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		<title><![CDATA[claws & fangs - CrescentProwler Archiv]]></title>
		<link>https://claws.stories-untold.de/</link>
		<description><![CDATA[claws & fangs - https://claws.stories-untold.de]]></description>
		<pubDate>Mon, 13 Apr 2026 07:50:21 +0000</pubDate>
		<generator>MyBB</generator>
		<item>
			<title><![CDATA[From tech nerd to craft queen]]></title>
			<link>https://claws.stories-untold.de/showthread.php?tid=541</link>
			<pubDate>Thu, 08 Jan 2026 15:45:01 +0000</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://claws.stories-untold.de/member.php?action=profile&uid=75">Keenan Higgins</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://claws.stories-untold.de/showthread.php?tid=541</guid>
			<description><![CDATA[Es war warm. Draußen brannte die Sonne vom Himmel, keine Wolke war zu sehen. Der Unterwürfige hatte sich extra nach dem Aufstehen nach draußen bewegt, um zu laufen. Allerdings war für ihn der Morgen uhrzeittechnisch so gegen 11:30. Um diese Zeit war die Wärme schon allgegenwärtig. Drückte unangenehm auf die Lungen, legte sich wie eine enge zweite Hautschicht auf einen. Bald hatte er als Wolf entschieden, wäre es angenehmer in einem Flusslauf sich flach hinzulegen und das kühle Wasser über sich gleiten zu lassen. Wohltuend.<br />
Nachmittags war Keenan zurück in der Höhle. Seinem zu Hause. An seinem freien Tag wollte er sich endlich dem kleinen Projekt widmen, einem kleinen Nuc, einem PC aus älteren Zeiten. Er hatte sich extra ins Internet begeben, um uralte Anleitungen ausfindig zu machen. Ebenso schwer war es, an diese Bauteile heranzukommen. Platinen, Motherboard und co waren so groß im Vergleich zur heutigen Technik, dass es sehr wenige davon gibt.<br />
Außerdem war diese alte Technik verschrien. Die Menschen hatten dafür Erze aus der Erde geholt, sie damit beinahe vernichtet. Die heutigen Teile waren in allem Überlegener. In der Effizienz, der Schnelligkeit, der Größe und der Nachhaltigkeit. Dennoch reizte es sein Nerdhirn, das Ding aufzubauen. Auch wenn es nicht laufen würde können, so wollte er es unbedingt selber mit eigenen Händen entstehen lassen.<br />
Vermutlich konnten ihn nur die Autoschrauber verstehen, die sich nach den alten Karren sehnten und die Welt nach den meisten klapprigen Dingern absuchten.<br />
Ja, so war auch er. Fanatisch im Web, seiner Spürnase folgend, altes Zeug aufgabelnd.<br />
Im Nu frisch geduscht, hatte er sich das flache Pad genommen und war in den Gemeinschaftsraum geschlendert. Dort würde er für den restlichen Tag herumlungern. Solange, bis ihn irgendwer herausschmiss. Ein breites Grinsen schob sich seine Mundwinkel hoch, die Fältchen unter der Brille hervorschauend.<br />
Andere Leute zu beobachten und ihnen Herzlichkeit entgegenzuschleudern, würde er für heute sehr genießen. Keenan liebte seine Leute, je grummeliger und schlechter gelaunt sie waren. Hätte er den Mut dazu, würde er wohl jeden einfach in den Arm nehmen, herumwirbeln – auch wenn er sich bei einigen das Rückgrat brechen würde – und herzlich Küsschen verteilen. Wie die Kinder es taten. Warum durfte es nicht auch machen? Es war ein guter Tag, ein schöner. Es lag immer bei einem selbst, was man daraus machte und solange der Unterwürfige wusste, er würde hier sein, sprühte er sein Glück vor sich her.<br />
Es gab viele der Soldaten, die das nicht mochten. Nicht ihn – nein hier und da bekam er eine übers Maul gefahren (Wölfisch gesprochen) – aber seine Art mit der Welt um zu gehen. Solange sie nicht komplett finster war!<br />
Oder blutend.<br />
Oder Finsterblutend?<br />
Ein bisschen wich ihm die Farbe aus dem Gesicht, als seine Gedanken sich in diese Richtung wanden und er Einhalt gebieten musste. Lautes Stimmengewirr machte sich langsam breit und mit jedem energischen Schritt weiter, kehrte auch das Leuchten in ihn zurück. <b>„Hey Wölfchen!“</b>, schob Kee mit einem Grinsen ein, als er in den Gemeinschaftsraum 3 eintrat. Dieser lag nicht unweit seiner Unterkunft im westlichen Sektor. Auch wenn er als Zivilist galt, hatte er hier bei den alleinstehenden Soldaten seine kleine Wohnung. Es war immer eine gewisse Fahrerei in die Stadt zu kommen, um bei CPS zu arbeiten, aber ein Hoch auf entfernungsfreie Arbeit. Das meiste konnte er auch hier abarbeiten. Nur für Teamsachen, gerade Meetings oder wenn er etwas für Liz suchen sollte, war er dort vor Ort. Alles andere konnte er von hier aus. Im Herzen des Rudels. Obwohl Keenan keinen der anderen ansah, wusste er, wer alles anwesend zu sein schien. Wölfe hatten unheimlich gute Nasen. Seine Beine trugen ihn zur Kaffeemaschine, er zog sich einen, so schwarz wie sein Pelz weiß war und trug dann das Pad unterm Arm geklemmt diesen zu einem der Sessel. Langsam ließ er sich in der Nähe nieder ohne die Gruppe, die sich gebildet hatte zu sprengen. Was immer sie gerade machten, er würde es nicht platzen lassen. Seine Kleinen späte zum Trotz, die unterwürfige Art ließ ihn innehalten ehe er etwas Dummes machte. Dummes Sagen hingehen war wohl nicht mit darin, denn das tat Kee eindeutig zu häufig.<br />
Mit dem Kaffee auf dem Tisch vor sich, lümmelte er sich in den gemütlichen Sessel ein, zog das flache Pad zu sich und schlug die erste Anleitung von einem Mainboard auf. Die Skizze war großartig, alles aufgezeichnet, präzise.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[Es war warm. Draußen brannte die Sonne vom Himmel, keine Wolke war zu sehen. Der Unterwürfige hatte sich extra nach dem Aufstehen nach draußen bewegt, um zu laufen. Allerdings war für ihn der Morgen uhrzeittechnisch so gegen 11:30. Um diese Zeit war die Wärme schon allgegenwärtig. Drückte unangenehm auf die Lungen, legte sich wie eine enge zweite Hautschicht auf einen. Bald hatte er als Wolf entschieden, wäre es angenehmer in einem Flusslauf sich flach hinzulegen und das kühle Wasser über sich gleiten zu lassen. Wohltuend.<br />
Nachmittags war Keenan zurück in der Höhle. Seinem zu Hause. An seinem freien Tag wollte er sich endlich dem kleinen Projekt widmen, einem kleinen Nuc, einem PC aus älteren Zeiten. Er hatte sich extra ins Internet begeben, um uralte Anleitungen ausfindig zu machen. Ebenso schwer war es, an diese Bauteile heranzukommen. Platinen, Motherboard und co waren so groß im Vergleich zur heutigen Technik, dass es sehr wenige davon gibt.<br />
Außerdem war diese alte Technik verschrien. Die Menschen hatten dafür Erze aus der Erde geholt, sie damit beinahe vernichtet. Die heutigen Teile waren in allem Überlegener. In der Effizienz, der Schnelligkeit, der Größe und der Nachhaltigkeit. Dennoch reizte es sein Nerdhirn, das Ding aufzubauen. Auch wenn es nicht laufen würde können, so wollte er es unbedingt selber mit eigenen Händen entstehen lassen.<br />
Vermutlich konnten ihn nur die Autoschrauber verstehen, die sich nach den alten Karren sehnten und die Welt nach den meisten klapprigen Dingern absuchten.<br />
Ja, so war auch er. Fanatisch im Web, seiner Spürnase folgend, altes Zeug aufgabelnd.<br />
Im Nu frisch geduscht, hatte er sich das flache Pad genommen und war in den Gemeinschaftsraum geschlendert. Dort würde er für den restlichen Tag herumlungern. Solange, bis ihn irgendwer herausschmiss. Ein breites Grinsen schob sich seine Mundwinkel hoch, die Fältchen unter der Brille hervorschauend.<br />
Andere Leute zu beobachten und ihnen Herzlichkeit entgegenzuschleudern, würde er für heute sehr genießen. Keenan liebte seine Leute, je grummeliger und schlechter gelaunt sie waren. Hätte er den Mut dazu, würde er wohl jeden einfach in den Arm nehmen, herumwirbeln – auch wenn er sich bei einigen das Rückgrat brechen würde – und herzlich Küsschen verteilen. Wie die Kinder es taten. Warum durfte es nicht auch machen? Es war ein guter Tag, ein schöner. Es lag immer bei einem selbst, was man daraus machte und solange der Unterwürfige wusste, er würde hier sein, sprühte er sein Glück vor sich her.<br />
Es gab viele der Soldaten, die das nicht mochten. Nicht ihn – nein hier und da bekam er eine übers Maul gefahren (Wölfisch gesprochen) – aber seine Art mit der Welt um zu gehen. Solange sie nicht komplett finster war!<br />
Oder blutend.<br />
Oder Finsterblutend?<br />
Ein bisschen wich ihm die Farbe aus dem Gesicht, als seine Gedanken sich in diese Richtung wanden und er Einhalt gebieten musste. Lautes Stimmengewirr machte sich langsam breit und mit jedem energischen Schritt weiter, kehrte auch das Leuchten in ihn zurück. <b>„Hey Wölfchen!“</b>, schob Kee mit einem Grinsen ein, als er in den Gemeinschaftsraum 3 eintrat. Dieser lag nicht unweit seiner Unterkunft im westlichen Sektor. Auch wenn er als Zivilist galt, hatte er hier bei den alleinstehenden Soldaten seine kleine Wohnung. Es war immer eine gewisse Fahrerei in die Stadt zu kommen, um bei CPS zu arbeiten, aber ein Hoch auf entfernungsfreie Arbeit. Das meiste konnte er auch hier abarbeiten. Nur für Teamsachen, gerade Meetings oder wenn er etwas für Liz suchen sollte, war er dort vor Ort. Alles andere konnte er von hier aus. Im Herzen des Rudels. Obwohl Keenan keinen der anderen ansah, wusste er, wer alles anwesend zu sein schien. Wölfe hatten unheimlich gute Nasen. Seine Beine trugen ihn zur Kaffeemaschine, er zog sich einen, so schwarz wie sein Pelz weiß war und trug dann das Pad unterm Arm geklemmt diesen zu einem der Sessel. Langsam ließ er sich in der Nähe nieder ohne die Gruppe, die sich gebildet hatte zu sprengen. Was immer sie gerade machten, er würde es nicht platzen lassen. Seine Kleinen späte zum Trotz, die unterwürfige Art ließ ihn innehalten ehe er etwas Dummes machte. Dummes Sagen hingehen war wohl nicht mit darin, denn das tat Kee eindeutig zu häufig.<br />
Mit dem Kaffee auf dem Tisch vor sich, lümmelte er sich in den gemütlichen Sessel ein, zog das flache Pad zu sich und schlug die erste Anleitung von einem Mainboard auf. Die Skizze war großartig, alles aufgezeichnet, präzise.]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[The Rubber Banding Effect]]></title>
			<link>https://claws.stories-untold.de/showthread.php?tid=531</link>
			<pubDate>Fri, 19 Dec 2025 12:23:34 +0000</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://claws.stories-untold.de/member.php?action=profile&uid=123">Rhett Kavanagh</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://claws.stories-untold.de/showthread.php?tid=531</guid>
			<description><![CDATA[<center><div style="width: 450px; margin-top: 50px;"><div style="text-align: center;"><link href='https://fonts.googleapis.com/css?family=Mrs+Saint+Delafield' rel='stylesheet' type='text/css'><div align="right"><font style="font-family: 'Mrs Saint Delafield', cursive; font-size: 55px; text-transform: text-transform: letter-spacing: 2px; line-height: 25px; font-style: ;"> The Rubber Banding Effect</font></div></div><div style="width: 450px; border-bottom: 3px solid #A4A4A4;"></div><div align="justify"><font style="font-family: Calibri; font-size: 10px; text-transform: uppercase; letter-spacing: 1px; line-height: 10px; blockquote;"> Let me finally be important<br />
</font><br><div align="right"><font style="font-family: Calibri; font-size: 12px; text-transform: uppercase; letter-spacing: 1px; line-height: 10px; align: blockquote;"><br>Rhett & Carla - <a href="https://i.pinimg.com/736x/ca/d8/19/cad819fdd1ce432922549aafbc704b8f.jpg" target=”blank”><u>OUTFIT</u></a></div></div></div></font></center><br />
<br />
<br />
Vierzehn Tage später…<br />
<br />
…später – nachdem er von Morgan buchstäblich durch den Wolf gedreht worden war – ihm fiel die Ironie in dieser Redewendung auf. <br />
<br />
…später – nachdem er erfahren hatte, dass er seine ausgekotzte Lunge Briar zu verdanken hatte. <br />
<br />
…später – nachdem er von Dana und Morgan einen ersten und für ihn kaum greifbaren Eindruck davon erhalten hatte, was es bedeutete, Teil eines Rudels zu sein. <br />
<br />
Immer wieder hatte er sich gefragt, wie sein Leben das offene Ende weiterschreiben würde. Jenes Ende, das in Popes Bar begonnen hatte. Briar war ihm nicht aus dem Kopf gegangen – aber sie war ihm auch nicht wieder über den Weg gelaufen. Er war nicht sicher, ob sie das absichtlich machte. Oder ob es einfach nur ihr Job war, der sie getrennte Wege gehen ließ. Und sein eigener Tag füllte sich dank Morgan mit deutlich mehr Beschäftigung, als er anfangs für möglich gehalten hatte. Zwischen seinen eher unbedeutenden Diensten, die nicht wirklich über die Aufgaben eines Ausrüstungswarts hinausgingen, und dem anspruchsvollen Training, dem er sich hartnäckig widmete, weil es etwas zu beweisen galt, hockte er auf den einsamen Ästen der hiesigen Buchen und Eichen, um vor der Territoriumgrenze seine Sucht zu befriedigen, von der er ja immer noch Stein und Bein behauptete, dass sie gar nicht existent war. <br />
<br />
Aber mit einer Zigarettenschachtel im Schnabel und dem Feuerzeug in der Klaue durch den Himmel zu fliegen, nur um dann nackt auf einem ungesehenen Ast heimlich zu sitzen, um seine Lungen zu teeren, war sogar für ihn grenzwertig. Und doch konnte er nicht damit aufhören. Es lagen zu viele Dinge im Unklaren, zu groß war der innere Unfrieden, zu gewaltig die Unruhe, die ihn antrieb, als dass er damit hätte aufhören können. <br />
<br />
Immerhin wahrte er die Rudelgesetze. Er fand, dass das zählen musste. <br />
<br />
Nun saß er wieder in diesem kleinen Warteraum und wippte unentwegt mit dem Fuß. Das letzte Mal war er nervös, weil es um seine Zukunft ging. Nun war er nervös, weil es um den Beweis ging. Und obwohl er inzwischen wusste, dass Carla eine warmherzige, zutiefst einfühlsame und freundliche Person war, ließen sich die Erfahrungen der Vergangenheit nicht gänzlich abstreifen. Irland steckte ihm tiefer in den Knochen, als er es je zugegeben hätte. <br />
<br />
Er würde ja zu gern behaupten, dass er keinen Muskelkater mehr bekäme – aber das wäre eine Lüge. Morgans Trainingsprogramm war trotz des durchdachten und fundierten Aufbaus immer noch die Hölle für seine mit Burger und Nikotin verseuchten Lungen und Muskeln. Er spürte jede einzelne Trainingsstunde mit voller Härte in seinem Körper, der nach vierzehn Tagen längst nicht genug Kondition aufwies, um es schmerzfrei wegzustecken. Und so waren seine Bewegungen etwas härter und steifer als sonst. Auch wenn er schwören könnte, dass sich seine Silhouette im Spiegel leicht veränderte – oh er erinnerte sich tatsächlich an seine einstige Eitelkeit und blickte wieder vermehrt in den Spiegel – und er den Hula Hoop Reifen nur dann benutzte, wenn niemand hinsah. <br />
<br />
Er war Söldner. Oder wollte es wieder sein. Dazu gehörte ein regelmäßiger Gesundheitscheck. Ob er wollte oder nicht. Und der stand heute an. Als die Tür sich öffnete und Carla mit einem Lächeln seinen Namen rief, konnte er sich ebenfalls ein kurzes Lächeln abringen. Er war seit einigen Wochen Teil des Rudels und doch hatte er das Gefühl, eher träge anzukommen. So als steckte er in einem  Rubber Banding fest. Er lief und lief, nur um plötzlich zurückgeworfen zu werden. Deswegen lagen seine Hoffnungen auf dem heutigen Check. Wenn Carla ihm bescheinigte, dass er fit genug wäre, würde er vielleicht endlich die ersehnte Mission erhalten. Eine Bedeutung erhalten. Wichtig werden. Und so erhob er sich von seinem Sessel und folgte der Aufforderung in den Untersuchungsraum, den er inzwischen schon kannte.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<center><div style="width: 450px; margin-top: 50px;"><div style="text-align: center;"><link href='https://fonts.googleapis.com/css?family=Mrs+Saint+Delafield' rel='stylesheet' type='text/css'><div align="right"><font style="font-family: 'Mrs Saint Delafield', cursive; font-size: 55px; text-transform: text-transform: letter-spacing: 2px; line-height: 25px; font-style: ;"> The Rubber Banding Effect</font></div></div><div style="width: 450px; border-bottom: 3px solid #A4A4A4;"></div><div align="justify"><font style="font-family: Calibri; font-size: 10px; text-transform: uppercase; letter-spacing: 1px; line-height: 10px; blockquote;"> Let me finally be important<br />
