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		<title><![CDATA[claws & fangs - Zentrum und weiße Zone]]></title>
		<link>https://claws.stories-untold.de/</link>
		<description><![CDATA[claws & fangs - https://claws.stories-untold.de]]></description>
		<pubDate>Wed, 08 Apr 2026 22:51:18 +0000</pubDate>
		<generator>MyBB</generator>
		<item>
			<title><![CDATA[The secret to a new beginning]]></title>
			<link>https://claws.stories-untold.de/showthread.php?tid=530</link>
			<pubDate>Sun, 14 Dec 2025 16:29:31 +0000</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://claws.stories-untold.de/member.php?action=profile&uid=93">Saira Sung</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://claws.stories-untold.de/showthread.php?tid=530</guid>
			<description><![CDATA[Vögel zwitscherten, sachte strich der Wind durch die Bäume, ließ das Lied ihrer Blätter erklingen. Weiches Rot tauchte den noch dunklen Himmel in seine bald schon prächtigen Farben. Ihre Nacht war kurz gewesen, ruhelos. Vieles ging der jungen Frau durch den Kopf, nicht nur den gestrigen Tag, den sie mit Josi verbrachte und viele Mitglieder des Rudels kennenlernte. Heute würde es weiter gehen. Eigentlich war es für sie bekannt, sollte bereits Routine sein. Auf ihrer Wanderschaft hatte sie vieles ähnlich erlebt. Auch die ersten Nächte auf dem Campus waren für sie Kurz gewesen. Dass die Müdigkeit in ihren Augen brannte, machte ihr wenig. In Klausurphasen hatte sie viele kurze Nächte. Vielleicht war es einfach die Tatsache, dass sie es nicht aufschreiben durfte. Keine Frage, sie konnte es verstehen. Die Vorsicht dahinter, Dinge nach draußen zu tragen. Saira fühlte sich bereits mehr als geehrte, dass Taqa ihr die Chance hierfür gegeben hatte.<br />
Immerhin war sie keine erfahrene Heilerin, hatte noch ein wenig zu lernen. Auch wenn vieles schon bekannt war und sie eine Zeit lang als Nebenheilerin in ihrem Heimatclan gearbeitet hatte. Clan, kein Rudel.<br />
Ihre Heimat war weitläufig. Erstreckte sich über verschiedenste Mitglieder und kleiner Gruppierungen, dass man nicht von einem Rudel sprach. Einem wie diesem hier. Bislang hatte Saira nur Katzen gerochen. Abgesehen von Josi und Ben, die Menschen waren.<br />
<br />
In Gedanken begann sie sich zu Dehnen, ehe sie um die Gästehütte herum joggte. Weit von dieser entfernen wollte sie nicht, da sie ihren Aufpassern nicht auf den Schlips treten wollte, aber sie unbedingt eine körperliche Auszeit brauchte. Am liebsten wäre es ihr gewesen, der Katze ihren Lauf zu lassen, aber sie wollte nicht riskieren, dass es zu einem Vertragsbruch kam. Vertrauensbruch, schon gar nicht. Erstaunlicherweise war es für das Tier vollkommen in Ordnung. Sie fühlte sich wohl, hier wo sie war. Unter so vielen Katzen und lieben Menschen. Nach dem – um die Hütte laufen – trat sie wieder rein, ging Duschen und machte sich in der kleinen Küche etwas zu Essen. Ein Hoch auf Müsli, Schüssel, Milch und rein damit.<br />
Nicht das nahrhafteste, aber es reichte, um über den Tag zu kommen, beziehungsweise bis zum Mittag. Josi hatte gestern nicht übertrieben, als sie meinte, dass man hier nicht verhungern würde.<br />
<br />
Mit der Schüssel setzte sie sich in einer bequemen Pose auf die Veranda. Ein kleiner Ratern Sessel stand da, mit dicken weichen Kissen. Sehr bequem und äußerst entspannend. Die Sonne hatte bereits den Himmel in ein leuchtendes Blau getaucht. Es dürfte bestimmt, drei Stunden vergangen sein. Noch viel zu früh für die meisten, wenn sie sich recht an Josis Ausführung erinnerte. Ihre innere Uhr war noch zur Studienzeit eingestellt. Vor der ersten Lesung noch ins Buch schauen. Schon einmal Pläne erstellen, schon einmal schauen, welche Pharmamittel man wo bekam, welche Einsätze wie wirkten. In der Schule bekamen auch die Heiler von Gestaltwandlern Pharmazeutin mit. Auch wenn viele Heiler es nicht benötigten. Saira war sicher, dass es diejenigen unterschrieben oder doppelt unterstreichen würden, die viele Menschen im Rudel hatten. Menschen reagierten sehr gut auf manche Medikamente. Mediale hingegen musste man mit großer Vorsicht behandeln, wenn es um Pillen oder Tabletten ging. Auf ihrer Wanderschaft hatte sie es in dem Krankenhaus erklärt bekommen. Es war immer hilfreich, eine mediale Ärztin, M-Kategorie nannten sie es, wenn sich Saira recht erinnerte, dazuhaben. Krankenhäuser nutzten Menschen und Mediale sehr gerne in leitenden Positionen. Heiler waren schwieriger einzusetzen, da sie ihre Kraft aus dem Rudel bezogen und wenn man keinem Rudel angehörte, konnte man schnell ermüden und die Fähigkeit einer Hilfestellung untereinander war abgeschwächt. Als Heilerin konnte sie nicht genau beschreiben, wie es sich anfühlte, es war, als würde sie ganz allein einen großen Felsbrocken aufhalten wollen.<br />
Nachdem sie ihre Heimat verlassen hatte, war sie erschrocken, als sie das erste Mal jemanden Helfen wollte und auf die natürliche Fähigkeit zurückgreifen wollte. Es ging so schwer, raubte ihr fast den Verstand, bis ihr eine weitere Heilerin unter die Arme griff. Natürlich hatte ihr Michiko erklärt, dass es passieren würde. Ihr verdankte ihr wirklich sehr, sehr viel. Sie war eine großartige Hauptheilerin, aber Saira wollte mehr.<br />
<br />
In ihren Augen tauchte die Katze auf, blickte sich um, schnurrte, wie es Schneeleoparden taten, dunklen, tief, vibrierend, ähnlich einer Hauskatze. Das hier war ein weiterer Punkt an Erfahrung, an wissen, welches sie dankbar annahm. An vielen kleinen Dingen, die sie besser machen konnte und ihr Wissen dahin festigen durfte. Überprüfen. Sich bemängeln. Weitermachen. Die Kontakte gestern, wirkliche Kontakte, körperliche Händeschütteln, die kleinen Berührungen, die man ihr schenkte. Sie waren so kostbar für die junge Frau. In Gedanken versunken genoss sie die Freie Zeit, erstaunlich, dass sie überhaupt zur Ruhe kam.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[Vögel zwitscherten, sachte strich der Wind durch die Bäume, ließ das Lied ihrer Blätter erklingen. Weiches Rot tauchte den noch dunklen Himmel in seine bald schon prächtigen Farben. Ihre Nacht war kurz gewesen, ruhelos. Vieles ging der jungen Frau durch den Kopf, nicht nur den gestrigen Tag, den sie mit Josi verbrachte und viele Mitglieder des Rudels kennenlernte. Heute würde es weiter gehen. Eigentlich war es für sie bekannt, sollte bereits Routine sein. Auf ihrer Wanderschaft hatte sie vieles ähnlich erlebt. Auch die ersten Nächte auf dem Campus waren für sie Kurz gewesen. Dass die Müdigkeit in ihren Augen brannte, machte ihr wenig. In Klausurphasen hatte sie viele kurze Nächte. Vielleicht war es einfach die Tatsache, dass sie es nicht aufschreiben durfte. Keine Frage, sie konnte es verstehen. Die Vorsicht dahinter, Dinge nach draußen zu tragen. Saira fühlte sich bereits mehr als geehrte, dass Taqa ihr die Chance hierfür gegeben hatte.<br />
Immerhin war sie keine erfahrene Heilerin, hatte noch ein wenig zu lernen. Auch wenn vieles schon bekannt war und sie eine Zeit lang als Nebenheilerin in ihrem Heimatclan gearbeitet hatte. Clan, kein Rudel.<br />
Ihre Heimat war weitläufig. Erstreckte sich über verschiedenste Mitglieder und kleiner Gruppierungen, dass man nicht von einem Rudel sprach. Einem wie diesem hier. Bislang hatte Saira nur Katzen gerochen. Abgesehen von Josi und Ben, die Menschen waren.<br />
<br />
