<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?>
<rss version="2.0" xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/" xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/">
	<channel>
		<title><![CDATA[claws & fangs - Höhle und weiße Zone]]></title>
		<link>https://claws.stories-untold.de/</link>
		<description><![CDATA[claws & fangs - https://claws.stories-untold.de]]></description>
		<pubDate>Mon, 13 Apr 2026 07:50:21 +0000</pubDate>
		<generator>MyBB</generator>
		<item>
			<title><![CDATA[Only when heart and soul are in agreement can something truly great emerge.]]></title>
			<link>https://claws.stories-untold.de/showthread.php?tid=567</link>
			<pubDate>Sun, 12 Apr 2026 20:21:09 +0000</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://claws.stories-untold.de/member.php?action=profile&uid=71">Mirabella Gomez</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://claws.stories-untold.de/showthread.php?tid=567</guid>
			<description><![CDATA[<div style="text-align: right;" class="mycode_align"><span style="font-size: x-small;" class="mycode_size">Unruhig blickte sie gegen den Himmel, in dem die Sonne langsam gegen den Boden versank. Über den Tag hinweg hatte sie einiges zu tun gehabt. Viel Papierkram, viele Dokumente, die sie nachprüfen und durchlesen musste. Samantha hat sie heute getroffen und untersucht. Ihre Erzählungen zu dem Clan, aber auch zu ihren nächtlichen Sorgen hatte sie einige Stunden beschäftigt. Einige Telefonate und viele Clanmitglieder, die zu ihr kamen. Mit Essen und neuem Tratsch und Klatsch. Mira wusste, was sie taten und sie alle ließen ihr Herz für diesen Clan so immens größer werden. Niemals würde sie einen von ihnen aufgeben. Doch mit schwindendem Tageslicht und der schleichenden Dämmerung kam die Unruhe auf. Jake hatte sich heute Morgen verabschiedet und sie wusste, dass er mit Malachi einen erfahrenen guten Soldaten an der Seite hatte. Es war normal, dass die dominanten Mitglieder sich mehr für die Patrouillenpunkte in den entlegensten Gebieten abordnen ließen. Mirabella wusste das. Sie kannte die Natur, kannte den Ruf der dominanten Bären, die Stille liebten und die Einsamkeit weit entfernt, alleine. Es war das natürlichste der Welt und doch strich sie gerade über ihre Brust. Es fühlte sich an, als bekäme sie schwere Luft. Als würde ein Gewicht auf ihrem Brustkorb sitzen.<br />
Ihr Weg hatte sie von der Krankenstation direkt hier nach draußen gebracht. Raus aus der Enge der Höhlen und direkt davor. Doch hier stand sie nun. Nicht willens weiterzugehen und doch tief einatmen, weil sie nicht wusste, ob er heil angekommen war. Beide, aber ihre Gedanken glitten immer wieder zu blau-grünen Augen, dem Duft nach Eichenmoos, der ihr permanent in die Nase glitt. Als würde er gleich hinter ihr stehen, seinen Arm um sie legen und sie sich anziehen.<br />
Mira blinzelte kurz und atmete langsam aus.<br />
Wann war das passiert?<br />
Wann hatte sie ihr Herz abgegeben?<br />
Bilder aus dem Auto stiegen ihr in den Kopf, ließen ihre Wangen erröten und ein Lächeln auf ihre Lippen zaubern.<br />
Okey, ja, da hatte sie ihm ihr Herz gegeben. Innerlich brummte die Bärin, nicht willens, einen Schritt nach vorne zu machen, stur und beharrte, dass dies ein Fehler war und sie wieder verletzt werden würde. Obgleich man es Mirabella nie gesehen hat, ist die Trennung von Gylan nach zehn Jahren auch an ihr nicht spurlos vorbeigegangen. Ja sie hatte es akzeptiert, auch wenn es schwerfiel. Man freute sich über ein solches Band, denn es war selten. Aber ein Band, welches eine zehnjährige Beziehung beendet hatte, führten auch bei ihr wunden zu, die nie ganz verheilten. Die nie zu einer weiteren engeren Beziehung geführt hatten aus Angst, dass es wieder passieren würde. Wer hätte denn damit rechnen können, dass Jake in der Krankenstation aufgetaucht war und er sich Stück für Stück in ihr verdammt großes Herz geschlichen ist? Marschiert, er ist da stramm und schnurstracks hineinmarschiert. In eine Gegend ihres Herzens, die nur für ganz wenige bestimmt waren und dort auf einem Platz niedergelassen hat, bei dem Mira dachte, dass dort niemand jemals mehr hineinfindet.<br />
<br />
Die Heilerin ließ sich direkt am westlichen Eingang auf einen kleinen Fels nieder und legte kurz den Kopf in die Hände, die Ellenbogen auf den Knien gestützt.<br />
Sie brauchte nur einige Minuten alleine. Es würde alles gut gehen. Ihr Gebiet war sicher, sie hatten keine großen Schwierigkeiten mit wilden Bären. Es waren zwei erfahrene Soldaten, die beide in größeren Situationen bereits ihr Können unter Beweis gestellt hatten. Keiner wäre so dumm, sich zwei gestandenen Bären oder Wandlern entgegenzustellen. Und die beiden wären nicht so dumm und leichtsinnig, irgendwelche Kletterwagnisse oder Jugendlichen Männerleichtsinn zu erproben.<br />
Oder?<br />
Ihre Bärin brummte. Sie schwang den Kopf hin und her und zuckte mit den Ohren. Nein, Mal kannte sie bereits lang genug, schon als sie bei Alan als Nebenheilerin arbeitete. Er wusste, dass sie sich immer Sorgen um die Männer und Frauen dort draußen machte, er würde Jake nicht zu unnötigen Risiken drängen. Jake würde das nicht mitmachen. Nun strich ihre Bärin unter ihrer Haut entlang. Er hatte ihr gesagt, dass er zwischendurch seine Ruhe brauchte. Dass er nicht immer wie sie inmitten im Clans verweilen konnte und das war okay. Ja, wirklich. Zumindest bis jetzt. Laut entließ sie die angehaltene Luft, faltete die Hände ineinander und bettete ihren Kopf darauf, während um sie herum die Nacht hereinbrach.<br />
<b>„Okey Mirabella, reiß dich zusammen!“</b> Mit einem Ruck stand sie auf und marschierte zurück in die Höhle. Es würde alles gut gehen.<br />
Er war nicht zum ersten Mal eine Nacht weg und er würde nicht zum letzten Mal eine weg sein.<br />
<br />
Lächelnd umarmte sie die kleine Lina, die ihr im Flur im südlichen Sektor entgegen getappt kam. Man unterhielt sich, hier und da. Miras Lachen war frei und warm. Ihr Kommunikator, ein kleiner Pager ähnliches Gerät, ist immer dabei. Man konnte sie auch dann erreichen, wenn sie nicht im Dienst war. Das hatte sie von Alan gelernt, der Clan stand an erster Stelle. Wobei, er hätte ihr das nicht deutlich gesagt brauchen, es war von vornherein klar gewesen für sie. Schon als junges Mädchen hätte sie alles für ihre Freunde gegeben. Zu viel, als dass sie tatsächlich hatte. Mira war mit dem Phänomen nicht alleine, sie kannte viele Heiler, die es ähnlich sahen und fühlten. Man konnte den Drang mit dem eines Soldaten vergleichen. Während diese beschützen wollten, komme was da wollte, würde Mira, egal wie, alles daran setzen, diesen Clan zu heilen. Jeder einzelnen von ihnen, egal wie sehr es sie dabei zerstörte. Dass es recht schnell ging, hatte sie bitter erfahren. Alan war Soraya so verbunden gewesen, dass er ihr gleich gefolgt war. Auch das war nicht unüblich, wenn man ein starkes Band zu seinem Alpha pflegte. Was nicht das gleiche Band wie zum Gefährten war, aber über dieses Heiler-Alpha Band bekamen die Heiler eben Kraft, sollten sie es benötigen. Genau deshalb war es in Miras Kopf so wichtig, dass der Clan gesund blieb.</span></div>
<br />
Das Lachen von Noel brachte ihre Gedanken wieder zurück. Sie war inzwischen im Zentrum angekommen und verabschiedete sich von den Jugendlichen, manche bekamen eine herzliche feste Umarmung, andere, wie Noel, eine liebevolle Hand, die auf seiner Schulter kurz ruhte. Warm, geborgen, schützend und wertvoll.<br />
