreht. Mit einem mütterlichen Lächeln, aus dem Fürsorge und Freundlichkeit sprach.<br />
<br />
Cree war bereits halb aufgestanden, als sie den Tisch erreichten.<br />
<br />
Und dann war da kein Alpha mehr.<br />
Sondern nur ihr Sohn.<br />
Mit einem Schlag war nicht mehr er derjenige, der den Ton angab, sondern sein Vater. Der zwar nicht viel, aber ausreichend dominanter als seine Mutter war, um zwischen ihnen die Führung zu übernehmen.<br />
<br />
Brionys Hände lagen sofort an seinem Gesicht, zogen ihn ein Stück zu sich herunter, während sie ihn auf die Wangen küsste und herzlich umarmte, ihre Stimme leise, warm, erfüllt von dieser unverkennbaren Mischung aus Stolz und Zuneigung. Ein weiterer, kurzer Kuss auf seine Wange folgte, ehe sie ihn noch einmal musterte, als müsste sie sich vergewissern, dass er wirklich vor ihr stand. Als wären sie über Jahre getrennt gewesen und hätten sich nicht erst vor zwei Wochen zu einem gemeinsamen Abendessen getroffen.<br />
<br />
Eamon blieb näher, legte ihm eine schwere Hand auf die Schulter, ein festes, ehrliches Drücken, begleitet von einem tiefen, zufriedenen Brummen, das mehr sasagte, als Worte es je hätten tun können.<br />
<br />
Dann wandte sich Briony Kade zu und ihr offenes Lächeln wurde einen Hauch zurückhaltender. Vorsichtiger. Doch sie war eine Bärenmutter und auch wenn ihr Junges längst erwachsen war und der Alpha eines Clans, war sie doch seine Mutter. Also musterte sie Kade. In ihrem Blick lag keine Herausforderung, nur ehrliches Interesse. <br />
<br />
Sanft legte sie ihre Hand an seinen Unterarm, eine vorsichtige, respektvolle Geste, begleitet von einem warmen Lächeln, das sich bis in ihre Augen zog.<br />
<br />
<ina> " Du bist ein stattlicher Mann. Ist er nicht ein stattlicher Mann? " </ina>, sagte sie zu Eamon, ohne den Blick ganz von Kade zu lösen, ihre Stimme weich, beinahe stolz, als hätte sie etwas Wertvolles erkannt.<br />
<br />
Eamon brummte lediglich zustimmend, kurz, tief, ohne den Moment unnötig auszuschmücken.<br />
<br />
Beide hielten den Blickkontakt nicht lange. Nicht aus Unsicherheit oder Angst – sondern aus Instinkt.<br />
<br />
Kade war dominanter als sie und sie wussten es. Daran war nichts Verwerfliches und sie störten sich nicht daran, doch es war eine seltsame und spannende Dynamik, die sich da auftat und die Cree zum ersten Mal aus nächster Nähe beobachtete. Weil er seinen Eltern noch keine seiner Liebschaften vorgestellt hatte. <br />
<br />
Gerne hätte er Kade zu verstehen gegeben, dass er ihn jederzeit retten würde, wenn es nötig würde, doch ... ein wenig war er selbst auch neugierig, wie sich die drei ohne seine Einmischungen verstehen würden.<br />
<br />
Im selben Moment kam Caleb mit den Getränken und alle nahmen wieder Platz.]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[you're the only motherfucker in this world who can handle me]]></title>
			<link>https://claws.stories-untold.de/showthread.php?tid=564</link>
			<pubDate>Wed, 08 Apr 2026 18:07:51 +0000</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://claws.stories-untold.de/member.php?action=profile&uid=37">Roman Alexejew</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://claws.stories-untold.de/showthread.php?tid=564</guid>