</font><br><div align="right"><font style="font-family: Calibri; font-size: 12px; text-transform: uppercase; letter-spacing: 1px; line-height: 10px; align: blockquote;"><br>Rhett & Carla - <a href="https://i.pinimg.com/736x/ca/d8/19/cad819fdd1ce432922549aafbc704b8f.jpg" target=”blank”><u>OUTFIT</u></a></div></div></div></font></center><br />
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<br />
Vierzehn Tage später…<br />
<br />
…später – nachdem er von Morgan buchstäblich durch den Wolf gedreht worden war – ihm fiel die Ironie in dieser Redewendung auf. <br />
<br />
…später – nachdem er erfahren hatte, dass er seine ausgekotzte Lunge Briar zu verdanken hatte. <br />
<br />
…später – nachdem er von Dana und Morgan einen ersten und für ihn kaum greifbaren Eindruck davon erhalten hatte, was es bedeutete, Teil eines Rudels zu sein. <br />
<br />
Immer wieder hatte er sich gefragt, wie sein Leben das offene Ende weiterschreiben würde. Jenes Ende, das in Popes Bar begonnen hatte. Briar war ihm nicht aus dem Kopf gegangen – aber sie war ihm auch nicht wieder über den Weg gelaufen. Er war nicht sicher, ob sie das absichtlich machte. Oder ob es einfach nur ihr Job war, der sie getrennte Wege gehen ließ. Und sein eigener Tag füllte sich dank Morgan mit deutlich mehr Beschäftigung, als er anfangs für möglich gehalten hatte. Zwischen seinen eher unbedeutenden Diensten, die nicht wirklich über die Aufgaben eines Ausrüstungswarts hinausgingen, und dem anspruchsvollen Training, dem er sich hartnäckig widmete, weil es etwas zu beweisen galt, hockte er auf den einsamen Ästen der hiesigen Buchen und Eichen, um vor der Territoriumgrenze seine Sucht zu befriedigen, von der er ja immer noch Stein und Bein behauptete, dass sie gar nicht existent war. <br />
<br />
Aber mit einer Zigarettenschachtel im Schnabel und dem Feuerzeug in der Klaue durch den Himmel zu fliegen, nur um dann nackt auf einem ungesehenen Ast heimlich zu sitzen, um seine Lungen zu teeren, war sogar für ihn grenzwertig. Und doch konnte er nicht damit aufhören. Es lagen zu viele Dinge im Unklaren, zu groß war der innere Unfrieden, zu gewaltig die Unruhe, die ihn antrieb, als dass er damit hätte aufhören können. <br />
<br />
Immerhin wahrte er die Rudelgesetze. Er fand, dass das zählen musste. <br />
<br />
Nun saß er wieder in diesem kleinen Warteraum und wippte unentwegt mit dem Fuß. Das letzte Mal war er nervös, weil es um seine Zukunft ging. Nun war er nervös, weil es um den Beweis ging. Und obwohl er inzwischen wusste, dass Carla eine warmherzige, zutiefst einfühlsame und freundliche Person war, ließen sich die Erfahrungen der Vergangenheit nicht gänzlich abstreifen. Irland steckte ihm tiefer in den Knochen, als er es je zugegeben hätte. <br />
<br />
Er würde ja zu gern behaupten, dass er keinen Muskelkater mehr bekäme – aber das wäre eine Lüge. Morgans Trainingsprogramm war trotz des durchdachten und fundierten Aufbaus immer noch die Hölle für seine mit Burger und Nikotin verseuchten Lungen und Muskeln. Er spürte jede einzelne Trainingsstunde mit voller Härte in seinem Körper, der nach vierzehn Tagen längst nicht genug Kondition aufwies, um es schmerzfrei wegzustecken. Und so waren seine Bewegungen etwas härter und steifer als sonst. Auch wenn er schwören könnte, dass sich seine Silhouette im Spiegel leicht veränderte – oh er erinnerte sich tatsächlich an seine einstige Eitelkeit und blickte wieder vermehrt in den Spiegel – und er den Hula Hoop Reifen nur dann benutzte, wenn niemand hinsah. <br />
<br />
Er war Söldner. Oder wollte es wieder sein. Dazu gehörte ein regelmäßiger Gesundheitscheck. Ob er wollte oder nicht. Und der stand heute an. Als die Tür sich öffnete und Carla mit einem Lächeln seinen Namen rief, konnte er sich ebenfalls ein kurzes Lächeln abringen. Er war seit einigen Wochen Teil des Rudels und doch hatte er das Gefühl, eher träge anzukommen. So als steckte er in einem  Rubber Banding fest. Er lief und lief, nur um plötzlich zurückgeworfen zu werden. Deswegen lagen seine Hoffnungen auf dem heutigen Check. Wenn Carla ihm bescheinigte, dass er fit genug wäre, würde er vielleicht endlich die ersehnte Mission erhalten. Eine Bedeutung erhalten. Wichtig werden. Und so erhob er sich von seinem Sessel und folgte der Aufforderung in den Untersuchungsraum, den er inzwischen schon kannte.]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[If I could just lay my head down and rest]]></title>
			<link>https://claws.stories-untold.de/showthread.php?tid=518</link>
			<pubDate>Sun, 16 Nov 2025 19:30:19 +0000</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://claws.stories-untold.de/member.php?action=profile&uid=0">Iris Blackbeak</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://claws.stories-untold.de/showthread.php?tid=518</guid>
			<description><![CDATA[<link href="https://fonts.googleapis.com/css2?family=La+Belle+Aurore&display=swap" rel="stylesheet">    <center><div style="font-size: 26px;font-family: 'La Belle Aurore', cursive;">If I could just lay my head down and rest<br />
</div>
<br />
                If there was nothing to fight or protect<br />
                Maybe then I could finally be free<br />
<div style="border-top: 1px dotted #000; width: 40%; margin: 0 auto;"></div>
<br />
    <div style="margin-top: -5px;text-transform: uppercase; font-size: 10px; letter-spacing: 3px; line-height: 20px;font-family: 'Open Sans', sans-serif; margin-bottom: 8px;">
    <span style="letter-spacing: 4px;text-transform: lowercase;"> briar & iris | 21.09.2123| ca. 18:00 uhr</span> </div></center><br />
<br />
<center><details><summary><h5>Outfit</h5></summary><center><img src="https://i.imgur.com/6Nwjbhi.jpeg" style="width:180px;"></center></details><br><div style="width: 350px; height: 2px;"></div></center><br />
<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">So nicht.</span> Wenn Briar wirklich dachte, sie könnte den von Iris getauften '<span style="font-style: italic;" class="mycode_i">Knutsch-Eklat'</span> totschweigen, dann hatte sie sich gewaltig geschnitten. Noch in der Nacht selbst, nachdem sie zur Tür hinein gekommen waren, konnte sie ihrer jüngeren Schwester zwar entkommen - jedoch mit gesetztem Zeitlimit. Auch die Tatsache, dass sie sich offenbar zu verkriechen versuchte und dem eigenen Zuhause fern blieb, würde nichts an der tickenden Uhr ändern können. Zu schwer lag Iris das Erlebte quer im Magen, zumal sie ihre Schwester noch nie so erlebt hatte... An den Lippen eines Kerls hängend, während ihr Gesicht von etlichen Tränen im schummrigen Licht der Bar glänzte. Dieses Bild ließ sich einfach nicht vergessen und drumherum existierten zahlreiche Fragen darüber, was genau eigentlich vor sich gegangen war. Was war ihrer Schwester durch den Kopf gegangen? Was genau war passiert? Was zum Teufel war jetzt eigentlich mit Rhett?! Durch die ganze Grübelei hatte Iris bereits die ein oder andere Stunde Schlaf einbüßen müssen, was wiederum für schlechte Laune bei ihr sorgte und das obwohl sie doch viel lieber als wandelnder Smiley unterwegs war. Am liebsten hätte sie von früh bis spät an der Tür des Hauses, in dem sie aufgewachsen war, campiert und das nur, um ihre Schwester abfangen zu können! Nur leider gab es auch in ihrem Leben als Rekrutin Pflichten, die es nicht zu vernachlässigen galt weswegen sie erst nach Beendigung dieser schaffte. Das dürfte jedoch genügen, zumal auch Briar offenbar ihrem Arbeitsalltag weiter nachging und es nur vermied, sich unbequemen Fragen stellen zu müssen. Drei Tage waren nun bereits vergangen und Iris war sich ziemlich sicher, dass ihrer Schwester die saubere Wäsche so langsam ausging. Die Waschmaschine war zumindest nicht benutzt worden, auch am Inhalt des Kühlschranks hatte sich niemand zu schaffen gemacht und auch sonst ließ sich kein Briar typisches 'Chaos' finden in Form einer verirrten Socke.<br />
<br />
Tag drei war demnach angebrochen und irgendwas sagte Iris, dass der Tag der Tage gekommen war! Das jüngste Gericht würde tagen! Natürlich lief Iris Gefahr, diesen herbeigesehnten Moment zu verpassen weswegen sie <span style="font-style: italic;" class="mycode_i">gewisse Vorkehrungen</span> getroffen hatte und die Waschmaschine stellte dabei ihren Komplizen dar. Briar würde waschen <span style="font-style: italic;" class="mycode_i">müssen</span> und den Programmen der Maschine nach zu urteilen standen die Chancen recht gut, sie selbst dann noch zu erwischen, wenn sie während ihrer Abwesenheit zur Tür hinein gekommen wäre. Natürlich könnte Briar auch noch in ihren Schubladen fündig werden... doch da fingen die Vorkehrungen ihrer kleinen Schwester auch schon an: Iris hatte jeden sauberen Slip und jede noch ungetragene Socke aus ihren Schubladen zusammengesammelt und in dem zuvor noch leeren Wäschekorb verwahrt. Diesen hatte sie, der Sicherheit wegen, sogar mit sich genommen! Okay, seltsam, ja vielleicht sogar ein wenig drastisch... doch bitter nötig! Natürlich hatte sie den Korb auch wieder zurück ins Haus geschleppt, nur um ihn in greifbarer Nähe zu platzieren und damit zu beginnen, ihren preisgekrönten Waffelteig anzurühren. Preisgekrönt, weil... na, schmeckte halt! Und das bisher jedem! Außerdem galten Waffeln in ihrer Welt als Seelentröster, passend also. Es war der Schlüssel im Schloss, der Iris aufhorchen ließ während sie gerade dazu übergehen wollte, das bereits uralte Waffeleisen ordentlich einzufetten. Mit dem dafür vorgesehenen Pinsel kam sie regelrecht um die Ecke gestürmt und es waren große blaue Augen, die dem Rotschopf als aller Erstes begegnen sollten. „Keine Bewegung!“ schoss es aus der Jüngeren hervor, so als würde die Gefahr bestehen, dass Briar noch auf dem Absatz kehrt machen könnte. „Also, ich meine gleich, wenn du erst einmal richtig reingekommen bist!“ So nämlich! Natürlich fand der Pinsel in ihrer Hand dabei eine neue Verwendung und zwar die, jedes ihrer Worte schwungvoll aus dem Handgelenk zu unterstreichen. Dass sie sich dabei selbst ein paar Spritzer der bereits angeschmolzenen Butter um die Nase herum platzierte, versuchte sie sich nicht anmerken zu lassen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<link href="https://fonts.googleapis.com/css2?family=La+Belle+Aurore&display=swap" rel="stylesheet">    <center><div style="font-size: 26px;font-family: 'La Belle Aurore', cursive;">If I could just lay my head down and rest<br />
</div>
<br />
                If there was nothing to fight or protect<br />
                Maybe then I could finally be free<br />
<div style="border-top: 1px dotted #000; width: 40%; margin: 0 auto;"></div>
<br />
    <div style="margin-top: -5px;text-transform: uppercase; font-size: 10px; letter-spacing: 3px; line-height: 20px;font-family: 'Open Sans', sans-serif; margin-bottom: 8px;">
    <span style="letter-spacing: 4px;text-transform: lowercase;"> briar & iris | 21.09.2123| ca. 18:00 uhr</span> </div></center><br />
<br />
<center><details><summary><h5>Outfit</h5></summary><center><img src="https://i.imgur.com/6Nwjbhi.jpeg" style="width:180px;"></center></details><br><div style="width: 350px; height: 2px;"></div></center><br />
<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">So nicht.</span> Wenn Briar wirklich dachte, sie könnte den von Iris getauften '<span style="font-style: italic;" class="mycode_i">Knutsch-Eklat'</span> totschweigen, dann hatte sie sich gewaltig geschnitten. Noch in der Nacht selbst, nachdem sie zur Tür hinein gekommen waren, konnte sie ihrer jüngeren Schwester zwar entkommen - jedoch mit gesetztem Zeitlimit. Auch die Tatsache, dass sie sich offenbar zu verkriechen versuchte und dem eigenen Zuhause fern blieb, würde nichts an der tickenden Uhr ändern können. Zu schwer lag Iris das Erlebte quer im Magen, zumal sie ihre Schwester noch nie so erlebt hatte... An den Lippen eines Kerls hängend, während ihr Gesicht von etlichen Tränen im schummrigen Licht der Bar glänzte. Dieses Bild ließ sich einfach nicht vergessen und drumherum existierten zahlreiche Fragen darüber, was genau eigentlich vor sich gegangen war. Was war ihrer Schwester durch den Kopf gegangen? Was genau war passiert? Was zum Teufel war jetzt eigentlich mit Rhett?! Durch die ganze Grübelei hatte Iris bereits die ein oder andere Stunde Schlaf einbüßen müssen, was wiederum für schlechte Laune bei ihr sorgte und das obwohl sie doch viel lieber als wandelnder Smiley unterwegs war. Am liebsten hätte sie von früh bis spät an der Tür des Hauses, in dem sie aufgewachsen war, campiert und das nur, um ihre Schwester abfangen zu können! Nur leider gab es auch in ihrem Leben als Rekrutin Pflichten, die es nicht zu vernachlässigen galt weswegen sie erst nach Beendigung dieser schaffte. Das dürfte jedoch genügen, zumal auch Briar offenbar ihrem Arbeitsalltag weiter nachging und es nur vermied, sich unbequemen Fragen stellen zu müssen. Drei Tage waren nun bereits vergangen und Iris war sich ziemlich sicher, dass ihrer Schwester die saubere Wäsche so langsam ausging. Die Waschmaschine war zumindest nicht benutzt worden, auch am Inhalt des Kühlschranks hatte sich niemand zu schaffen gemacht und auch sonst ließ sich kein Briar typisches 'Chaos' finden in Form einer verirrten Socke.<br />
<br />
Tag drei war demnach angebrochen und irgendwas sagte Iris, dass der Tag der Tage gekommen war! Das jüngste Gericht würde tagen! Natürlich lief Iris Gefahr, diesen herbeigesehnten Moment zu verpassen weswegen sie <span style="font-style: italic;" class="mycode_i">gewisse Vorkehrungen</span> getroffen hatte und die Waschmaschine stellte dabei ihren Komplizen dar. Briar würde waschen <span style="font-style: italic;" class="mycode_i">müssen</span> und den Programmen der Maschine nach zu urteilen standen die Chancen recht gut, sie selbst dann noch zu erwischen, wenn sie während ihrer Abwesenheit zur Tür hinein gekommen wäre. Natürlich könnte Briar auch noch in ihren Schubladen fündig werden... doch da fingen die Vorkehrungen ihrer kleinen Schwester auch schon an: Iris hatte jeden sauberen Slip und jede noch ungetragene Socke aus ihren Schubladen zusammengesammelt und in dem zuvor noch leeren Wäschekorb verwahrt. Diesen hatte sie, der Sicherheit wegen, sogar mit sich genommen! Okay, seltsam, ja vielleicht sogar ein wenig drastisch... doch bitter nötig! Natürlich hatte sie den Korb auch wieder zurück ins Haus geschleppt, nur um ihn in greifbarer Nähe zu platzieren und damit zu beginnen, ihren preisgekrönten Waffelteig anzurühren. Preisgekrönt, weil... na, schmeckte halt! Und das bisher jedem! Außerdem galten Waffeln in ihrer Welt als Seelentröster, passend also. Es war der Schlüssel im Schloss, der Iris aufhorchen ließ während sie gerade dazu übergehen wollte, das bereits uralte Waffeleisen ordentlich einzufetten. Mit dem dafür vorgesehenen Pinsel kam sie regelrecht um die Ecke gestürmt und es waren große blaue Augen, die dem Rotschopf als aller Erstes begegnen sollten. „Keine Bewegung!“ schoss es aus der Jüngeren hervor, so als würde die Gefahr bestehen, dass Briar noch auf dem Absatz kehrt machen könnte. „Also, ich meine gleich, wenn du erst einmal richtig reingekommen bist!“ So nämlich! Natürlich fand der Pinsel in ihrer Hand dabei eine neue Verwendung und zwar die, jedes ihrer Worte schwungvoll aus dem Handgelenk zu unterstreichen. Dass sie sich dabei selbst ein paar Spritzer der bereits angeschmolzenen Butter um die Nase herum platzierte, versuchte sie sich nicht anmerken zu lassen.]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[This is the new shit]]></title>
			<link>https://claws.stories-untold.de/showthread.php?tid=504</link>
			<pubDate>Thu, 04 Sep 2025 14:38:25 +0000</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://claws.stories-untold.de/member.php?action=profile&uid=75">Keenan Higgins</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://claws.stories-untold.de/showthread.php?tid=504</guid>
