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		<title><![CDATA[claws & fangs - ShadowRock Archiv]]></title>
		<link>https://claws.stories-untold.de/</link>
		<description><![CDATA[claws & fangs - https://claws.stories-untold.de]]></description>
		<pubDate>Mon, 13 Apr 2026 07:50:21 +0000</pubDate>
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		<item>
			<title><![CDATA[What you say never happened ... never]]></title>
			<link>https://claws.stories-untold.de/showthread.php?tid=514</link>
			<pubDate>Mon, 13 Oct 2025 20:02:50 +0000</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://claws.stories-untold.de/member.php?action=profile&uid=117">Samantha McLeod</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://claws.stories-untold.de/showthread.php?tid=514</guid>
			<description><![CDATA[<center><div style="width: 500px; margin-top: 50px;"><div style="text-align: center;"><link href="https://fonts.googleapis.com/css2?family=Ruluko&display=swap" rel='stylesheet' type='text/css'><div align="right"><font style="font-family: 'Ruluko', cursive; font-size: 35px; text-transform: text-transform: letter-spacing: 2px; line-height: 25px; font-style: ;"> really, I can't remember anything!</font></div></div></center> <br />
<br />
Wummernde Bässe. Der Geruch von Schweiß und Alkohol mischte sich in der Luft. Ihr Blut rauschte in den Venen, kämpfte gegen das Gift an, welches sie sich so bereitwillig zu flößte. Der Abend war noch jung, er wollte erobert werden, bestiegen, besiegt, bis die Sonne auftauchte und nicht nur die Nacht schlafen legte. Kim und Emi lachten, stießen mit weiteren Shots an. Bunte Farben wabberten umher, verschleierten kurz ihre Sicht.<br />
Warum nur bewegte sich der Boden so stark?<br />
Sie musste gegenlenken und tanzen.<br />
Die Bässe, sie fordern, lenkten, kitzelten.<br />
Sie konnte nicht anders, musste ihnen folgen. Auf die Tanzfläche.<br />
Das kleine Lokal war keine richtige Diskothek. Eigentlich war es ein Pub, das jedoch heute eine besondere Nacht feierte. Eine Nacht, in der es sich eine kleine Fläche freigeschaufelt hatte und nun alle sich im Rhythmus eines Liedes bewegten.<br />
<br />
Wie hatte sich Sam hierauf einlassen können und wie verdammt noch mal hatte sie über ihr Limit kommen können?<br />
Seit dem Studium hatte sie Alkohol abgeschworen.<br />
Naja nicht gänzlich, aber sie wusste, wo ihre grenzen waren. Heute? Hier?<br />
Ein entferntes <span style="font-style: italic;" class="mycode_i">wuhu</span> ließ sie lachen und ihre Hände in den Himmel recken.<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">“Wuhuuuu“</span> stieß sie aus, woraufhin Kim und Emi angerannt kamen. Weitere Shots in den Händen.<br />
Lachend drückten sie ihr einen in die Hand, stießen an und hinunter damit.<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">“Mädels, ihr seitdiepesten!“</span> lachte Sam und umarmte die Beiden um ihnen ein Kuss auf die Lippen zu drücken. <span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">“Uhhh tanzen!“</span> zog die dunkelhaare die beiden mit auf die Tanzfläche.<br />
<br />
<img src="https://i.pinimg.com/originals/a5/dc/82/a5dc825010cab3c189ec855583e2d0c2.gif" border="3" align="left"> Was war noch mal der Anlass gewesen? Geburtstag? Jubiläum des Pubs? Feier der Stadt?<br />
Wie viel hatte Sam eigentlich schon getrunken?<br />
Egal, wieder drehte sie sich, um sich, um die anderen, stieß mit jemandem zusammen, wiegte sich mit diesem zur Musik und drehte dann wieder zu den Mädels ab. Auch sie hatten bereits glasige Augen. Allerdings war ihre Kleider noch nicht zerrissen, wie das ihre. Ein wunderschönes rotes Kleid mit einem tiefen Ausschnitt, eines ihrer Ärmel war eingerissen und rutschte nun immer weiter hinab. Wieder drängte sich wer von hinten an, was Kim Schluss endlich mit einem finsteren Blick quittierte. “Sam vielleicht sollten wir besser langsam gehen.“ meldete sich Emi zu Wort. Sam wollte jedoch nichts davon wissen. Wieder drehte sie sich, blieb in Bewegung, in den Wellen der Songs. Wenn sie jetzt stehen bleiben würde, drohte sie, zu Boden zu stürzen.<br />