			<description><![CDATA[Die trockene Erde unter seinem Schuh wies nun zweiundvierzig Kerben auf. Für jede Minute eine, in der er kein Wort von Neiva gehört hatte. Sie hatte sich zurückgezogen und schloss ihn aus, auch wenn das eigentlich nicht möglich war. Ryan hatte sie beordert.. nur sie. Kein Wort über Roman.. war er wirklich so nutzlos? “Fuck-!” mit einem Schwung seines Beines wirbelte der Mediale den Staub auf, verwischte die Kerben, machten aus ihnen eine einzige Suppe- aus nutzlosen Gedanken und Hoffnungen. Er stand von der untersten Stufe der Treppe auf, die hoch zur Veranda der Holzhütte führte. Sein Blick ging zu dem Haus, das wie ein Gefängnis war. Dann sah er in die andere Richtung, hinein in den Wald, der nur wenige Meter von dem Grundstück entfernt bereits dicht bewachsen war. Nur die Straße ungepflasterte Straße die hierher führte, gab etwas mehr Einblick, doch das letzte Auto, das hier lang gekommen war, war vor ein paar Tagen gewesen. <span style="font-style: italic;" class="mycode_i">Wirklich weit ab vom Schuss..</span> schoss es ihm durch den Kopf als er seine telepathischen Sinne ausstreckte. <br />
<br />
Nichts.<br />
<br />
Nur das simple Leben des Waldes. <br />
<br />
Er hasste es.<br />
<br />
Er hasste Stille.<br />
<br />
Er hasste es alleine zu sein.<br />
<br />
Er hasste es, abgeschottet zu werden.<br />
<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">“FICKT EUCH ALLE!!”</span> brüllte er in die Stille, bis seine Stimmbänder schmerzten und das Rascheln von fliegenden Vögeln diese verfickte Stille durchbrachen. Atemlos holte er mit seinem rechten Bein aus und trat mit voller Wucht gegen den Holzpfosten, der das Vordach trug. Es knarzt, wackelte, doch am Ende war alles wie zuvor, nur dass sein verficktes Schienbein weh tat wie Hölle. Schöne Scheiße. Er musste hier weg. Er <span style="font-style: italic;" class="mycode_i">musste</span> aus der Stille heraus. Sonst drehte er durch. Er wusste es. Er spürte die Übelkeit, die sich langsam hocharbeitete, mit jedem verdammten Scheißtag mehr. Und jetzt hatte Ryan, Neiva gerufen. Brauchte sie, mehr als er Roman brauchte. Fuck. Beschissenes Kindheitstrauma.  Er wusste woher es kam, wusste, dass nichts so war wie damals. Es war besser. Es war nur halb so schlimm, wie er es gerade wirken ließ. Sein Kopf spielte ihm Streiche, mehr nicht. “Atmen.. Gleichmäßig. Langsam. Tief.” redete er sich ein. Ein Mantra, nicht viel, aber alles, was er brauchte. <span style="font-style: italic;" class="mycode_i">* Wo zum Fick bist du? *</span> die Frage kam ihm so natürlich durch die Gedanken, dass ihm das viel mehr Sorgen bereiten sollte als alles andere. Er zog an der der Verbindung, suchte jedes Fragment, das ihren Verstand ausmachte. <span style="font-style: italic;" class="mycode_i">* Alter, sag was, oder ich werde anfangen bis Zehntausend zu zählen. *</span>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[Die trockene Erde unter seinem Schuh wies nun zweiundvierzig Kerben auf. Für jede Minute eine, in der er kein Wort von Neiva gehört hatte. Sie hatte sich zurückgezogen und schloss ihn aus, auch wenn das eigentlich nicht möglich war. Ryan hatte sie beordert.. nur sie. Kein Wort über Roman.. war er wirklich so nutzlos? “Fuck-!” mit einem Schwung seines Beines wirbelte der Mediale den Staub auf, verwischte die Kerben, machten aus ihnen eine einzige Suppe- aus nutzlosen Gedanken und Hoffnungen. Er stand von der untersten Stufe der Treppe auf, die hoch zur Veranda der Holzhütte führte. Sein Blick ging zu dem Haus, das wie ein Gefängnis war. Dann sah er in die andere Richtung, hinein in den Wald, der nur wenige Meter von dem Grundstück entfernt bereits dicht bewachsen war. Nur die Straße ungepflasterte Straße die hierher führte, gab etwas mehr Einblick, doch das letzte Auto, das hier lang gekommen war, war vor ein paar Tagen gewesen. <span style="font-style: italic;" class="mycode_i">Wirklich weit ab vom Schuss..</span> schoss es ihm durch den Kopf als er seine telepathischen Sinne ausstreckte. <br />