In Gedanken begann sie sich zu Dehnen, ehe sie um die Gästehütte herum joggte. Weit von dieser entfernen wollte sie nicht, da sie ihren Aufpassern nicht auf den Schlips treten wollte, aber sie unbedingt eine körperliche Auszeit brauchte. Am liebsten wäre es ihr gewesen, der Katze ihren Lauf zu lassen, aber sie wollte nicht riskieren, dass es zu einem Vertragsbruch kam. Vertrauensbruch, schon gar nicht. Erstaunlicherweise war es für das Tier vollkommen in Ordnung. Sie fühlte sich wohl, hier wo sie war. Unter so vielen Katzen und lieben Menschen. Nach dem – um die Hütte laufen – trat sie wieder rein, ging Duschen und machte sich in der kleinen Küche etwas zu Essen. Ein Hoch auf Müsli, Schüssel, Milch und rein damit.<br />
Nicht das nahrhafteste, aber es reichte, um über den Tag zu kommen, beziehungsweise bis zum Mittag. Josi hatte gestern nicht übertrieben, als sie meinte, dass man hier nicht verhungern würde.<br />
<br />
Mit der Schüssel setzte sie sich in einer bequemen Pose auf die Veranda. Ein kleiner Ratern Sessel stand da, mit dicken weichen Kissen. Sehr bequem und äußerst entspannend. Die Sonne hatte bereits den Himmel in ein leuchtendes Blau getaucht. Es dürfte bestimmt, drei Stunden vergangen sein. Noch viel zu früh für die meisten, wenn sie sich recht an Josis Ausführung erinnerte. Ihre innere Uhr war noch zur Studienzeit eingestellt. Vor der ersten Lesung noch ins Buch schauen. Schon einmal Pläne erstellen, schon einmal schauen, welche Pharmamittel man wo bekam, welche Einsätze wie wirkten. In der Schule bekamen auch die Heiler von Gestaltwandlern Pharmazeutin mit. Auch wenn viele Heiler es nicht benötigten. Saira war sicher, dass es diejenigen unterschrieben oder doppelt unterstreichen würden, die viele Menschen im Rudel hatten. Menschen reagierten sehr gut auf manche Medikamente. Mediale hingegen musste man mit großer Vorsicht behandeln, wenn es um Pillen oder Tabletten ging. Auf ihrer Wanderschaft hatte sie es in dem Krankenhaus erklärt bekommen. Es war immer hilfreich, eine mediale Ärztin, M-Kategorie nannten sie es, wenn sich Saira recht erinnerte, dazuhaben. Krankenhäuser nutzten Menschen und Mediale sehr gerne in leitenden Positionen. Heiler waren schwieriger einzusetzen, da sie ihre Kraft aus dem Rudel bezogen und wenn man keinem Rudel angehörte, konnte man schnell ermüden und die Fähigkeit einer Hilfestellung untereinander war abgeschwächt. Als Heilerin konnte sie nicht genau beschreiben, wie es sich anfühlte, es war, als würde sie ganz allein einen großen Felsbrocken aufhalten wollen.<br />
Nachdem sie ihre Heimat verlassen hatte, war sie erschrocken, als sie das erste Mal jemanden Helfen wollte und auf die natürliche Fähigkeit zurückgreifen wollte. Es ging so schwer, raubte ihr fast den Verstand, bis ihr eine weitere Heilerin unter die Arme griff. Natürlich hatte ihr Michiko erklärt, dass es passieren würde. Ihr verdankte ihr wirklich sehr, sehr viel. Sie war eine großartige Hauptheilerin, aber Saira wollte mehr.<br />
<br />
In ihren Augen tauchte die Katze auf, blickte sich um, schnurrte, wie es Schneeleoparden taten, dunklen, tief, vibrierend, ähnlich einer Hauskatze. Das hier war ein weiterer Punkt an Erfahrung, an wissen, welches sie dankbar annahm. An vielen kleinen Dingen, die sie besser machen konnte und ihr Wissen dahin festigen durfte. Überprüfen. Sich bemängeln. Weitermachen. Die Kontakte gestern, wirkliche Kontakte, körperliche Händeschütteln, die kleinen Berührungen, die man ihr schenkte. Sie waren so kostbar für die junge Frau. In Gedanken versunken genoss sie die Freie Zeit, erstaunlich, dass sie überhaupt zur Ruhe kam.]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Life is too short to have one dish at a time!]]></title>
			<link>https://claws.stories-untold.de/showthread.php?tid=524</link>
			<pubDate>Tue, 02 Dec 2025 21:10:42 +0000</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://claws.stories-untold.de/member.php?action=profile&uid=122">Prija Yadav</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://claws.stories-untold.de/showthread.php?tid=524</guid>
			<description><![CDATA[Gähnend stand sie nun auf dem Boden unter dem Baumhaus, in dem sie bei ihrer Tante untergebracht worden war. Der Tag gestern mit Josi war bereits aufregend und spannend gewesen. Neue Leute kennenzulernen und vor allem neue Ankünfte. Jede Stadt oder jedes Rudel machte seine Dinge eben anders, es war beinahe alle 'in etwa gleich' aber dann eben doch nicht. Prija musste außerdem zugeben, dass sie die Soldatin doch ganz gern um sich hatte. Sie war aufgeweckt und freundlich und überhaupt sehr aufmerksam. <br />
Aber die Nacht hatte sie sich mit Yasmin um die Ohren geschlagen. Ihrer Tante. <br />
Nicht nur haben sie sich sofort ans Kochen begeben, eine Aloo Paratha mit einem leckeren Dal, schnell und sattmachend für die ganze Familie, sondern waren nach dem Essen in einige wundersame, erheiternde, tiefe Gespräche versunken. Für Prija war es ein wunderschöner Abend, denn ihre Tante und auch deren Mann haben sie so herzlich empfangen, dass es sich beinahe wie Heimat anfühlte. Auch wenn Yasmin nicht mehr viel Heimat um sich hatte, aber das war Prija nicht wichtig. Das Kochen fühlte sich seit langen wieder so vielversprechend ausfüllend an, wie lange nicht mehr. Es hatte ihr die nötige Kraft gegeben, die Batterien aufgeladen für den nächsten Tag.<br />
<br />
Hier stand sie nun und wartete auf Taqa. Sie hatte eine schwarze enge Hose an, ein schwarz-lila kariertes Hemd, darunter ein schwarzes Top. An ihren Füßen trug sie ihre liebsten Sneakers, in Lila. Eine Farbe, die – nicht nur – aber am meisten in ihrer Kleidung und ihren Koffer vertreten war. Zwar hatte sie bereits mit der Alpha dieses Rudels gesprochen und engeren Kontakt gehabt, aber das hier würde die erste 'echte' Begegnung sein, die sie mit ihr haben würde. Zugegeben, ein kleines bisschen nervös war sie ja schon. Nicht vor Taqa selber, Prija schätzte sie durch ihre ruhige, aufgeklärte und weitsichtige Art sehr, aber irgendwie hatte sie sich schon ein wenig in das Fleckchen verliebt. Vielleicht war es auch einfach Josis Art gewesen, sie willkommen zu heißen. Wenn sie alle im Rudel so offen und freundlich waren, würde man sie definitiv hier nicht mehr herausbekommen. Wobei, sie war ganz eine Köchin und hatte die Manieren einer dieser. Andererseits gab es Küchen, die sie auf ihrer Reise besucht hatte, in denen selbst ihr der Stift auf Grundeis ging. Wo immer jemand dominanteres auftrat, tat ihre Katze das, was gut für sie war. Sich ducken. Ihr Tier war so sehr sie selbst, dass sie gar nicht erst dagegen steuern würde und wollte. Dynamisches Leben im Rudel, auch in der Küche. Aber dafür war sie nicht mehr hier. Durch die Fortbildung würde sie nun den Antritt der Leitung übernehmen, das Oberhaupt, die Küchenmeisterin. Weniger klein schneiden und Kreationen zusammen setzen, als Dienstpläne schreiben, Köche und Bei-Köche kennenlernen und zusammen als Team fassen, Vorräte ein und aus buchen und Bestellungen tätigen. Zahlen und Pläne, statt Sellerie und Schnitzel.<br />
<br />