Ihre kleine Wohnung lag still und dunkel dort, als sie die Tür hinter sich schloss und einen Moment dagegen gelehnt verweilte. Während die Frau hier in der Höhle ruhiger geworden war, tappte die Bärin unter ihrer Haut hin und her. Routiniert ging die Hand zum Lichtschalter und sie in die Küche, machte sich ein Glas Wasser, trank es, schwieg und ging dann ins Bad. Eine Dusche war jetzt das Richtige, danach ins Bett.<br />
Es war nicht so, dass sie jede Nacht beieinander lagen. Aber sie sahen sich ja fast täglich. Warum sie sich nun solche Gedanken machte, war ihr selbst ein Rätsel. Mit einem Schwall Dampf stieg Mira aus ihrer Dusche heraus, heißer geduscht als beabsichtigt. Sie wickelte sich in das Handtuch und tappte zum Spiegel. Ihre Handfläche glitt darüber, damit sie überhaupt etwas sehen konnte, aus diesem heraus blickte ihr die Bärin entgegen, die hinter den hellbraunen Augen schlummerte. <b>„Du wolltest den Schritt nicht gehen, meine Liebe.“</b> sprach sie zu sich in den Spiegel. Mira war bereit, die Vergangenheit loszulassen und es noch einmal mit einer Beziehung zu versuchen. Dass die Bärin nicht einverstanden gewesen war, war ihr klar gewesen. Doch sie jetzt hier in ihren Augen zu sehen, ihre leichte Aufregung zu spüren, die Unruhe, die sie beide spürten, schrie förmlich nach Lüge. Lüge, dass ihnen beiden nicht doch etwas an dem Eisbären lag. An Jake etwas lag. <b>„Ihm wird nichts passieren.“</b>, sagte sie sich selbst, während sie eine sanfte Lotion auftrug und als sie eingezogen war, in einen weichen flauschigen Pyjama schlüpfte. Schließlich ging sie ins Bett, der Kommunikator hatte den Notfallmodus an und neben sich gelegt, ehe sie das Licht ausschaltete.<br />
<br />
<img src="https://i.pinimg.com/originals/00/dd/e2/00dde28191c06a5a239412ea5dc6f83d.gif" width=150 height=100 align=left hspace=20>Mit einer Tasse Kaffee, bereits die 5te diesen Morgen, stand sie im Büro. Ihre Nacht war kurz. Nicht weil ein Notfall sie auf Trab gehalten hatte, sondern, sobald sie versuchte, die Augen zu schließen, sich die schlimmsten Szenarien ausgemalt hatten, die es vermutlich geben würde. Egal wie häufig sie davon redete, das Malachi Jakes verdammt heißen Hintern schon heil und gesund wieder herschaffte, die Bärin in ihr kam nicht zur Ruhe und sie schon gar nicht. Immerhin konnte sich das Tier nun eingestehen, dass es, ebenso wie sie, Haushoch verknallt war. Manchmal fürchtete sich Mira davor. Hatte Angst, dass sie zu viel für ihn wäre. Zu laut, zu viel Gefühl, zu körperlich. Wäre sie deutlich jünger, würde es sie erschrecken und vermutlich würde sie versuchen, alles nicht zu sein – für ihn. Aber sie war keine zwanzig mehr und um ehrlich zu sein, liebe Mira zu sehr, was sie war, als damit anders umzugehen.<br />
<b>„Wie fühlst du dich heute, großer Bär?“</b>, fragte sie, nach einer weiteren Stunde den kleinen Timo, der die letzten beiden Tage immer mal wieder auf gefiebert hatte. Sein brüllen ließ ihr Herz erwärmen und das Kichern danach schenkte ihr so viel mehr. <i>„Gut.“</i>, sagte er. <i>„Darf ich jetzt wieder mit den anderen Spielen?“</i> wie tapfer die kleinen einfach waren. Ihr Blick glitt zur Mutter. Sie waren Menschen und Mira kannte sie schon als sie Kinder waren, zusammen aufgewachsen. <b>„Na klar, aber pass auf die kleinen Bären auf, ja?“</b> Timo grinste sie an, sein Selbstbewusstsein galt für 5 und obgleich er menschlich war, tat das nichts zur Sache. In ihrer allen Augen nicht. Er hüpfte von der liege, umarmte Mira und drückte ihr einen Kuss auf die Wange. <i>“Keiner wird so gut aufpassen wie ich!”</i> damit nahm er die Hand seiner Mutter und sie verließen die Station. Es war nur eine leichte Erkältung, die der Körper selber bekämpfte. Hach die süßen kleinen. Ein Blick auf die Uhr verriet ihr, dass es erst zum Mittag war. Erst, weil die Sorgen sich gleich wohl wieder aufraffen und sie umgeben würden. Heute war sie besonders nervös, kontrollierte zum gefühlt 50ten mal die Schränke. War alles da? Alles sauber? Ihre Notfalltasche gepackt?<br />
Hatte sie schon die Berichte abgelegt? Korrigiert? Geprüft?<br />
Es blieb ruhig, Tunja und Gabriel kamen kurz vorbei, um ihr einen Obstteller und ein großes Sandwich dazulassen. Mira hatte etwas gefunden, mit dem sie sich beschäftigen konnte. Die Arbeiten der beiden im Studium befindlichen Mitglieder Tim und Anna. So vertieft in diese Arbeit, dass sie gar nicht mitbekam, wie es in den späten Nachmittag überging.<br />
<br />
Mira hatte sich gerade ein Buch genommen, welches als Quellenangabe angegeben wurde. <br />
Seite 245, sie setze sich auf die Couch und begann zu lesen. <br />
Und zu lesen. <br />
Und zu lesen.<br />
Ihre Augen wurden schwer, ehe sie gänzlich mit dem Buch auf ihrer Brust auf der Couch im Büro eingeschlafen war. Die Sorgen der Nacht und das wach bleiben hatten ihren Tribut gefordert, auch wenn sie vermutlich bei dem kleinsten Geräusch wach werden würde. Ein halb gegessenes Sandwich und noch ein paar Obststücke waren das einzige, was sie über den Tag zu sich genommen hatte. <br />
Kaffee, viel Kaffee und Wasser, aber an ein Mittagessen hatte sie nicht gedacht. <br />
Mal wieder. <img src="https://64.media.tumblr.com/b0a6129fa252fe15bf2f32370bef88c2/tumblr_inline_oljslpI29L1t8bm8b_250.gifv" width=150 height=100 align=right hspace=20><br />
Eigentlich wollte sie wach blieben, bis Jack zurück war. Sich vergewissern, dass es ihnen gut ging, dass alles in Ordnung war. <br />
Doch die Couch war zwar nicht groß, aber anscheinend bequem und vielleicht würde ein power nep ja reichen?]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div style="text-align: right;" class="mycode_align"><span style="font-size: x-small;" class="mycode_size">Unruhig blickte sie gegen den Himmel, in dem die Sonne langsam gegen den Boden versank. Über den Tag hinweg hatte sie einiges zu tun gehabt. Viel Papierkram, viele Dokumente, die sie nachprüfen und durchlesen musste. Samantha hat sie heute getroffen und untersucht. Ihre Erzählungen zu dem Clan, aber auch zu ihren nächtlichen Sorgen hatte sie einige Stunden beschäftigt. Einige Telefonate und viele Clanmitglieder, die zu ihr kamen. Mit Essen und neuem Tratsch und Klatsch. Mira wusste, was sie taten und sie alle ließen ihr Herz für diesen Clan so immens größer werden. Niemals würde sie einen von ihnen aufgeben. Doch mit schwindendem Tageslicht und der schleichenden Dämmerung kam die Unruhe auf. Jake hatte sich heute Morgen verabschiedet und sie wusste, dass er mit Malachi einen erfahrenen guten Soldaten an der Seite hatte. Es war normal, dass die dominanten Mitglieder sich mehr für die Patrouillenpunkte in den entlegensten Gebieten abordnen ließen. Mirabella wusste das. Sie kannte die Natur, kannte den Ruf der dominanten Bären, die Stille liebten und die Einsamkeit weit entfernt, alleine. Es war das natürlichste der Welt und doch strich sie gerade über ihre Brust. Es fühlte sich an, als bekäme sie schwere Luft. Als würde ein Gewicht auf ihrem Brustkorb sitzen.<br />
Ihr Weg hatte sie von der Krankenstation direkt hier nach draußen gebracht. Raus aus der Enge der Höhlen und direkt davor. Doch hier stand sie nun. Nicht willens weiterzugehen und doch tief einatmen, weil sie nicht wusste, ob er heil angekommen war. Beide, aber ihre Gedanken glitten immer wieder zu blau-grünen Augen, dem Duft nach Eichenmoos, der ihr permanent in die Nase glitt. Als würde er gleich hinter ihr stehen, seinen Arm um sie legen und sie sich anziehen.<br />
Mira blinzelte kurz und atmete langsam aus.<br />
Wann war das passiert?<br />
Wann hatte sie ihr Herz abgegeben?<br />
Bilder aus dem Auto stiegen ihr in den Kopf, ließen ihre Wangen erröten und ein Lächeln auf ihre Lippen zaubern.<br />