			<description><![CDATA[Eigentlich waren es Hausaufgaben. Oder? Mit Musik auf den Ohren saß er in einem der kleineren Büros, vor dem Überwachungsraum. Beinahe blind war er für die weitere Umgebung, da sein Fokus auf den Bildschirm gerichtet war, neben der flachen Tastatur lag ein ebenso dünnes Datenpad auf dem einigen Video und Anleitungen zu finden waren. An dem größeren Bildschirm schwammen Zahlen auf und nieder, während seine Finger immer wieder zwischen Tastatur, Maus und dem Energydrink wechselten. Einem, dem vorangegangen noch ein Dutzend weitere kamen. Peinlich genau hinter sich aufgereiht. Es war Wochenende, da war Keenan eigentlich immer in der Höhle anzutreffen. Das Pendeln zwischen hier und der Stadt war anstrengend, aber die Tage ohne Avery noch mehr. Er versuchte sein Bestes zu geben, um den ganzen Stoff in seinen Kopf zu bekommen, den sie ihm mitgegeben hatte. Hier gelassen hatte für ihn. Avery hatte ihr Glück mit Alisha gefunden und gemeinsam waren sie auf Reisen gegangen. Dafür hatte sie ihm eine Menge hiergelassen, allen voran nach seinem Bitten und Betteln, mehr über das Hacken zu erfahren. Tiefer in diese Materie hereinzukommen. Einen PC zusammenzubauen, das schaffte er mit Leichtigkeit, aber so tief in sein Herz und Verstand einzudringen, das schafften die wenigstens. Avery war eine dieser wenigen gewesen und eigentlich hatte Keenan gedacht, er könnte noch sehr viel von ihr lernen.<br />
Ein bisschen, das schaffte er.<br />
Nachdem sein Kommunikator ein fünftes Mal mit einem schrillen Ton genervt hatte, war Kee, in den Codes vertieft, dazu übergegangen, ihn auszuschalten, damit er nicht weiter gestört wurde. Leider hatte er nicht auf das Display gesehen, um zu checken, wer ihn genervt hatte oder um überhaupt zu erfahren, wie viel Zeit vergangen war. Dass er noch eine Verabredung hatte, mit seinem beinahe Namensfetter war dem kleinen Sonnenschein offensichtlich komplett entfallen.<br />
Tatsächlich sprach man seinen Namen – obwohl er anders geschrieben wurde – beinahe gleich mit dem des Fährtenlesers. Während man ihn mit einem weichen C aussprach, war es Kian der mit einem harten K gesprochen wurde. Allerdings schrieb man seinen Namen umständlich mit Kee und so war er einfach zu Kiiii geworden – allen voran, weil die Kinder Probleme damit hatten und bei den vielen Wettläufen mit ihnen, so sein Spitzname entstand. Viele schluckten auch sein N im Namen. Also Kee und Kian.<br />
Ihm macht es nichts aus, dass alle ihn so nannten. Im Gegenteil, es freute ihn. Man machte sich Gedanken und Gedanken um ein Rudelmitglied zu machen, seien sie noch so banal, war doch wundervoll!<br />
<br />
Auch seine Gedanken kreisten plötzlich um seinen Namen, den Namen des Fährtenlesers, die Uhrzeit und seinen Termin mit diesem. Termin. <span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">“Mistfliegengesangsverein!“</span> fluchte Keenan und drückte eine Tastenkombination, die ähnlich eines Fingermikados kompliziert aussah. Die Zahlen hielten, frohen ein und wurden langsam durchsichtig. Mit einem letzten Schwung lehrte er den Drink, klickte einige Dinge zu und raffte seine Sachen zusammen. <span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">“Ich bin mal wieder vieeeeeel zu späääähäääät!“</span> trällerte er, wippte mit dem Fuß während der Bildschirm dunkel wurde. Seine Unterlagen schob er fein säuberlich zusammengelegt nach hinten. Das Gute in der Höhle war, es kam nichts weg. Dann eilte er zur Tür, machte diese schwungvoll nach innen auf und während er hinausging, streifte er den Lichtschalter.<br />
<br />
Durch den Aufprall strauchelte er zurück, währe um ein Haar rückwärts in den Raum gefallen. <span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">“Ahhh“</span> drang es erschrocken aus seinem Mund, ehe er sich im Türrahmen noch gerade so festhalten konnte. Sein Blick fuhr hoch, doch der Wolf in ihm hatte sofort den Geruch zugeordnet. Sandelholz und Zitrone. <span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">“Entschuldige Kian, ich hab total die Zeit vergessen, die Codes und die Aufgabe des Hörnchens hatten mich ganz unschuldig gefesselt!“</span> Sein Blick glitt nicht höher und er hob beschwichtigend die Hand zu seinem Hinterkopf, um durch seine Haare zu fahren.<br />
Kian war nicht nur deutlich größer als er, mit seinen 1,63m war er vermutlich einer der kleinsten, er war auch noch älter. So oder so versuchte der Unterwürfige den Blick zu meiden. Doch sein Magen antworte, laut knurrend.<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">“Jaaaa mein Fokus lag wohl etwas zu sehr auf den ganzen Zahlen…“</span> nestelte er seine Finger zusammen und blickte durch den Flur, hinter sich greifend, und die Tür zu ziehend. Leicht geduckt versuchte sich der Nerd nun nach rechts zu bewegen, um aus der enge, die er selbst verursacht hatte, herauszukommen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[Eigentlich waren es Hausaufgaben. Oder? Mit Musik auf den Ohren saß er in einem der kleineren Büros, vor dem Überwachungsraum. Beinahe blind war er für die weitere Umgebung, da sein Fokus auf den Bildschirm gerichtet war, neben der flachen Tastatur lag ein ebenso dünnes Datenpad auf dem einigen Video und Anleitungen zu finden waren. An dem größeren Bildschirm schwammen Zahlen auf und nieder, während seine Finger immer wieder zwischen Tastatur, Maus und dem Energydrink wechselten. Einem, dem vorangegangen noch ein Dutzend weitere kamen. Peinlich genau hinter sich aufgereiht. Es war Wochenende, da war Keenan eigentlich immer in der Höhle anzutreffen. Das Pendeln zwischen hier und der Stadt war anstrengend, aber die Tage ohne Avery noch mehr. Er versuchte sein Bestes zu geben, um den ganzen Stoff in seinen Kopf zu bekommen, den sie ihm mitgegeben hatte. Hier gelassen hatte für ihn. Avery hatte ihr Glück mit Alisha gefunden und gemeinsam waren sie auf Reisen gegangen. Dafür hatte sie ihm eine Menge hiergelassen, allen voran nach seinem Bitten und Betteln, mehr über das Hacken zu erfahren. Tiefer in diese Materie hereinzukommen. Einen PC zusammenzubauen, das schaffte er mit Leichtigkeit, aber so tief in sein Herz und Verstand einzudringen, das schafften die wenigstens. Avery war eine dieser wenigen gewesen und eigentlich hatte Keenan gedacht, er könnte noch sehr viel von ihr lernen.<br />
Ein bisschen, das schaffte er.<br />
Nachdem sein Kommunikator ein fünftes Mal mit einem schrillen Ton genervt hatte, war Kee, in den Codes vertieft, dazu übergegangen, ihn auszuschalten, damit er nicht weiter gestört wurde. Leider hatte er nicht auf das Display gesehen, um zu checken, wer ihn genervt hatte oder um überhaupt zu erfahren, wie viel Zeit vergangen war. Dass er noch eine Verabredung hatte, mit seinem beinahe Namensfetter war dem kleinen Sonnenschein offensichtlich komplett entfallen.<br />
Tatsächlich sprach man seinen Namen – obwohl er anders geschrieben wurde – beinahe gleich mit dem des Fährtenlesers. Während man ihn mit einem weichen C aussprach, war es Kian der mit einem harten K gesprochen wurde. Allerdings schrieb man seinen Namen umständlich mit Kee und so war er einfach zu Kiiii geworden – allen voran, weil die Kinder Probleme damit hatten und bei den vielen Wettläufen mit ihnen, so sein Spitzname entstand. Viele schluckten auch sein N im Namen. Also Kee und Kian.<br />
Ihm macht es nichts aus, dass alle ihn so nannten. Im Gegenteil, es freute ihn. Man machte sich Gedanken und Gedanken um ein Rudelmitglied zu machen, seien sie noch so banal, war doch wundervoll!<br />
<br />
Auch seine Gedanken kreisten plötzlich um seinen Namen, den Namen des Fährtenlesers, die Uhrzeit und seinen Termin mit diesem. Termin. <span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">“Mistfliegengesangsverein!“</span> fluchte Keenan und drückte eine Tastenkombination, die ähnlich eines Fingermikados kompliziert aussah. Die Zahlen hielten, frohen ein und wurden langsam durchsichtig. Mit einem letzten Schwung lehrte er den Drink, klickte einige Dinge zu und raffte seine Sachen zusammen. <span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">“Ich bin mal wieder vieeeeeel zu späääähäääät!“</span> trällerte er, wippte mit dem Fuß während der Bildschirm dunkel wurde. Seine Unterlagen schob er fein säuberlich zusammengelegt nach hinten. Das Gute in der Höhle war, es kam nichts weg. Dann eilte er zur Tür, machte diese schwungvoll nach innen auf und während er hinausging, streifte er den Lichtschalter.<br />
<br />
Durch den Aufprall strauchelte er zurück, währe um ein Haar rückwärts in den Raum gefallen. <span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">“Ahhh“</span> drang es erschrocken aus seinem Mund, ehe er sich im Türrahmen noch gerade so festhalten konnte. Sein Blick fuhr hoch, doch der Wolf in ihm hatte sofort den Geruch zugeordnet. Sandelholz und Zitrone. <span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">“Entschuldige Kian, ich hab total die Zeit vergessen, die Codes und die Aufgabe des Hörnchens hatten mich ganz unschuldig gefesselt!“</span> Sein Blick glitt nicht höher und er hob beschwichtigend die Hand zu seinem Hinterkopf, um durch seine Haare zu fahren.<br />
Kian war nicht nur deutlich größer als er, mit seinen 1,63m war er vermutlich einer der kleinsten, er war auch noch älter. So oder so versuchte der Unterwürfige den Blick zu meiden. Doch sein Magen antworte, laut knurrend.<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">“Jaaaa mein Fokus lag wohl etwas zu sehr auf den ganzen Zahlen…“</span> nestelte er seine Finger zusammen und blickte durch den Flur, hinter sich greifend, und die Tür zu ziehend. Leicht geduckt versuchte sich der Nerd nun nach rechts zu bewegen, um aus der enge, die er selbst verursacht hatte, herauszukommen.]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[You can't win unless you learn how to lose]]></title>
			<link>https://claws.stories-untold.de/showthread.php?tid=502</link>
			<pubDate>Sun, 31 Aug 2025 09:45:27 +0000</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://claws.stories-untold.de/member.php?action=profile&uid=62">Dana Mabrouk</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://claws.stories-untold.de/showthread.php?tid=502</guid>
			<description><![CDATA[Ihre Füße hinterließen ein dumpfes, rhythmisches Geräusch, als Dana eine Runde nach der anderen drehte. Normalerweise bevorzugte sie es ihre morgendliche Joggingrunde weitläufig durch das Revier anzulegen, vielleicht zu einem Außenposten und wieder zurück. Sie liebte es, die Natur um sich herum aufwachen zu sehen, das erste Vogelzwitschern am früher morgen, wenn das dunkle Blau des Himmels immer heller wurde. Doch heute war sie zeitlich eingespannt und das erste Training des Tages musste auf dem dafür vorgesehenen Trainingsplatz stattfinden. Der Rasen schluckte viel von dem Geräusch und doch konnte sich die Soldatin gerne mal darin verlieren, wenn sie erstmal den richtigen Takt gefunden hatte, schien ihr Körper diesen stundenlang beibehalten zu können. Der erste Schweiß war noch lange nicht in Sicht und sie verdrängte die Gedanken daran, sich mit Liegestützen und ein paar Kniebeugen weiter in Fahrt zu bringen. Es ging nicht darum, sich jetzt schon komplett zu verausgaben, sie wollte nur richtig wach werden.<br />
<br />
Diese Idee schien auch Kian zu haben, der noch etwas geknautscht aussah, war er überhaupt im Bett gewesen? Normalerweise sah sie kaum andere aus dem Rudel um die Uhrzeit und pfiff einmal scharf, als er beinahe in ihre Bahn reingelaufen wäre. Sie bremste ab und stemmte die Hände in die Hüfte, während ihr schneller Atem nur langsam wieder ruhiger wurde. <ina>“Guten Morgen!”</ina> Sie klang etwas abgehetzt, aber fröhlich, viel zu fröhlich für diese Uhrzeit und zwickte ihn ungefragt in die Seite. <ina>“Bitte sag mir, dass ich deine Speckröllchen abtrainieren darf?”</ina> Warf sie ihm zuckersüß zu. Doch sie kannten sich schon zu lange, viel zu gut, als dass er diese Niedlichkeit abkaufte – Kian wusste, dass sie absichtlich stichelte und es faustdick hinter den Ohren hatte. Von einem Bein aufs andere tretend, als erwartete sie jeden Augenblick seinen Gegenangriff, forderte sie ihn nun deutlicher auf. <ina>“Trainier mit mir!”</ina> Ihre Finger zeigten auf einen Baum, der als Markierung herhalten würde, und zu ihrem Handtuch, was in einiger Entfernung auf einer Bank lag. <ina>“Zum Handtuch, zum Baum und wieder zurück. Der Verlierer besorgt Frühstück.”</ina>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[Ihre Füße hinterließen ein dumpfes, rhythmisches Geräusch, als Dana eine Runde nach der anderen drehte. Normalerweise bevorzugte sie es ihre morgendliche Joggingrunde weitläufig durch das Revier anzulegen, vielleicht zu einem Außenposten und wieder zurück. Sie liebte es, die Natur um sich herum aufwachen zu sehen, das erste Vogelzwitschern am früher morgen, wenn das dunkle Blau des Himmels immer heller wurde. Doch heute war sie zeitlich eingespannt und das erste Training des Tages musste auf dem dafür vorgesehenen Trainingsplatz stattfinden. Der Rasen schluckte viel von dem Geräusch und doch konnte sich die Soldatin gerne mal darin verlieren, wenn sie erstmal den richtigen Takt gefunden hatte, schien ihr Körper diesen stundenlang beibehalten zu können. Der erste Schweiß war noch lange nicht in Sicht und sie verdrängte die Gedanken daran, sich mit Liegestützen und ein paar Kniebeugen weiter in Fahrt zu bringen. Es ging nicht darum, sich jetzt schon komplett zu verausgaben, sie wollte nur richtig wach werden.<br />
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Diese Idee schien auch Kian zu haben, der noch etwas geknautscht aussah, war er überhaupt im Bett gewesen? Normalerweise sah sie kaum andere aus dem Rudel um die Uhrzeit und pfiff einmal scharf, als er beinahe in ihre Bahn reingelaufen wäre. Sie bremste ab und stemmte die Hände in die Hüfte, während ihr schneller Atem nur langsam wieder ruhiger wurde. <ina>“Guten Morgen!”</ina> Sie klang etwas abgehetzt, aber fröhlich, viel zu fröhlich für diese Uhrzeit und zwickte ihn ungefragt in die Seite. <ina>“Bitte sag mir, dass ich deine Speckröllchen abtrainieren darf?”</ina> Warf sie ihm zuckersüß zu. Doch sie kannten sich schon zu lange, viel zu gut, als dass er diese Niedlichkeit abkaufte – Kian wusste, dass sie absichtlich stichelte und es faustdick hinter den Ohren hatte. Von einem Bein aufs andere tretend, als erwartete sie jeden Augenblick seinen Gegenangriff, forderte sie ihn nun deutlicher auf. <ina>“Trainier mit mir!”</ina> Ihre Finger zeigten auf einen Baum, der als Markierung herhalten würde, und zu ihrem Handtuch, was in einiger Entfernung auf einer Bank lag. <ina>“Zum Handtuch, zum Baum und wieder zurück. Der Verlierer besorgt Frühstück.”</ina>]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[cry me a river]]></title>
			<link>https://claws.stories-untold.de/showthread.php?tid=499</link>
			<pubDate>Sat, 16 Aug 2025 17:09:56 +0000</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://claws.stories-untold.de/member.php?action=profile&uid=110">Nicholas Davenport</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://claws.stories-untold.de/showthread.php?tid=499</guid>
			<description><![CDATA[Nick war gerade in der Höhle, um Elaine zu besuchen. Die Menschenfrau arbeitet für ihn, hatte sich aber vor einiger Zeit bei den Aufräumarbeiten nach dem Sturm verletzt und war dadurch lange ausgefallen. Nick kümmerte sich sonst nicht um solche Sachen, aber seine Schwester hatte gemeint, dass es gut wäre, um Elaine ein wenig den Druck zu nehmen, dass andere ihretwegen mehr Arbeit gehabt hatten. Also war er heute in der Höhle. Es war ungewohnt, aber sehr schön. Hier und da wurde er aufgehalten und führte verschiedene Gespräche über die Reparaturen bei CP, darüber, wie es Mrs. Biels Laden ging, was er vom letzten Heimspiel der Hausmannschaft hielt und ob er nun öfter in die Höhle kommen würde. Vielleicht sollte Nick öfter da sein, aber sein Job bei CP war nun mal essenziell, weswegen er eben in der Stadt lebte und nicht in der Höhle, obwohl er hier durchaus auch ein Zimmer bekommen konnte, wenn er das wollte. <br />
<br />
Nach dem Gespräch mit Elaine, war er auf dem Weg zur Krankenstation. Er wollte mit Carla reden, ob Elaine auch wirklich wieder einsatzfähig war und sich noch etwas von der Salbe der Heilerin holen, die ihm immer gegen die Schürfwunden nach einem Spiel mit Rowan half. Klar konnte er auch Elisabeth bitten, diese mitzubringen, aber wenn er schon mal hier war, konnte er auch mit Carla selbst reden und sich seine Sachen auch selbst abholen. Allerdings sagte man ihm, dass Carla auf der anderen Krankenstation wäre und er sie dort finden könnte. Nick machte sich also wieder auf den Weg. Packte zuerst seine Sachen ins Auto und sein Sakko auf den Rücksitz. Abschließend setzte er sich hinter das Steuer seines Wagens mit Ho(o)verantrieb und steuerte diesen zur Hütte, wo er Carla finden konnte. <br />