Neue Aufgaben, neue Zeit und neues Land. Neue Leute. Alles neu. Die Schwanzspitze ihrer Katze ging hin und her, während sie überpünktlich an dem Treffpunkt wartete. Seicht strich der Wind durch die Bäume, die Baumhäuser waren nicht alle auf einer Ebene hochgehoben. Manche waren höher, manche tiefer. Yasmin hatte ihr bereits erklärt, dass vom Herzen ausgehend, die weiße Zone, es verschiedene Ebenen gab. Prija stellte sich vor, dass es wie ein Ziel aufgebaut war. Mittig das Herz und um es zu schützen, wurden die Soldaten darum herum aufgebaut. Von Unterwürfigen, Familien, zu Soldaten mittleren und schlussendlich hohe Soldaten bzw. Wächtern am äußeren Ring. Ob es so in etwa stimmte, konnte ihr nur die Alpha erzählen und die Zeit. Sehr wohl beabsichtigte Prija hier zu bleiben. Nicht nur für eine Zeit lang, sondern wirklich sesshaft zu werden. Ursprünglich wollte sie wieder zurück zu ihren Eltern, aber mittlerweile gefiel ihr die Welt, die Freiheit und die Moderne schon sehr. Aber man würde sehen, wie gut sich Prija hier einarbeiten konnte. Welche Feinde und Freunde noch auf sie zukam und wie das ganze allgemein hier ausgehen würde. Sie hob den Kopf gegen die Sonne und schloss die Augen. Genoss die wärme der Strahlen, das Zwitschern der Vögel und die Ruhe, die es mit sich brachte. Herrlich.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[Gähnend stand sie nun auf dem Boden unter dem Baumhaus, in dem sie bei ihrer Tante untergebracht worden war. Der Tag gestern mit Josi war bereits aufregend und spannend gewesen. Neue Leute kennenzulernen und vor allem neue Ankünfte. Jede Stadt oder jedes Rudel machte seine Dinge eben anders, es war beinahe alle 'in etwa gleich' aber dann eben doch nicht. Prija musste außerdem zugeben, dass sie die Soldatin doch ganz gern um sich hatte. Sie war aufgeweckt und freundlich und überhaupt sehr aufmerksam. <br />
Aber die Nacht hatte sie sich mit Yasmin um die Ohren geschlagen. Ihrer Tante. <br />
Nicht nur haben sie sich sofort ans Kochen begeben, eine Aloo Paratha mit einem leckeren Dal, schnell und sattmachend für die ganze Familie, sondern waren nach dem Essen in einige wundersame, erheiternde, tiefe Gespräche versunken. Für Prija war es ein wunderschöner Abend, denn ihre Tante und auch deren Mann haben sie so herzlich empfangen, dass es sich beinahe wie Heimat anfühlte. Auch wenn Yasmin nicht mehr viel Heimat um sich hatte, aber das war Prija nicht wichtig. Das Kochen fühlte sich seit langen wieder so vielversprechend ausfüllend an, wie lange nicht mehr. Es hatte ihr die nötige Kraft gegeben, die Batterien aufgeladen für den nächsten Tag.<br />
<br />
Hier stand sie nun und wartete auf Taqa. Sie hatte eine schwarze enge Hose an, ein schwarz-lila kariertes Hemd, darunter ein schwarzes Top. An ihren Füßen trug sie ihre liebsten Sneakers, in Lila. Eine Farbe, die – nicht nur – aber am meisten in ihrer Kleidung und ihren Koffer vertreten war. Zwar hatte sie bereits mit der Alpha dieses Rudels gesprochen und engeren Kontakt gehabt, aber das hier würde die erste 'echte' Begegnung sein, die sie mit ihr haben würde. Zugegeben, ein kleines bisschen nervös war sie ja schon. Nicht vor Taqa selber, Prija schätzte sie durch ihre ruhige, aufgeklärte und weitsichtige Art sehr, aber irgendwie hatte sie sich schon ein wenig in das Fleckchen verliebt. Vielleicht war es auch einfach Josis Art gewesen, sie willkommen zu heißen. Wenn sie alle im Rudel so offen und freundlich waren, würde man sie definitiv hier nicht mehr herausbekommen. Wobei, sie war ganz eine Köchin und hatte die Manieren einer dieser. Andererseits gab es Küchen, die sie auf ihrer Reise besucht hatte, in denen selbst ihr der Stift auf Grundeis ging. Wo immer jemand dominanteres auftrat, tat ihre Katze das, was gut für sie war. Sich ducken. Ihr Tier war so sehr sie selbst, dass sie gar nicht erst dagegen steuern würde und wollte. Dynamisches Leben im Rudel, auch in der Küche. Aber dafür war sie nicht mehr hier. Durch die Fortbildung würde sie nun den Antritt der Leitung übernehmen, das Oberhaupt, die Küchenmeisterin. Weniger klein schneiden und Kreationen zusammen setzen, als Dienstpläne schreiben, Köche und Bei-Köche kennenlernen und zusammen als Team fassen, Vorräte ein und aus buchen und Bestellungen tätigen. Zahlen und Pläne, statt Sellerie und Schnitzel.<br />
<br />
Neue Aufgaben, neue Zeit und neues Land. Neue Leute. Alles neu. Die Schwanzspitze ihrer Katze ging hin und her, während sie überpünktlich an dem Treffpunkt wartete. Seicht strich der Wind durch die Bäume, die Baumhäuser waren nicht alle auf einer Ebene hochgehoben. Manche waren höher, manche tiefer. Yasmin hatte ihr bereits erklärt, dass vom Herzen ausgehend, die weiße Zone, es verschiedene Ebenen gab. Prija stellte sich vor, dass es wie ein Ziel aufgebaut war. Mittig das Herz und um es zu schützen, wurden die Soldaten darum herum aufgebaut. Von Unterwürfigen, Familien, zu Soldaten mittleren und schlussendlich hohe Soldaten bzw. Wächtern am äußeren Ring. Ob es so in etwa stimmte, konnte ihr nur die Alpha erzählen und die Zeit. Sehr wohl beabsichtigte Prija hier zu bleiben. Nicht nur für eine Zeit lang, sondern wirklich sesshaft zu werden. Ursprünglich wollte sie wieder zurück zu ihren Eltern, aber mittlerweile gefiel ihr die Welt, die Freiheit und die Moderne schon sehr. Aber man würde sehen, wie gut sich Prija hier einarbeiten konnte. Welche Feinde und Freunde noch auf sie zukam und wie das ganze allgemein hier ausgehen würde. Sie hob den Kopf gegen die Sonne und schloss die Augen. Genoss die wärme der Strahlen, das Zwitschern der Vögel und die Ruhe, die es mit sich brachte. Herrlich.]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[the true meaning of unwavering loyalty]]></title>
			<link>https://claws.stories-untold.de/showthread.php?tid=522</link>
			<pubDate>Tue, 02 Dec 2025 12:28:38 +0000</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://claws.stories-untold.de/member.php?action=profile&uid=109">Qaletaqa GrayStone</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://claws.stories-untold.de/showthread.php?tid=522</guid>
			<description><![CDATA[<center><div style="width: 450px; margin-top: 50px;"><div style="text-align: center;"><link href='https://fonts.googleapis.com/css?family=Mrs+Saint+Delafield' rel='stylesheet' type='text/css'><div align="right"><font style="font-family: 'Mrs Saint Delafield', cursive; font-size: 55px; text-transform: text-transform: letter-spacing: 2px; line-height: 25px; font-style: italic;"> Unwavering loyalty</font></div></div><div style="width: 450px; border-bottom: 3px solid #A4A4A4;"></div><div align="justify"><font style="font-family: Calibri; font-size: 10px; text-transform: uppercase; letter-spacing: 1px; line-height: 10px; blockquote;">the true meaning of</font><br><div align="right"><font style="font-family: Calibri; font-size: 8px; text-transform: uppercase; letter-spacing: 1px; line-height: 10px; align: right;"><br>Kit, Kunao, Taqa und Wächter NPCs</div></div></div></font></center><br />
<br />
Die Feier zu ihrer Ernennung als neue Alpha war noch keine zwei Wochen her und schon war ihr Terminplan voll, Taqa schwirrte beinahe der Kopf, so viele Ideen und Pläne kämpften darin um ihre Aufmerksamkeit. Es war eine Sache, sich immer wieder auszumalen, wie es wohl wäre, ein eigenes Rudel zu haben und eine ganz andere, dieses dann auch wirklich zu erleben. Viel war seit ihrer Rückkehr nach Tennessee passiert, viel zu viel um es alleine zu bewältigen und genau deswegen hatte sie dieses Treffen organisiert. <br />
<br />
