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		<title><![CDATA[claws & fangs - Höhle und weiße Zone]]></title>
		<link>https://claws.stories-untold.de/</link>
		<description><![CDATA[claws & fangs - https://claws.stories-untold.de]]></description>
		<pubDate>Thu, 04 Jun 2026 21:32:12 +0000</pubDate>
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		<item>
			<title><![CDATA[welcome to the dog house. help yourself to our chew toys]]></title>
			<link>https://claws.stories-untold.de/showthread.php?tid=568</link>
			<pubDate>Sun, 12 Apr 2026 22:49:20 +0000</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://claws.stories-untold.de/member.php?action=profile&uid=121">Kieran Darcy</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://claws.stories-untold.de/showthread.php?tid=568</guid>
			<description><![CDATA[<i>If you got Jack in your cup, go raise it up</i><br />
<br />
Kieran hatte die Kopfhörer bereits vor einer Stunde abgelegt, doch die Musik schallerte so klar und lebendig durch seinen Kopf, als würde hinter ihm eine Liveband spielen. Sein Gang war federnd, während er die Füße im Takt des Beats aufsetzte, den nur er hören konnte. In seinem Kopf! Das war nicht einfach nur ein Ohrwurm, das war ein telepathisches Radio in seinem Hirn. Vielleicht hatte er ja mediale Superkräfte… oder einen Bluetoothempfänger im Schädel.<br />
<br />
<i>If you ain’t got enough, go fill it up</i><br />
<br />
Eine sachter Luftzug strich über seine Haut. Das Belüftungssystem der Höhle war so gut, dass man selbst in den tiefsten Gängen noch spürte, wenn draußen der Wind wehte. Nicht so sehr, dass es einem die Frisur durcheinander brachte, aber dennoch so, dass man fühlte, wie sich die frische Luft ihren Weg durch die Gänge bahnte.<br />
<br />
Kieran trug eine einfache, tiefsitzende Jeans und bequeme Turnschuhe. Dazu ein beigefarbenes T-Shirt das mit Sicherheit schon bessere Tage erlebt hatte, offensichtlich aber pfleglich behandelt wurde. Allein die Tatsache, dass er dieses Shirt nicht längst als Sport- oder Schlafbekleidung aussortiert hatte, verriet einem wissenden Rudelmitglied, dass er es sehr schätzte. Es stammte – und auch das war unter Rudelmitgliedern kein Geheimnis – aus seiner mittlerweile bemerkenswerten Kollektion aus Fotomotiv-Shirts. Schnappschüsse aus dem Leben des Rudels auf T-Shirts bedruckt. – Gab es überhaupt etwas Besseres? Und dieses Exemplar gehörte zu seinen Lieblingen, denn es zeigte seinen Lieblingsmenschen: Ruben, sein Rübli, mit einer Gabel in der Hand, mit der er soeben ein riesiges Stück einer ausgeblichenen Geburtstagstorte zum weit aufgerissenen Mund führte. Das Bild war nicht unbedingt schmeichelhaft, aber ehrlich. Und für Kieran war der Soldat so oder so die allerschönste Person der Welt (no homo), ganz gleich wie verrückt sein Blick war, während er mit leicht schielenden Augen auf den Kuchen starrte. <br />
<br />
<b>„If you had too much, don't throw it up“</b><br />
<br />
Inzwischen sang Kieran die Zielen leise und deutlich schräger, als sie in seinem Kopf erklangen. Was an sich schon eine Leistung war, denn besagte Zeile hatte nicht einmal einen wirklichen Melodiebogen. Inzwischen hatte er das Zentrum des östlichen Sektors erreicht. Seine Hand hob sich zum Gruß, als bekannte Gesichter seinen Weg kreuzten. Mit einem <b>„Yo, was geht?“</b> klatschte er im Vorbeigehen einen Jugendlichen ab, der offensichtlich gerade vom Training kam, ehe er um die Ecke bog und den Gang zu den Unterkünften betrat.<br />
<br />
<b>„And if you ain't got shit, throw your hands–“</b> <br />
<br />