Okey, ja, da hatte sie ihm ihr Herz gegeben. Innerlich brummte die Bärin, nicht willens, einen Schritt nach vorne zu machen, stur und beharrte, dass dies ein Fehler war und sie wieder verletzt werden würde. Obgleich man es Mirabella nie gesehen hat, ist die Trennung von Gylan nach zehn Jahren auch an ihr nicht spurlos vorbeigegangen. Ja sie hatte es akzeptiert, auch wenn es schwerfiel. Man freute sich über ein solches Band, denn es war selten. Aber ein Band, welches eine zehnjährige Beziehung beendet hatte, führten auch bei ihr wunden zu, die nie ganz verheilten. Die nie zu einer weiteren engeren Beziehung geführt hatten aus Angst, dass es wieder passieren würde. Wer hätte denn damit rechnen können, dass Jake in der Krankenstation aufgetaucht war und er sich Stück für Stück in ihr verdammt großes Herz geschlichen ist? Marschiert, er ist da stramm und schnurstracks hineinmarschiert. In eine Gegend ihres Herzens, die nur für ganz wenige bestimmt waren und dort auf einem Platz niedergelassen hat, bei dem Mira dachte, dass dort niemand jemals mehr hineinfindet.<br />
<br />
Die Heilerin ließ sich direkt am westlichen Eingang auf einen kleinen Fels nieder und legte kurz den Kopf in die Hände, die Ellenbogen auf den Knien gestützt.<br />
Sie brauchte nur einige Minuten alleine. Es würde alles gut gehen. Ihr Gebiet war sicher, sie hatten keine großen Schwierigkeiten mit wilden Bären. Es waren zwei erfahrene Soldaten, die beide in größeren Situationen bereits ihr Können unter Beweis gestellt hatten. Keiner wäre so dumm, sich zwei gestandenen Bären oder Wandlern entgegenzustellen. Und die beiden wären nicht so dumm und leichtsinnig, irgendwelche Kletterwagnisse oder Jugendlichen Männerleichtsinn zu erproben.<br />
Oder?<br />
Ihre Bärin brummte. Sie schwang den Kopf hin und her und zuckte mit den Ohren. Nein, Mal kannte sie bereits lang genug, schon als sie bei Alan als Nebenheilerin arbeitete. Er wusste, dass sie sich immer Sorgen um die Männer und Frauen dort draußen machte, er würde Jake nicht zu unnötigen Risiken drängen. Jake würde das nicht mitmachen. Nun strich ihre Bärin unter ihrer Haut entlang. Er hatte ihr gesagt, dass er zwischendurch seine Ruhe brauchte. Dass er nicht immer wie sie inmitten im Clans verweilen konnte und das war okay. Ja, wirklich. Zumindest bis jetzt. Laut entließ sie die angehaltene Luft, faltete die Hände ineinander und bettete ihren Kopf darauf, während um sie herum die Nacht hereinbrach.<br />
<b>„Okey Mirabella, reiß dich zusammen!“</b> Mit einem Ruck stand sie auf und marschierte zurück in die Höhle. Es würde alles gut gehen.<br />
Er war nicht zum ersten Mal eine Nacht weg und er würde nicht zum letzten Mal eine weg sein.<br />
<br />
Lächelnd umarmte sie die kleine Lina, die ihr im Flur im südlichen Sektor entgegen getappt kam. Man unterhielt sich, hier und da. Miras Lachen war frei und warm. Ihr Kommunikator, ein kleiner Pager ähnliches Gerät, ist immer dabei. Man konnte sie auch dann erreichen, wenn sie nicht im Dienst war. Das hatte sie von Alan gelernt, der Clan stand an erster Stelle. Wobei, er hätte ihr das nicht deutlich gesagt brauchen, es war von vornherein klar gewesen für sie. Schon als junges Mädchen hätte sie alles für ihre Freunde gegeben. Zu viel, als dass sie tatsächlich hatte. Mira war mit dem Phänomen nicht alleine, sie kannte viele Heiler, die es ähnlich sahen und fühlten. Man konnte den Drang mit dem eines Soldaten vergleichen. Während diese beschützen wollten, komme was da wollte, würde Mira, egal wie, alles daran setzen, diesen Clan zu heilen. Jeder einzelnen von ihnen, egal wie sehr es sie dabei zerstörte. Dass es recht schnell ging, hatte sie bitter erfahren. Alan war Soraya so verbunden gewesen, dass er ihr gleich gefolgt war. Auch das war nicht unüblich, wenn man ein starkes Band zu seinem Alpha pflegte. Was nicht das gleiche Band wie zum Gefährten war, aber über dieses Heiler-Alpha Band bekamen die Heiler eben Kraft, sollten sie es benötigen. Genau deshalb war es in Miras Kopf so wichtig, dass der Clan gesund blieb.</span></div>
<br />
Das Lachen von Noel brachte ihre Gedanken wieder zurück. Sie war inzwischen im Zentrum angekommen und verabschiedete sich von den Jugendlichen, manche bekamen eine herzliche feste Umarmung, andere, wie Noel, eine liebevolle Hand, die auf seiner Schulter kurz ruhte. Warm, geborgen, schützend und wertvoll.<br />
Ihre kleine Wohnung lag still und dunkel dort, als sie die Tür hinter sich schloss und einen Moment dagegen gelehnt verweilte. Während die Frau hier in der Höhle ruhiger geworden war, tappte die Bärin unter ihrer Haut hin und her. Routiniert ging die Hand zum Lichtschalter und sie in die Küche, machte sich ein Glas Wasser, trank es, schwieg und ging dann ins Bad. Eine Dusche war jetzt das Richtige, danach ins Bett.<br />
Es war nicht so, dass sie jede Nacht beieinander lagen. Aber sie sahen sich ja fast täglich. Warum sie sich nun solche Gedanken machte, war ihr selbst ein Rätsel. Mit einem Schwall Dampf stieg Mira aus ihrer Dusche heraus, heißer geduscht als beabsichtigt. Sie wickelte sich in das Handtuch und tappte zum Spiegel. Ihre Handfläche glitt darüber, damit sie überhaupt etwas sehen konnte, aus diesem heraus blickte ihr die Bärin entgegen, die hinter den hellbraunen Augen schlummerte. <b>„Du wolltest den Schritt nicht gehen, meine Liebe.“</b> sprach sie zu sich in den Spiegel. Mira war bereit, die Vergangenheit loszulassen und es noch einmal mit einer Beziehung zu versuchen. Dass die Bärin nicht einverstanden gewesen war, war ihr klar gewesen. Doch sie jetzt hier in ihren Augen zu sehen, ihre leichte Aufregung zu spüren, die Unruhe, die sie beide spürten, schrie förmlich nach Lüge. Lüge, dass ihnen beiden nicht doch etwas an dem Eisbären lag. An Jake etwas lag. <b>„Ihm wird nichts passieren.“</b>, sagte sie sich selbst, während sie eine sanfte Lotion auftrug und als sie eingezogen war, in einen weichen flauschigen Pyjama schlüpfte. Schließlich ging sie ins Bett, der Kommunikator hatte den Notfallmodus an und neben sich gelegt, ehe sie das Licht ausschaltete.<br />
<br />
<img src="https://i.pinimg.com/originals/00/dd/e2/00dde28191c06a5a239412ea5dc6f83d.gif" width=150 height=100 align=left hspace=20>Mit einer Tasse Kaffee, bereits die 5te diesen Morgen, stand sie im Büro. Ihre Nacht war kurz. Nicht weil ein Notfall sie auf Trab gehalten hatte, sondern, sobald sie versuchte, die Augen zu schließen, sich die schlimmsten Szenarien ausgemalt hatten, die es vermutlich geben würde. Egal wie häufig sie davon redete, das Malachi Jakes verdammt heißen Hintern schon heil und gesund wieder herschaffte, die Bärin in ihr kam nicht zur Ruhe und sie schon gar nicht. Immerhin konnte sich das Tier nun eingestehen, dass es, ebenso wie sie, Haushoch verknallt war. Manchmal fürchtete sich Mira davor. Hatte Angst, dass sie zu viel für ihn wäre. Zu laut, zu viel Gefühl, zu körperlich. Wäre sie deutlich jünger, würde es sie erschrecken und vermutlich würde sie versuchen, alles nicht zu sein – für ihn. Aber sie war keine zwanzig mehr und um ehrlich zu sein, liebe Mira zu sehr, was sie war, als damit anders umzugehen.<br />