Entgegen Lous Gewohnheit, das Büro der Alpha in der zweiten Ebene für offizielle Besprechungen zu benutzen, entschied sich Taqa für eine familiärere und ungezwungenere Atmosphäre und hatte kurzerhand die Wächter und Kit und Kunao zu sich eingeladen.<br />
Besser gesagt, in die weitläufige Holzhütte ihrer Eltern, da sie immer noch keine eigene bezogen hatte und sich wie auch schon in den vergangenen Wochen fest vornahm, sich bald darum zu kümmern. Aber irgendwie gab es immer andere Sachen, die wichtiger und dringlicher zu sein schienen und da ihre Eltern verständnisvoll genug waren, ihr das Haus für den restlichen Tag zu überlassen, konnte sich Taqa ganz auf das Treffen konzentrieren. Sie hatte Essen und Getränke für alle besorgt und eine Liste herumgeschickt, damit jeder sich auf die anstehenden Themen vorbereiten konnte. Ihr Blick glitt auf ihren Kommunikator, um sich die Punkte nochmal anzusehen.  <br />
<br />
<span style="font-family: Courier New;" class="mycode_font"><ul class="mycode_list"><li>Probleme » Jeel, Ravyn</li>
</ul>
<ul class="mycode_list"><li>Aufnahmen » Saira</li>
</ul>
<ul class="mycode_list"><li>Ankunft Prija am 13.08.</li>
</ul>
<ul class="mycode_list"><li>Bauvorhaben » Bogenschießstand, Schwitzhütte, Töpferraum</li>
</ul>
<ul class="mycode_list"><li>Tagestrainings / Seminare mit der Pfeilgarde</li>
</ul>
<ul class="mycode_list"><li>Meeting mit den anderen Alphas</li>
</ul>
</span><br />
Ihr Seufzen blieb leise, aber nicht weniger schwer. Sie hatte es sich nicht unbedingt einfacher vorgestellt, es war ihre Lebensaufgabe und sie würde alles für ihr Rudel tun. Aber der Start war doch holpriger als gedacht und sie musste bereits Wogen glätten, von denen sie gehofft hatte, diese traten erst viel, viel später auf. Doch genau deswegen waren die Wächter so wichtig und da sich niemand weiteres freiwillig gemeldet hatte, würde sie mit diesem Thema heute anfangen. Jetzt musste sie nur noch auf die anderen warten.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<center><div style="width: 450px; margin-top: 50px;"><div style="text-align: center;"><link href='https://fonts.googleapis.com/css?family=Mrs+Saint+Delafield' rel='stylesheet' type='text/css'><div align="right"><font style="font-family: 'Mrs Saint Delafield', cursive; font-size: 55px; text-transform: text-transform: letter-spacing: 2px; line-height: 25px; font-style: italic;"> Unwavering loyalty</font></div></div><div style="width: 450px; border-bottom: 3px solid #A4A4A4;"></div><div align="justify"><font style="font-family: Calibri; font-size: 10px; text-transform: uppercase; letter-spacing: 1px; line-height: 10px; blockquote;">the true meaning of</font><br><div align="right"><font style="font-family: Calibri; font-size: 8px; text-transform: uppercase; letter-spacing: 1px; line-height: 10px; align: right;"><br>Kit, Kunao, Taqa und Wächter NPCs</div></div></div></font></center><br />
<br />
Die Feier zu ihrer Ernennung als neue Alpha war noch keine zwei Wochen her und schon war ihr Terminplan voll, Taqa schwirrte beinahe der Kopf, so viele Ideen und Pläne kämpften darin um ihre Aufmerksamkeit. Es war eine Sache, sich immer wieder auszumalen, wie es wohl wäre, ein eigenes Rudel zu haben und eine ganz andere, dieses dann auch wirklich zu erleben. Viel war seit ihrer Rückkehr nach Tennessee passiert, viel zu viel um es alleine zu bewältigen und genau deswegen hatte sie dieses Treffen organisiert. <br />
<br />
Entgegen Lous Gewohnheit, das Büro der Alpha in der zweiten Ebene für offizielle Besprechungen zu benutzen, entschied sich Taqa für eine familiärere und ungezwungenere Atmosphäre und hatte kurzerhand die Wächter und Kit und Kunao zu sich eingeladen.<br />
Besser gesagt, in die weitläufige Holzhütte ihrer Eltern, da sie immer noch keine eigene bezogen hatte und sich wie auch schon in den vergangenen Wochen fest vornahm, sich bald darum zu kümmern. Aber irgendwie gab es immer andere Sachen, die wichtiger und dringlicher zu sein schienen und da ihre Eltern verständnisvoll genug waren, ihr das Haus für den restlichen Tag zu überlassen, konnte sich Taqa ganz auf das Treffen konzentrieren. Sie hatte Essen und Getränke für alle besorgt und eine Liste herumgeschickt, damit jeder sich auf die anstehenden Themen vorbereiten konnte. Ihr Blick glitt auf ihren Kommunikator, um sich die Punkte nochmal anzusehen.  <br />
<br />
<span style="font-family: Courier New;" class="mycode_font"><ul class="mycode_list"><li>Probleme » Jeel, Ravyn</li>
</ul>
<ul class="mycode_list"><li>Aufnahmen » Saira</li>
</ul>
<ul class="mycode_list"><li>Ankunft Prija am 13.08.</li>
</ul>
<ul class="mycode_list"><li>Bauvorhaben » Bogenschießstand, Schwitzhütte, Töpferraum</li>
</ul>
<ul class="mycode_list"><li>Tagestrainings / Seminare mit der Pfeilgarde</li>
</ul>
<ul class="mycode_list"><li>Meeting mit den anderen Alphas</li>
</ul>
</span><br />
Ihr Seufzen blieb leise, aber nicht weniger schwer. Sie hatte es sich nicht unbedingt einfacher vorgestellt, es war ihre Lebensaufgabe und sie würde alles für ihr Rudel tun. Aber der Start war doch holpriger als gedacht und sie musste bereits Wogen glätten, von denen sie gehofft hatte, diese traten erst viel, viel später auf. Doch genau deswegen waren die Wächter so wichtig und da sich niemand weiteres freiwillig gemeldet hatte, würde sie mit diesem Thema heute anfangen. Jetzt musste sie nur noch auf die anderen warten.]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[All you need is...]]></title>
			<link>https://claws.stories-untold.de/showthread.php?tid=516</link>
			<pubDate>Sat, 01 Nov 2025 22:03:42 +0000</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://claws.stories-untold.de/member.php?action=profile&uid=39">Elianna Sánches</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://claws.stories-untold.de/showthread.php?tid=516</guid>
			<description><![CDATA[<link href="https://fonts.googleapis.com/css?family=Open+Sans|Sacramento&display=swap" rel="stylesheet">
<div style="font-family: 'Sacramento', cursive; font-size: 70px; text-align: center; line-height: 30px; margin-top: 20px;">... ice cream</div>
<div style="font-family: 'Open Sans', sans-serif; font-size: 9px; text-align: center; text-transform: uppercase; letter-spacing: 5px;">Ich hoffe, wir schaffen dass!</div>
<br />
Grace war am 21ten am Abend noch beinahe die ganze Nacht bei ihr geblieben. Die vielen verschiedenen Falttechniken der Servietten standen noch alle auf dem Tisch und Boden in ihrem Wohnzimmer herum. Tatsächlich war sie noch nicht dazu gekommen, diese oder anderes Zeug wegzuräumen, da sie den ganzen gestrigen Tag ziemlich beschäftigt war. Zuerst war ein kurzes Treffen anberaumt, bei denen die Mütter untereinander aufteilten, wer was machte und wer für welche Dinge verantwortlich war. Danach hatte Eli in der Küche im Zentrum ausgeholfen. Schluss endlich blieb sie im Kittchen hängen. So schnell konnte ein Tag rum sein. Und heute?<br />
<br />
Mit einem wohligen Geräusch streckte sich die junge Mutter unter der warmen Decke in ihrem breiten großen Bett. Über ihr die Äste der Bäume, ein hellblauer Himmel dahinter. Sie liebte ihr Schlafzimmer, auch wenn es die kleinste Niesche war. Aber sowohl über ihr das Fenster, als auch vor ihr, brachte ihre Katze zum Schnurren. Beide liebten die Höhe und den Baum. Die Bäume, denn ein jedes Baumhaus war so konzipiert, dass es durch große Fenster möglichst offen wirkte, sich der Landschaft um sich herum anpasste aber auch für die Tiere keine engen Kerker waren. Alles war aus Holz gemacht und in ihrem Fall fügten sich die modernsten Techniken ein. Gleich am Bett waren einige viele Bücher und Pflanzen. Auch wenn sie nicht wirklich den grünen Daumen hatte, hatte man ihr hier genau diese hineingehangen, die beinahe alleine klarkamen.<br />