Ihre Bärin taumelte, brummte, packte sich an den Füßen und purzelte rücklings nach hinten.<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">“Nein Mädels, lasst uns noch hier blieben....!“</span> bat Samantha und jemand drückte ihr einen weiteren Drink in die Hand.<br />
<br />
Warte, wann war das passiert? Doch sie konnte den Gedanken nicht halten, rauschte an ihr vorbei und versank im Dunst des Alkohols. Also ließ sie sich von ihrem Spender weiter in die Masse führen. Eigentlich konnte sie viel vertragen. Nicht so viel wie andere Bären, aber mehr als es die normalen Vertrugen, doch heute... nunja. Vielleicht würde ihr Portemonnaie morgen mehr schmerzen als der Kopf, wobei sie sich da noch nicht ganz so sicher war. Immerhin bekam sie eine wirklich besondere gute Mischung spendiert. Von vielen verschiedene.<br />
Ein weiterer Gedanke flammte auf und erlosch wie Metaxa in den Flammen. Inzwischen hatte sie Kim und Emi aus den Augen verloren, war in einem Tanz mit irgendjemanden verwickelt, den sie nicht kannte, aber ihr ein Getränk ausgab. Sie trank, wiegte sich und dann war es ihr egal, wo ihre Freundinnen waren. Wo sie war. Wo sie sein würde, in einigen Stunden. Wobei, nein. Ihre Bärin hob verwirrt den Kopf, wiegte und versuchte sich aufrecht zu halten. Auch ihre Gedanken gerieten ins Straucheln. Ihr durfte nicht egal sein, wo sie in einigen Stunden sein würde. Das war etwas, was niemals geschehen durfte, weil … weil... Samantha lachte und drehte sich, dass ihr Kleid sich aufwallte und ihre dichten Haare sie wie ein Fächer umrahmten. Jemand schob sich von hinten an sie heran, seine Hände auf ihren Oberschenkeln. Eigentlich eine Situation, in der Sam sofort die Krallen ausgefahren hätte, aber im Rausch des Alkohols heizte es sie selber an. Ihre Hände auf den seinen, ließ sie diese hochfahren, gebieten ihm aber kurz-vor-knapp Einhalt. Mit einer schnellen Bewegung, wie sie Sam nur im Film gesehen hatte, fuhr sie herum, ihre Hand auf der Brust des Mannes, ihn nicht direkt anblickend aber ihre Augen schafften es, seinen Mund zu erfassen, ehe ihn frontal auf sich zukommen lassen ließ. Im Takt der Musik, wummernd. Warm. Heiß. Nicht nur sie drehte sich, auch der Raum. Doch ihr Lachen belebte ihre eigenen Ohren, nehmen dem Rauschen des Blutes.<br />
<br />
Das sich in der Zeit Emi ziemlich um Samantha sorgte, war ihr nicht bewusst. Sie hatte sie noch einmal mit ihrem Kommunikator hantieren sehen, ehe ihr Fokus wieder auf den Fremden vor sich gerichtet war. Sorgen erkannte sie bei Emi nicht. Der Blick auf ihrer Freundin in Rot, die ganz ihrer Natur dem Alkohol erlegen mit Männern tanzte, die definitiv viel zu schmierig waren, als dass sie auch nur in die nähe der Bärinnen gekommen wären. Doch je mehr Alkohol die Erzieherin bekam, desto mehr wurde ihr Urteil getrübt. Geblendet. Vollends ausgeschaltet. Höchste Zeit für die Freundinnen, den Clan zu kontaktieren.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<center><div style="width: 500px; margin-top: 50px;"><div style="text-align: center;"><link href="https://fonts.googleapis.com/css2?family=Ruluko&display=swap" rel='stylesheet' type='text/css'><div align="right"><font style="font-family: 'Ruluko', cursive; font-size: 35px; text-transform: text-transform: letter-spacing: 2px; line-height: 25px; font-style: ;"> really, I can't remember anything!</font></div></div></center> <br />
<br />
Wummernde Bässe. Der Geruch von Schweiß und Alkohol mischte sich in der Luft. Ihr Blut rauschte in den Venen, kämpfte gegen das Gift an, welches sie sich so bereitwillig zu flößte. Der Abend war noch jung, er wollte erobert werden, bestiegen, besiegt, bis die Sonne auftauchte und nicht nur die Nacht schlafen legte. Kim und Emi lachten, stießen mit weiteren Shots an. Bunte Farben wabberten umher, verschleierten kurz ihre Sicht.<br />