<b>„Wie fühlst du dich heute, großer Bär?“</b>, fragte sie, nach einer weiteren Stunde den kleinen Timo, der die letzten beiden Tage immer mal wieder auf gefiebert hatte. Sein brüllen ließ ihr Herz erwärmen und das Kichern danach schenkte ihr so viel mehr. <i>„Gut.“</i>, sagte er. <i>„Darf ich jetzt wieder mit den anderen Spielen?“</i> wie tapfer die kleinen einfach waren. Ihr Blick glitt zur Mutter. Sie waren Menschen und Mira kannte sie schon als sie Kinder waren, zusammen aufgewachsen. <b>„Na klar, aber pass auf die kleinen Bären auf, ja?“</b> Timo grinste sie an, sein Selbstbewusstsein galt für 5 und obgleich er menschlich war, tat das nichts zur Sache. In ihrer allen Augen nicht. Er hüpfte von der liege, umarmte Mira und drückte ihr einen Kuss auf die Wange. <i>“Keiner wird so gut aufpassen wie ich!”</i> damit nahm er die Hand seiner Mutter und sie verließen die Station. Es war nur eine leichte Erkältung, die der Körper selber bekämpfte. Hach die süßen kleinen. Ein Blick auf die Uhr verriet ihr, dass es erst zum Mittag war. Erst, weil die Sorgen sich gleich wohl wieder aufraffen und sie umgeben würden. Heute war sie besonders nervös, kontrollierte zum gefühlt 50ten mal die Schränke. War alles da? Alles sauber? Ihre Notfalltasche gepackt?<br />
Hatte sie schon die Berichte abgelegt? Korrigiert? Geprüft?<br />
Es blieb ruhig, Tunja und Gabriel kamen kurz vorbei, um ihr einen Obstteller und ein großes Sandwich dazulassen. Mira hatte etwas gefunden, mit dem sie sich beschäftigen konnte. Die Arbeiten der beiden im Studium befindlichen Mitglieder Tim und Anna. So vertieft in diese Arbeit, dass sie gar nicht mitbekam, wie es in den späten Nachmittag überging.<br />
<br />
Mira hatte sich gerade ein Buch genommen, welches als Quellenangabe angegeben wurde. <br />
Seite 245, sie setze sich auf die Couch und begann zu lesen. <br />
Und zu lesen. <br />
Und zu lesen.<br />
Ihre Augen wurden schwer, ehe sie gänzlich mit dem Buch auf ihrer Brust auf der Couch im Büro eingeschlafen war. Die Sorgen der Nacht und das wach bleiben hatten ihren Tribut gefordert, auch wenn sie vermutlich bei dem kleinsten Geräusch wach werden würde. Ein halb gegessenes Sandwich und noch ein paar Obststücke waren das einzige, was sie über den Tag zu sich genommen hatte. <br />
Kaffee, viel Kaffee und Wasser, aber an ein Mittagessen hatte sie nicht gedacht. <br />
Mal wieder. <img src="https://64.media.tumblr.com/b0a6129fa252fe15bf2f32370bef88c2/tumblr_inline_oljslpI29L1t8bm8b_250.gifv" width=150 height=100 align=right hspace=20><br />
Eigentlich wollte sie wach blieben, bis Jack zurück war. Sich vergewissern, dass es ihnen gut ging, dass alles in Ordnung war. <br />
Doch die Couch war zwar nicht groß, aber anscheinend bequem und vielleicht würde ein power nep ja reichen?]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[take the risk or lose the chance]]></title>
			<link>https://claws.stories-untold.de/showthread.php?tid=559</link>
			<pubDate>Wed, 08 Apr 2026 16:00:49 +0000</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://claws.stories-untold.de/member.php?action=profile&uid=6">Alaya Belova</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://claws.stories-untold.de/showthread.php?tid=559</guid>
			<description><![CDATA[Ein breites Grinsen lag auf ihren Lippen, als sie das Telefon zurück in ihre hintere Hosentasche gleiten ließ und sich bereits halb im Gehen zu ihrer Vertretung umdrehte. <ina>„Kannst du eine halbe Stunde für mich übernehmen? Ich muss schnell etwas erledigen.“</ina> Ihre Stimme trug noch immer diesen leichten Akzent, der sich selbst nach all den Jahren nicht hatte abschleifen lassen, und sie wartete kaum mehr als ein knappes Nicken ab, bevor sie sich – deutlich schneller, als es ihre hochhackigen Schuhe vermuten ließen – aus dem Staub machte.<br />
<br />
Ihr „schnell etwas erledigen“ entpuppte sich allerdings als alles andere als schnell. Die halbe Stunde dehnte sich, zog sich in die Länge, verlor jedes Maß, bis am Ende gut zwei Stunden vergangen waren. Doch als sie schließlich zurückkehrte, nahm es ihr niemand übel. Dafür war der Grund zu offensichtlich, zu greifbar in der Art, wie sie strahlte, wie sich die Energie um sie herum verändert hatte. Also warteten sie. Einer nach dem anderen. Geduldig genug, um die Neuigkeit aus erster Hand zu hören.<br />
<br />
Und sie ließ sich nicht lange bitten.<br />
<br />
Auch wenn vieles überstürzt gewirkt hatte, beinahe hastig entschieden, lief ihr Verstand längst auf Hochtouren. Während sie sprach, während sie lachte, ordnete sich in ihrem Kopf bereits alles neu. Essenspläne mussten angepasst werden, Vorräte vorbereitet, Abläufe so optimiert, dass ihre Abwesenheit kaum auffallen würde. Einige Gerichte ließ sie gedanklich schon jetzt in großen Mengen vorkochen, portionieren, einfrieren – kleine Sicherheiten, die ihren Helfern den Alltag erleichtern würden. Es war ein kontrolliertes Chaos, ein vertrautes Durcheinander aus Verantwortung und Organisation, während tief in ihr ihre Bärin vor reiner Freude vibrierte.<br />
<br />
In drei Wochen würde sie ihre Familie sehen.<br />
<br />
Der Gedanke allein ließ etwas in ihr warm werden.<br />
<br />
Ihre Schwester hatte sie erst vor wenigen Stunden angerufen. Die Stimme noch vorsichtig, beinahe zerbrechlich vor Zurückhaltung – und dann diese Worte. Ein Kind. Sie erwartete ein Kind. Und obwohl die Freude längst da gewesen war, hatten sie und ihr Ehemann gewartet, hatten sich Zeit gelassen, sicher gehen wollen, dass alles gut verlief, dass dieses kleine, fragile Leben Bestand hatte. Erst als die Heilerin ihr ruhiges, überzeugtes Einverständnis gegeben hatte, hatte Lilliana es ausgesprochen – und Alaya war die Erste gewesen, die davon erfuhr.<br />
<br />
Vielleicht, weil es sich richtig anfühlte.<br />
<br />
Vielleicht, weil manche Dinge genau so sein mussten.<br />
<br />
Und Alaya? Sie war keine Soldatin, keine Kämpferin an vorderster Front. „Nur“ die Küchenleitung. „Nur“ diejenige, die sich um die Jüngsten kümmerte, die Sechs- bis Zehnjährigen, die zwischen kindlicher Unbeschwertheit und ersten Schatten schwankten. Doch genau das machte es einfacher. Sie hatte eine verlässliche Vertretung in der Küche, ein Team, auf das sie sich verlassen konnte. Und für die Kinder würden Leon und eine junge Mutter einspringen, die bisher noch keiner festen Altersgruppe zugeteilt gewesen war. Eine Gelegenheit für sie, sich einzufinden, sich zu beweisen.<br />
<br />
Bis dahin würde Alaya sie begleiten, anleiten, ihr zeigen, worauf es ankam.<br />
<br />
Es war alles lösbar.<br />
<br />
Alles machbar.<br />
<br />
Ihr Team gratulierte ihr, ehrlich und herzlich, und bis zum Abend hatte sich die Neuigkeit in der Höhle verbreitet wie ein leises, freudiges Lauffeuer. Bären liebten Babys. Sie liebten das Versprechen von neuem Leben, von Familie, von Zukunft. Und auch wenn dieses Kind nicht hier geboren werden würde, war die Begeisterung spürbar. Hier und da wurden bereits kleine Aufmerksamkeiten geplant, Geschenke zusammengesucht, die Alaya mitnehmen sollte – als wäre es selbstverständlich, dass ein Teil von ihnen mit ihr reisen würde.<br />
<br />
Als es schließlich an ihrer Tür klopfte, war sie gerade dabei, die letzten Essenspläne zu finalisieren, den morgigen Tag bereits im Kopf durchzugehen. Ihr Schritt war leicht, beinahe federnd, als sie zur Tür ging und sie mit einem breiten, noch immer nicht ganz abgeklungenen Lächeln öffnete.<br />
<br />
Und dann wurde dieser Abend tatsächlich noch besser.<br />
<br />
Asher stand vor ihr.<br />
<br />
Für einen Moment sagte sie nichts, doch in ihr regte sich etwas, warm und tief, ein zufriedenes Brummen, das direkt aus ihrer Bärin kam. Ihr süßer, unterwürfiger Bär. Er wurde mutiger. Kam öfter einfach zu ihr, suchte ihre Nähe, wenn das Verlangen danach zu groß wurde, um es noch zu ignorieren.<br />
<br />
Ganz ohne Druck.<br />
<br />
Ganz ohne, dass sie ihn dazu drängen musste.<br />
<br />