<br />
Eli schloss die Augen, lauschte auf die Geräusche um sich herum. Genoss es, ehe das Piepen anschwoll und sie sich mit einem nervenden Stöhnen aufsetze. Was zur... Ihr Kommunikator zeigte 10:30. Da hatte sie heute aber echt lange geschlafen. Vielleicht hatte sie es auch einfach gebraucht, da die Nächte in letzter Zeit nicht gerade wohltuend waren. Was vor allem daran lag, dass ihre Gedanken ständig zum Fest kreisten und sie hoffte, dass sie diesen Tag gut überstehen würde.<br />
Das Fest.<br />
Eis.<br />
Kunao.<br />
11:00<br />
<b>„Oh Mist!“</b><br />
<br />
Eli sprang aus dem Bett, nur ein etwas zu großes Shirt an. <i>Mist!</i> Mit schnellen Schritten marschierte sie ins Bad, putzte sich die Zähne, ging noch mal auf Klo, ehe sie zurück zum Schlafzimmer ging und sich bequeme Sachen, überhaupt Sachen, anzog. Schnell ein Top, eine lockere Jeans und sich die Bluse geschnappt. Während sie diese überzog, fiel ihr Blick aufs Wohnzimmer. Eli stöhnte. Es sah ein wenig chaotisch aus, denn neben den Servietten türmten sich die Kissen auf der Couch und auch am Boden, die großen, weichen Decken lagen kreuz und quer. Einige Hefte lagen halb aufgeschlagen auf dem Boden. Wenigstens diese hob sie beim Vorbeigehen auf und schmiss sie auf den Tisch.<br />
Egal, bleib ruhig. So wild schaut es gar nicht aus. Die beiden Tassen nahm sie mit und ging in die große Küche. Dort wurden die beiden in die Maschine einsortiert ehe sie mit einem herzhaften Gähnen, zur Kaffeemaschine trat.<br />
Elianna hatte sich zu nichts Gedanken gemacht und wenn Kunao nachher kommen sollte, stand sie hier mit nur einem Kaffee. In der Hand und fällig zerzaustem Haar und verschlafenem Blick. Immerhin waren die Eistüten bereits kalt und so wie Eli es gelesen hatte, war das schon mal die halbe miete.<br />
Während sie auf den Kaffee wartete, scrollte sie die Rezepte durch, die sie sich bereits auf dem Pad gespeichert hatte.<br />
<br />
Da sie noch ein paar Minuten hatte, ging sie mit dem Kaffee und dem Pad raus. Ihr Häuschen oben im Baum hatte eine kleine Veranda drumherum. Dort wo die Haustür war, ging sie nach rechts und setzte sich auf den bequemen Stuhl um ein bisschen an der frischen Luft wach zu werden. Nippte an ihrem Kaff und las die ersten Rezepte, die sie über diese wunderlichen Milchtüten gefunden hatte. Vögel zwitscherten, das Spiel von Licht und Schatten sah man auf der Veranda. Es schien ein herrlicher Tag zu werden, perfekt um sich durchzutesten. Sie hatten den ganzen Tag Zeit und vermutlich würden im Laufe des Tages noch ein paar andere vorbeischauen. Ein weiterer Schluck des Kaffees. Eli nahm die Beine hoch in einen Schneidersitz und legte das Pad auf ihre blanken Füße, sodass sie die Hände freihatte. <b>„Hmmm...“</b> machte sie, umfing dir Tasse mit beiden Händen, ehe sie wieder eine losließ und weiter scrollte. Wind umspielte ihre Haarsträhnen, die ein wenig nervig ihr immer wieder vor dem Gesicht herumtanzten. Ein Haargummi hätte sie gleich aus dem Bad mitnehmen sollen.<br />
Ein einziges leises Geräusch, welches nicht zur sonstigen Kulisse zugehörte, trat links von ihr auf. <br />
Fragend hob sie den Kopf.<br />
<br />
<div style="text-align: center;" class="mycode_align"><span style="font-size: xx-small;" class="mycode_size"><a href="https://pin.it/7zZsOwfbj">Eli's Wohnung</a></span></div>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<link href="https://fonts.googleapis.com/css?family=Open+Sans|Sacramento&display=swap" rel="stylesheet">
<div style="font-family: 'Sacramento', cursive; font-size: 70px; text-align: center; line-height: 30px; margin-top: 20px;">... ice cream</div>
<div style="font-family: 'Open Sans', sans-serif; font-size: 9px; text-align: center; text-transform: uppercase; letter-spacing: 5px;">Ich hoffe, wir schaffen dass!</div>
<br />
Grace war am 21ten am Abend noch beinahe die ganze Nacht bei ihr geblieben. Die vielen verschiedenen Falttechniken der Servietten standen noch alle auf dem Tisch und Boden in ihrem Wohnzimmer herum. Tatsächlich war sie noch nicht dazu gekommen, diese oder anderes Zeug wegzuräumen, da sie den ganzen gestrigen Tag ziemlich beschäftigt war. Zuerst war ein kurzes Treffen anberaumt, bei denen die Mütter untereinander aufteilten, wer was machte und wer für welche Dinge verantwortlich war. Danach hatte Eli in der Küche im Zentrum ausgeholfen. Schluss endlich blieb sie im Kittchen hängen. So schnell konnte ein Tag rum sein. Und heute?<br />
<br />
Mit einem wohligen Geräusch streckte sich die junge Mutter unter der warmen Decke in ihrem breiten großen Bett. Über ihr die Äste der Bäume, ein hellblauer Himmel dahinter. Sie liebte ihr Schlafzimmer, auch wenn es die kleinste Niesche war. Aber sowohl über ihr das Fenster, als auch vor ihr, brachte ihre Katze zum Schnurren. Beide liebten die Höhe und den Baum. Die Bäume, denn ein jedes Baumhaus war so konzipiert, dass es durch große Fenster möglichst offen wirkte, sich der Landschaft um sich herum anpasste aber auch für die Tiere keine engen Kerker waren. Alles war aus Holz gemacht und in ihrem Fall fügten sich die modernsten Techniken ein. Gleich am Bett waren einige viele Bücher und Pflanzen. Auch wenn sie nicht wirklich den grünen Daumen hatte, hatte man ihr hier genau diese hineingehangen, die beinahe alleine klarkamen.<br />
<br />
Eli schloss die Augen, lauschte auf die Geräusche um sich herum. Genoss es, ehe das Piepen anschwoll und sie sich mit einem nervenden Stöhnen aufsetze. Was zur... Ihr Kommunikator zeigte 10:30. Da hatte sie heute aber echt lange geschlafen. Vielleicht hatte sie es auch einfach gebraucht, da die Nächte in letzter Zeit nicht gerade wohltuend waren. Was vor allem daran lag, dass ihre Gedanken ständig zum Fest kreisten und sie hoffte, dass sie diesen Tag gut überstehen würde.<br />
Das Fest.<br />
Eis.<br />
Kunao.<br />
11:00<br />
<b>„Oh Mist!“</b><br />
<br />
Eli sprang aus dem Bett, nur ein etwas zu großes Shirt an. <i>Mist!</i> Mit schnellen Schritten marschierte sie ins Bad, putzte sich die Zähne, ging noch mal auf Klo, ehe sie zurück zum Schlafzimmer ging und sich bequeme Sachen, überhaupt Sachen, anzog. Schnell ein Top, eine lockere Jeans und sich die Bluse geschnappt. Während sie diese überzog, fiel ihr Blick aufs Wohnzimmer. Eli stöhnte. Es sah ein wenig chaotisch aus, denn neben den Servietten türmten sich die Kissen auf der Couch und auch am Boden, die großen, weichen Decken lagen kreuz und quer. Einige Hefte lagen halb aufgeschlagen auf dem Boden. Wenigstens diese hob sie beim Vorbeigehen auf und schmiss sie auf den Tisch.<br />
Egal, bleib ruhig. So wild schaut es gar nicht aus. Die beiden Tassen nahm sie mit und ging in die große Küche. Dort wurden die beiden in die Maschine einsortiert ehe sie mit einem herzhaften Gähnen, zur Kaffeemaschine trat.<br />