<br />
Nick hielt mit dem Wagen hinter der Hütte und krempelte sich gerade die Ärmel hoch. Es war wärmer geworden, obwohl sie im Wald waren. Der Sommer hatte sich langsam, aber sicher eingeschlichen. Die Tage waren länger und immer wärmer, obwohl ihr Gebiet in einem Wald war. In der Stadt bemerkte man die Temperaturen mehr. Egal ob man in klimatisierten Gebäuden oder Wohnungen lebte, sobald man nach draußen kam, holte einen die Hitze wieder ein.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[Nick war gerade in der Höhle, um Elaine zu besuchen. Die Menschenfrau arbeitet für ihn, hatte sich aber vor einiger Zeit bei den Aufräumarbeiten nach dem Sturm verletzt und war dadurch lange ausgefallen. Nick kümmerte sich sonst nicht um solche Sachen, aber seine Schwester hatte gemeint, dass es gut wäre, um Elaine ein wenig den Druck zu nehmen, dass andere ihretwegen mehr Arbeit gehabt hatten. Also war er heute in der Höhle. Es war ungewohnt, aber sehr schön. Hier und da wurde er aufgehalten und führte verschiedene Gespräche über die Reparaturen bei CP, darüber, wie es Mrs. Biels Laden ging, was er vom letzten Heimspiel der Hausmannschaft hielt und ob er nun öfter in die Höhle kommen würde. Vielleicht sollte Nick öfter da sein, aber sein Job bei CP war nun mal essenziell, weswegen er eben in der Stadt lebte und nicht in der Höhle, obwohl er hier durchaus auch ein Zimmer bekommen konnte, wenn er das wollte. <br />
<br />
Nach dem Gespräch mit Elaine, war er auf dem Weg zur Krankenstation. Er wollte mit Carla reden, ob Elaine auch wirklich wieder einsatzfähig war und sich noch etwas von der Salbe der Heilerin holen, die ihm immer gegen die Schürfwunden nach einem Spiel mit Rowan half. Klar konnte er auch Elisabeth bitten, diese mitzubringen, aber wenn er schon mal hier war, konnte er auch mit Carla selbst reden und sich seine Sachen auch selbst abholen. Allerdings sagte man ihm, dass Carla auf der anderen Krankenstation wäre und er sie dort finden könnte. Nick machte sich also wieder auf den Weg. Packte zuerst seine Sachen ins Auto und sein Sakko auf den Rücksitz. Abschließend setzte er sich hinter das Steuer seines Wagens mit Ho(o)verantrieb und steuerte diesen zur Hütte, wo er Carla finden konnte. <br />
<br />
Nick hielt mit dem Wagen hinter der Hütte und krempelte sich gerade die Ärmel hoch. Es war wärmer geworden, obwohl sie im Wald waren. Der Sommer hatte sich langsam, aber sicher eingeschlichen. Die Tage waren länger und immer wärmer, obwohl ihr Gebiet in einem Wald war. In der Stadt bemerkte man die Temperaturen mehr. Egal ob man in klimatisierten Gebäuden oder Wohnungen lebte, sobald man nach draußen kam, holte einen die Hitze wieder ein.]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[each must die someday]]></title>
			<link>https://claws.stories-untold.de/showthread.php?tid=497</link>
			<pubDate>Tue, 12 Aug 2025 11:46:27 +0000</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://claws.stories-untold.de/member.php?action=profile&uid=44">Morgan Sullivan</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://claws.stories-untold.de/showthread.php?tid=497</guid>
			<description><![CDATA[<center><div style="width: 450px;"><div style="text-align: center;"><link href='https://fonts.googleapis.com/css2?family=Dynalight&display=swap' rel='stylesheet' type='text/css'><div align="justify"><font style="font-family: 'Dynalight', cursive; font-size: 55px; text-transform: letter-spacing: 2px; line-height: 32px; padding-left: 20px;">each must <font style="color:#640b0b;">die</font> someday</font></div><div align="justify"><font style="font-family: Calibri; font-size: 8px; text-transform: uppercase; letter-spacing: 2px; line-height: 6px; blockquote;">Clamber with heart of steel Cold is the ocean spray And <font style="color:#640b0b;">your death is on it's way</font> And your death is on it's way Be strong when rain beats down Upon your bolding ground</font></div></div></center><br />
<br />
Morgan stand bereits auf dem Trainingsfeld der Soldaten im unteren Bereich und wartete darauf, dass der Neuzugang des Rudels zu ihrer ersten gemeinsamen Stunde aufschlug. Für gewöhnlich war es nicht seine Aufgabe, mit den Soldaten im unteren Rang zu trainieren. Dafür hatten sie Ausbilder, die besser dafür ausgebildet - und weniger sadistisch - waren. Doch ein kleines Vögelchen hatte ihm gezwitschert, dass dieser besondere Soldat vielleicht ein wenig seiner Aufmerksamkeit brauchte. Dass es sich bei Rhett um einen Falken handelte, machte dabei absolut keinen Unterschied. Ob Wolf, Medialer, Hörnchen, Falke oder Mensch - für Morgan waren alle Soldaten genau das: Soldaten. Dabei war unmöglich vorauszusagen welche Fertigkeiten ein Individuum mitbringen würde und welche man im Training erwerben musste. <br />
<br />
Bei Rhett ging es in allererster Linie darum, sich ein Bild vom körperlichen und mentalen Zustand des Mannes zu machen. Und <i>dafür</i> war Morgan wunderbar geeignet. <br />
<br />
Sein eigenes Training hatte heute früh begonnen. Nach einer Dusche, einem <a href="https://i.pinimg.com/736x/c0/dd/cc/c0ddccf201040a9e4f72a0cb1ef714b5.jpg" target="blank"> » OUTFIT WECHSEL</a> und einer stärkenden Mahlzeit in der Gemeinschaftsküche, war er zum Übungsplatz der Soldaten im unteren Rang aufgebrochen. <br />
Unterwegs hatte er sich den Pfad angesehen und gelöste Felsbrocken notiert, die sie aus dem Weg räumen mussten. Zusätzlich war ein Baum umgestürzt - wahrscheinlich ein letztes Echo vom Sturm im Mai - um den sie sich würden kümmern müssen. Die Soldaten hatten ein hartes Trainingsprogramm, das teilweise bis spät in die Nacht ging. Sie konnten nicht riskieren, dass sich jemand verletzte. <br />
<br />
Der Trainingsplatz war gut in Schuss und der Hindernis-Parcours war absolut nach seinem Geschmack. Er war bereits im dritten Durchgang - und hatte ihn beinahe fehlerfrei durchlaufen, als die Sinne seines Wolfs ihm verrieten, dass sich jemand näherte. Aufmerksam, er konnte nicht einmal etwas für seinen alarmierten Zustand, beendete er seinen Durchlauf - dieses Mal ohne einen weiteren Fehler - und ging dann gemächlich dem Soldaten entgegen, der sich näherte. <br />
Morgans Brust hob und senkte sich unter der vergangenen Anstrengung noch, als er mit verschränkten Armen, einige Meter entfernt von Rhett stehen blieb und sich den Mann von Scheitel bis Schuhsohle besah. <br />
<br />
Ein wenig mickrig im Vergleich zu vielen anderen innerhalb des Rudels, doch nicht alle wiesen Ryans und seine Körpergröße auf. Wenn er realistisch war, befand er sich wahrscheinlich im gesunden Mittelfeld. Und wenn er ganz realistisch war, trennten sie vielleicht sechs bis acht Zentimeter. Maximal zehn. <br />
<br />
<ina> “Du musst Rhett sein. Ich bin Morgan.”</ina>, sagte der Soldat noch in neutralem Ton und überlegte sich bereits, wie er den Mann nicht nur auf körperliche Fitness, sondern auch mentale Stärke testen konnte. Eines Tages, würde er ihn im Rücken haben, wenn sie auf einer Mission ausrückten. Da wollte er nicht riskieren, eine weinerliche Mimose dabei zu haben. <ina> “Was abbekommen?”</ina>, erkundigte er sich und deutete mit seinem eigenen Daumen an seine Unterlippe. Dorthin, wo Rhett noch die letzten Spuren einer Verletzung hatte. Vielleicht ja beim Rasieren geschnitten?]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<center><div style="width: 450px;"><div style="text-align: center;"><link href='https://fonts.googleapis.com/css2?family=Dynalight&display=swap' rel='stylesheet' type='text/css'><div align="justify"><font style="font-family: 'Dynalight', cursive; font-size: 55px; text-transform: letter-spacing: 2px; line-height: 32px; padding-left: 20px;">each must <font style="color:#640b0b;">die</font> someday</font></div><div align="justify"><font style="font-family: Calibri; font-size: 8px; text-transform: uppercase; letter-spacing: 2px; line-height: 6px; blockquote;">Clamber with heart of steel Cold is the ocean spray And <font style="color:#640b0b;">your death is on it's way</font> And your death is on it's way Be strong when rain beats down Upon your bolding ground</font></div></div></center><br />
<br />
Morgan stand bereits auf dem Trainingsfeld der Soldaten im unteren Bereich und wartete darauf, dass der Neuzugang des Rudels zu ihrer ersten gemeinsamen Stunde aufschlug. Für gewöhnlich war es nicht seine Aufgabe, mit den Soldaten im unteren Rang zu trainieren. Dafür hatten sie Ausbilder, die besser dafür ausgebildet - und weniger sadistisch - waren. Doch ein kleines Vögelchen hatte ihm gezwitschert, dass dieser besondere Soldat vielleicht ein wenig seiner Aufmerksamkeit brauchte. Dass es sich bei Rhett um einen Falken handelte, machte dabei absolut keinen Unterschied. Ob Wolf, Medialer, Hörnchen, Falke oder Mensch - für Morgan waren alle Soldaten genau das: Soldaten. Dabei war unmöglich vorauszusagen welche Fertigkeiten ein Individuum mitbringen würde und welche man im Training erwerben musste. <br />
<br />
Bei Rhett ging es in allererster Linie darum, sich ein Bild vom körperlichen und mentalen Zustand des Mannes zu machen. Und <i>dafür</i> war Morgan wunderbar geeignet. <br />
<br />
Sein eigenes Training hatte heute früh begonnen. Nach einer Dusche, einem <a href="https://i.pinimg.com/736x/c0/dd/cc/c0ddccf201040a9e4f72a0cb1ef714b5.jpg" target="blank"> » OUTFIT WECHSEL</a> und einer stärkenden Mahlzeit in der Gemeinschaftsküche, war er zum Übungsplatz der Soldaten im unteren Rang aufgebrochen. <br />
Unterwegs hatte er sich den Pfad angesehen und gelöste Felsbrocken notiert, die sie aus dem Weg räumen mussten. Zusätzlich war ein Baum umgestürzt - wahrscheinlich ein letztes Echo vom Sturm im Mai - um den sie sich würden kümmern müssen. Die Soldaten hatten ein hartes Trainingsprogramm, das teilweise bis spät in die Nacht ging. Sie konnten nicht riskieren, dass sich jemand verletzte. <br />
<br />
Der Trainingsplatz war gut in Schuss und der Hindernis-Parcours war absolut nach seinem Geschmack. Er war bereits im dritten Durchgang - und hatte ihn beinahe fehlerfrei durchlaufen, als die Sinne seines Wolfs ihm verrieten, dass sich jemand näherte. Aufmerksam, er konnte nicht einmal etwas für seinen alarmierten Zustand, beendete er seinen Durchlauf - dieses Mal ohne einen weiteren Fehler - und ging dann gemächlich dem Soldaten entgegen, der sich näherte. <br />
Morgans Brust hob und senkte sich unter der vergangenen Anstrengung noch, als er mit verschränkten Armen, einige Meter entfernt von Rhett stehen blieb und sich den Mann von Scheitel bis Schuhsohle besah. <br />
<br />
Ein wenig mickrig im Vergleich zu vielen anderen innerhalb des Rudels, doch nicht alle wiesen Ryans und seine Körpergröße auf. Wenn er realistisch war, befand er sich wahrscheinlich im gesunden Mittelfeld. Und wenn er ganz realistisch war, trennten sie vielleicht sechs bis acht Zentimeter. Maximal zehn. <br />
<br />
<ina> “Du musst Rhett sein. Ich bin Morgan.”</ina>, sagte der Soldat noch in neutralem Ton und überlegte sich bereits, wie er den Mann nicht nur auf körperliche Fitness, sondern auch mentale Stärke testen konnte. Eines Tages, würde er ihn im Rücken haben, wenn sie auf einer Mission ausrückten. Da wollte er nicht riskieren, eine weinerliche Mimose dabei zu haben. <ina> “Was abbekommen?”</ina>, erkundigte er sich und deutete mit seinem eigenen Daumen an seine Unterlippe. Dorthin, wo Rhett noch die letzten Spuren einer Verletzung hatte. Vielleicht ja beim Rasieren geschnitten?]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Let the rain wash away all the pain of yesterday]]></title>
			<link>https://claws.stories-untold.de/showthread.php?tid=489</link>
			<pubDate>Fri, 25 Jul 2025 15:18:48 +0000</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://claws.stories-untold.de/member.php?action=profile&uid=123">Rhett Kavanagh</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://claws.stories-untold.de/showthread.php?tid=489</guid>
			<description><![CDATA[<center><div style="width: 450px; margin-top: 50px;"><div style="text-align: center;"><link href='https://fonts.googleapis.com/css?family=Mrs+Saint+Delafield' rel='stylesheet' type='text/css'><div align="right"><font style="font-family: 'Mrs Saint Delafield', cursive; font-size: 55px; text-transform: text-transform: letter-spacing: 2px; line-height: 25px;"> Let the rain wash away</font></div></div><div style="width: 450px; border-bottom: 3px solid #A4A4A4;"></div><div align="justify"><font style="font-family: Calibri; font-size: 10px; text-transform: uppercase; letter-spacing: 1px; line-height: 10px; blockquote;"> All the pain of yesterday</font><br><div align="right"><font style="font-family: Calibri; font-size: 12px; text-transform: uppercase; letter-spacing: 1px; line-height: 10px; align: blockquote;">Rhett & Dana </div></div></div></font></center><br />
<br />
<br />
Cade Coves Fundament war nichts als Sand-und Kalkstein, das sich in der Zeitspanne von Äonen dem Wetter beugen musste. Was das Rudel aus den entstandenen Höhlen gemacht hatte, forderte Respekt ein. Jede einfallende Wasserquelle wurde genutzt, jeder Bachlauf und jeder Höhlensee diente nicht nur der Frischwasserzubereitung, sondern auch der Energiegewinnung. Brücken, Gänge, abstützendes Betonwerk, bis hin zu architektonischen Gebäudestrukturen, die einem besiedelten Wohngebiet glichen, das vergessen ließ, wo man sich befand. In einem Berg. Es vermittelte ein seltsames Gefühl des Vergessens, so als wäre man einfach 'untergetaucht'. Und doch maulte der Falke in seinem Innern, der den Himmel nicht sehen konnte. Da half auch das geschickt in die Höhle geleitete Sonnenlicht nicht. Lediglich die offene und hohe Architektur erlaubte Rhett, die Sinne des Falken niederzuringen und sich innerhalb der Höhle zu bewegen, ohne dass der Fluchtinstinkt griff. <br />
<br />
Aber das hier war nun sein Zuhause. Ein funktionierendes Ökosystem, das sich zu einem annehmbaren Lebensraum für Gestaltwandler entwickelt hatte, ohne dass es belastet wurde von all den Überresten menschlichen Wegwerfdenkens und Überproduktion. Frischluft, die nach einem sanften Wind roch, holografische Fenster mit authentischen Illusionen und blühende Klettergewächse, die einen sanften Duft von Blütenpollen verströmten. <br />
<br />
Er hatte die Kantine beinahe mühelos gefunden. War nun auch nicht allzu schwer, sofern man den gut versteckten Eingang zur Höhle fand. Diese Hürde hatte ihn etwas Zeit gekostet. Vor allem, wenn man das Tal zum ersten Mal besuchte und sich nicht mal eben in den Himmel schrauben konnte, um sich einen Überblick von oben zu verschaffen. Denn dann wäre er vermutlich nackt zu diesem Treffen erschienen, oder in unpassender Kleidung, die er in einem der hier aufgestellten Kleiderdepots gefunden hätte. Das fand er dann doch ungünstig, denn Dana Mabrouk war nicht einfach nur eine Person, die ihm eine erste Übersicht verschaffen sollte, sondern die im Rang auch über ihm stand. Da tauchte man nicht mit zu kurzen Hosen auf oder gar solchen, die man beim Gehen verlor – auch wenn das vielleicht wieder modern wurde. <br />
<br />
Er saß an einem der Tische, zurückgezogen in einer Ecke, weil er die Morgenroutine der Wölfe nicht stören wollte. Es roch nach frischen Pancakes und Honig. Das Personal an der Ausgabe war freundlich und begrüßte jeden mit einem offenen Lächeln. Er sah einige Soldaten, manche von ihnen in Begleitung ihrer Familien. Aber auch Zivilisten, deren Berufung er nicht immer zuordnen konnte. Dabei hielt er sich an einem Becher schwarzen Kaffee fest und beobachtete den Raum. Der Falke in ihm war angespannt. Zu viele neue Eindrücke trafen die Sinne, zu viele Bewegungen, Gesten und Regungen. Selbst den aufsteigenden Dampf aus den Tassen oder vom Rührei nahm er wahr, während sein Verstand in Sekundenschnelle zu unterscheiden hatte, wie all diese Bilder einzuordnen waren. Sein Herz jagte das Blut durch die Adern und ließ den Puls steigen. Nichts, was nicht normal für den Falkenwandler gewesen wäre, der erst dann richtig funktionierte, wenn der Puls über dem Durchschnitt lag. Adrenalin, das gebraucht wurde, um die Muskeln zu fluten und in jener Geschwindigkeit zu reagieren, wie es für einen Falken angemessen war. Was für einen Wolf das lauernde Fixieren eines Moments war, war für den Falken das Begreifen einer 380Grad Umgebung binnen weniger Augenblicke. <br />