Und genau das machte es nur umso besser.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[Ein breites Grinsen lag auf ihren Lippen, als sie das Telefon zurück in ihre hintere Hosentasche gleiten ließ und sich bereits halb im Gehen zu ihrer Vertretung umdrehte. <ina>„Kannst du eine halbe Stunde für mich übernehmen? Ich muss schnell etwas erledigen.“</ina> Ihre Stimme trug noch immer diesen leichten Akzent, der sich selbst nach all den Jahren nicht hatte abschleifen lassen, und sie wartete kaum mehr als ein knappes Nicken ab, bevor sie sich – deutlich schneller, als es ihre hochhackigen Schuhe vermuten ließen – aus dem Staub machte.<br />
<br />
Ihr „schnell etwas erledigen“ entpuppte sich allerdings als alles andere als schnell. Die halbe Stunde dehnte sich, zog sich in die Länge, verlor jedes Maß, bis am Ende gut zwei Stunden vergangen waren. Doch als sie schließlich zurückkehrte, nahm es ihr niemand übel. Dafür war der Grund zu offensichtlich, zu greifbar in der Art, wie sie strahlte, wie sich die Energie um sie herum verändert hatte. Also warteten sie. Einer nach dem anderen. Geduldig genug, um die Neuigkeit aus erster Hand zu hören.<br />
<br />
Und sie ließ sich nicht lange bitten.<br />
<br />
Auch wenn vieles überstürzt gewirkt hatte, beinahe hastig entschieden, lief ihr Verstand längst auf Hochtouren. Während sie sprach, während sie lachte, ordnete sich in ihrem Kopf bereits alles neu. Essenspläne mussten angepasst werden, Vorräte vorbereitet, Abläufe so optimiert, dass ihre Abwesenheit kaum auffallen würde. Einige Gerichte ließ sie gedanklich schon jetzt in großen Mengen vorkochen, portionieren, einfrieren – kleine Sicherheiten, die ihren Helfern den Alltag erleichtern würden. Es war ein kontrolliertes Chaos, ein vertrautes Durcheinander aus Verantwortung und Organisation, während tief in ihr ihre Bärin vor reiner Freude vibrierte.<br />
<br />
In drei Wochen würde sie ihre Familie sehen.<br />
<br />
Der Gedanke allein ließ etwas in ihr warm werden.<br />
<br />
Ihre Schwester hatte sie erst vor wenigen Stunden angerufen. Die Stimme noch vorsichtig, beinahe zerbrechlich vor Zurückhaltung – und dann diese Worte. Ein Kind. Sie erwartete ein Kind. Und obwohl die Freude längst da gewesen war, hatten sie und ihr Ehemann gewartet, hatten sich Zeit gelassen, sicher gehen wollen, dass alles gut verlief, dass dieses kleine, fragile Leben Bestand hatte. Erst als die Heilerin ihr ruhiges, überzeugtes Einverständnis gegeben hatte, hatte Lilliana es ausgesprochen – und Alaya war die Erste gewesen, die davon erfuhr.<br />
<br />
Vielleicht, weil es sich richtig anfühlte.<br />
<br />
Vielleicht, weil manche Dinge genau so sein mussten.<br />
<br />
Und Alaya? Sie war keine Soldatin, keine Kämpferin an vorderster Front. „Nur“ die Küchenleitung. „Nur“ diejenige, die sich um die Jüngsten kümmerte, die Sechs- bis Zehnjährigen, die zwischen kindlicher Unbeschwertheit und ersten Schatten schwankten. Doch genau das machte es einfacher. Sie hatte eine verlässliche Vertretung in der Küche, ein Team, auf das sie sich verlassen konnte. Und für die Kinder würden Leon und eine junge Mutter einspringen, die bisher noch keiner festen Altersgruppe zugeteilt gewesen war. Eine Gelegenheit für sie, sich einzufinden, sich zu beweisen.<br />
<br />
Bis dahin würde Alaya sie begleiten, anleiten, ihr zeigen, worauf es ankam.<br />
<br />
Es war alles lösbar.<br />
<br />
Alles machbar.<br />
<br />
Ihr Team gratulierte ihr, ehrlich und herzlich, und bis zum Abend hatte sich die Neuigkeit in der Höhle verbreitet wie ein leises, freudiges Lauffeuer. Bären liebten Babys. Sie liebten das Versprechen von neuem Leben, von Familie, von Zukunft. Und auch wenn dieses Kind nicht hier geboren werden würde, war die Begeisterung spürbar. Hier und da wurden bereits kleine Aufmerksamkeiten geplant, Geschenke zusammengesucht, die Alaya mitnehmen sollte – als wäre es selbstverständlich, dass ein Teil von ihnen mit ihr reisen würde.<br />
<br />
Als es schließlich an ihrer Tür klopfte, war sie gerade dabei, die letzten Essenspläne zu finalisieren, den morgigen Tag bereits im Kopf durchzugehen. Ihr Schritt war leicht, beinahe federnd, als sie zur Tür ging und sie mit einem breiten, noch immer nicht ganz abgeklungenen Lächeln öffnete.<br />
<br />
Und dann wurde dieser Abend tatsächlich noch besser.<br />
<br />
Asher stand vor ihr.<br />
<br />
Für einen Moment sagte sie nichts, doch in ihr regte sich etwas, warm und tief, ein zufriedenes Brummen, das direkt aus ihrer Bärin kam. Ihr süßer, unterwürfiger Bär. Er wurde mutiger. Kam öfter einfach zu ihr, suchte ihre Nähe, wenn das Verlangen danach zu groß wurde, um es noch zu ignorieren.<br />
<br />
Ganz ohne Druck.<br />
<br />
Ganz ohne, dass sie ihn dazu drängen musste.<br />
<br />
Und genau das machte es nur umso besser.]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[When the storm can comfort the broken heart]]></title>
			<link>https://claws.stories-untold.de/showthread.php?tid=550</link>
			<pubDate>Mon, 02 Mar 2026 14:26:39 +0000</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://claws.stories-untold.de/member.php?action=profile&uid=117">Samantha McLeod</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://claws.stories-untold.de/showthread.php?tid=550</guid>
			<description><![CDATA[Phoebes Augen füllten sich mit Tränen. Immer wieder schluckte sie, blieb aber stumm. Ihre Eltern waren am Rand des Reviers auf Patrouille und ihre Großmutter hatte noch eine Kleinigkeit zu tun. Ihre kleine Schwester Mael wurde eh von ihr betreut, daher hatte sie zugestimmt, auf beide ein Auge zu schmeißen. Doch seit Phoebe hier war, schien sie bedrückt zu sein. Immer wieder versuchte Mael ihre Aufmerksamkeit zu bekommen, brachte ihr ihre gemalten Bilder. Phoebe war nicht unhöflich zu ihr, aber sie kannte die 14 jähre nicht so. Alle Annäherungsversuche ihrerseits schlugen fehl.<br />
<br />
<b>„Will jemand eine warme Schokolade?“</b>, fragte Samantha schlussendlich, draußen zogen dunkle Wolken auf. Der Wetterbericht hatte für heute einen Sommersturm angesagt. Nichts dramatisch, aber auch kein schöner Sommertag. Also blieben sie lieber drinnen. <i>„Jaaaa“</i> quietschte Mael und kam an ihre Seite, klammerte sich wie so oft an ihrem Bein fest und ließ sich so mit in die Küche tragen.<br />
Samantha lachte, sie liebte das kleine Klammeräffchen. <b>„Du auch Phoebe?“</b> Es kam nur ein zustimmendes Brummen. Sam war bedrückt, dass sie sie nicht an sich heranließ.<br />
<br />
<i>„Fibfib ist traurig!“</i>, erklärte das Mädchen an ihrem Bein, während Sam sich in der Küche mit dem Kakao und kleinen Marshmallow bediente. <b>„Warum ist sie traurig?“</b> <i>„Ich glaub, sie ist böse auf Tino!“</i> kicherte die kleine, legte ihren Finger auf den Mund und machte ein Zischlaut. Tino war ein Junge in ihrem Alter, vermutlich aus ihrer Klasse. Ob die beiden zusammen waren?<br />
Also kramte Sam auch noch Schokoladen Sirup heraus. Ärger über einen Jungen bedarf immer Schoko. Anders geht’s ja nicht!<br />
<br />
<i>„Omaaaaa!“</i> das kleine Äffchen ließ ihr Bein los als Sam mit den Tassen in der Hand sich gerade herumdrehte.<br />