Elianna hatte sich zu nichts Gedanken gemacht und wenn Kunao nachher kommen sollte, stand sie hier mit nur einem Kaffee. In der Hand und fällig zerzaustem Haar und verschlafenem Blick. Immerhin waren die Eistüten bereits kalt und so wie Eli es gelesen hatte, war das schon mal die halbe miete.<br />
Während sie auf den Kaffee wartete, scrollte sie die Rezepte durch, die sie sich bereits auf dem Pad gespeichert hatte.<br />
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Da sie noch ein paar Minuten hatte, ging sie mit dem Kaffee und dem Pad raus. Ihr Häuschen oben im Baum hatte eine kleine Veranda drumherum. Dort wo die Haustür war, ging sie nach rechts und setzte sich auf den bequemen Stuhl um ein bisschen an der frischen Luft wach zu werden. Nippte an ihrem Kaff und las die ersten Rezepte, die sie über diese wunderlichen Milchtüten gefunden hatte. Vögel zwitscherten, das Spiel von Licht und Schatten sah man auf der Veranda. Es schien ein herrlicher Tag zu werden, perfekt um sich durchzutesten. Sie hatten den ganzen Tag Zeit und vermutlich würden im Laufe des Tages noch ein paar andere vorbeischauen. Ein weiterer Schluck des Kaffees. Eli nahm die Beine hoch in einen Schneidersitz und legte das Pad auf ihre blanken Füße, sodass sie die Hände freihatte. <b>„Hmmm...“</b> machte sie, umfing dir Tasse mit beiden Händen, ehe sie wieder eine losließ und weiter scrollte. Wind umspielte ihre Haarsträhnen, die ein wenig nervig ihr immer wieder vor dem Gesicht herumtanzten. Ein Haargummi hätte sie gleich aus dem Bad mitnehmen sollen.<br />
Ein einziges leises Geräusch, welches nicht zur sonstigen Kulisse zugehörte, trat links von ihr auf. <br />
Fragend hob sie den Kopf.<br />
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<div style="text-align: center;" class="mycode_align"><span style="font-size: xx-small;" class="mycode_size"><a href="https://pin.it/7zZsOwfbj">Eli's Wohnung</a></span></div>]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Have a vision not clouded by fear]]></title>
			<link>https://claws.stories-untold.de/showthread.php?tid=490</link>
			<pubDate>Fri, 25 Jul 2025 15:57:31 +0000</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://claws.stories-untold.de/member.php?action=profile&uid=109">Qaletaqa GrayStone</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://claws.stories-untold.de/showthread.php?tid=490</guid>
			<description><![CDATA[<div style="text-align: right;" class="mycode_align"><span style="font-style: italic;" class="mycode_i">Vier Wochen. Vor vier Wochen war Taqa angekommen oder besser ausgedrückt, zurückgekommen. In ihre Heimat, den Ort ihrer Vorfahren, in die Arme ihrer Familie um mit der höchsten Ehre und größten Verantwortung ihres Lebens ausgezeichnet zu werden. Sie würde RainFire nicht nur anführen und ihnen wirtschaftliche Sicherheit bringen, für schulisches Wissen und handwerkliches Können sorgen, sondern jedes einzelne Mitglied lieben. Mit allen Höhen und Tiefen, mit Demut und Aufopferung und Stolz und der nötigen Rücksichtslosigkeit, die ihr aller Überleben sichern würde.<br />
<br />
Und natürlich konnte sie dies nicht allein, sie hatte mit Kunao und Kit zwei starke Persönlichkeiten und sehr gute Freunde mit ins Rudel gebracht. Ihre Tante hatte sie hier mit offenen Armen empfangen und ihre Eltern waren gestern endlich aus Asien zurückgekommen um diesen Tag mit ihr zu feiern. Was auch bedeutete, dass sie sich schnellstmöglich um eine eigene Hütte kümmern sollte, doch darüber würde sie sich später den Kopf zerbrechen. Zunächst galt es sich den Segen ihrer Ahnen zu sichern und auch wenn sie niemals ihr Rudel dadurch in Gefahr bringen würde, Fremde ins Revier zu lassen, war Taqa ein wenig traurig, kein eigenes, kleines Powwow abhalten zu können. Die Tänze der Cherokee waren ihr in die Wiege gelegt worden, die Kultur und auch das Verständnis von Familie, Natur und Gemeinschaft floss in ihren Adern. Doch die GrayStone Caves lagen zu tief im Inneren, um hier ein Treffen mit anderen Cherokee abzuhalten und so hatten sich ihre Eltern, ihre Tante, ein paar andere mit indigener Abstammung und Taqa selbst auf den Weg in den Great Smoky Mountains National Park gemacht, der lange bevor die weißen Siedler Amerika entdeckten, die Heimat ihrer Leute gewesen war.<br />
<br />
Über fünfzig Menschen, Mediale und Gestaltwandler waren angereist, teils Freunde und Bekannte des Cherokee Cultural Resource Center in Tahlequah, Oklahoma, teils andere Tänzer die sie sonst nur alle paar Monate auf den Powwows traf. Selbst Trenton Catawanee, der Alpha des CrimsonPeak Großkatzenrudels war angereist und obwohl seine Abstammung nicht Cherokee, sondern Choctaw war, doch er konnte es sich nicht nehmen lassen, ihr persönlich alles Gute für diesen neuen Lebensabschnitt zu wünschen. <br />
Sie sangen und tanzten, begleitet von den traditionellen Trommeln, erzählten Geschichten und Taqa erhielt mehr wohlgemeinte Ratschläge und Weisheiten, als sie sich jemals hätte merken können. Ihre Haare wurden geflochten und mit neuen Federn verziert und dann, nach einem ausgiebigen Essen, erhielt sie eine weitere Tätowierung. Schmerzhaft mit einer Knochennadel unter die Haut geklopft, mit Tinte aus verkohlter Flussbirke für die schwarzen und Ocker für die roten Stellen, verfeinert mit der speziellen Technik, damit die neue Auszeichnung auch eine Wandlung überstehen würde. Nun zierte ein Band aus überlieferten Töpferdesigns und einer Pfeilspitze ihre Fußrücken.<br />
Mehrere Stunden, die ihre mentale Willensstärke und ihr physisches Durchhaltevermögen auf die Probe stellten - wie es sinnbildlich auch in der Zukunft als Wegbereiterin des Rudels geschehen würde. Umsorgt von ihrer Familie und Freunden, die ihr Mut zusprachen und ihre Tränen trockneten, ließ Taqa diese spirituelle Erfahrung nicht nur über sich ergehen, sondern suhlte sich in der Liebe ihrer indigenen Freunde, wie eine fette Hauskatze in einem besonders warmen Platz in der Sonne. Und reflektierte in diesen schmerzhaften Momenten, welche weiteren Opfer sie bereit war zu bringen.<br />
<br />
Einen ganzen Tag verbrachten sie im Wald und verabschiedeten sich erst, nachdem die Sonne von dem sanften Licht des Mondes vertrieben wurde, versprachen sich, spätestens beim nächsten Powwow wieder zusammenzukommen und überließen Taqa ihren Gedanken, die sie auch im Schlaf nicht ablegen konnte.</span></div>
<br />
<br />
<br />
<div style="text-align: center;" class="mycode_align">
<img src="https://i.imgur.com/7YZvDko.jpeg" loading="lazy"  alt="[Bild: 7YZvDko.jpeg]" class="mycode_img" /><br />
</div>
<br />
<br />
<br />
Der nächste Morgen kam schneller als erwartet und mit dem ersten Schluck Kaffee auch die Aufregung, das ganze Rudel schien sich zu freuen. Jedenfalls nahm Taqa die Stimmung der Anderen so auf, gemessen daran, wie viele Vorbereitungen auf dem Festplatz bereits stattgefunden hatten und seit am frühen Vormittag weiter fortgesetzt wurden. Der sonst für Picknicks und gemütliches Beisammensein genutzte Platz war heute der Dreh- und Angelpunkt der Verabschiedung von Lou und Megan, der geplanten Überraschung des Trouble Squads und ihres eigenen Amtsantrittes. Sie hatte eine kleine Rede vorbereitet, hoffentlich nicht zu lang um niemanden zu langweilen, aber mit genug Tiefe und Ehrlichkeit, um die letzten Zweifler verstummen zu lassen.<br />
<br />