<br />
Die Silhouette einer hochgewachsenen Frau seines Alters schob sich in sein Sichtfeld, so dass sein Verstand reagieren musste und er zu ihr aufblickte. Dana Mabrouk. Er musste ihre Vorstellung nicht abwarten, um es zu wissen. Die Art, wie sie ihn ansah, machte deutlich, dass sie genau nach ihm gesucht hatte. Er erhob sich langsam und mit einem freundlichen Lächeln. <jin>“Hi“</jin>, sagte er. <jin>“Ich bin Rhett Kavanagh, Neuzugang!“</jin> Das wusste sie vermutlich schon, aber er war mal so erzogen worden, dass man sich nicht nur in der Gegenwart einer Frau erhob, sondern auch in der Gegenwart eines höheren Rangs den entsprechenden Respekt zollte. Militante Schule. An die er sich hielt, weil sie zumindest Höflichkeit bekundete. <jin>“Ich bin etwas früh dran!“</jin>, gestand er ihr, weil sie noch eine viertel Stunde Zeit hatten. Er zuckte leicht mit den Schultern. <jin>“Ich hab es besser gefunden als ich dachte!“</jin> Was zumindest für die Wegführung der Höhle sprach, denn im Verwaltungsgebäude in Townsend hatte er sich hilflos wie Hänsel im Wald verlaufen. Er war noch nicht im Dienst, weshalb er einfach nur eine Jeans und ein weißes Shirt trug. Darüber die alte Jeansjacke, an der er irgendwie hing – vermutlich weil sie genug Taschen besaß, um nicht nur das neue Telefon, sondern auch die Kippen aufzubewahren, die er allerdings vermied hier auszupacken. Die Dusche heute Morgen und das aufgetragene Deo würden den Nikotingeruch hoffentlich halbwegs überdecken. Er wollte einen guten Eindruck machen. Was seltsam war, denn in den letzten fünf Jahren hatte er drauf geschissen. Er war sogar frisch rasiert! <jin>“Ich kann auch noch hier warten, falls du vorher noch was zu erledigen hast!“</jin> Er deutete auf seinen Kaffee, der tief schwarz in der Tasse lungerte. Das Lächeln, das folgte, war offen, sympathisch und abwartend.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<center><div style="width: 450px; margin-top: 50px;"><div style="text-align: center;"><link href='https://fonts.googleapis.com/css?family=Mrs+Saint+Delafield' rel='stylesheet' type='text/css'><div align="right"><font style="font-family: 'Mrs Saint Delafield', cursive; font-size: 55px; text-transform: text-transform: letter-spacing: 2px; line-height: 25px;"> Let the rain wash away</font></div></div><div style="width: 450px; border-bottom: 3px solid #A4A4A4;"></div><div align="justify"><font style="font-family: Calibri; font-size: 10px; text-transform: uppercase; letter-spacing: 1px; line-height: 10px; blockquote;"> All the pain of yesterday</font><br><div align="right"><font style="font-family: Calibri; font-size: 12px; text-transform: uppercase; letter-spacing: 1px; line-height: 10px; align: blockquote;">Rhett & Dana </div></div></div></font></center><br />
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Cade Coves Fundament war nichts als Sand-und Kalkstein, das sich in der Zeitspanne von Äonen dem Wetter beugen musste. Was das Rudel aus den entstandenen Höhlen gemacht hatte, forderte Respekt ein. Jede einfallende Wasserquelle wurde genutzt, jeder Bachlauf und jeder Höhlensee diente nicht nur der Frischwasserzubereitung, sondern auch der Energiegewinnung. Brücken, Gänge, abstützendes Betonwerk, bis hin zu architektonischen Gebäudestrukturen, die einem besiedelten Wohngebiet glichen, das vergessen ließ, wo man sich befand. In einem Berg. Es vermittelte ein seltsames Gefühl des Vergessens, so als wäre man einfach 'untergetaucht'. Und doch maulte der Falke in seinem Innern, der den Himmel nicht sehen konnte. Da half auch das geschickt in die Höhle geleitete Sonnenlicht nicht. Lediglich die offene und hohe Architektur erlaubte Rhett, die Sinne des Falken niederzuringen und sich innerhalb der Höhle zu bewegen, ohne dass der Fluchtinstinkt griff. <br />
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Aber das hier war nun sein Zuhause. Ein funktionierendes Ökosystem, das sich zu einem annehmbaren Lebensraum für Gestaltwandler entwickelt hatte, ohne dass es belastet wurde von all den Überresten menschlichen Wegwerfdenkens und Überproduktion. Frischluft, die nach einem sanften Wind roch, holografische Fenster mit authentischen Illusionen und blühende Klettergewächse, die einen sanften Duft von Blütenpollen verströmten. <br />
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Er hatte die Kantine beinahe mühelos gefunden. War nun auch nicht allzu schwer, sofern man den gut versteckten Eingang zur Höhle fand. Diese Hürde hatte ihn etwas Zeit gekostet. Vor allem, wenn man das Tal zum ersten Mal besuchte und sich nicht mal eben in den Himmel schrauben konnte, um sich einen Überblick von oben zu verschaffen. Denn dann wäre er vermutlich nackt zu diesem Treffen erschienen, oder in unpassender Kleidung, die er in einem der hier aufgestellten Kleiderdepots gefunden hätte. Das fand er dann doch ungünstig, denn Dana Mabrouk war nicht einfach nur eine Person, die ihm eine erste Übersicht verschaffen sollte, sondern die im Rang auch über ihm stand. Da tauchte man nicht mit zu kurzen Hosen auf oder gar solchen, die man beim Gehen verlor – auch wenn das vielleicht wieder modern wurde. <br />
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Er saß an einem der Tische, zurückgezogen in einer Ecke, weil er die Morgenroutine der Wölfe nicht stören wollte. Es roch nach frischen Pancakes und Honig. Das Personal an der Ausgabe war freundlich und begrüßte jeden mit einem offenen Lächeln. Er sah einige Soldaten, manche von ihnen in Begleitung ihrer Familien. Aber auch Zivilisten, deren Berufung er nicht immer zuordnen konnte. Dabei hielt er sich an einem Becher schwarzen Kaffee fest und beobachtete den Raum. Der Falke in ihm war angespannt. Zu viele neue Eindrücke trafen die Sinne, zu viele Bewegungen, Gesten und Regungen. Selbst den aufsteigenden Dampf aus den Tassen oder vom Rührei nahm er wahr, während sein Verstand in Sekundenschnelle zu unterscheiden hatte, wie all diese Bilder einzuordnen waren. Sein Herz jagte das Blut durch die Adern und ließ den Puls steigen. Nichts, was nicht normal für den Falkenwandler gewesen wäre, der erst dann richtig funktionierte, wenn der Puls über dem Durchschnitt lag. Adrenalin, das gebraucht wurde, um die Muskeln zu fluten und in jener Geschwindigkeit zu reagieren, wie es für einen Falken angemessen war. Was für einen Wolf das lauernde Fixieren eines Moments war, war für den Falken das Begreifen einer 380Grad Umgebung binnen weniger Augenblicke. <br />
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Die Silhouette einer hochgewachsenen Frau seines Alters schob sich in sein Sichtfeld, so dass sein Verstand reagieren musste und er zu ihr aufblickte. Dana Mabrouk. Er musste ihre Vorstellung nicht abwarten, um es zu wissen. Die Art, wie sie ihn ansah, machte deutlich, dass sie genau nach ihm gesucht hatte. Er erhob sich langsam und mit einem freundlichen Lächeln. <jin>“Hi“</jin>, sagte er. <jin>“Ich bin Rhett Kavanagh, Neuzugang!“</jin> Das wusste sie vermutlich schon, aber er war mal so erzogen worden, dass man sich nicht nur in der Gegenwart einer Frau erhob, sondern auch in der Gegenwart eines höheren Rangs den entsprechenden Respekt zollte. Militante Schule. An die er sich hielt, weil sie zumindest Höflichkeit bekundete. <jin>“Ich bin etwas früh dran!“</jin>, gestand er ihr, weil sie noch eine viertel Stunde Zeit hatten. Er zuckte leicht mit den Schultern. <jin>“Ich hab es besser gefunden als ich dachte!“</jin> Was zumindest für die Wegführung der Höhle sprach, denn im Verwaltungsgebäude in Townsend hatte er sich hilflos wie Hänsel im Wald verlaufen. Er war noch nicht im Dienst, weshalb er einfach nur eine Jeans und ein weißes Shirt trug. Darüber die alte Jeansjacke, an der er irgendwie hing – vermutlich weil sie genug Taschen besaß, um nicht nur das neue Telefon, sondern auch die Kippen aufzubewahren, die er allerdings vermied hier auszupacken. Die Dusche heute Morgen und das aufgetragene Deo würden den Nikotingeruch hoffentlich halbwegs überdecken. Er wollte einen guten Eindruck machen. Was seltsam war, denn in den letzten fünf Jahren hatte er drauf geschissen. Er war sogar frisch rasiert! <jin>“Ich kann auch noch hier warten, falls du vorher noch was zu erledigen hast!“</jin> Er deutete auf seinen Kaffee, der tief schwarz in der Tasse lungerte. Das Lächeln, das folgte, war offen, sympathisch und abwartend.]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[When the Silence Bleeds]]></title>
			<link>https://claws.stories-untold.de/showthread.php?tid=487</link>
			<pubDate>Wed, 23 Jul 2025 17:24:14 +0000</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://claws.stories-untold.de/member.php?action=profile&uid=0">Silas Han</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://claws.stories-untold.de/showthread.php?tid=487</guid>
			<description><![CDATA[Du bist erbärmlich.<br />
Nachdem er den Trainingsplatz langsam verlassen hatte, hatte auch der Wind etwas nachgelassen. Trotzdem spürte er ihn noch, als würde er in seinem Inneren weiter wehen, durch seine Adern, seine Gedanken, einfach durch alles. Alles in ihm fühlte sich dumpf an und der pochende Schmerz in seinem Schädel breitete sich wie ein Echo aus und schien nicht verhallen zu wollen. Ob Briar ihm Schaden zugefügt hatte? Und selbst wenn, wahrscheinlich hatte er es auch verdient. Nein, er hatte es ganz sicher verdient. Immerhin hatte seine Nase schon längst aufgehört zu bluten, aber das getrocknete Blut spannte über seiner Oberlippe bei jedem Atemzug den er tat und erinnerte ihn noch einmal mehr was geschehen war. Der metallische Geschmack in seinem Mund war allgegenwärtig und selbst als er ausspuckte wollte er nicht vergehen, als würde er ihn ebenfalls ermahnen wollen. <br />
Blut und Schmerzen, waren Dinge mit denen er eigentlich sehr gut klar kam, aber hier machte ihm die Kombination aus allem zu schaffen. Sein Nacken war verspannt und die Muskeln in seinem Rücken fühlten sich an wie Stein. Silas blieb stehen und strich sich mit beiden Händen durch seine verstrubbelten Haare, vergrub seine Finger in ihnen und hob seinen Blick zum Himmel. <br />
<i>„Du bist erbärmlich.“</i><br />
Briars Stimme hallte in ihm nach wie ein Befehl dem er sich nicht entziehen konnte. Immer und immer wieder, wie eine Schallplatte die einen Sprung hatte. Sie hatte es tatsächlich geschafft ihm Wunden zuzufügen von denen er nicht wusste wie und ob man sie heilen konnte. Machte er ihr einen Vorwurf? Nein, nicht wirklich, denn sie hatte ja Recht. Und trotzdem ritzten diese Worte, oder eher dieses eine Wort immer neue Wunden in seine Seele. Silas zog die Schultern ein wenig höher, nachdem er seine Hände aus seinen Haaren gelöst hatte. Er konnte die Worte nicht abschütteln, denn sie waren schon zu tief gedrungen. Vielleicht sollte er doch eine Weile in den Wald gehen, sich irgendwo hinsetzen und warten bis seine Gedanken sich irgendwie geordnet hatten. Oder Rennen, das hatte ihm so oft im Leben schon geholfen, doch das Pochen in seinem Kopf verhinderte genau das. <br />
<br />
Silas war nicht zurück zu den Höhlen gegangen. Er wusste nicht einmal wie lange er wirklich einfach nur gelaufen war, denn er hatte sich kein Ziel gesetzt. Im Moment funktionierte er nur weil er musste und auch wenn der Wunsch zu flüchten vorhanden war, widerstand er ihm. Als die Hütte in sein Blickfeld kam, seufzte er leise auf und blieb stehen. Er zögerte, weil er nicht genau wusste ob es eine gute Idee war hier her zu kommen. Doch scheinbar hatte sein Körper für ihn entschieden. Die Krankenstation würde er auf jeden Fall meiden, denn er wollte keine Fragen beantworten und die würden sicher aufkommen. Wie er wirklich aussah konnte er nicht sagen und im Grunde wollte er es auch nicht wissen. Silas wusste, dass Gemma hier immer war, in der Hütte der Heilerin und das gab ihm den letzten Anstoß den er brauchte um sich wieder in Bewegung zu setzen. Sie konnte ihm sicher etwas gegen die Kopfschmerzen geben und würde bestimmt keine großen Fragen stellen. Auch wenn es ihm missfiel nach Hilfe zu fragen hob er doch schwerfällig seine Hand an als er vor der Tür stehen blieb. Kurz vor der Tür hielt er in seiner Bewegung inne und atmete noch einmal tief durch, dann klopfte er. Dreimal.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[Du bist erbärmlich.<br />
Nachdem er den Trainingsplatz langsam verlassen hatte, hatte auch der Wind etwas nachgelassen. Trotzdem spürte er ihn noch, als würde er in seinem Inneren weiter wehen, durch seine Adern, seine Gedanken, einfach durch alles. Alles in ihm fühlte sich dumpf an und der pochende Schmerz in seinem Schädel breitete sich wie ein Echo aus und schien nicht verhallen zu wollen. Ob Briar ihm Schaden zugefügt hatte? Und selbst wenn, wahrscheinlich hatte er es auch verdient. Nein, er hatte es ganz sicher verdient. Immerhin hatte seine Nase schon längst aufgehört zu bluten, aber das getrocknete Blut spannte über seiner Oberlippe bei jedem Atemzug den er tat und erinnerte ihn noch einmal mehr was geschehen war. Der metallische Geschmack in seinem Mund war allgegenwärtig und selbst als er ausspuckte wollte er nicht vergehen, als würde er ihn ebenfalls ermahnen wollen. <br />
Blut und Schmerzen, waren Dinge mit denen er eigentlich sehr gut klar kam, aber hier machte ihm die Kombination aus allem zu schaffen. Sein Nacken war verspannt und die Muskeln in seinem Rücken fühlten sich an wie Stein. Silas blieb stehen und strich sich mit beiden Händen durch seine verstrubbelten Haare, vergrub seine Finger in ihnen und hob seinen Blick zum Himmel. <br />
<i>„Du bist erbärmlich.“</i><br />
Briars Stimme hallte in ihm nach wie ein Befehl dem er sich nicht entziehen konnte. Immer und immer wieder, wie eine Schallplatte die einen Sprung hatte. Sie hatte es tatsächlich geschafft ihm Wunden zuzufügen von denen er nicht wusste wie und ob man sie heilen konnte. Machte er ihr einen Vorwurf? Nein, nicht wirklich, denn sie hatte ja Recht. Und trotzdem ritzten diese Worte, oder eher dieses eine Wort immer neue Wunden in seine Seele. Silas zog die Schultern ein wenig höher, nachdem er seine Hände aus seinen Haaren gelöst hatte. Er konnte die Worte nicht abschütteln, denn sie waren schon zu tief gedrungen. Vielleicht sollte er doch eine Weile in den Wald gehen, sich irgendwo hinsetzen und warten bis seine Gedanken sich irgendwie geordnet hatten. Oder Rennen, das hatte ihm so oft im Leben schon geholfen, doch das Pochen in seinem Kopf verhinderte genau das. <br />
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Silas war nicht zurück zu den Höhlen gegangen. Er wusste nicht einmal wie lange er wirklich einfach nur gelaufen war, denn er hatte sich kein Ziel gesetzt. Im Moment funktionierte er nur weil er musste und auch wenn der Wunsch zu flüchten vorhanden war, widerstand er ihm. Als die Hütte in sein Blickfeld kam, seufzte er leise auf und blieb stehen. Er zögerte, weil er nicht genau wusste ob es eine gute Idee war hier her zu kommen. Doch scheinbar hatte sein Körper für ihn entschieden. Die Krankenstation würde er auf jeden Fall meiden, denn er wollte keine Fragen beantworten und die würden sicher aufkommen. Wie er wirklich aussah konnte er nicht sagen und im Grunde wollte er es auch nicht wissen. Silas wusste, dass Gemma hier immer war, in der Hütte der Heilerin und das gab ihm den letzten Anstoß den er brauchte um sich wieder in Bewegung zu setzen. Sie konnte ihm sicher etwas gegen die Kopfschmerzen geben und würde bestimmt keine großen Fragen stellen. Auch wenn es ihm missfiel nach Hilfe zu fragen hob er doch schwerfällig seine Hand an als er vor der Tür stehen blieb. Kurz vor der Tür hielt er in seiner Bewegung inne und atmete noch einmal tief durch, dann klopfte er. Dreimal.]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[wanting to be someone else is a waste of who you are]]></title>