<br />
Nichts.<br />
<br />
Nur das simple Leben des Waldes. <br />
<br />
Er hasste es.<br />
<br />
Er hasste Stille.<br />
<br />
Er hasste es alleine zu sein.<br />
<br />
Er hasste es, abgeschottet zu werden.<br />
<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">“FICKT EUCH ALLE!!”</span> brüllte er in die Stille, bis seine Stimmbänder schmerzten und das Rascheln von fliegenden Vögeln diese verfickte Stille durchbrachen. Atemlos holte er mit seinem rechten Bein aus und trat mit voller Wucht gegen den Holzpfosten, der das Vordach trug. Es knarzt, wackelte, doch am Ende war alles wie zuvor, nur dass sein verficktes Schienbein weh tat wie Hölle. Schöne Scheiße. Er musste hier weg. Er <span style="font-style: italic;" class="mycode_i">musste</span> aus der Stille heraus. Sonst drehte er durch. Er wusste es. Er spürte die Übelkeit, die sich langsam hocharbeitete, mit jedem verdammten Scheißtag mehr. Und jetzt hatte Ryan, Neiva gerufen. Brauchte sie, mehr als er Roman brauchte. Fuck. Beschissenes Kindheitstrauma.  Er wusste woher es kam, wusste, dass nichts so war wie damals. Es war besser. Es war nur halb so schlimm, wie er es gerade wirken ließ. Sein Kopf spielte ihm Streiche, mehr nicht. “Atmen.. Gleichmäßig. Langsam. Tief.” redete er sich ein. Ein Mantra, nicht viel, aber alles, was er brauchte. <span style="font-style: italic;" class="mycode_i">* Wo zum Fick bist du? *</span> die Frage kam ihm so natürlich durch die Gedanken, dass ihm das viel mehr Sorgen bereiten sollte als alles andere. Er zog an der der Verbindung, suchte jedes Fragment, das ihren Verstand ausmachte. <span style="font-style: italic;" class="mycode_i">* Alter, sag was, oder ich werde anfangen bis Zehntausend zu zählen. *</span>]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[I'm the human version of tangled headphones]]></title>
			<link>https://claws.stories-untold.de/showthread.php?tid=563</link>
			<pubDate>Wed, 08 Apr 2026 17:11:43 +0000</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://claws.stories-untold.de/member.php?action=profile&uid=105">Jaemin Hwang</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://claws.stories-untold.de/showthread.php?tid=563</guid>
			<description><![CDATA[Jaemin spürte, wie ihre Wangen bereits glühten, dennoch konnte nichts und niemand sie daran hindern, das Salz auf ihrem Handrücken zu verteilen und in die Zitrone zu beißen nur um den Tequilla einen Moment später hinunter zu kippen, gefolgt von einem weiteren den Rory ihr freundlicherweise überlassen hatte. Nicht, dass sie noch einen gebrauchen könnte, ein lächelnder Blick zur Seite, zeigte der Bärin, dass ihre Freundin bereits genug an den Spirituosen genippt hatte, um mindestens genauso rot im Gesicht zu sein, wie sie selbst. Aber heute Nacht war alles egal. denn Jaemin war frei. Sie war Single. Sie würde diesem .. gemeinen, fiesen Blödmann keine Sekunde nachtrauern. Niemals. Und vielleicht würden ihr irgendwann auch noch passende Beleidigungen zu ihm einfallen. Heute Nacht aber bestimmt nicht mehr. Sie stieß mit den beiden leeren Shotgläsern mit sich selbst an, ehe sie diese, dem Barkeeper zu schob und vom Stuhl rutschte. Ihr enges, rotes Kleid wieder richtend, versuchte sie selbstsicher auf beiden Beinen zu stehen.<br />