Kieran verstummte, als er die Person fand, nach der er gesucht hatte. Es war wirklich nicht schwierig gewesen, Kenjiro ausfindig zu machen. Ganz einfach, weil er die einzige Person im Rudel war, die Kieran nicht kannte. Noch nicht. Ebenso war seine Witterung unbekannt, sodass der Soldat sich nicht einmal die Zimmernummer hatte merken müssen. Er war einfach seiner Nase gefolgt und hätte auf diese Weise auch die richtige Tür gefunden, wäre der Gesuchte ihm nicht zufällig zuvorgekommen.<br />
<br />
<b>„Ey, Kenjiro,</b> rief Kieran mit einer Selbstverständlichkeit, als hätte er den Jungen schon tausendmal begrüßt. Für ihn war es natürlich einfach. Aber er vergaß auch nicht, dass es auf der Gegenseite vermutlich ganz anders aussah. Kenjiro war wann in die Höhle gezogen? Gestern? <b>„Ich bin Kieran. Ich führ dich heute mal ein wenig herum.“</b><br />
<br />
Im Näherkommen betrachtete er den Asiaten. Ohne ihm das Gefühl zu geben, ihn anzustarren, analysierte sein Wolf in Sekundenbruchteilen, was er sah: Einen jungen Gestaltwandler, der eigentlich an der Schwelle des Erwachsenwerdens kratzen sollte, jedoch als Rekrut zu ihnen gekommen war. Er strahlte eine gewisse Dominanz aus und doch war da etwas an ihm, das noch nicht ganz rund wirkte. Ein Schnitt in der Luft, die ihn umgab, der Kierans Tier aufmerksam werden ließ. Wie er gehört hatte, hatte Kenjiro bisher kaum Erfahrung mit anderen Gestaltwandlern gesammelt, geschweige denn mit einem Rudel. In den Augen des Soldaten war CrescentProwler der beste Ort, um das nachzuholen. Doch ein dominanter Gestaltwandler, der in diesem Alter erst seine Rekrutenzeit startete, bot ein nicht zu unterschätzendes Potential für Konflikte. Es würde jedenfalls nicht langweilig mit ihm werden.<br />
<br />
Inzwischen hatte Kieran die kurze Distanz zwischen ihnen überbrückt. Sein Blick war offen, während ein schelmisches Grinsen seine Lippen umspielte.<br />
<b>„Was geht? Welcome to the hood, baby!“</b><br />
Er hob seine, zu einer lockeren Faust geschlossene, rechte Hand und streckte sie dem Neuling entgegen. Körperkontakt unter Gestaltwandlern war keine Selbstverständlichkeit. Nicht einmal, wenn es um eine flüchtige Berührung ging. Aber sie waren jetzt ein Rudel und mal ehrlich: Eine Brofist konnte doch niemand ausschlagen, oder?]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<i>If you got Jack in your cup, go raise it up</i><br />
<br />
Kieran hatte die Kopfhörer bereits vor einer Stunde abgelegt, doch die Musik schallerte so klar und lebendig durch seinen Kopf, als würde hinter ihm eine Liveband spielen. Sein Gang war federnd, während er die Füße im Takt des Beats aufsetzte, den nur er hören konnte. In seinem Kopf! Das war nicht einfach nur ein Ohrwurm, das war ein telepathisches Radio in seinem Hirn. Vielleicht hatte er ja mediale Superkräfte… oder einen Bluetoothempfänger im Schädel.<br />
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<i>If you ain’t got enough, go fill it up</i><br />
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Eine sachter Luftzug strich über seine Haut. Das Belüftungssystem der Höhle war so gut, dass man selbst in den tiefsten Gängen noch spürte, wenn draußen der Wind wehte. Nicht so sehr, dass es einem die Frisur durcheinander brachte, aber dennoch so, dass man fühlte, wie sich die frische Luft ihren Weg durch die Gänge bahnte.<br />