			<link>https://claws.stories-untold.de/showthread.php?tid=484</link>
			<pubDate>Tue, 22 Jul 2025 11:38:49 +0000</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://claws.stories-untold.de/member.php?action=profile&uid=101">Carla Parker-Moore</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://claws.stories-untold.de/showthread.php?tid=484</guid>
			<description><![CDATA[Der Raum war nicht ausladend groß, wenn man ihn in Relation zu vielen anderen im Gebäude setzte. Doch anders, als die zahlreichen Konferenz- und Schulungsräume des Hauptverwaltungsgebäudes, in dem es sich meist um Angelegenheiten rund um Rekrutierung und Auftragsakquise drehte, war Carlas Wirkungsbereich kleiner gehalten. Privater. Intimer, wenn man es so wollte. <br />
Es gab keine Fenster, dennoch strahlte weiches Licht von der vollflächigen Deckenleuchte und erhellte das Zimmer, in dem es alle notwendigen Gerätschaften für die Untersuchungen gab, die hier durchgeführt wurden. Eine tadellose Gesundheit war natürlich immer wichtig, doch gerade für die Söldner, die für CP arbeiteten - ob nun dauerhaft oder nur für wenige Einsätze, war es umso entscheidender. Das war auch der Grund, wieso sie heute nicht in der Höhle war und mit den wenigen Kindern des Rudels spielte und Cookies backte. Es gab einen Neuankömmling. Oder vielmehr potenziellen Neuankömmling, den sie sich ansehen sollte. <br />
<br />
Rhett Kavanagh. Ein junger Mann, ein Falkenwandler, der auf dem Schirm des Rudels aufgetaucht war. Wie genau wusste sie nicht, mit diesen Dingen hatte sich die Heilerin nie wirklich befasst. Sie wusste nur, dass es von Zeit zu Zeit immer wieder mal vorkam, dass neue Mitglieder aufgenommen wurden, die vielversprechend waren. Doch in der Entscheidung wer für CP arbeitete und wer Teil davon wurde, hatte sie kein Mitspracherecht. Bedachte man einmal die Natur der Heiler, war das auch die beste Entscheidung, die man hatte treffen können, in dieser Hinsicht. <br />
<br />
Denn Heiler waren - ganz gleich wie sehr sie sich gegen dieses Vorurteil sträuben mochten - weichherzig und waren bereit die gesamte Welt zu versorgen. Aus diesem Grund waren sie auch unantastbar. Selbst in erbitterten, blutigen Rudelkonflikten. Immerhin machten sie keine Ausnahmen. Verletzte waren Verletzte, ganz gleich welcher Fraktion sie angehörten und ein Heilerherz würde niemals jemandem Hilfe verwehren, der sie brauchte. <br />
So war sie also ganz dankbar, dass man sich um sie kümmerte. Nicht, weil sie es auf Hilfe angewiesen war, sondern weil sie ihr eigenes Wesen besser kannte, als die Jungspunde, die gerade einmal ihre ersten Schritte machten. Carla wusste um ihre Fähigkeiten, aber auch um ihre Schwächen. Aus diesem Grund genoss sie es in den Aufnahmeprozess eingebunden zu werden, ohne wirklich die Entscheidungsgewalt zu haben. Maximal ein Mitspracherecht. Doch das reichte vollkommen aus.<br />
<br />
Der Duft eines leichten Desinfektionsmittels lag in der Luft, nachdem sie alle Arbeitsflächen - und ihre Hände - gründlich desinfiziert hatte und ihren Blick noch einmal durch den Raum gleiten ließ. Es war ein Untersuchungsraum. Das war offensichtlich. Dennoch strahlte er eine saubere -um nicht den Begriff steril zu verwenden - Behaglichkeit aus. Hinter einem cremefarbenen Raumteiler, mit subtilem Muster, stand ein Stuhl und ein Sessel, auf dem der zu Untersuchende seine Kleider ausziehen oder einen Moment Ruhe finden konnte, ohne sich dauerhaft zu entblößen. Denn auch wenn Nacktheit innerhalb des Rudels eine alltägliche Normalität darstellte und die wenigsten Gestaltwandler ein Problem damit hatten, brachte es doch eine gewisse Vulnerabilität mit sich. Und zudem untersuchte Carla nicht nur Gestaltwandler. Auch Menschen und der ein oder andere Mediale war immer wieder darunter. <br />
<br />
Die Liege mit dunkelgrauem Bezug war schon älter, doch die Auflage sauber und gepflegt. Keine Risse, keine Defekte, die die Haut irritiert hätten. An den Wänden hingen nichtssagende Bilder des Territoriums der Wölfe. Eine Rudelgefährtin hatte sie gemacht und peinlichst darauf geachtet, dass keinerlei besondere Merkmale darauf zu sehen waren, die als Ankerpunkt für eine Teleportation dienen konnten. Der Sinn für Schönheit durfte dem Sicherheitsaspekt nicht weichen. Und sie wollten niemandem Zugang zu ihrem Gebiet gewähren, ohne zu bestimmen, wer es war. Sie selbst war in eine hellgraue, weiche Tunika und eine weit fallende Hose desselben Farbtons gekleidet. Das weiße Haar, das am Scheitel länger war als an den Seiten, war zurückgekämmt und mit ein wenig Produkt an Ort und Stelle gehalten. Ihre grünen Augen stachen aus ihrem blassen Gesicht hervor, da selbst ihre Lippen zu blass erschienen. Und doch, trotz ihres eher kantigen Äußeren, strahlte sie die Ruhe und Freundlichkeit einer Heilerin aus, die den Zenit ihres Lebens gerade erst hinter sich gelassen hatte. Vielleicht war es auch gerade ihr Alter, das anderen mehr Ruhe zu schenken vermochte. Es vermittelte eine gewisse Professionalität, die ein junger Heiler noch nicht ausstrahlte. <br />
<br />
Aber wie dem auch sei, sie ordnete ihre Unterlagen auf dem Schreibtisch noch einmal und überflog alle relevanten Eckpunkte noch einmal, ehe die Zeiger der Uhr sich über der schwarzen neun trafen und trat an die Tür heran. <br />
<br />
<ina> “Mr. Kavanagh.”</ina>, sprach sie mit ruhiger Stimme und blickte in den kleinen, gemütlich eingerichteten Wartebereich, der mit großen, bequemen Sesseln ausgestattet war und ausreichend Zimmerpflanzen, dass ein frischer, natürlicher Duft in der Luft lag. Auf dem niedrigen Glastisch in der Mitte spiegelte sich die Sonne, die durch ein deckenhohes Fenster fiel und Magazine unterschiedlichster Art sammelten sich darauf. Die wenigsten wurden je gelesen, da die Zeitfenster für die Untersuchungen so gelegt wurden, dass eine minimale Wartezeit entstand - außer Betroffene trafen schon wesentlich früher ein. <br />
<br />
Sie öffnete die Türe vollständig und das einladende Lächeln auf ihren Lippen tat sein Übriges dazu. Vielleicht war sie ihrer Profession nach eine Ärztin in dieser Situation, doch sie war mit Herz und Seele eine Heilerin und wollte, dass sich jeder wohlfühlte. <br />
Da konnte ein Lächeln nicht schaden.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[Der Raum war nicht ausladend groß, wenn man ihn in Relation zu vielen anderen im Gebäude setzte. Doch anders, als die zahlreichen Konferenz- und Schulungsräume des Hauptverwaltungsgebäudes, in dem es sich meist um Angelegenheiten rund um Rekrutierung und Auftragsakquise drehte, war Carlas Wirkungsbereich kleiner gehalten. Privater. Intimer, wenn man es so wollte. <br />
Es gab keine Fenster, dennoch strahlte weiches Licht von der vollflächigen Deckenleuchte und erhellte das Zimmer, in dem es alle notwendigen Gerätschaften für die Untersuchungen gab, die hier durchgeführt wurden. Eine tadellose Gesundheit war natürlich immer wichtig, doch gerade für die Söldner, die für CP arbeiteten - ob nun dauerhaft oder nur für wenige Einsätze, war es umso entscheidender. Das war auch der Grund, wieso sie heute nicht in der Höhle war und mit den wenigen Kindern des Rudels spielte und Cookies backte. Es gab einen Neuankömmling. Oder vielmehr potenziellen Neuankömmling, den sie sich ansehen sollte. <br />
<br />
Rhett Kavanagh. Ein junger Mann, ein Falkenwandler, der auf dem Schirm des Rudels aufgetaucht war. Wie genau wusste sie nicht, mit diesen Dingen hatte sich die Heilerin nie wirklich befasst. Sie wusste nur, dass es von Zeit zu Zeit immer wieder mal vorkam, dass neue Mitglieder aufgenommen wurden, die vielversprechend waren. Doch in der Entscheidung wer für CP arbeitete und wer Teil davon wurde, hatte sie kein Mitspracherecht. Bedachte man einmal die Natur der Heiler, war das auch die beste Entscheidung, die man hatte treffen können, in dieser Hinsicht. <br />
<br />
Denn Heiler waren - ganz gleich wie sehr sie sich gegen dieses Vorurteil sträuben mochten - weichherzig und waren bereit die gesamte Welt zu versorgen. Aus diesem Grund waren sie auch unantastbar. Selbst in erbitterten, blutigen Rudelkonflikten. Immerhin machten sie keine Ausnahmen. Verletzte waren Verletzte, ganz gleich welcher Fraktion sie angehörten und ein Heilerherz würde niemals jemandem Hilfe verwehren, der sie brauchte. <br />
So war sie also ganz dankbar, dass man sich um sie kümmerte. Nicht, weil sie es auf Hilfe angewiesen war, sondern weil sie ihr eigenes Wesen besser kannte, als die Jungspunde, die gerade einmal ihre ersten Schritte machten. Carla wusste um ihre Fähigkeiten, aber auch um ihre Schwächen. Aus diesem Grund genoss sie es in den Aufnahmeprozess eingebunden zu werden, ohne wirklich die Entscheidungsgewalt zu haben. Maximal ein Mitspracherecht. Doch das reichte vollkommen aus.<br />
<br />
Der Duft eines leichten Desinfektionsmittels lag in der Luft, nachdem sie alle Arbeitsflächen - und ihre Hände - gründlich desinfiziert hatte und ihren Blick noch einmal durch den Raum gleiten ließ. Es war ein Untersuchungsraum. Das war offensichtlich. Dennoch strahlte er eine saubere -um nicht den Begriff steril zu verwenden - Behaglichkeit aus. Hinter einem cremefarbenen Raumteiler, mit subtilem Muster, stand ein Stuhl und ein Sessel, auf dem der zu Untersuchende seine Kleider ausziehen oder einen Moment Ruhe finden konnte, ohne sich dauerhaft zu entblößen. Denn auch wenn Nacktheit innerhalb des Rudels eine alltägliche Normalität darstellte und die wenigsten Gestaltwandler ein Problem damit hatten, brachte es doch eine gewisse Vulnerabilität mit sich. Und zudem untersuchte Carla nicht nur Gestaltwandler. Auch Menschen und der ein oder andere Mediale war immer wieder darunter. <br />
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Die Liege mit dunkelgrauem Bezug war schon älter, doch die Auflage sauber und gepflegt. Keine Risse, keine Defekte, die die Haut irritiert hätten. An den Wänden hingen nichtssagende Bilder des Territoriums der Wölfe. Eine Rudelgefährtin hatte sie gemacht und peinlichst darauf geachtet, dass keinerlei besondere Merkmale darauf zu sehen waren, die als Ankerpunkt für eine Teleportation dienen konnten. Der Sinn für Schönheit durfte dem Sicherheitsaspekt nicht weichen. Und sie wollten niemandem Zugang zu ihrem Gebiet gewähren, ohne zu bestimmen, wer es war. Sie selbst war in eine hellgraue, weiche Tunika und eine weit fallende Hose desselben Farbtons gekleidet. Das weiße Haar, das am Scheitel länger war als an den Seiten, war zurückgekämmt und mit ein wenig Produkt an Ort und Stelle gehalten. Ihre grünen Augen stachen aus ihrem blassen Gesicht hervor, da selbst ihre Lippen zu blass erschienen. Und doch, trotz ihres eher kantigen Äußeren, strahlte sie die Ruhe und Freundlichkeit einer Heilerin aus, die den Zenit ihres Lebens gerade erst hinter sich gelassen hatte. Vielleicht war es auch gerade ihr Alter, das anderen mehr Ruhe zu schenken vermochte. Es vermittelte eine gewisse Professionalität, die ein junger Heiler noch nicht ausstrahlte. <br />
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Aber wie dem auch sei, sie ordnete ihre Unterlagen auf dem Schreibtisch noch einmal und überflog alle relevanten Eckpunkte noch einmal, ehe die Zeiger der Uhr sich über der schwarzen neun trafen und trat an die Tür heran. <br />
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<ina> “Mr. Kavanagh.”</ina>, sprach sie mit ruhiger Stimme und blickte in den kleinen, gemütlich eingerichteten Wartebereich, der mit großen, bequemen Sesseln ausgestattet war und ausreichend Zimmerpflanzen, dass ein frischer, natürlicher Duft in der Luft lag. Auf dem niedrigen Glastisch in der Mitte spiegelte sich die Sonne, die durch ein deckenhohes Fenster fiel und Magazine unterschiedlichster Art sammelten sich darauf. Die wenigsten wurden je gelesen, da die Zeitfenster für die Untersuchungen so gelegt wurden, dass eine minimale Wartezeit entstand - außer Betroffene trafen schon wesentlich früher ein. <br />
<br />
Sie öffnete die Türe vollständig und das einladende Lächeln auf ihren Lippen tat sein Übriges dazu. Vielleicht war sie ihrer Profession nach eine Ärztin in dieser Situation, doch sie war mit Herz und Seele eine Heilerin und wollte, dass sich jeder wohlfühlte. <br />
Da konnte ein Lächeln nicht schaden.]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[everyone deserves a chance to walk with everyone else]]></title>
			<link>https://claws.stories-untold.de/showthread.php?tid=483</link>
			<pubDate>Mon, 21 Jul 2025 21:10:30 +0000</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://claws.stories-untold.de/member.php?action=profile&uid=30">Ryan Vasquez</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://claws.stories-untold.de/showthread.php?tid=483</guid>
			<description><![CDATA[Das Licht der Vormittagssonne, das durch die halb geschlossenen Jalousien der großen Panoramafenster drang, malte perfekt parallele Streifen auf das dunkle Holz des Schreibtisches. Nur in dessen Mitte zog ein symmetrisches Rechteck aus Schatten beinahe unverzerrt die Konturen des großzügigen Bürosessels nach. Eine Handbewegung des Alphas deutete an, dass er soeben ein Dokument auf dem holographischen Bildschirm vor ihm zur Seite schob – Unterlagen für die nächste Mission, die auf ihre abschließende Planung wartete. Für Ryan war der durchsichtige Desktop jetzt nur noch an einer Taskleiste und einzelnen, an der Seite angeordneten Icons zu erkennen. Sein Gegenüber jedoch blickte auf nichts anderes als auf sein Gesicht. Modernste Technik, die es erlaubte, Holo-Screens wie einen Einwegspiegel zu nutzen. <br />
<br />
Ryans Blick schob sich kurz nach oben, musterte einen Moment lang mit schief gelegtem Kopf den blonden Mann am anderen Ende des Tisches und senkte sich dann auf ein Tablet, das vor ihm lag. Rhett Kavanaghs Bewerbungsunterlagen hatte er auf das tragbare Pad gespielt. Ein weiteres technisches Hilfsmittel, weniger beeindruckend als der Holo-Screen, aber dafür umso handlicher. Der Alpha scrollte flüchtig durch ein mehrseitiges Dokument, als hätte er die Unterlagen nicht bereits eingängig studiert. Dann hob er den Blick erneut, ein schmales Lächeln auf seinen Lippen. Freundlich, aber noch distanziert. Prüfend.<br />
<br />
<b>„Ein beeindruckender Lebenslauf. Beinahe makellos“</b>, gab Ryan zu. <b> „Bis auf die Tatsache, dass du von deinem Schwarm verstoßen wurdest. Erzähl mir davon.“</b><br />
Ein Gestaltwandler, der von seiner Gemeinschaft ausgeschlossen wurde, war immer ein Grund, aufmerksam zu werden. Aus diesem Grund kannte Ryan die Geschichte bereits in allen ihren Details. Er hatte Avery damit beauftragt, jene Hintergrundinformationen ans Licht zu führen, an die man ohne einen talentierten Hacker nicht herankam. Er wusste also, was vorgefallen war, kannte den Vorwurf, der Rhett durch seinen eigenen Vater gemacht worden war. Doch er wollte es von ihm selbst hören. Sah er es als Verfehlung? Oder würde er dasselbe wieder tun?<br />
<br />
Vor rund einer Woche hatte er den Falkenwandler kennengelernt. Ein klassisches Vorstellungsgespräch – zumindest so klassisch, wie Vorstellungsgespräche bei der CrescentProwler Söldnereinheit eben waren. Erst kurz zuvor hatte Ryan mit Lynn das erste neue Mitglied im Rudel begrüßen dürfen, seit er an dessen Spitze stand. Er hätte nicht damit gerechnet, dass so bald schon das nächste folgen könnte. Doch Rhett brachte scheinbar so ziemlich alles mit, was man sich von einem guten Söldner wünschen konnte. Seine Fähigkeiten hatte er bereits bei den Eignungstests unter Beweis gestellt. Seine Disziplin war bemerkenswert, seine Gesundheit anstandslos – Bis auf dieses eine Laster, von dem Ryan, allein für den Falken, hoffte, dass er es von selbst aufgeben würde. Und das psychologische Gutachten entsprach dem, was man von einem Söldner erwartete. Vernarbt, so nannte der Alpha es gern. Personen mit einer Vergangenheit, die nicht nur aus Einhörnern und Regenbogen bestand. Fast jeder Söldner von außerhalb hatte eine solche Geschichte vorzuweisen. Rhett war also keine Ausnahme. Nur das dessen Geschichte Ryan ein klein wenig an seine eigene erinnerte. Sicher, Sancho mochte im Vergleich zu Eli Kavanagh wie der nette Onkel von nebenan wirken. Wenn auch nur aus dem Grund, dass sein Vater kein größenwahnsinniger Psychopath war. Aber Strenge, Härte und eiserne Disziplin hatten auch Ryans Jugend geprägt.<br />