Sie hatte mit Kunao und Ben bereits alle Sicherheitsvorkehrungen besprochen, hatte die Soldaten handverlesen, die zugunsten des Schutzes des Rudels der Feier fernbleiben würden und sich in den letzten Stunden mit den eher unbekannten Mitgliedern unterhalten, die sich nicht dauerhaft im Revier aufhielten. Heute waren alle da, beinahe 120 Leute, die mit Wehmut an Remi und Lou denken würden und trotzdem, hoffentlich, positiv in eine Zukunft mit ihr blicken konnten.<br />
<br />
Taqa hatte sich zur Feier des Tages ihren heißgeliebten, traditionellen Schmuck angezogen – und davon eine ganze Menge. Aber glich das ganze dann mit einem <a href="https://i.pinimg.com/736x/6e/11/68/6e1168da15ad46ee93c9cd6512eaa596.jpg" target="_blank" rel="noopener" class="mycode_url"><span style="text-decoration: underline;" class="mycode_u">schlichten, schwarzen Kleid</span></a> aus, was bis auf ein paar goldene Knöpfe wohl kaum Aufsehen erregen würde. Auch wenn Kit darauf bestand, dass sie ein paar der besagten Knöpfe offen lassen sollte. Und so stand sie nun, nicht weit von Lou und Megan entfernt, die sich gemeinsam von ein paar anderen Rudelmitgliedern zu verabschieden schienen, auf dem Festplatz und versuchte ihre eigene Aufgeregtheit nicht durchscheinen zu lassen. Sie hoffte einfach darauf, dass alle kamen und gute Laune mitbringen würden, dass niemand Lou oder Megan anfeindete (auch wenn Ben den ganzen Tag schon ein Gesicht zog, als hielte ihm jemand eine entsicherte Waffe an die Schläfe) und dass man sie akzeptierte, nach nur vier Wochen Vorbereitungszeit in ihrer alten Heimat.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div style="text-align: right;" class="mycode_align"><span style="font-style: italic;" class="mycode_i">Vier Wochen. Vor vier Wochen war Taqa angekommen oder besser ausgedrückt, zurückgekommen. In ihre Heimat, den Ort ihrer Vorfahren, in die Arme ihrer Familie um mit der höchsten Ehre und größten Verantwortung ihres Lebens ausgezeichnet zu werden. Sie würde RainFire nicht nur anführen und ihnen wirtschaftliche Sicherheit bringen, für schulisches Wissen und handwerkliches Können sorgen, sondern jedes einzelne Mitglied lieben. Mit allen Höhen und Tiefen, mit Demut und Aufopferung und Stolz und der nötigen Rücksichtslosigkeit, die ihr aller Überleben sichern würde.<br />
<br />
Und natürlich konnte sie dies nicht allein, sie hatte mit Kunao und Kit zwei starke Persönlichkeiten und sehr gute Freunde mit ins Rudel gebracht. Ihre Tante hatte sie hier mit offenen Armen empfangen und ihre Eltern waren gestern endlich aus Asien zurückgekommen um diesen Tag mit ihr zu feiern. Was auch bedeutete, dass sie sich schnellstmöglich um eine eigene Hütte kümmern sollte, doch darüber würde sie sich später den Kopf zerbrechen. Zunächst galt es sich den Segen ihrer Ahnen zu sichern und auch wenn sie niemals ihr Rudel dadurch in Gefahr bringen würde, Fremde ins Revier zu lassen, war Taqa ein wenig traurig, kein eigenes, kleines Powwow abhalten zu können. Die Tänze der Cherokee waren ihr in die Wiege gelegt worden, die Kultur und auch das Verständnis von Familie, Natur und Gemeinschaft floss in ihren Adern. Doch die GrayStone Caves lagen zu tief im Inneren, um hier ein Treffen mit anderen Cherokee abzuhalten und so hatten sich ihre Eltern, ihre Tante, ein paar andere mit indigener Abstammung und Taqa selbst auf den Weg in den Great Smoky Mountains National Park gemacht, der lange bevor die weißen Siedler Amerika entdeckten, die Heimat ihrer Leute gewesen war.<br />
<br />
Über fünfzig Menschen, Mediale und Gestaltwandler waren angereist, teils Freunde und Bekannte des Cherokee Cultural Resource Center in Tahlequah, Oklahoma, teils andere Tänzer die sie sonst nur alle paar Monate auf den Powwows traf. Selbst Trenton Catawanee, der Alpha des CrimsonPeak Großkatzenrudels war angereist und obwohl seine Abstammung nicht Cherokee, sondern Choctaw war, doch er konnte es sich nicht nehmen lassen, ihr persönlich alles Gute für diesen neuen Lebensabschnitt zu wünschen. <br />
Sie sangen und tanzten, begleitet von den traditionellen Trommeln, erzählten Geschichten und Taqa erhielt mehr wohlgemeinte Ratschläge und Weisheiten, als sie sich jemals hätte merken können. Ihre Haare wurden geflochten und mit neuen Federn verziert und dann, nach einem ausgiebigen Essen, erhielt sie eine weitere Tätowierung. Schmerzhaft mit einer Knochennadel unter die Haut geklopft, mit Tinte aus verkohlter Flussbirke für die schwarzen und Ocker für die roten Stellen, verfeinert mit der speziellen Technik, damit die neue Auszeichnung auch eine Wandlung überstehen würde. Nun zierte ein Band aus überlieferten Töpferdesigns und einer Pfeilspitze ihre Fußrücken.<br />
Mehrere Stunden, die ihre mentale Willensstärke und ihr physisches Durchhaltevermögen auf die Probe stellten - wie es sinnbildlich auch in der Zukunft als Wegbereiterin des Rudels geschehen würde. Umsorgt von ihrer Familie und Freunden, die ihr Mut zusprachen und ihre Tränen trockneten, ließ Taqa diese spirituelle Erfahrung nicht nur über sich ergehen, sondern suhlte sich in der Liebe ihrer indigenen Freunde, wie eine fette Hauskatze in einem besonders warmen Platz in der Sonne. Und reflektierte in diesen schmerzhaften Momenten, welche weiteren Opfer sie bereit war zu bringen.<br />
<br />
Einen ganzen Tag verbrachten sie im Wald und verabschiedeten sich erst, nachdem die Sonne von dem sanften Licht des Mondes vertrieben wurde, versprachen sich, spätestens beim nächsten Powwow wieder zusammenzukommen und überließen Taqa ihren Gedanken, die sie auch im Schlaf nicht ablegen konnte.</span></div>
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<img src="https://i.imgur.com/7YZvDko.jpeg" loading="lazy"  alt="[Bild: 7YZvDko.jpeg]" class="mycode_img" /><br />
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Der nächste Morgen kam schneller als erwartet und mit dem ersten Schluck Kaffee auch die Aufregung, das ganze Rudel schien sich zu freuen. Jedenfalls nahm Taqa die Stimmung der Anderen so auf, gemessen daran, wie viele Vorbereitungen auf dem Festplatz bereits stattgefunden hatten und seit am frühen Vormittag weiter fortgesetzt wurden. Der sonst für Picknicks und gemütliches Beisammensein genutzte Platz war heute der Dreh- und Angelpunkt der Verabschiedung von Lou und Megan, der geplanten Überraschung des Trouble Squads und ihres eigenen Amtsantrittes. Sie hatte eine kleine Rede vorbereitet, hoffentlich nicht zu lang um niemanden zu langweilen, aber mit genug Tiefe und Ehrlichkeit, um die letzten Zweifler verstummen zu lassen.<br />
<br />
Sie hatte mit Kunao und Ben bereits alle Sicherheitsvorkehrungen besprochen, hatte die Soldaten handverlesen, die zugunsten des Schutzes des Rudels der Feier fernbleiben würden und sich in den letzten Stunden mit den eher unbekannten Mitgliedern unterhalten, die sich nicht dauerhaft im Revier aufhielten. Heute waren alle da, beinahe 120 Leute, die mit Wehmut an Remi und Lou denken würden und trotzdem, hoffentlich, positiv in eine Zukunft mit ihr blicken konnten.<br />
<br />