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Kieran trug eine einfache, tiefsitzende Jeans und bequeme Turnschuhe. Dazu ein beigefarbenes T-Shirt das mit Sicherheit schon bessere Tage erlebt hatte, offensichtlich aber pfleglich behandelt wurde. Allein die Tatsache, dass er dieses Shirt nicht längst als Sport- oder Schlafbekleidung aussortiert hatte, verriet einem wissenden Rudelmitglied, dass er es sehr schätzte. Es stammte – und auch das war unter Rudelmitgliedern kein Geheimnis – aus seiner mittlerweile bemerkenswerten Kollektion aus Fotomotiv-Shirts. Schnappschüsse aus dem Leben des Rudels auf T-Shirts bedruckt. – Gab es überhaupt etwas Besseres? Und dieses Exemplar gehörte zu seinen Lieblingen, denn es zeigte seinen Lieblingsmenschen: Ruben, sein Rübli, mit einer Gabel in der Hand, mit der er soeben ein riesiges Stück einer ausgeblichenen Geburtstagstorte zum weit aufgerissenen Mund führte. Das Bild war nicht unbedingt schmeichelhaft, aber ehrlich. Und für Kieran war der Soldat so oder so die allerschönste Person der Welt (no homo), ganz gleich wie verrückt sein Blick war, während er mit leicht schielenden Augen auf den Kuchen starrte. <br />
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<b>„If you had too much, don't throw it up“</b><br />
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Inzwischen sang Kieran die Zielen leise und deutlich schräger, als sie in seinem Kopf erklangen. Was an sich schon eine Leistung war, denn besagte Zeile hatte nicht einmal einen wirklichen Melodiebogen. Inzwischen hatte er das Zentrum des östlichen Sektors erreicht. Seine Hand hob sich zum Gruß, als bekannte Gesichter seinen Weg kreuzten. Mit einem <b>„Yo, was geht?“</b> klatschte er im Vorbeigehen einen Jugendlichen ab, der offensichtlich gerade vom Training kam, ehe er um die Ecke bog und den Gang zu den Unterkünften betrat.<br />
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<b>„And if you ain't got shit, throw your hands–“</b> <br />
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Kieran verstummte, als er die Person fand, nach der er gesucht hatte. Es war wirklich nicht schwierig gewesen, Kenjiro ausfindig zu machen. Ganz einfach, weil er die einzige Person im Rudel war, die Kieran nicht kannte. Noch nicht. Ebenso war seine Witterung unbekannt, sodass der Soldat sich nicht einmal die Zimmernummer hatte merken müssen. Er war einfach seiner Nase gefolgt und hätte auf diese Weise auch die richtige Tür gefunden, wäre der Gesuchte ihm nicht zufällig zuvorgekommen.<br />
<br />
<b>„Ey, Kenjiro,</b> rief Kieran mit einer Selbstverständlichkeit, als hätte er den Jungen schon tausendmal begrüßt. Für ihn war es natürlich einfach. Aber er vergaß auch nicht, dass es auf der Gegenseite vermutlich ganz anders aussah. Kenjiro war wann in die Höhle gezogen? Gestern? <b>„Ich bin Kieran. Ich führ dich heute mal ein wenig herum.“</b><br />
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Im Näherkommen betrachtete er den Asiaten. Ohne ihm das Gefühl zu geben, ihn anzustarren, analysierte sein Wolf in Sekundenbruchteilen, was er sah: Einen jungen Gestaltwandler, der eigentlich an der Schwelle des Erwachsenwerdens kratzen sollte, jedoch als Rekrut zu ihnen gekommen war. Er strahlte eine gewisse Dominanz aus und doch war da etwas an ihm, das noch nicht ganz rund wirkte. Ein Schnitt in der Luft, die ihn umgab, der Kierans Tier aufmerksam werden ließ. Wie er gehört hatte, hatte Kenjiro bisher kaum Erfahrung mit anderen Gestaltwandlern gesammelt, geschweige denn mit einem Rudel. In den Augen des Soldaten war CrescentProwler der beste Ort, um das nachzuholen. Doch ein dominanter Gestaltwandler, der in diesem Alter erst seine Rekrutenzeit startete, bot ein nicht zu unterschätzendes Potential für Konflikte. Es würde jedenfalls nicht langweilig mit ihm werden.<br />
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Inzwischen hatte Kieran die kurze Distanz zwischen ihnen überbrückt. Sein Blick war offen, während ein schelmisches Grinsen seine Lippen umspielte.<br />
<b>„Was geht? Welcome to the hood, baby!“</b><br />