<br />
CrescentProwler verstand sich darauf, diesen Geschichten eine neue Wendung zu verleihen. Die Söldnereinheit war wie ein Ort der Ankunft für rastlose Seelen, das Rudel ein Zuhause für jene, die nach Zugehörigkeit dürsteten. Und Rhett? Der hatte gute Chancen, das nächste Familienmitglied zu werden. Wenn er dazu bereit war, seine Narben heilen zu lassen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[Das Licht der Vormittagssonne, das durch die halb geschlossenen Jalousien der großen Panoramafenster drang, malte perfekt parallele Streifen auf das dunkle Holz des Schreibtisches. Nur in dessen Mitte zog ein symmetrisches Rechteck aus Schatten beinahe unverzerrt die Konturen des großzügigen Bürosessels nach. Eine Handbewegung des Alphas deutete an, dass er soeben ein Dokument auf dem holographischen Bildschirm vor ihm zur Seite schob – Unterlagen für die nächste Mission, die auf ihre abschließende Planung wartete. Für Ryan war der durchsichtige Desktop jetzt nur noch an einer Taskleiste und einzelnen, an der Seite angeordneten Icons zu erkennen. Sein Gegenüber jedoch blickte auf nichts anderes als auf sein Gesicht. Modernste Technik, die es erlaubte, Holo-Screens wie einen Einwegspiegel zu nutzen. <br />
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Ryans Blick schob sich kurz nach oben, musterte einen Moment lang mit schief gelegtem Kopf den blonden Mann am anderen Ende des Tisches und senkte sich dann auf ein Tablet, das vor ihm lag. Rhett Kavanaghs Bewerbungsunterlagen hatte er auf das tragbare Pad gespielt. Ein weiteres technisches Hilfsmittel, weniger beeindruckend als der Holo-Screen, aber dafür umso handlicher. Der Alpha scrollte flüchtig durch ein mehrseitiges Dokument, als hätte er die Unterlagen nicht bereits eingängig studiert. Dann hob er den Blick erneut, ein schmales Lächeln auf seinen Lippen. Freundlich, aber noch distanziert. Prüfend.<br />
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<b>„Ein beeindruckender Lebenslauf. Beinahe makellos“</b>, gab Ryan zu. <b> „Bis auf die Tatsache, dass du von deinem Schwarm verstoßen wurdest. Erzähl mir davon.“</b><br />
Ein Gestaltwandler, der von seiner Gemeinschaft ausgeschlossen wurde, war immer ein Grund, aufmerksam zu werden. Aus diesem Grund kannte Ryan die Geschichte bereits in allen ihren Details. Er hatte Avery damit beauftragt, jene Hintergrundinformationen ans Licht zu führen, an die man ohne einen talentierten Hacker nicht herankam. Er wusste also, was vorgefallen war, kannte den Vorwurf, der Rhett durch seinen eigenen Vater gemacht worden war. Doch er wollte es von ihm selbst hören. Sah er es als Verfehlung? Oder würde er dasselbe wieder tun?<br />
<br />
Vor rund einer Woche hatte er den Falkenwandler kennengelernt. Ein klassisches Vorstellungsgespräch – zumindest so klassisch, wie Vorstellungsgespräche bei der CrescentProwler Söldnereinheit eben waren. Erst kurz zuvor hatte Ryan mit Lynn das erste neue Mitglied im Rudel begrüßen dürfen, seit er an dessen Spitze stand. Er hätte nicht damit gerechnet, dass so bald schon das nächste folgen könnte. Doch Rhett brachte scheinbar so ziemlich alles mit, was man sich von einem guten Söldner wünschen konnte. Seine Fähigkeiten hatte er bereits bei den Eignungstests unter Beweis gestellt. Seine Disziplin war bemerkenswert, seine Gesundheit anstandslos – Bis auf dieses eine Laster, von dem Ryan, allein für den Falken, hoffte, dass er es von selbst aufgeben würde. Und das psychologische Gutachten entsprach dem, was man von einem Söldner erwartete. Vernarbt, so nannte der Alpha es gern. Personen mit einer Vergangenheit, die nicht nur aus Einhörnern und Regenbogen bestand. Fast jeder Söldner von außerhalb hatte eine solche Geschichte vorzuweisen. Rhett war also keine Ausnahme. Nur das dessen Geschichte Ryan ein klein wenig an seine eigene erinnerte. Sicher, Sancho mochte im Vergleich zu Eli Kavanagh wie der nette Onkel von nebenan wirken. Wenn auch nur aus dem Grund, dass sein Vater kein größenwahnsinniger Psychopath war. Aber Strenge, Härte und eiserne Disziplin hatten auch Ryans Jugend geprägt.<br />
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CrescentProwler verstand sich darauf, diesen Geschichten eine neue Wendung zu verleihen. Die Söldnereinheit war wie ein Ort der Ankunft für rastlose Seelen, das Rudel ein Zuhause für jene, die nach Zugehörigkeit dürsteten. Und Rhett? Der hatte gute Chancen, das nächste Familienmitglied zu werden. Wenn er dazu bereit war, seine Narben heilen zu lassen.]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[dr. jekyll meets ms. hyde]]></title>
			<link>https://claws.stories-untold.de/showthread.php?tid=482</link>
			<pubDate>Sun, 20 Jul 2025 14:13:59 +0000</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://claws.stories-untold.de/member.php?action=profile&uid=78">Briar Blackbeak</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://claws.stories-untold.de/showthread.php?tid=482</guid>
			<description><![CDATA[<center><div style="width: 400px;"><div style="text-align: center;"><link href='https://fonts.googleapis.com/css?family=Over+the+Rainbow' rel='stylesheet' type='text/css'><div align="justify"><font style="font-family: 'Over the Rainbow', cursive; font-size: 30px; text-transform: letter-spacing: 2px; line-height: 26px;">but there's a demon inside</font></div><div align="justify"><font style="font-family: Calibri; font-size: 8px; text-transform: uppercase; letter-spacing: 1px; line-height: 6px; blockquote;">There′s just so much goddamn weight on my shoulders All I′m trying to do is live my motherfuckin' life Supposed to be happy, but I′m only getting colder Wear a smile on my face, but there's a demon inside</font></div></div></center><br />
Briars schwere Schritte - so schwer die Schritte einer Medialen von knapp fünfzig Kilogramm Kampfgewicht eben sein konnten - hallten von den Wänden des Flurs wieder, als sie aufgebracht den Gang entlang stürmte. Sie war wütend. Nein. Wütend traf ihren emotionalen Zustand nicht einmal im Ansatz. Sie war … was waren Steigerungen für wütend? Rasend? Nein … noch immer nicht das Richtige. Fuchsteufelswild? Fast … Sie wollte jemandem weh tun. Sehr. Sie wollte Blut sehen. Blut … Blutrausch.<br />
<br />
Ja. Sie war im Blutrausch! Das war es.<br />
<br />
Sie war im Blutrausch. Und jeder, der sich ihr in den Weg stellte, war seines eigenen Unglückes Schmied. Zumindest dann, wenn er ihr nicht schnell genug aus dem Weg ging, sodass sie mühelos vorbei stürmen konnte. <br />
<br />
<ina> “Verdammt Imogen …”</ina>, spie sie giftig aus. Wobei ihre Schwester selbstverständlich nichts für ihren derzeitigen Gemütszustand konnte. Nicht ganz zumindest. Denn sie war immerhin schuld an ihrer heutigen Frisur. Die <a href="https://i.pinimg.com/736x/08/92/86/089286717e3f8d84b15cea36f115bad1.jpg" target="blank"><b> » Zöpfe</b></a> hatten im Spiegel wunderbar ausgesehen. Vor allem mit ihrem rotblonden, vollen Haar, das ihr Gesicht endlich mal ein wenig professioneller einrahmte als der chaotische Dutt auf dem Scheitel, den sie sich morgens frisierte. Imogen hatte mitten in der Nacht ein Tutorial gesehen und war - gefühlt - direkt im Anschluss zu Briars Hütte gekommen. Im Halbschlaf hatte sie sich nicht wirklich dagegen gewehrt. Jetzt jedoch … Sie griff mit ihren Fingern in die geflochtenen Stränge und kratzte an ihrer Kopfhaut. Hatten die Zöpfe denn wirklich <i>so</i> fest sein müssen? <br />
Wenn sie es nicht besser gewusst hätte, würde die Mediale behaupten, dass Imogen an ihrer älteren Schwester Frisurentypen ausprobierte, die auch ein integriertes Facelift beinhalteten. Ihr gesamter Skalp spannte. <br />
<br />
Okay, vielleicht hatte Imogens Überfall doch zu ihrer Laune beigetragen. Ein wenig. <br />
<br />
Ihr weißer Laborkittel schlug ihr um die Beine, die in einer engen, löchrigen Jeans steckten und das weite, ausgewaschene Bandshirt einer von Mitchells liebsten Bands umwaberte ihre Gestalt. Es sah ein wenig unförmig aus, doch heute war einer dieser Tage, an denen sie einfach das Gefühl einer durchgehenden Umarmung brauchte. Und Mitchells alte Shirts wirkten da manchmal echte Wunder. <br />
<br />
Zumindest, wenn man sich aus ihrem Labor raushielt und ihre Ordnung nicht kompromittierte! Wie oft hatte sie schon gesagt, dass sie ihr Labor selbst reinigen würde? Mit wie vielen neuen Reinigungskräften hatte sie diesen Krieg immer wieder von Neuem begonnen? <br />
Verschwendete Ressourcen! Sie hätte in dieser Zeit auch an einem ihrer Prototypen arbeiten können, doch stattdessen musste sie wieder nach den Verantwortlichen suchen und … Briar hielt inne. Als hätte sie die Fersen in die Erde geschlagen, verklangen die hallenden Schritte – und mit einem Mal war es still ... Während es in ihrem Kopf jedoch sehr laut war.<br />
<br />
Wieso eigentlich den Verantwortlichen suchen und nicht denjenigen, der die Verantwortung für den Verantwortlichen hatte?<br />
<br />
Auf den Hacken vollführte sie eine anmutigere Drehung, als sie selbst für möglich gehalten hätte, und stürmte auf das Treppenhaus zu. Der Fahrstuhl brauchte zu dieser Uhrzeit immer Ewigkeiten und sie hatte keine Zeit. <br />
<br />
Wie das irre, weiße Kaninchen aus Alice im Wunderland eilte sie die Treppen hinunter und erreichte das gewünschte Stockwerk in Windeseile. Doch als sie ihren Zugangscode in das Bedienfeld eingab und ihre Handfläche auf den Scanner legte, um eingelassen zu werden, öffnete sich die Tür mit einem leisen <i>wusch</i> und ein Rücken versperrte ihr den Weg weiter. <br />
<br />
<ina> “Hey … Das ist ein Notausgang.”</ina>, blaffte sie und ohne dem Mann Zeit zu geben, sich auch nur in ihre Richtung zu drehen, hatte sie ihn auch schon zur Seite geschubst … versuchte ihn zur Seite zu schubsen. Versuchte … es … wirklich.  <ina> “Hey, du da oben. Bist du taub?”</ina><br />
<br />
Ungeduld stand ihr heute auf die Stirn geschrieben und sie wollte noch immer Blut sehen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<center><div style="width: 400px;"><div style="text-align: center;"><link href='https://fonts.googleapis.com/css?family=Over+the+Rainbow' rel='stylesheet' type='text/css'><div align="justify"><font style="font-family: 'Over the Rainbow', cursive; font-size: 30px; text-transform: letter-spacing: 2px; line-height: 26px;">but there's a demon inside</font></div><div align="justify"><font style="font-family: Calibri; font-size: 8px; text-transform: uppercase; letter-spacing: 1px; line-height: 6px; blockquote;">There′s just so much goddamn weight on my shoulders All I′m trying to do is live my motherfuckin' life Supposed to be happy, but I′m only getting colder Wear a smile on my face, but there's a demon inside</font></div></div></center><br />
Briars schwere Schritte - so schwer die Schritte einer Medialen von knapp fünfzig Kilogramm Kampfgewicht eben sein konnten - hallten von den Wänden des Flurs wieder, als sie aufgebracht den Gang entlang stürmte. Sie war wütend. Nein. Wütend traf ihren emotionalen Zustand nicht einmal im Ansatz. Sie war … was waren Steigerungen für wütend? Rasend? Nein … noch immer nicht das Richtige. Fuchsteufelswild? Fast … Sie wollte jemandem weh tun. Sehr. Sie wollte Blut sehen. Blut … Blutrausch.<br />
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Ja. Sie war im Blutrausch! Das war es.<br />
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Sie war im Blutrausch. Und jeder, der sich ihr in den Weg stellte, war seines eigenen Unglückes Schmied. Zumindest dann, wenn er ihr nicht schnell genug aus dem Weg ging, sodass sie mühelos vorbei stürmen konnte. <br />
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<ina> “Verdammt Imogen …”</ina>, spie sie giftig aus. Wobei ihre Schwester selbstverständlich nichts für ihren derzeitigen Gemütszustand konnte. Nicht ganz zumindest. Denn sie war immerhin schuld an ihrer heutigen Frisur. Die <a href="https://i.pinimg.com/736x/08/92/86/089286717e3f8d84b15cea36f115bad1.jpg" target="blank"><b> » Zöpfe</b></a> hatten im Spiegel wunderbar ausgesehen. Vor allem mit ihrem rotblonden, vollen Haar, das ihr Gesicht endlich mal ein wenig professioneller einrahmte als der chaotische Dutt auf dem Scheitel, den sie sich morgens frisierte. Imogen hatte mitten in der Nacht ein Tutorial gesehen und war - gefühlt - direkt im Anschluss zu Briars Hütte gekommen. Im Halbschlaf hatte sie sich nicht wirklich dagegen gewehrt. Jetzt jedoch … Sie griff mit ihren Fingern in die geflochtenen Stränge und kratzte an ihrer Kopfhaut. Hatten die Zöpfe denn wirklich <i>so</i> fest sein müssen? <br />
Wenn sie es nicht besser gewusst hätte, würde die Mediale behaupten, dass Imogen an ihrer älteren Schwester Frisurentypen ausprobierte, die auch ein integriertes Facelift beinhalteten. Ihr gesamter Skalp spannte. <br />
<br />
Okay, vielleicht hatte Imogens Überfall doch zu ihrer Laune beigetragen. Ein wenig. <br />
<br />
Ihr weißer Laborkittel schlug ihr um die Beine, die in einer engen, löchrigen Jeans steckten und das weite, ausgewaschene Bandshirt einer von Mitchells liebsten Bands umwaberte ihre Gestalt. Es sah ein wenig unförmig aus, doch heute war einer dieser Tage, an denen sie einfach das Gefühl einer durchgehenden Umarmung brauchte. Und Mitchells alte Shirts wirkten da manchmal echte Wunder. <br />
<br />
Zumindest, wenn man sich aus ihrem Labor raushielt und ihre Ordnung nicht kompromittierte! Wie oft hatte sie schon gesagt, dass sie ihr Labor selbst reinigen würde? Mit wie vielen neuen Reinigungskräften hatte sie diesen Krieg immer wieder von Neuem begonnen? <br />
Verschwendete Ressourcen! Sie hätte in dieser Zeit auch an einem ihrer Prototypen arbeiten können, doch stattdessen musste sie wieder nach den Verantwortlichen suchen und … Briar hielt inne. Als hätte sie die Fersen in die Erde geschlagen, verklangen die hallenden Schritte – und mit einem Mal war es still ... Während es in ihrem Kopf jedoch sehr laut war.<br />
<br />
Wieso eigentlich den Verantwortlichen suchen und nicht denjenigen, der die Verantwortung für den Verantwortlichen hatte?<br />
<br />
Auf den Hacken vollführte sie eine anmutigere Drehung, als sie selbst für möglich gehalten hätte, und stürmte auf das Treppenhaus zu. Der Fahrstuhl brauchte zu dieser Uhrzeit immer Ewigkeiten und sie hatte keine Zeit. <br />
<br />
Wie das irre, weiße Kaninchen aus Alice im Wunderland eilte sie die Treppen hinunter und erreichte das gewünschte Stockwerk in Windeseile. Doch als sie ihren Zugangscode in das Bedienfeld eingab und ihre Handfläche auf den Scanner legte, um eingelassen zu werden, öffnete sich die Tür mit einem leisen <i>wusch</i> und ein Rücken versperrte ihr den Weg weiter. <br />
<br />
<ina> “Hey … Das ist ein Notausgang.”</ina>, blaffte sie und ohne dem Mann Zeit zu geben, sich auch nur in ihre Richtung zu drehen, hatte sie ihn auch schon zur Seite geschubst … versuchte ihn zur Seite zu schubsen. Versuchte … es … wirklich.  <ina> “Hey, du da oben. Bist du taub?”</ina><br />
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Ungeduld stand ihr heute auf die Stirn geschrieben und sie wollte noch immer Blut sehen.]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[against a dark sky all flowers look like fireworks]]></title>
			<link>https://claws.stories-untold.de/showthread.php?tid=472</link>
			<pubDate>Mon, 16 Jun 2025 13:26:49 +0000</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://claws.stories-untold.de/member.php?action=profile&uid=121">Kieran Darcy</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://claws.stories-untold.de/showthread.php?tid=472</guid>
			<description><![CDATA[Zwei Tage war es her, dass er seinen besten Freund aus den Untiefen des tschechischen Forschungsinstituts gezogen hatte. Zwei Tage waren eine lange Zeit, wenn man darauf wartete, dass sein Bro endlich aus der Krankenstation entlassen wurde. Vielleicht sah man es Kieran an. Seine Schritte waren weniger beschwingt als sonst, seine Miene ein paar Nuancen dunkler. Auch, wenn er sich allergrößte Mühe gab, nichts davon nach außen dringen zu lassen. Immerhin war Ruben wach. Er war ansprechbar. Und ärgerte sich sogar darüber, dass er in einem Krankenbett versauern musste. Aber ganz der Alte war er noch nicht. <br />