<br />
Musik dröhnte aus alten Lautsprechern, leise genug, dass die Wandler in der Bar keine Schäden davon trugen, aber immer noch laut genug, dass es zum Tanzen animierte. Es war voll. Gefühlt hatte sich die halbe Stadt in der Bar versammelt und das erste Mal seit sie hier war, schien sie zu erkennen, wie viele gutaussehende Männer es eigentlich gab. Als hätte Ryo ihr ein Brett vor die Augen gehalten, hatte sie das andere Geschlecht nie als etwas anderes als einfache Personen wahrgenommen. Jetzt jedoch.. <br />
<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">“Der Typ dahinten ist süß, oder?”</span> fragte sie, wobei sie vielleicht ein bisschen zu laut und ein bisschen zu undeutlich sprach. Was garantiert nicht an dem Alkohol lag, den sie für Rory und sich verzehrt hatte. Ihre Finger deuteten vage in die Richtung eines Kerls Ende zwanzig. Er trug einen Cowboyhut, hatte dunkles kurzes Haar und erinnerte verdächtig an Ryo.<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b"> “Er hat so kräftige Arme…und ist.. groß..”</span> murmelte sie, ohne zu bemerken, dass Rory gar nicht mehr neben ihr war. Sie atmete tief durch. Heute würde sie jemanden ansprechen. Was sollte schon passieren? Dass sie einen Korb bekam? Das würde ganz bestimmt nur kurz schmerzen. Sie machte den ersten Schritt, ihre Knöchel gefährlich am Wackeln.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[Jaemin spürte, wie ihre Wangen bereits glühten, dennoch konnte nichts und niemand sie daran hindern, das Salz auf ihrem Handrücken zu verteilen und in die Zitrone zu beißen nur um den Tequilla einen Moment später hinunter zu kippen, gefolgt von einem weiteren den Rory ihr freundlicherweise überlassen hatte. Nicht, dass sie noch einen gebrauchen könnte, ein lächelnder Blick zur Seite, zeigte der Bärin, dass ihre Freundin bereits genug an den Spirituosen genippt hatte, um mindestens genauso rot im Gesicht zu sein, wie sie selbst. Aber heute Nacht war alles egal. denn Jaemin war frei. Sie war Single. Sie würde diesem .. gemeinen, fiesen Blödmann keine Sekunde nachtrauern. Niemals. Und vielleicht würden ihr irgendwann auch noch passende Beleidigungen zu ihm einfallen. Heute Nacht aber bestimmt nicht mehr. Sie stieß mit den beiden leeren Shotgläsern mit sich selbst an, ehe sie diese, dem Barkeeper zu schob und vom Stuhl rutschte. Ihr enges, rotes Kleid wieder richtend, versuchte sie selbstsicher auf beiden Beinen zu stehen.<br />
<br />
Musik dröhnte aus alten Lautsprechern, leise genug, dass die Wandler in der Bar keine Schäden davon trugen, aber immer noch laut genug, dass es zum Tanzen animierte. Es war voll. Gefühlt hatte sich die halbe Stadt in der Bar versammelt und das erste Mal seit sie hier war, schien sie zu erkennen, wie viele gutaussehende Männer es eigentlich gab. Als hätte Ryo ihr ein Brett vor die Augen gehalten, hatte sie das andere Geschlecht nie als etwas anderes als einfache Personen wahrgenommen. Jetzt jedoch.. <br />