Er hob seine, zu einer lockeren Faust geschlossene, rechte Hand und streckte sie dem Neuling entgegen. Körperkontakt unter Gestaltwandlern war keine Selbstverständlichkeit. Nicht einmal, wenn es um eine flüchtige Berührung ging. Aber sie waren jetzt ein Rudel und mal ehrlich: Eine Brofist konnte doch niemand ausschlagen, oder?]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[If I had a chance I'd ask the world to dance]]></title>
			<link>https://claws.stories-untold.de/showthread.php?tid=537</link>
			<pubDate>Mon, 29 Dec 2025 11:48:07 +0000</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://claws.stories-untold.de/member.php?action=profile&uid=123">Rhett Kavanagh</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://claws.stories-untold.de/showthread.php?tid=537</guid>
			<description><![CDATA[<center><div style="width: 550px; margin-top: 50px;"><div style="text-align: center;"><link href='https://fonts.googleapis.com/css?family=Mrs+Saint+Delafield' rel='stylesheet' type='text/css'><div align="right"><font style="font-family: 'Mrs Saint Delafield', cursive; font-size: 55px; text-transform: text-transform: letter-spacing: 2px; line-height: 25px; font-style:;"> If I had a chance</font></div></div><div style="width: 550px; border-bottom: 3px solid #A4A4A4;"></div><div align="justify"><font style="font-family: Calibri; font-size: 10px; text-transform: uppercase; letter-spacing: 1px; line-height: 10px; blockquote;"> I'd ask the world to dance </font><br><div align="right"><font style="font-family: Calibri; font-size: 12px; text-transform: uppercase; letter-spacing: 1px; line-height: 10px; align: blockquote;"><br>Rhett & Madeline - <a href="https://cdn01.justjared.com/wp-content/uploads/2017/06/hunnam-wave/charlie-hunnam-fan-friendly-26.jpg" target=”blank”><u>OUTFIT</u></a></div></div></div></font></center><br />
<br />
<br />
<center><a href="https://www.youtube.com/watch?v=VdphvuyaV_I" target="_blank">BILLI IDOL - REBELL YELL</a></center><br />
<br />
<br />
Aus den Lautsprechern in seinen Ohren dröhnte der Beat eines alten, fast vergessenen Songs und fraß sich wie ein Parasit in seinen Verstand. Billy Idol grölte ihm mit rauchiger Stimme das Trommelfell weg und sang von einem Mädchen, das er um Mitternacht flachlegte. Der Wischmob in seinen Händen wurde zum Mikrofon, in das er nun voller Inbrunst mit Billy um die Wette sang. <jin>”Because in the midnight hour she cried more, more, more…”</jin> Dabei tanzte er wild im Takt der Musik und benutzte den armseligen Mob zeitgleich als Pole Dance Stange, um die er sich mit galantem Hüftschwung bewegte – immerhin zeigte der Hula Hoop Reifen langsam Wirkung.<br />
<br />
Neben ihm am Boden lungerte der Eimer voll mit Wischwasser und schien keine Ahnung zu haben, wie er in dieses Fiasko geraten konnte. Traurig verpufften ein paar Schaumfetzen ungesehen am Rand des Eimers, der keine Beachtung mehr erhielt. An den Wänden ruhten fast schon steif die Waffen in ihren Halterungen. Sturmgewehre, Sniper, Pistolen – wie Zinnsoldaten, die keinen Schimmer davon hatten, was der Kerl da in der Mitte des Raumes trieb. Hinter Gittern, sicher verschlossen, um vor unbefugtem Zugriff zu schützen, erinnerten sie an lausige Karikaturen, die man zur Strafe in die Ecke gestellt hatte. Auf dem Tisch hinter ihm langweilte sich noch eine Flasche Waffenöl und ein alter, versiffter Lappen, den er vorhin noch benutzt und jetzt vergessen hatte. Nun staunte die Flasche über die Moves, die er zum Besten gab, denn seine Lieblingsstelle kam noch! <br />
<br />