<i>„Hahaha hallo Liebling!“</i>, lachte Irma freudig auf und umarmte die kleine. <b>„Alles bekommen Irma?“</b>, fragte sie, wissend, dass es sich um ein Geschenk handelte. Diese nickte mit einem triumphierenden Lächeln, welches auf Sams Gesicht widerspiegelte. Also war ihre Jagt erfolgreich. <b>„Ich wollte uns gerade heiße Schokolade machen“</b> <i>„Fibfib ist nämlich traurig Oma!“</i>, erklärte Mael, noch ehe Sam etwas mehr dazu sagen konnte. Lächelnd betrachtete sie den kleinen Klammeraffen. Sie würde später ein enormes Selbstvertrauen entwickeln aber ein Plappermaul vorm Herrn werden. Lachend schüttelte sie den Kopf und blickte in den Raum, der Leer war. <b>„Setz dich Irma, ich kann mir noch einen machen, dann bekommst du meine!“</b>. Dankend nahm sie ihre Tasse entgegen und setzte sich auf die Couch, Mael krabbelte auf ihren Schoß und erzählte der Oma, warum Phoebe so traurig war. Diese bedachte Sam mit einem Blick. <b>„Phoebe, deine Oma ist hier!“</b> sprach sie gegen die Toilettentür. Aus der Toilette war kein Mucks zu hören. Auch roch hier nichts nach der kleinen jungen Bärin. Ihre eigene Bärin wurde unruhig. Brummte und stellte ihre Haare aufrecht. Sie wusste, dass sie nicht auf Toilette war, nicht im Raum, sondern draußen. Nicht bei ihr, sondern weg. Sam klopfte dennoch, drückte dann die Klinke hinab um ihr eigenes klopfendes Herz zu beruhigen. Das Bad war leer. Dunkel.<br />
<br />
<b>„Phoebe?“</b>, hob sie nun ihre Stimme an, die durch ein Grummeln durch die Höhle übertüncht wurde. Das angekündigte Gewitter trat ein.<br />
Ihre Schritte lenkte Sam wieder ins Wohnzimmer. <b>„Irma, Phoebe ist verschwunden.“</b> Mael neigte den Kopf. <i>„Bestimmt ist sie raus.“</i> Irma und Sam schauten Mael an, dann harkten sich ihrer beider Blicke ineinander.<br />
<br />
<b>„Ich geh sie suchen!“</b> Irma nickte dankbar, wandte sich zu Mael. <b>„Bleibt ihr hier oder geht ihr zu dir?“</b>, fragte Sam, während sie sich eine Regenjacke schnappte, die ganz hinten im Schrank verstaut hing. <i>„Wir bleiben erst mal hier liebes.“</i> Irma schien ruhig zu sein, blieb so stark für Mael und dennoch konnte Sams Bärin erkennen, dass Irma, obgleich sie selber bereits Kinder großgezogen hatte, genau mit den gleichen Sorgen in sich drin zu kämpfen hatte. Normalerweise gingen sie dem Mädchen nicht einfach hinterher, aber durch das Sommergewitter und ihr Gemütszustand war es Sam nicht so recht, wenn Phoebe alleine draußen herumlief.<br />
<b>„Bin gleich wieder da!“</b><br />
<br />
Damit trat sie in die Flure der Höhle und versuchte den Geruch der jungen Bärin aufzufangen. Doch hier im Flur gingen so viele hin und her, dass es schwer war, den ihren darunter hervorzuholen. Also musste sie es auf gut Glück versuchen.<br />
Genauso Glück, wie dass sie als sie schnelleren Schrittes um die Ecke bog, in Gedanken versunken beim Regen, Gewitter und Wind, die Kapuze bereits überzog, in eine Gestalt hinein rann. <br />
Groß, feste, stabil.<br />
<b>„Uff“</b> <br />
Luft wurde aus ihren Lungen gedrückt, während sie von ihm abprallte und unsanft auf dem Hintern landete. <b>„Autsch“</b><br />
<br />
Ein Schatten über ihr ließ sie aufstehen und in Romeos Antlitz blicken.<br />
<b>„Oh ich habe geträumt und dich nicht gesehen, sorry. Ich hab’s eilig…“</b> Samantha fischte wieder nach ihrer Kapuze, die beim Hinfallen nach hinten gerutscht war, um sie überzuziehen. <br />
<b>„Hast du zufällig Phoebe Gablin gesehen?“</b>, fragte sie dann vorsichtig, nachdem sie sich noch mal zu ihm umgedreht hatte. <br />
<b>„Ihre Schwester meinte, sie wäre nach draußen gegangen… Aber bei dem Wetter…“</b> man merkte Sam an, dass die Situation nicht so recht die ihre war. <br />
Unsicher, was sie nun machen sollte, blickte sie zu Romeo auf. Romeo war inzwischen ein Stellvertreter. Er hatte sich  jedenfalls zu etwas gemacht und seine Dominanz schien zumindest ihre Bärin zu beruhigen, auch wenn das ihr Herz noch weiter wild pochte. <br />
Auch ihr Hintern, aber den Impuls über ihren Hintern zu reiben, versuchte sie tunlichst zu unterdrücken.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[Phoebes Augen füllten sich mit Tränen. Immer wieder schluckte sie, blieb aber stumm. Ihre Eltern waren am Rand des Reviers auf Patrouille und ihre Großmutter hatte noch eine Kleinigkeit zu tun. Ihre kleine Schwester Mael wurde eh von ihr betreut, daher hatte sie zugestimmt, auf beide ein Auge zu schmeißen. Doch seit Phoebe hier war, schien sie bedrückt zu sein. Immer wieder versuchte Mael ihre Aufmerksamkeit zu bekommen, brachte ihr ihre gemalten Bilder. Phoebe war nicht unhöflich zu ihr, aber sie kannte die 14 jähre nicht so. Alle Annäherungsversuche ihrerseits schlugen fehl.<br />
<br />
<b>„Will jemand eine warme Schokolade?“</b>, fragte Samantha schlussendlich, draußen zogen dunkle Wolken auf. Der Wetterbericht hatte für heute einen Sommersturm angesagt. Nichts dramatisch, aber auch kein schöner Sommertag. Also blieben sie lieber drinnen. <i>„Jaaaa“</i> quietschte Mael und kam an ihre Seite, klammerte sich wie so oft an ihrem Bein fest und ließ sich so mit in die Küche tragen.<br />
Samantha lachte, sie liebte das kleine Klammeräffchen. <b>„Du auch Phoebe?“</b> Es kam nur ein zustimmendes Brummen. Sam war bedrückt, dass sie sie nicht an sich heranließ.<br />
<br />
<i>„Fibfib ist traurig!“</i>, erklärte das Mädchen an ihrem Bein, während Sam sich in der Küche mit dem Kakao und kleinen Marshmallow bediente. <b>„Warum ist sie traurig?“</b> <i>„Ich glaub, sie ist böse auf Tino!“</i> kicherte die kleine, legte ihren Finger auf den Mund und machte ein Zischlaut. Tino war ein Junge in ihrem Alter, vermutlich aus ihrer Klasse. Ob die beiden zusammen waren?<br />
Also kramte Sam auch noch Schokoladen Sirup heraus. Ärger über einen Jungen bedarf immer Schoko. Anders geht’s ja nicht!<br />
<br />
<i>„Omaaaaa!“</i> das kleine Äffchen ließ ihr Bein los als Sam mit den Tassen in der Hand sich gerade herumdrehte.<br />
<i>„Hahaha hallo Liebling!“</i>, lachte Irma freudig auf und umarmte die kleine. <b>„Alles bekommen Irma?“</b>, fragte sie, wissend, dass es sich um ein Geschenk handelte. Diese nickte mit einem triumphierenden Lächeln, welches auf Sams Gesicht widerspiegelte. Also war ihre Jagt erfolgreich. <b>„Ich wollte uns gerade heiße Schokolade machen“</b> <i>„Fibfib ist nämlich traurig Oma!“</i>, erklärte Mael, noch ehe Sam etwas mehr dazu sagen konnte. Lächelnd betrachtete sie den kleinen Klammeraffen. Sie würde später ein enormes Selbstvertrauen entwickeln aber ein Plappermaul vorm Herrn werden. Lachend schüttelte sie den Kopf und blickte in den Raum, der Leer war. <b>„Setz dich Irma, ich kann mir noch einen machen, dann bekommst du meine!“</b>. Dankend nahm sie ihre Tasse entgegen und setzte sich auf die Couch, Mael krabbelte auf ihren Schoß und erzählte der Oma, warum Phoebe so traurig war. Diese bedachte Sam mit einem Blick. <b>„Phoebe, deine Oma ist hier!“</b> sprach sie gegen die Toilettentür. Aus der Toilette war kein Mucks zu hören. Auch roch hier nichts nach der kleinen jungen Bärin. Ihre eigene Bärin wurde unruhig. Brummte und stellte ihre Haare aufrecht. Sie wusste, dass sie nicht auf Toilette war, nicht im Raum, sondern draußen. Nicht bei ihr, sondern weg. Sam klopfte dennoch, drückte dann die Klinke hinab um ihr eigenes klopfendes Herz zu beruhigen. Das Bad war leer. Dunkel.<br />
<br />
<b>„Phoebe?“</b>, hob sie nun ihre Stimme an, die durch ein Grummeln durch die Höhle übertüncht wurde. Das angekündigte Gewitter trat ein.<br />
Ihre Schritte lenkte Sam wieder ins Wohnzimmer. <b>„Irma, Phoebe ist verschwunden.“</b> Mael neigte den Kopf. <i>„Bestimmt ist sie raus.“</i> Irma und Sam schauten Mael an, dann harkten sich ihrer beider Blicke ineinander.<br />
<br />
<b>„Ich geh sie suchen!“</b> Irma nickte dankbar, wandte sich zu Mael. <b>„Bleibt ihr hier oder geht ihr zu dir?“</b>, fragte Sam, während sie sich eine Regenjacke schnappte, die ganz hinten im Schrank verstaut hing. <i>„Wir bleiben erst mal hier liebes.“</i> Irma schien ruhig zu sein, blieb so stark für Mael und dennoch konnte Sams Bärin erkennen, dass Irma, obgleich sie selber bereits Kinder großgezogen hatte, genau mit den gleichen Sorgen in sich drin zu kämpfen hatte. Normalerweise gingen sie dem Mädchen nicht einfach hinterher, aber durch das Sommergewitter und ihr Gemütszustand war es Sam nicht so recht, wenn Phoebe alleine draußen herumlief.<br />