<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">“Der Typ dahinten ist süß, oder?”</span> fragte sie, wobei sie vielleicht ein bisschen zu laut und ein bisschen zu undeutlich sprach. Was garantiert nicht an dem Alkohol lag, den sie für Rory und sich verzehrt hatte. Ihre Finger deuteten vage in die Richtung eines Kerls Ende zwanzig. Er trug einen Cowboyhut, hatte dunkles kurzes Haar und erinnerte verdächtig an Ryo.<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b"> “Er hat so kräftige Arme…und ist.. groß..”</span> murmelte sie, ohne zu bemerken, dass Rory gar nicht mehr neben ihr war. Sie atmete tief durch. Heute würde sie jemanden ansprechen. Was sollte schon passieren? Dass sie einen Korb bekam? Das würde ganz bestimmt nur kurz schmerzen. Sie machte den ersten Schritt, ihre Knöchel gefährlich am Wackeln.]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[i never craved attention - until i tasted yours]]></title>
			<link>https://claws.stories-untold.de/showthread.php?tid=561</link>
			<pubDate>Wed, 08 Apr 2026 16:33:39 +0000</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://claws.stories-untold.de/member.php?action=profile&uid=8">Gemma Holstrom</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://claws.stories-untold.de/showthread.php?tid=561</guid>
			<description><![CDATA[Zwei Tage waren vergangen, seitdem sie diesen schrecklich peinlichen und vollkommen übertriebenen Zusammenbruch im Wald gehabt hatte, bei dem Rhett sie gefunden und sie wieder in Bahn gelotst hatte. Es war ihr noch immer unsagbar peinlich, doch er hatte bisher Wort gehalten und es niemandem erzählt. Und sie hatte ebenfalls Stillschweigen bewahrt und versucht sich ein wenig von den Horrorszenarien zu distanzieren, die ihr Verstand ihr einbläuen wollte. <br />
<br />
Adas war noch immer ohne Bewusstsein und sie und Carla wechselten sich bei seiner Überwachung und Versorgung ab. Hilfreich war auch gewesen, dass Dana und Morgan zusammen mit Neiva zurückgekommen waren. Leider hatte sie nicht allzu viele Informationen, aus den beiden herausquetschen können, ehe sie verschwunden waren. Und … auch wenn Gemma es wirklich verstand und wahrscheinlich selbst nicht anders reagiert hätte, nahm sie es ihnen auch ein wenig übel, dass sie nicht geblieben waren, um ihre Fragen zu beantworten. <br />
<br />
Wobei … Frage traf es viel eher: Wo war Ari? <br />
<br />
Wie ging es ihm? <br />
Wieso war er nicht ebenfalls mit der Teleporterin Heim gekehrt? <br />
Hatte man ihn verletzt? <br />
Ging es ihm gut? <br />
Wann würde er wieder nach Hause kommen?<br />
<br />
Okay … vielleicht waren es doch eher Fragen. Doch sie hätte zumindest von Dana mehr erwartet, auch wenn sie den Blick ihrer Freundin durchaus verstehen konnte, die sie Morgan zugeworfen hatte … wobei … vielleicht nicht direkt, weil sie einfach nicht verstehen konnte, was Dana an Morgan fand, aber … ihre Freundin hatte gewählt und Gemma hielt sich da raus. <br />
<br />
Ihre Wölfin winselte bereits seit einigen Minuten. Seit sie das sich nähernde Fahrzeug vernommen hatte, in dem sie den Soldaten vermutete. Sie stand in einem sonnengelben Sommerkleid am Wegesrand. Es war verknittert und hatte am Saum noch Speichelspuren von der Wölfin, doch als sie mitbekommen hatte, dass die Soldaten heute und jetzt von ihrer Mission wiederkehrten, hatte sie Carla darum gebeten sie früher abzulösen und war einfach losgerannt.<br />
<br />
Immerhin hatte sie daran gedacht, dieses Mal ihr Kleid vorher auszuziehen, sodass sie jetzt nicht nackt dastand.<br />
<br />
Nur ihre Haare waren ein wildes Durcheinander, weil all die Spangen und kleinen Haargummis, mit denen sie heute Morgen eine süße Frisur gezaubert hatte, alle in der Wandlung verschwunden waren. <br />
<br />
Egal. <br />
<br />