Die letzten Wochen hatten ihm zugesetzt. Jede Faser seines Körpers schmerzte – dank Morgan! Aber das war ihm jetzt gerade egal. Denn aus irgendeinem Grund hatte er letzte Nacht zum ersten Mal richtig geschlafen. Und obwohl er irgendwie aus dem Wisch-Putz-und Aufräumdienst nicht herausfand und er eigentlich angepisst sein sollte, war er voll mit Adrenalin und guter Laune. Billy Idol hatte seinen Anteil daran und Rhett zollte dem Sänger ungeniert den verdienten Tribut.<br />
<br />
Als das Gitarrensolo einsetzte, sprang er auf den Tisch, der empört die Flucht ergriff und einige Zentimeter über den Boden rutschte. Die Ölflasche flog in hohem Bogen auf den Boden und ergoss sich mit geplatztem Verschluss in einer vorwurfsvollen schwarzen Lache. Nur der Lappen weigerte sich faul, mitzumachen. Das beeindruckte Rhett aber nicht. Er ließ sich auf der Tischplatte auf die Knie fallen und missbrauchte den Mob als Gitarre. Mit fröhlich schmerzverzerrtem Gesicht folgte er dem Rhythmus des Songs, während aus dem Mob die letzten Wassertropfen schleuderten und sich über die Einrichtung verteilten. <jin>“Oh yay little angel“</jin> Er war vollkommen in Stage und sah seinem imaginären Publikum dabei zu, wie es ihm zujubelte, ohne zu merken, dass jemand die Waffenkammer betrat. Wie lange sie da schon stand, war fraglich – er bekam rein gar nichts mit. <br />
<br />
Das Video zu diesem Song hatte Rhett schon eine Million Mal gesehen. Er kannte jede Geste, jeden Gesichtsausdruck des damaligen Rocksängers, der mit seiner blondierten Stachelfrisur ganze Hallen in Ohnmacht sang. Und so war jede seiner Bewegungen mit derselben Härte und demselben Ego ausgeführt, wie Billy es zelebrierte. Leder, Nietenhandschuhe, Tattoos… er feierte die Zeit, die schon so lange vorbei war. <br />
<br />
An seinem Gürtel hing das Handy, aus dem der Song dröhnte. Er schlitterte behände vom Tisch, stieß unbeabsichtigt den Eimer um, der wie ein Fußball durch den Raum rutschte, direkt vor ihre Füße. Dabei ergoss sich das gesamte Wischwasser über ihre Schuhe. <jin>“She cried more, more, more…“</jin>, schrie er in sein hölzernes Mikrofon, ehe er gegen jemanden stieß…<br />
<br />
Aus der Traum!<br />
<br />
Er hielt abrupt inne, zog sich ertappt einen Ohrstöpsel aus dem Ohr und sah sie verdutzt an. Sie sollte da überhaupt nicht stehen. Billy Idol krachte noch aus dem Minilautsprecher, so dass man jedes Wort von ihm hören konnte. <jin>“Ähm“</jin>, räusperte er sich und grinste, ehe sein Blick auf den getretenen Eimer fiel, der zu ihren Füßen lag. Ihm war, als würde der Eimer ihn anklagend betrachten. Rhett blickte wieder auf, rieb sich mit einer Hand entschuldigend den Nacken und sagte. <jin>“Ich hab dich nicht gesehen!“</jin> <br />
<br />
Das war dann doch mehr als offensichtlich und hätte diesen verbalen Zusatz nicht gebraucht, aber er hatte keine Ahnung, was er sonst sagen sollte. Er kniff die Lippen zusammen und deutete auf den klitschnassen Boden. <jin>“Du solltest aufpassen, ich hab grade gewischt…“</jin> Das traf es jetzt nicht im Ansatz. Der Eimer hatte mindestens fünf Liter gefasst, die nun den Boden heimsuchten und sich mit dem Waffenöl mischten, um etwas Versautes zu tun. Dabei fielen ihm ihre nassen Schuhe auf. Er biss sich auf die Lippe, um das Grinsen zu unterdrücken, das sich ihm aufdrängte. Jetzt merkte er auch, dass der Sound schon recht laut war und griff endlich nach dem Handy, um den Player auszustellen. <jin>“Sorry…“</jin>, rechtfertigte er sich halbherzig. <jin>“Ist Billy Idol. Den muss man laut hören!“</jin> Dann blickte er auf und ihm wurde bewusst, dass er dieses Mädchen noch nicht kannte. Das Stirnrunzeln auf seiner Stirn machte die Verwirrung deutlich. <jin>“Du bist…“</jin> Eine nachdenkliche Pause folgte <jin>“…wer?