Taqa hatte sich zur Feier des Tages ihren heißgeliebten, traditionellen Schmuck angezogen – und davon eine ganze Menge. Aber glich das ganze dann mit einem <a href="https://i.pinimg.com/736x/6e/11/68/6e1168da15ad46ee93c9cd6512eaa596.jpg" target="_blank" rel="noopener" class="mycode_url"><span style="text-decoration: underline;" class="mycode_u">schlichten, schwarzen Kleid</span></a> aus, was bis auf ein paar goldene Knöpfe wohl kaum Aufsehen erregen würde. Auch wenn Kit darauf bestand, dass sie ein paar der besagten Knöpfe offen lassen sollte. Und so stand sie nun, nicht weit von Lou und Megan entfernt, die sich gemeinsam von ein paar anderen Rudelmitgliedern zu verabschieden schienen, auf dem Festplatz und versuchte ihre eigene Aufgeregtheit nicht durchscheinen zu lassen. Sie hoffte einfach darauf, dass alle kamen und gute Laune mitbringen würden, dass niemand Lou oder Megan anfeindete (auch wenn Ben den ganzen Tag schon ein Gesicht zog, als hielte ihm jemand eine entsicherte Waffe an die Schläfe) und dass man sie akzeptierte, nach nur vier Wochen Vorbereitungszeit in ihrer alten Heimat.]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[A friend may be waiting behind a stranger’s face]]></title>
			<link>https://claws.stories-untold.de/showthread.php?tid=454</link>
			<pubDate>Sat, 17 May 2025 12:34:16 +0000</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://claws.stories-untold.de/member.php?action=profile&uid=109">Qaletaqa GrayStone</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://claws.stories-untold.de/showthread.php?tid=454</guid>
			<description><![CDATA[Das Fest der Feste lag noch nicht mal eine Woche zurück und doch kehrte beinahe sowas wie Alltag ein. Die meisten Abläufe innerhalb von RainFire änderten sich nicht, nur weil Taqa jetzt offiziell die Alpha des Rudels war. Und doch fühlte sich alles ganz anders an als noch vor Wochen, als sie an Lous Seite ihre Runden gemacht und sich allen vorgestellt hatte. Die anderen Wandler, wie auch Mediale und Menschen, trauten sich auf sie zuzukommen, mit ihr zu sprechen, von ihren Sorgen zu erzählen und obwohl sich Taqa fest vorgenommen hatte, rechtzeitig bei der Gästehütte zu sein, war eine gute halbe Stunde vergangen seit Sairas Ankunft. Zeit, die Ben mit der jungen Studentin verbracht hatte, da er auch als erste Sicherheit und Chauffeur herhalten musste und ihr Gesellschaft leistete, bis die Alpha eintraf.<br />
<br />
Auch wenn Taqa es nicht explizit ausgesprochen hatte, war der Sheriff sofort zur Stelle und hatte die Vielleicht-Bald-Neue im Rudel nicht nur an der MedSchool abgeholt, mit Uniform und Dienstwagen, sondern sie auch im Sheriffs Department einige digitale Formulare signieren lassen. Eine Geheimhaltungserklärung auf das Rudel aber vor allem auch die medizinischen Daten bezogen, ein Führungszeugnis und sogar ein ärztliches Gesundheitsattest von Saira selbst bildete nun eine Akte, die über Saira angelegt wurde und durch Begleitschreiben der Schulleitung, Schulzeugnisse und die Aussage ihres ehemaligen Rudels immer dicker wurde. Josis Bericht würde dort ebenso seinen Platz finden, wie der Eindruck von Ben, den er heute von ihr gewinnen konnte und die Meinungen aller anderen Rudelmitglieder, die dieses Wochenende mit ihr zu tun haben würden. <br />
Und nachdem er ihr die Augen verbunden und sie ein bisschen im ZickZack durch Gatlingburg und Umgebung chauffiert hatte, war der genaue Weg ins Revier für sie hoffentlich immer noch ein Geheimnis. Beinahe hatte Taqa ein schlechtes Gewissen, so einen Wirbel zu machen, doch sie war auch sehr gespannt wie die junge Wandlerin den Vormittag überstanden hatte und auf die vielen Sicherheitsmaßnahmen reagierte. Vor allem wollte sie wissen, ob Ben seine Androhung sie mit Blaulicht abzuholen, wirklich wahr gemacht hatte.<br />
<br />
Sein Grinsen als er sie sah, versprach nichts Gutes, doch er verabschiedete sich mit einem schweigsamen Nicken und würde wahrscheinlich den Nachmittag bei seinen Eltern verbringen, bevor sie die medizinische Untersuchung über sich ergehen lassen würden. Taqa schüttelte den Kopf mit einem Grinsen, bevor ihre schwarzen Augen auf Saira fielen, die sich anscheinend schon so ein bisschen in der Gästehütte eingerichtet hatte. <ina>“Hallo Saira.”</ina> Begrüßte sie diese, noch immer ein Schmunzeln auf den Lippen. Sie würde in ihrer Nähe bleiben, bis Josi auftauchte und dann den beiden erklären, wie sie sich dieses Wochenende vorstellte. <ina>“Willkommen bei RainFire.”</ina> Und damit war, <span style="font-style: italic;" class="mycode_i">pun intended</span>, die Katze aus dem Sack.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[Das Fest der Feste lag noch nicht mal eine Woche zurück und doch kehrte beinahe sowas wie Alltag ein. Die meisten Abläufe innerhalb von RainFire änderten sich nicht, nur weil Taqa jetzt offiziell die Alpha des Rudels war. Und doch fühlte sich alles ganz anders an als noch vor Wochen, als sie an Lous Seite ihre Runden gemacht und sich allen vorgestellt hatte. Die anderen Wandler, wie auch Mediale und Menschen, trauten sich auf sie zuzukommen, mit ihr zu sprechen, von ihren Sorgen zu erzählen und obwohl sich Taqa fest vorgenommen hatte, rechtzeitig bei der Gästehütte zu sein, war eine gute halbe Stunde vergangen seit Sairas Ankunft. Zeit, die Ben mit der jungen Studentin verbracht hatte, da er auch als erste Sicherheit und Chauffeur herhalten musste und ihr Gesellschaft leistete, bis die Alpha eintraf.<br />
<br />
Auch wenn Taqa es nicht explizit ausgesprochen hatte, war der Sheriff sofort zur Stelle und hatte die Vielleicht-Bald-Neue im Rudel nicht nur an der MedSchool abgeholt, mit Uniform und Dienstwagen, sondern sie auch im Sheriffs Department einige digitale Formulare signieren lassen. Eine Geheimhaltungserklärung auf das Rudel aber vor allem auch die medizinischen Daten bezogen, ein Führungszeugnis und sogar ein ärztliches Gesundheitsattest von Saira selbst bildete nun eine Akte, die über Saira angelegt wurde und durch Begleitschreiben der Schulleitung, Schulzeugnisse und die Aussage ihres ehemaligen Rudels immer dicker wurde. Josis Bericht würde dort ebenso seinen Platz finden, wie der Eindruck von Ben, den er heute von ihr gewinnen konnte und die Meinungen aller anderen Rudelmitglieder, die dieses Wochenende mit ihr zu tun haben würden. <br />
Und nachdem er ihr die Augen verbunden und sie ein bisschen im ZickZack durch Gatlingburg und Umgebung chauffiert hatte, war der genaue Weg ins Revier für sie hoffentlich immer noch ein Geheimnis. Beinahe hatte Taqa ein schlechtes Gewissen, so einen Wirbel zu machen, doch sie war auch sehr gespannt wie die junge Wandlerin den Vormittag überstanden hatte und auf die vielen Sicherheitsmaßnahmen reagierte. Vor allem wollte sie wissen, ob Ben seine Androhung sie mit Blaulicht abzuholen, wirklich wahr gemacht hatte.<br />
<br />
Sein Grinsen als er sie sah, versprach nichts Gutes, doch er verabschiedete sich mit einem schweigsamen Nicken und würde wahrscheinlich den Nachmittag bei seinen Eltern verbringen, bevor sie die medizinische Untersuchung über sich ergehen lassen würden. Taqa schüttelte den Kopf mit einem Grinsen, bevor ihre schwarzen Augen auf Saira fielen, die sich anscheinend schon so ein bisschen in der Gästehütte eingerichtet hatte. <ina>“Hallo Saira.”</ina> Begrüßte sie diese, noch immer ein Schmunzeln auf den Lippen. Sie würde in ihrer Nähe bleiben, bis Josi auftauchte und dann den beiden erklären, wie sie sich dieses Wochenende vorstellte. <ina>“Willkommen bei RainFire.”</ina> Und damit war, <span style="font-style: italic;" class="mycode_i">pun intended</span>, die Katze aus dem Sack.]]></content:encoded>
		</item>
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