Ihre Wölfin gab keinen Wert darauf und auch Gemma nicht. In den letzten Tagen hatte sie sich immer wieder Gedanken darüber gemacht, was es bedeutete und wieso sie so heftig reagiert hatte, wieso der Gedanke an seine Verletzung ihre Wölfin an den Rand des Wahnsinns trieb … die Antworten darauf hatten ihr nicht gefallen, doch das bedeutete auch, dass sie mit ihm reden musste. Unbedingt. <br />
<br />
Und sie hatte ihm einiges zu sagen! Und sie musste es tun, bevor sie der Mut verlies. <br />
<br />
Also am besten sofort!]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[Zwei Tage waren vergangen, seitdem sie diesen schrecklich peinlichen und vollkommen übertriebenen Zusammenbruch im Wald gehabt hatte, bei dem Rhett sie gefunden und sie wieder in Bahn gelotst hatte. Es war ihr noch immer unsagbar peinlich, doch er hatte bisher Wort gehalten und es niemandem erzählt. Und sie hatte ebenfalls Stillschweigen bewahrt und versucht sich ein wenig von den Horrorszenarien zu distanzieren, die ihr Verstand ihr einbläuen wollte. <br />
<br />
Adas war noch immer ohne Bewusstsein und sie und Carla wechselten sich bei seiner Überwachung und Versorgung ab. Hilfreich war auch gewesen, dass Dana und Morgan zusammen mit Neiva zurückgekommen waren. Leider hatte sie nicht allzu viele Informationen, aus den beiden herausquetschen können, ehe sie verschwunden waren. Und … auch wenn Gemma es wirklich verstand und wahrscheinlich selbst nicht anders reagiert hätte, nahm sie es ihnen auch ein wenig übel, dass sie nicht geblieben waren, um ihre Fragen zu beantworten. <br />
<br />
Wobei … Frage traf es viel eher: Wo war Ari? <br />
<br />
Wie ging es ihm? <br />
Wieso war er nicht ebenfalls mit der Teleporterin Heim gekehrt? <br />
Hatte man ihn verletzt? <br />
Ging es ihm gut? <br />
Wann würde er wieder nach Hause kommen?<br />
<br />
Okay … vielleicht waren es doch eher Fragen. Doch sie hätte zumindest von Dana mehr erwartet, auch wenn sie den Blick ihrer Freundin durchaus verstehen konnte, die sie Morgan zugeworfen hatte … wobei … vielleicht nicht direkt, weil sie einfach nicht verstehen konnte, was Dana an Morgan fand, aber … ihre Freundin hatte gewählt und Gemma hielt sich da raus. <br />
<br />
Ihre Wölfin winselte bereits seit einigen Minuten. Seit sie das sich nähernde Fahrzeug vernommen hatte, in dem sie den Soldaten vermutete. Sie stand in einem sonnengelben Sommerkleid am Wegesrand. Es war verknittert und hatte am Saum noch Speichelspuren von der Wölfin, doch als sie mitbekommen hatte, dass die Soldaten heute und jetzt von ihrer Mission wiederkehrten, hatte sie Carla darum gebeten sie früher abzulösen und war einfach losgerannt.<br />
<br />
Immerhin hatte sie daran gedacht, dieses Mal ihr Kleid vorher auszuziehen, sodass sie jetzt nicht nackt dastand.<br />
<br />
Nur ihre Haare waren ein wildes Durcheinander, weil all die Spangen und kleinen Haargummis, mit denen sie heute Morgen eine süße Frisur gezaubert hatte, alle in der Wandlung verschwunden waren. <br />
<br />
Egal. <br />
<br />
Ihre Wölfin gab keinen Wert darauf und auch Gemma nicht. In den letzten Tagen hatte sie sich immer wieder Gedanken darüber gemacht, was es bedeutete und wieso sie so heftig reagiert hatte, wieso der Gedanke an seine Verletzung ihre Wölfin an den Rand des Wahnsinns trieb … die Antworten darauf hatten ihr nicht gefallen, doch das bedeutete auch, dass sie mit ihm reden musste. Unbedingt. <br />
<br />
Und sie hatte ihm einiges zu sagen! Und sie musste es tun, bevor sie der Mut verlies. <br />
<br />
Also am besten sofort!]]></content:encoded>
		</item>
	</channel>
</rss>