Für Kieran war diese Einsicht ein herber Faustschlag der Realität. Dass das Schicksal manchmal eine miese Bitch sein konnte, wussten sie alle. Aber dass es ausgerechnet Rübli getroffen hatte, glich einem persönlichen Affront, den Kieran nicht so einfach verzeihen konnte. Blöd nur, dass man sich am Schicksal so schlecht rächen konnte!<br />
<br />
Was man allerdings tun konnte war, ihm den Mittelfinger zu zeigen. Und das tat Kieran heute laut und deutlich. Mit einem T-Shirt, bedruckt mit einem Foto von Aristos, der genau diese Geste mit seinem ari-typischen Leck-mich-am-Arsch-Charme präsentierte. Vielleicht nicht die beste Kleiderwahl, wenn man zu einer der sanftesten Seelen unterwegs war, die CrescentProwler zu bieten hatte – Doch dafür war das Grinsen auf Kierans Gesicht umso breiter. Als wüsste er schon jetzt, dass ihm die Gesellschaft des kleinen Hörnchens gut tun würde. <br />
<br />
Der Duft von Planzen und Erde drang ihm bereits durch die geschlossene Tür in die Nase, als er die letzte Abzweigung vor Youngboks heiligen Gewächshallen – oder wie auch immer er diesen Raum nannte – nahm. Die Witterung des Hörnchenwandlers war ein perfektes Match mit dieser Umgebung, gut getarnt und dennoch – wer ihn kannte nahm die verräterischen Nuancen süßer Nüsse sofort wahr. Kierans Hand wanderte in die Hosentasche, prüfte noch einmal den Sitz der einfachen Schleife, die er um sein besonderes, kleines Mitbringsel gewickelt hatte, und klopfte an die Tür.<br />
<br />
Es wäre nicht nötig gewesen. Das aufmerksame Hörnchen hatte seine Anwesenheit sicher längst bemerkt. Es war vielmehr ein Akt der Höflichkeit. Einem unterwürfigen Mitglied würde Kieran niemals uneingeladen auf die Pelle rücken. Generell gab es nur wenige Türen, die er einfach so einrannte. Rubens war eine davon, aber – nun ja. Schicksal und so.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[Zwei Tage war es her, dass er seinen besten Freund aus den Untiefen des tschechischen Forschungsinstituts gezogen hatte. Zwei Tage waren eine lange Zeit, wenn man darauf wartete, dass sein Bro endlich aus der Krankenstation entlassen wurde. Vielleicht sah man es Kieran an. Seine Schritte waren weniger beschwingt als sonst, seine Miene ein paar Nuancen dunkler. Auch, wenn er sich allergrößte Mühe gab, nichts davon nach außen dringen zu lassen. Immerhin war Ruben wach. Er war ansprechbar. Und ärgerte sich sogar darüber, dass er in einem Krankenbett versauern musste. Aber ganz der Alte war er noch nicht. <br />
Für Kieran war diese Einsicht ein herber Faustschlag der Realität. Dass das Schicksal manchmal eine miese Bitch sein konnte, wussten sie alle. Aber dass es ausgerechnet Rübli getroffen hatte, glich einem persönlichen Affront, den Kieran nicht so einfach verzeihen konnte. Blöd nur, dass man sich am Schicksal so schlecht rächen konnte!<br />
<br />
Was man allerdings tun konnte war, ihm den Mittelfinger zu zeigen. Und das tat Kieran heute laut und deutlich. Mit einem T-Shirt, bedruckt mit einem Foto von Aristos, der genau diese Geste mit seinem ari-typischen Leck-mich-am-Arsch-Charme präsentierte. Vielleicht nicht die beste Kleiderwahl, wenn man zu einer der sanftesten Seelen unterwegs war, die CrescentProwler zu bieten hatte – Doch dafür war das Grinsen auf Kierans Gesicht umso breiter. Als wüsste er schon jetzt, dass ihm die Gesellschaft des kleinen Hörnchens gut tun würde. <br />
<br />
Der Duft von Planzen und Erde drang ihm bereits durch die geschlossene Tür in die Nase, als er die letzte Abzweigung vor Youngboks heiligen Gewächshallen – oder wie auch immer er diesen Raum nannte – nahm. Die Witterung des Hörnchenwandlers war ein perfektes Match mit dieser Umgebung, gut getarnt und dennoch – wer ihn kannte nahm die verräterischen Nuancen süßer Nüsse sofort wahr. Kierans Hand wanderte in die Hosentasche, prüfte noch einmal den Sitz der einfachen Schleife, die er um sein besonderes, kleines Mitbringsel gewickelt hatte, und klopfte an die Tür.<br />
<br />
Es wäre nicht nötig gewesen. Das aufmerksame Hörnchen hatte seine Anwesenheit sicher längst bemerkt. Es war vielmehr ein Akt der Höflichkeit. Einem unterwürfigen Mitglied würde Kieran niemals uneingeladen auf die Pelle rücken. Generell gab es nur wenige Türen, die er einfach so einrannte. Rubens war eine davon, aber – nun ja. Schicksal und so.]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Savior of the shining sun of plants]]></title>
			<link>https://claws.stories-untold.de/showthread.php?tid=468</link>
			<pubDate>Mon, 09 Jun 2025 18:48:23 +0000</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://claws.stories-untold.de/member.php?action=profile&uid=75">Keenan Higgins</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://claws.stories-untold.de/showthread.php?tid=468</guid>
			<description><![CDATA[Keenan hatte zugesagt, dass er sich dem kleinen Problem annimmt. Also war er nun auf dem Weg. Ein bisschen verspätet, da er unbedingt noch ein anderes Problem zu lösen hatte. Die Aufgaben, die Avery ihm hinterlassen hatten, waren wirklich kniffelig und er wollte nicht immer nachfragen. Immerhin befand sich das Hörnchen und die Falkin auf Reisen durch die Welt. Sie hatten es sich verdient, aber Keenan war doch ein wenig frustriert darüber. Wollte er doch die beste Hackerin seiner Welt hier behalten, damit er von ihr was lernen konnte. So ganz tief in sich drinnen. Jap. Aber stattdessen hatte er sie ziehen lassen, aber nur, wenn sie ihm von überall auf der Welt, wo sie waren, ein Foto machten und schickten. Außerdem quetschte er sie ständig in den Calls aus, die sie noch hatten. Nicht mehr so regelmäßig wie zu Beginn ihrer Reise, aber immer noch regelmäßig. Doch heute wollte er sie nicht stören, daher hatte er sich in dem System ein klein wenig verrannt. Hey, kein Hacker ist vom Himmel gefallen und die Testsysteme zum Üben waren verdammt Listig!<br />
<br />
Mit seinem Pad in der Hand, in der anderen ein Energydrink um ja Wach zu bleiben, trat er durch die Gänge um zu einem anderen Hörnchen zu gelangen. Dem, dem er zugesagt hatte, vorbeizukommen. Was genau er vorzufinden vermochte, wusste Keenan nicht. Es hieß nur, ob er Zeit hätte, sich die Lampen der Pflanzen anzuschauen, etwas stimmte nicht. Es war mal wieder was anderes, die Technik an sich zu Pflegen und zu hegen, als die vielen Daten darin. Immerhin hatten der unterwürfige Wolf so bei CPSecurity angefangen, in dem er PCs zusammen gebaut hatte. Jap und heute versuchte er Sicherheitslücken ausfindig zu machen. Am Tage, Jap doch bei Nacht. Keenan grinste bei dem Gedanken und wendete in einen anderen Tunnel ab, ehe er vor der Tür stehen blieb, dessen Ziel er nun vorstand. Sein Klopfen war Rhythmisch, zuvor er den Drink in die Hand nahm, in dem er das Pad hatte, um die Freie Hand für die Tür zur Verfügung hatte. Umständlich aber egal, und wenn Youngbok fragen würde, wer da war,... Keenan kicherte. Er würde antworten, <span style="font-style: italic;" class="mycode_i">der Schrecken, der die Nacht durchflattert!</span> <br />
Über sich selber lachend, schob er die Brille wieder auf die Nase und wartete, ob ihm die Tür einfach so aufgemacht wurde. Ein weiterer Gedanke raste durch seinen Kopf, den er grinsend vorstehen ließ und wenn jemand ihn so sah, würde er nur mit dem Kopf schüttelnd. Keenan lachte gerne, viel und meist hatte er auch kein Problem damit, dies alleine zu tun. Noch ehe er den Gedanken greifen konnte war er schon wieder verloren da er nun lauschte, wie sich jemand nährte.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[Keenan hatte zugesagt, dass er sich dem kleinen Problem annimmt. Also war er nun auf dem Weg. Ein bisschen verspätet, da er unbedingt noch ein anderes Problem zu lösen hatte. Die Aufgaben, die Avery ihm hinterlassen hatten, waren wirklich kniffelig und er wollte nicht immer nachfragen. Immerhin befand sich das Hörnchen und die Falkin auf Reisen durch die Welt. Sie hatten es sich verdient, aber Keenan war doch ein wenig frustriert darüber. Wollte er doch die beste Hackerin seiner Welt hier behalten, damit er von ihr was lernen konnte. So ganz tief in sich drinnen. Jap. Aber stattdessen hatte er sie ziehen lassen, aber nur, wenn sie ihm von überall auf der Welt, wo sie waren, ein Foto machten und schickten. Außerdem quetschte er sie ständig in den Calls aus, die sie noch hatten. Nicht mehr so regelmäßig wie zu Beginn ihrer Reise, aber immer noch regelmäßig. Doch heute wollte er sie nicht stören, daher hatte er sich in dem System ein klein wenig verrannt. Hey, kein Hacker ist vom Himmel gefallen und die Testsysteme zum Üben waren verdammt Listig!<br />
<br />
Mit seinem Pad in der Hand, in der anderen ein Energydrink um ja Wach zu bleiben, trat er durch die Gänge um zu einem anderen Hörnchen zu gelangen. Dem, dem er zugesagt hatte, vorbeizukommen. Was genau er vorzufinden vermochte, wusste Keenan nicht. Es hieß nur, ob er Zeit hätte, sich die Lampen der Pflanzen anzuschauen, etwas stimmte nicht. Es war mal wieder was anderes, die Technik an sich zu Pflegen und zu hegen, als die vielen Daten darin. Immerhin hatten der unterwürfige Wolf so bei CPSecurity angefangen, in dem er PCs zusammen gebaut hatte. Jap und heute versuchte er Sicherheitslücken ausfindig zu machen. Am Tage, Jap doch bei Nacht. Keenan grinste bei dem Gedanken und wendete in einen anderen Tunnel ab, ehe er vor der Tür stehen blieb, dessen Ziel er nun vorstand. Sein Klopfen war Rhythmisch, zuvor er den Drink in die Hand nahm, in dem er das Pad hatte, um die Freie Hand für die Tür zur Verfügung hatte. Umständlich aber egal, und wenn Youngbok fragen würde, wer da war,... Keenan kicherte. Er würde antworten, <span style="font-style: italic;" class="mycode_i">der Schrecken, der die Nacht durchflattert!</span> <br />
Über sich selber lachend, schob er die Brille wieder auf die Nase und wartete, ob ihm die Tür einfach so aufgemacht wurde. Ein weiterer Gedanke raste durch seinen Kopf, den er grinsend vorstehen ließ und wenn jemand ihn so sah, würde er nur mit dem Kopf schüttelnd. Keenan lachte gerne, viel und meist hatte er auch kein Problem damit, dies alleine zu tun. Noch ehe er den Gedanken greifen konnte war er schon wieder verloren da er nun lauschte, wie sich jemand nährte.]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Va te faire foutre]]></title>
			<link>https://claws.stories-untold.de/showthread.php?tid=458</link>
			<pubDate>Tue, 20 May 2025 13:28:33 +0000</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://claws.stories-untold.de/member.php?action=profile&uid=62">Dana Mabrouk</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://claws.stories-untold.de/showthread.php?tid=458</guid>
			<description><![CDATA[Es waren noch nicht genug Tage seit der Operation vergangen, jedenfalls nicht für Dana. Ihre Aktion hatte bereits die Runde gemacht und während sich Avery mit Alisha in den Laken wälzte oder was auch immer die beiden davon abhielt, sich in den Gemeinschaftsräumen der Höhle zu zeigen, musste sich die Soldatin einigen neugierigen Blicken stellen. Ihr Fernbleiben beim Training schürte die Gerüchteküche, doch sie hatte noch keine Lust alles an die große Glocke zu hängen, Ryan hatte ganz sicher all die informiert, die es zu interessieren hatte. Viel eher hätte sie Lust ihren Frust an Morgan auszulassen, doch es war kaum möglich sich wieder für einen ganzen Nachmittag wegzuschleichen, wie sie es noch vor Wochen getan hatten. Nein, sie musste da jetzt durch. Und ihren Dienst im Kindergarten absitzen, was an und für sich nun wirklich keine Strafe war. Sie liebte die kleinen Rabauken!<br />
Aber die größeren Rabauken waren ihr doch mehr ans Herz gewachsen und sie bildete sich gerne ein, vermissten sie. Die Rekruten waren in guten Händen, klar, aber es waren eben nicht ihre Hände.<br />
<br />
Dana schnaufte genervt und klebte den Ausdruck der verhassten Fresse des Chefs von Povstat an eine der hölzernen Übungsscheiben. Und auch wenn es ihr in den Fingern juckte, dieses mit ihrer heißgeliebten Sniper in unzähligen Einzelteile zu verschießen, hatte sie sich heute etwas anderes ausgesucht um sich zu quälen. Messer. Eigentlich eher das Gebiet des blonden Muskelprotzes und nicht ihres, aber wenn sie nochmal in Verkleidung in so eine Mission geschickt wurde, wollte sie mehr zur Verteidigung dabei haben als Stöckelschuhe und ein Klemmbrett. <br />
<ina>“Putain!”</ina> Fluchte sie laut auf ihrer neuen Lieblingssprache, als das Messer zwar grob das Holzbrett traf, aber ganz am Ende und sich dann sogar wagte, mit einem kläglichen Wackeln herauszurutschen und auf den Boden zu plumpsen. Entweder sie warf zu fest und meilenweit daneben, oder sie traf so halbwegs, doch viel zu sanft. Den Mund verzogen, die Augen zweifelnd in den Himmel gerichtet, fragte sich Dana ernsthaft, ob sie nicht einfach abbrechen sollte. <br />
<br />
Aber aufgeben war nicht wirklich ihre Art, selbst an Tagen an denen alles schiefging und ihr Ärger auf sich selbst, ihr so einen deutlichen Strich durch die Rechnung machte. Also holte sie das Messer zurück und stellte sich erneut auf, ging in Gedanken die Anmerkungen durch von all den anderen im Rudel, die sich deutlich geschickter anstellten. Und sie versuchte sich zu entspannen, damit ihre Wut ihr nicht wieder die Zielgenauigkeit vermasselte.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[Es waren noch nicht genug Tage seit der Operation vergangen, jedenfalls nicht für Dana. Ihre Aktion hatte bereits die Runde gemacht und während sich Avery mit Alisha in den Laken wälzte oder was auch immer die beiden davon abhielt, sich in den Gemeinschaftsräumen der Höhle zu zeigen, musste sich die Soldatin einigen neugierigen Blicken stellen. Ihr Fernbleiben beim Training schürte die Gerüchteküche, doch sie hatte noch keine Lust alles an die große Glocke zu hängen, Ryan hatte ganz sicher all die informiert, die es zu interessieren hatte. Viel eher hätte sie Lust ihren Frust an Morgan auszulassen, doch es war kaum möglich sich wieder für einen ganzen Nachmittag wegzuschleichen, wie sie es noch vor Wochen getan hatten. Nein, sie musste da jetzt durch. Und ihren Dienst im Kindergarten absitzen, was an und für sich nun wirklich keine Strafe war. Sie liebte die kleinen Rabauken!<br />
Aber die größeren Rabauken waren ihr doch mehr ans Herz gewachsen und sie bildete sich gerne ein, vermissten sie. Die Rekruten waren in guten Händen, klar, aber es waren eben nicht ihre Hände.<br />
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Dana schnaufte genervt und klebte den Ausdruck der verhassten Fresse des Chefs von Povstat an eine der hölzernen Übungsscheiben. Und auch wenn es ihr in den Fingern juckte, dieses mit ihrer heißgeliebten Sniper in unzähligen Einzelteile zu verschießen, hatte sie sich heute etwas anderes ausgesucht um sich zu quälen. Messer. Eigentlich eher das Gebiet des blonden Muskelprotzes und nicht ihres, aber wenn sie nochmal in Verkleidung in so eine Mission geschickt wurde, wollte sie mehr zur Verteidigung dabei haben als Stöckelschuhe und ein Klemmbrett. <br />
<ina>“Putain!”</ina> Fluchte sie laut auf ihrer neuen Lieblingssprache, als das Messer zwar grob das Holzbrett traf, aber ganz am Ende und sich dann sogar wagte, mit einem kläglichen Wackeln herauszurutschen und auf den Boden zu plumpsen. Entweder sie warf zu fest und meilenweit daneben, oder sie traf so halbwegs, doch viel zu sanft. Den Mund verzogen, die Augen zweifelnd in den Himmel gerichtet, fragte sich Dana ernsthaft, ob sie nicht einfach abbrechen sollte. <br />
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Aber aufgeben war nicht wirklich ihre Art, selbst an Tagen an denen alles schiefging und ihr Ärger auf sich selbst, ihr so einen deutlichen Strich durch die Rechnung machte. Also holte sie das Messer zurück und stellte sich erneut auf, ging in Gedanken die Anmerkungen durch von all den anderen im Rudel, die sich deutlich geschickter anstellten. Und sie versuchte sich zu entspannen, damit ihre Wut ihr nicht wieder die Zielgenauigkeit vermasselte.]]></content:encoded>
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