<b>„Bin gleich wieder da!“</b><br />
<br />
Damit trat sie in die Flure der Höhle und versuchte den Geruch der jungen Bärin aufzufangen. Doch hier im Flur gingen so viele hin und her, dass es schwer war, den ihren darunter hervorzuholen. Also musste sie es auf gut Glück versuchen.<br />
Genauso Glück, wie dass sie als sie schnelleren Schrittes um die Ecke bog, in Gedanken versunken beim Regen, Gewitter und Wind, die Kapuze bereits überzog, in eine Gestalt hinein rann. <br />
Groß, feste, stabil.<br />
<b>„Uff“</b> <br />
Luft wurde aus ihren Lungen gedrückt, während sie von ihm abprallte und unsanft auf dem Hintern landete. <b>„Autsch“</b><br />
<br />
Ein Schatten über ihr ließ sie aufstehen und in Romeos Antlitz blicken.<br />
<b>„Oh ich habe geträumt und dich nicht gesehen, sorry. Ich hab’s eilig…“</b> Samantha fischte wieder nach ihrer Kapuze, die beim Hinfallen nach hinten gerutscht war, um sie überzuziehen. <br />
<b>„Hast du zufällig Phoebe Gablin gesehen?“</b>, fragte sie dann vorsichtig, nachdem sie sich noch mal zu ihm umgedreht hatte. <br />
<b>„Ihre Schwester meinte, sie wäre nach draußen gegangen… Aber bei dem Wetter…“</b> man merkte Sam an, dass die Situation nicht so recht die ihre war. <br />
Unsicher, was sie nun machen sollte, blickte sie zu Romeo auf. Romeo war inzwischen ein Stellvertreter. Er hatte sich  jedenfalls zu etwas gemacht und seine Dominanz schien zumindest ihre Bärin zu beruhigen, auch wenn das ihr Herz noch weiter wild pochte. <br />
Auch ihr Hintern, aber den Impuls über ihren Hintern zu reiben, versuchte sie tunlichst zu unterdrücken.]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Memory is the only thing that remains when all the roles have been played]]></title>
			<link>https://claws.stories-untold.de/showthread.php?tid=525</link>
			<pubDate>Wed, 03 Dec 2025 12:22:21 +0000</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://claws.stories-untold.de/member.php?action=profile&uid=128">Romeo Steen</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://claws.stories-untold.de/showthread.php?tid=525</guid>
			<description><![CDATA[<center><div style="width: 550px; margin-top: 50px;"><div style="text-align: center;"><link href='https://fonts.googleapis.com/css?family=Mrs+Saint+Delafield' rel='stylesheet' type='text/css'><div align="right"><font style="font-family: 'Mrs Saint Delafield', cursive; font-size: 45px; text-transform: text-transform: letter-spacing: 2px; line-height: 25px; font-style: italic;"> Memory is the only thing that remains</font></div></div><div style="width: 550px; border-bottom: 3px solid #A4A4A4;"></div><div align="justify"><font style="font-family: Calibri; font-size: 10px; text-transform: uppercase; letter-spacing: 1px; line-height: 10px; blockquote;"> when all the roles have been played</font><br><div align="right"><font style="font-family: Calibri; font-size: 12px; text-transform: uppercase; letter-spacing: 1px; line-height: 10px; align: blockquote;"><br>Reomeo & Mira - <a href="https://media.gettyimages.com/id/821603192/pt/foto/actor-charles-michael-davis-from-cws-the-originals-poses-for-a-portrait-during-comic-con-2017.jpg?s=612x612&w=gi&k=20&c=xiZkPFtxRhmKYB7cEJ2Do12EzWctwWA7KGM7Jmi7Ky8=" target=”blank”><u>OUTFIT</u></a></div></div></div></font></center><br />
<br />
<br />
Er hatte den Ausschnitt aufgehoben. Diesen kleinen Schnipsel Zeitungspapier, der sich zwischen seinen Fingern seltsam zerbrechlich anfühlte, so als reichte ein einziger Windstoß aus, ihm das Papier zu entreißen. Zehn Jahre. So lange war es jetzt her, seit er von Nash diesen Zeitungsartikel erhalten hatte, auf dem stand, dass Isela gestorben war. Ein Autounfall. Fast schon banal hatte man ihren Namen in der Zeitung erwähnt. Als er davon erfuhr, war sie schon lange tot. Leland hatte ihm sowohl die Chance genommen, mit ihr zusammen zu sein, als auch, ihr die letzte Ehre erweisen zu können. Sie starb in dem Glauben, dass er ein Lügner war. Und immer wiederkehrend – jedes Jahr zur selben Zeit – fühlte er die neun Splitter in seiner Brust, die sich so tief in seine Seele bohrten, dass er von seinen Dämonen eingeholt wurde. <br />
<br />
Jedes Jahr. Zur selben Zeit. <br />
<br />
Was er empfand, ließ sich in einem Wort nicht ausdrücken. Trauer. Weil sie fort war. Enttäuschung. Weil er ihr die Welt nicht zeigen konnte. Verachtung. Weil er es nicht geschafft hatte, sie zu beschützen. Wut, weil Leland sie ihm genommen hatte. Verrat, weil er es nie richtigstellen konnte. Rachedurst, weil er Leland noch immer töten wollte. Hass, weil Cai ihm kein Vertrauen schenkte. <br />
<br />
Schlicht jedes negative Gefühl, das ein Mann haben konnte, manifestierte sich in seiner Brust. <br />
<br />
Jedes Jahr. Zur selben Zeit. <br />
<br />
<jin>“GESTERN!“</jin>, blaffte er in das unsichtbare Mikrofon seines Headsets. Mit in die Hüften gestemmten Händen lief er in seinem Büro auf und ab. Wie ein wildes Tier, das man tagelang nicht gefüttert hatte, und dem man nun die Beute zeigte, während es nur noch von den Gitterstäben von seiner Mahlzeit getrennt wurde. <jin>“NICHT HEUTE. NICHT MORGEN. ICH WOLLTE ES GESTERN!“</jin> Eigentlich war Romeo bei seinen Mitarbeitern und den Geschäftsleuten als charmant verschrien. Ein Mann, der Wort hielt, Integrität besaß und sein Lächeln auch in problematischen Momenten nicht verlor. Aber heute war heute. Heute war nicht sonst. Heute war nicht eigentlich. Heute war so ein Tag, an dem ihn die Fliege an der Wand derart nervte, dass er das Blau seiner Augen schlicht nicht ablegen konnte. <br />
<br />
Mit Wucht riss er sich den Knopf aus dem Ohr und pfefferte ihn quer durch sein Büro. Es ging nur um die simple Abschrift eines Exposés zur Steigerung der Markenwahrnehmung ihres Unternehmens. Die Abschrift war für gestern angesetzt, ein Vorentwurf, nichts Endgültiges. Ein oder zwei Tage später waren kein Weltuntergang. Und doch hatte jeder innerhalb dieses Projekts seine Aufgabe, die erledigt werden musste, und heute hasste er es, wenn sie unerledigt blieb. Die arme Sekretärin ihrer IT-Abteilung legte jetzt ganz sicher eingeschüchtert ihren Kommunikator nieder und sorgte dafür, dass die Abschrift noch heute auf seinem Schreibtisch landete – einfach weil sich HEUTE niemand mit Romeo anlegte. Am besten ging man ihm die ganze Woche aus dem Weg. Vor ein paar Tagen noch feierte er ausgelassen mit Alasdair in diesem Nobelschuppen – und heute rastete er völlig aus. <br />
<br />
Aber heute war nun mal heute. <br />
<br />
Das Headset, nicht sonderlich groß, knallte gegen die verglaste Scheibe der Tür zu seinem Büro. Es hinterließ ein klingelndes Plop, ehe es armselig und tief getroffen zu Boden kullerte. Vor der geriffelten Glasscheibe, die das Licht magisch brach und den Blick in sein Büro verschleierte, erhob sich ein Schatten. Eine Silhouette, die kurz innehielt und zögerte, als der Ohrstöpsel gegen das Glas krachte. Romeo sah es. Dann fiel sein Blick auf den Zeitungsausschnitt, der auf seinem Schreibtisch lag. Gleich dort auf seinem Arbeitsplatz, so dass jeder ihn sehen konnte. Dass ER ihn sehen konnte. Als WOLLTE er sich daran erinnern, dass er zu leiden hatte. Als wollte er sich selbst bestrafen. Nur dafür, dass er damals so unglaublich naiv und dumm all den Lügen erlag, die ihm aufgetischt worden waren. <jin>“Kein guter Zeitpunkt!“</jin>, schnaubte er, als sich die Tür zu seinem Büro leise und vorsichtig öffnete. Er war auf Krawall gebürstet. Sein Bär hatte das Nackenfell aufgestellt und wartete nur auf eine Gelegenheit, auszubrechen. Zu zertrümmern. Egal was. Irgendetwas! Hauptsache, es ging zu Bruch. <br />