“</jin> In seinen Augen tanzte der Schalk. Er war der Neue. Er war also der Letzte, der irgendwelche Nachrichten oder Informationen erhielt, die ihn nicht direkt betrafen. Sie also nirgendwo einordnen zu können, war ihm demnach auch kein bisschen peinlich. Ebenso wenig wie das Chaos, das er angerichtet hatte.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<center><div style="width: 550px; margin-top: 50px;"><div style="text-align: center;"><link href='https://fonts.googleapis.com/css?family=Mrs+Saint+Delafield' rel='stylesheet' type='text/css'><div align="right"><font style="font-family: 'Mrs Saint Delafield', cursive; font-size: 55px; text-transform: text-transform: letter-spacing: 2px; line-height: 25px; font-style:;"> If I had a chance</font></div></div><div style="width: 550px; border-bottom: 3px solid #A4A4A4;"></div><div align="justify"><font style="font-family: Calibri; font-size: 10px; text-transform: uppercase; letter-spacing: 1px; line-height: 10px; blockquote;"> I'd ask the world to dance </font><br><div align="right"><font style="font-family: Calibri; font-size: 12px; text-transform: uppercase; letter-spacing: 1px; line-height: 10px; align: blockquote;"><br>Rhett & Madeline - <a href="https://cdn01.justjared.com/wp-content/uploads/2017/06/hunnam-wave/charlie-hunnam-fan-friendly-26.jpg" target=”blank”><u>OUTFIT</u></a></div></div></div></font></center><br />
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<center><a href="https://www.youtube.com/watch?v=VdphvuyaV_I" target="_blank">BILLI IDOL - REBELL YELL</a></center><br />
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Aus den Lautsprechern in seinen Ohren dröhnte der Beat eines alten, fast vergessenen Songs und fraß sich wie ein Parasit in seinen Verstand. Billy Idol grölte ihm mit rauchiger Stimme das Trommelfell weg und sang von einem Mädchen, das er um Mitternacht flachlegte. Der Wischmob in seinen Händen wurde zum Mikrofon, in das er nun voller Inbrunst mit Billy um die Wette sang. <jin>”Because in the midnight hour she cried more, more, more…”</jin> Dabei tanzte er wild im Takt der Musik und benutzte den armseligen Mob zeitgleich als Pole Dance Stange, um die er sich mit galantem Hüftschwung bewegte – immerhin zeigte der Hula Hoop Reifen langsam Wirkung.<br />
<br />
Neben ihm am Boden lungerte der Eimer voll mit Wischwasser und schien keine Ahnung zu haben, wie er in dieses Fiasko geraten konnte. Traurig verpufften ein paar Schaumfetzen ungesehen am Rand des Eimers, der keine Beachtung mehr erhielt. An den Wänden ruhten fast schon steif die Waffen in ihren Halterungen. Sturmgewehre, Sniper, Pistolen – wie Zinnsoldaten, die keinen Schimmer davon hatten, was der Kerl da in der Mitte des Raumes trieb. Hinter Gittern, sicher verschlossen, um vor unbefugtem Zugriff zu schützen, erinnerten sie an lausige Karikaturen, die man zur Strafe in die Ecke gestellt hatte. Auf dem Tisch hinter ihm langweilte sich noch eine Flasche Waffenöl und ein alter, versiffter Lappen, den er vorhin noch benutzt und jetzt vergessen hatte. Nun staunte die Flasche über die Moves, die er zum Besten gab, denn seine Lieblingsstelle kam noch! <br />
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Die letzten Wochen hatten ihm zugesetzt. Jede Faser seines Körpers schmerzte – dank Morgan! Aber das war ihm jetzt gerade egal. Denn aus irgendeinem Grund hatte er letzte Nacht zum ersten Mal richtig geschlafen. Und obwohl er irgendwie aus dem Wisch-Putz-und Aufräumdienst nicht herausfand und er eigentlich angepisst sein sollte, war er voll mit Adrenalin und guter Laune. Billy Idol hatte seinen Anteil daran und Rhett zollte dem Sänger ungeniert den verdienten Tribut.<br />