<br />
Aber die Tür öffnete sich weiter. Romeo knurrte bösartig und drohend. Als sich Miras Kopf durch den Spalt schob. Er hatte die Hände erneut in die Hüften gestemmt und stieß verloren seinen Atem aus. War ja klar! Nur wenige wagten eine Konfrontation mit ihm, wenn er derart mies drauf war. Eine von ihnen war Mira. Und obwohl sein Bär kein weiteres Mal knurrte, traf sein Blick sie strafend. <jin>“Ich bin nicht in Stimmung!“</jin>, warnte er sie vor, dass er jetzt gerade kein guter Gesprächspartner war. Romeo war wütend. Und was noch schwerer wog – er WOLLTE wütend sein! Nur leider war das auch sein Problem. Denn sobald ihm jemand mit der nötigen Dominanz über den Weg laufen würde, und es auch nur wagte, seinen Blick zu kreuzen, würde der Bär in ihm ausbrechen und sein sonst so charmantes Lächeln hinterhältig verraten.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<center><div style="width: 550px; margin-top: 50px;"><div style="text-align: center;"><link href='https://fonts.googleapis.com/css?family=Mrs+Saint+Delafield' rel='stylesheet' type='text/css'><div align="right"><font style="font-family: 'Mrs Saint Delafield', cursive; font-size: 45px; text-transform: text-transform: letter-spacing: 2px; line-height: 25px; font-style: italic;"> Memory is the only thing that remains</font></div></div><div style="width: 550px; border-bottom: 3px solid #A4A4A4;"></div><div align="justify"><font style="font-family: Calibri; font-size: 10px; text-transform: uppercase; letter-spacing: 1px; line-height: 10px; blockquote;"> when all the roles have been played</font><br><div align="right"><font style="font-family: Calibri; font-size: 12px; text-transform: uppercase; letter-spacing: 1px; line-height: 10px; align: blockquote;"><br>Reomeo & Mira - <a href="https://media.gettyimages.com/id/821603192/pt/foto/actor-charles-michael-davis-from-cws-the-originals-poses-for-a-portrait-during-comic-con-2017.jpg?s=612x612&w=gi&k=20&c=xiZkPFtxRhmKYB7cEJ2Do12EzWctwWA7KGM7Jmi7Ky8=" target=”blank”><u>OUTFIT</u></a></div></div></div></font></center><br />
<br />
<br />
Er hatte den Ausschnitt aufgehoben. Diesen kleinen Schnipsel Zeitungspapier, der sich zwischen seinen Fingern seltsam zerbrechlich anfühlte, so als reichte ein einziger Windstoß aus, ihm das Papier zu entreißen. Zehn Jahre. So lange war es jetzt her, seit er von Nash diesen Zeitungsartikel erhalten hatte, auf dem stand, dass Isela gestorben war. Ein Autounfall. Fast schon banal hatte man ihren Namen in der Zeitung erwähnt. Als er davon erfuhr, war sie schon lange tot. Leland hatte ihm sowohl die Chance genommen, mit ihr zusammen zu sein, als auch, ihr die letzte Ehre erweisen zu können. Sie starb in dem Glauben, dass er ein Lügner war. Und immer wiederkehrend – jedes Jahr zur selben Zeit – fühlte er die neun Splitter in seiner Brust, die sich so tief in seine Seele bohrten, dass er von seinen Dämonen eingeholt wurde. <br />
<br />
Jedes Jahr. Zur selben Zeit. <br />
<br />
Was er empfand, ließ sich in einem Wort nicht ausdrücken. Trauer. Weil sie fort war. Enttäuschung. Weil er ihr die Welt nicht zeigen konnte. Verachtung. Weil er es nicht geschafft hatte, sie zu beschützen. Wut, weil Leland sie ihm genommen hatte. Verrat, weil er es nie richtigstellen konnte. Rachedurst, weil er Leland noch immer töten wollte. Hass, weil Cai ihm kein Vertrauen schenkte. <br />
<br />
Schlicht jedes negative Gefühl, das ein Mann haben konnte, manifestierte sich in seiner Brust. <br />
<br />
Jedes Jahr. Zur selben Zeit. <br />
<br />
<jin>“GESTERN!“</jin>, blaffte er in das unsichtbare Mikrofon seines Headsets. Mit in die Hüften gestemmten Händen lief er in seinem Büro auf und ab. Wie ein wildes Tier, das man tagelang nicht gefüttert hatte, und dem man nun die Beute zeigte, während es nur noch von den Gitterstäben von seiner Mahlzeit getrennt wurde. <jin>“NICHT HEUTE. NICHT MORGEN. ICH WOLLTE ES GESTERN!“</jin> Eigentlich war Romeo bei seinen Mitarbeitern und den Geschäftsleuten als charmant verschrien. Ein Mann, der Wort hielt, Integrität besaß und sein Lächeln auch in problematischen Momenten nicht verlor. Aber heute war heute. Heute war nicht sonst. Heute war nicht eigentlich. Heute war so ein Tag, an dem ihn die Fliege an der Wand derart nervte, dass er das Blau seiner Augen schlicht nicht ablegen konnte. <br />
<br />
Mit Wucht riss er sich den Knopf aus dem Ohr und pfefferte ihn quer durch sein Büro. Es ging nur um die simple Abschrift eines Exposés zur Steigerung der Markenwahrnehmung ihres Unternehmens. Die Abschrift war für gestern angesetzt, ein Vorentwurf, nichts Endgültiges. Ein oder zwei Tage später waren kein Weltuntergang. Und doch hatte jeder innerhalb dieses Projekts seine Aufgabe, die erledigt werden musste, und heute hasste er es, wenn sie unerledigt blieb. Die arme Sekretärin ihrer IT-Abteilung legte jetzt ganz sicher eingeschüchtert ihren Kommunikator nieder und sorgte dafür, dass die Abschrift noch heute auf seinem Schreibtisch landete – einfach weil sich HEUTE niemand mit Romeo anlegte. Am besten ging man ihm die ganze Woche aus dem Weg. Vor ein paar Tagen noch feierte er ausgelassen mit Alasdair in diesem Nobelschuppen – und heute rastete er völlig aus. <br />
<br />
Aber heute war nun mal heute. <br />
<br />
Das Headset, nicht sonderlich groß, knallte gegen die verglaste Scheibe der Tür zu seinem Büro. Es hinterließ ein klingelndes Plop, ehe es armselig und tief getroffen zu Boden kullerte. Vor der geriffelten Glasscheibe, die das Licht magisch brach und den Blick in sein Büro verschleierte, erhob sich ein Schatten. Eine Silhouette, die kurz innehielt und zögerte, als der Ohrstöpsel gegen das Glas krachte. Romeo sah es. Dann fiel sein Blick auf den Zeitungsausschnitt, der auf seinem Schreibtisch lag. Gleich dort auf seinem Arbeitsplatz, so dass jeder ihn sehen konnte. Dass ER ihn sehen konnte. Als WOLLTE er sich daran erinnern, dass er zu leiden hatte. Als wollte er sich selbst bestrafen. Nur dafür, dass er damals so unglaublich naiv und dumm all den Lügen erlag, die ihm aufgetischt worden waren. <jin>“Kein guter Zeitpunkt!“</jin>, schnaubte er, als sich die Tür zu seinem Büro leise und vorsichtig öffnete. Er war auf Krawall gebürstet. Sein Bär hatte das Nackenfell aufgestellt und wartete nur auf eine Gelegenheit, auszubrechen. Zu zertrümmern. Egal was. Irgendetwas! Hauptsache, es ging zu Bruch. <br />
<br />
Aber die Tür öffnete sich weiter. Romeo knurrte bösartig und drohend. Als sich Miras Kopf durch den Spalt schob. Er hatte die Hände erneut in die Hüften gestemmt und stieß verloren seinen Atem aus. War ja klar! Nur wenige wagten eine Konfrontation mit ihm, wenn er derart mies drauf war. Eine von ihnen war Mira. Und obwohl sein Bär kein weiteres Mal knurrte, traf sein Blick sie strafend. <jin>“Ich bin nicht in Stimmung!“</jin>, warnte er sie vor, dass er jetzt gerade kein guter Gesprächspartner war. Romeo war wütend. Und was noch schwerer wog – er WOLLTE wütend sein! Nur leider war das auch sein Problem. Denn sobald ihm jemand mit der nötigen Dominanz über den Weg laufen würde, und es auch nur wagte, seinen Blick zu kreuzen, würde der Bär in ihm ausbrechen und sein sonst so charmantes Lächeln hinterhältig verraten.]]></content:encoded>
		</item>
	</channel>
</rss>