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Als das Gitarrensolo einsetzte, sprang er auf den Tisch, der empört die Flucht ergriff und einige Zentimeter über den Boden rutschte. Die Ölflasche flog in hohem Bogen auf den Boden und ergoss sich mit geplatztem Verschluss in einer vorwurfsvollen schwarzen Lache. Nur der Lappen weigerte sich faul, mitzumachen. Das beeindruckte Rhett aber nicht. Er ließ sich auf der Tischplatte auf die Knie fallen und missbrauchte den Mob als Gitarre. Mit fröhlich schmerzverzerrtem Gesicht folgte er dem Rhythmus des Songs, während aus dem Mob die letzten Wassertropfen schleuderten und sich über die Einrichtung verteilten. <jin>“Oh yay little angel“</jin> Er war vollkommen in Stage und sah seinem imaginären Publikum dabei zu, wie es ihm zujubelte, ohne zu merken, dass jemand die Waffenkammer betrat. Wie lange sie da schon stand, war fraglich – er bekam rein gar nichts mit. <br />
<br />
Das Video zu diesem Song hatte Rhett schon eine Million Mal gesehen. Er kannte jede Geste, jeden Gesichtsausdruck des damaligen Rocksängers, der mit seiner blondierten Stachelfrisur ganze Hallen in Ohnmacht sang. Und so war jede seiner Bewegungen mit derselben Härte und demselben Ego ausgeführt, wie Billy es zelebrierte. Leder, Nietenhandschuhe, Tattoos… er feierte die Zeit, die schon so lange vorbei war. <br />
<br />
An seinem Gürtel hing das Handy, aus dem der Song dröhnte. Er schlitterte behände vom Tisch, stieß unbeabsichtigt den Eimer um, der wie ein Fußball durch den Raum rutschte, direkt vor ihre Füße. Dabei ergoss sich das gesamte Wischwasser über ihre Schuhe. <jin>“She cried more, more, more…“</jin>, schrie er in sein hölzernes Mikrofon, ehe er gegen jemanden stieß…<br />
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Aus der Traum!<br />
<br />
Er hielt abrupt inne, zog sich ertappt einen Ohrstöpsel aus dem Ohr und sah sie verdutzt an. Sie sollte da überhaupt nicht stehen. Billy Idol krachte noch aus dem Minilautsprecher, so dass man jedes Wort von ihm hören konnte. <jin>“Ähm“</jin>, räusperte er sich und grinste, ehe sein Blick auf den getretenen Eimer fiel, der zu ihren Füßen lag. Ihm war, als würde der Eimer ihn anklagend betrachten. Rhett blickte wieder auf, rieb sich mit einer Hand entschuldigend den Nacken und sagte. <jin>“Ich hab dich nicht gesehen!“</jin> <br />
<br />
Das war dann doch mehr als offensichtlich und hätte diesen verbalen Zusatz nicht gebraucht, aber er hatte keine Ahnung, was er sonst sagen sollte. Er kniff die Lippen zusammen und deutete auf den klitschnassen Boden. <jin>“Du solltest aufpassen, ich hab grade gewischt…“</jin> Das traf es jetzt nicht im Ansatz. Der Eimer hatte mindestens fünf Liter gefasst, die nun den Boden heimsuchten und sich mit dem Waffenöl mischten, um etwas Versautes zu tun. Dabei fielen ihm ihre nassen Schuhe auf. Er biss sich auf die Lippe, um das Grinsen zu unterdrücken, das sich ihm aufdrängte. Jetzt merkte er auch, dass der Sound schon recht laut war und griff endlich nach dem Handy, um den Player auszustellen. <jin>“Sorry…“</jin>, rechtfertigte er sich halbherzig. <jin>“Ist Billy Idol. Den muss man laut hören!“</jin> Dann blickte er auf und ihm wurde bewusst, dass er dieses Mädchen noch nicht kannte. Das Stirnrunzeln auf seiner Stirn machte die Verwirrung deutlich. <jin>“Du bist…“</jin> Eine nachdenkliche Pause folgte <jin>“…wer?“</jin> In seinen Augen tanzte der Schalk. Er war der Neue. Er war also der Letzte, der irgendwelche Nachrichten oder Informationen erhielt, die ihn nicht direkt betrafen. Sie also nirgendwo einordnen zu können, war ihm demnach auch kein bisschen peinlich. Ebenso wenig wie das Chaos, das er angerichtet hatte.]]></content:encoded>
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