Warum nur bewegte sich der Boden so stark?<br />
Sie musste gegenlenken und tanzen.<br />
Die Bässe, sie fordern, lenkten, kitzelten.<br />
Sie konnte nicht anders, musste ihnen folgen. Auf die Tanzfläche.<br />
Das kleine Lokal war keine richtige Diskothek. Eigentlich war es ein Pub, das jedoch heute eine besondere Nacht feierte. Eine Nacht, in der es sich eine kleine Fläche freigeschaufelt hatte und nun alle sich im Rhythmus eines Liedes bewegten.<br />
<br />
Wie hatte sich Sam hierauf einlassen können und wie verdammt noch mal hatte sie über ihr Limit kommen können?<br />
Seit dem Studium hatte sie Alkohol abgeschworen.<br />
Naja nicht gänzlich, aber sie wusste, wo ihre grenzen waren. Heute? Hier?<br />
Ein entferntes <span style="font-style: italic;" class="mycode_i">wuhu</span> ließ sie lachen und ihre Hände in den Himmel recken.<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">“Wuhuuuu“</span> stieß sie aus, woraufhin Kim und Emi angerannt kamen. Weitere Shots in den Händen.<br />
Lachend drückten sie ihr einen in die Hand, stießen an und hinunter damit.<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">“Mädels, ihr seitdiepesten!“</span> lachte Sam und umarmte die Beiden um ihnen ein Kuss auf die Lippen zu drücken. <span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">“Uhhh tanzen!“</span> zog die dunkelhaare die beiden mit auf die Tanzfläche.<br />
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<img src="https://i.pinimg.com/originals/a5/dc/82/a5dc825010cab3c189ec855583e2d0c2.gif" border="3" align="left"> Was war noch mal der Anlass gewesen? Geburtstag? Jubiläum des Pubs? Feier der Stadt?<br />
Wie viel hatte Sam eigentlich schon getrunken?<br />
Egal, wieder drehte sie sich, um sich, um die anderen, stieß mit jemandem zusammen, wiegte sich mit diesem zur Musik und drehte dann wieder zu den Mädels ab. Auch sie hatten bereits glasige Augen. Allerdings war ihre Kleider noch nicht zerrissen, wie das ihre. Ein wunderschönes rotes Kleid mit einem tiefen Ausschnitt, eines ihrer Ärmel war eingerissen und rutschte nun immer weiter hinab. Wieder drängte sich wer von hinten an, was Kim Schluss endlich mit einem finsteren Blick quittierte. “Sam vielleicht sollten wir besser langsam gehen.“ meldete sich Emi zu Wort. Sam wollte jedoch nichts davon wissen. Wieder drehte sie sich, blieb in Bewegung, in den Wellen der Songs. Wenn sie jetzt stehen bleiben würde, drohte sie, zu Boden zu stürzen.<br />
Ihre Bärin taumelte, brummte, packte sich an den Füßen und purzelte rücklings nach hinten.<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">“Nein Mädels, lasst uns noch hier blieben....!“</span> bat Samantha und jemand drückte ihr einen weiteren Drink in die Hand.<br />
<br />
Warte, wann war das passiert? Doch sie konnte den Gedanken nicht halten, rauschte an ihr vorbei und versank im Dunst des Alkohols. Also ließ sie sich von ihrem Spender weiter in die Masse führen. Eigentlich konnte sie viel vertragen. Nicht so viel wie andere Bären, aber mehr als es die normalen Vertrugen, doch heute... nunja. Vielleicht würde ihr Portemonnaie morgen mehr schmerzen als der Kopf, wobei sie sich da noch nicht ganz so sicher war. Immerhin bekam sie eine wirklich besondere gute Mischung spendiert. Von vielen verschiedene.<br />
Ein weiterer Gedanke flammte auf und erlosch wie Metaxa in den Flammen. Inzwischen hatte sie Kim und Emi aus den Augen verloren, war in einem Tanz mit irgendjemanden verwickelt, den sie nicht kannte, aber ihr ein Getränk ausgab. Sie trank, wiegte sich und dann war es ihr egal, wo ihre Freundinnen waren. Wo sie war. Wo sie sein würde, in einigen Stunden. Wobei, nein. Ihre Bärin hob verwirrt den Kopf, wiegte und versuchte sich aufrecht zu halten. Auch ihre Gedanken gerieten ins Straucheln. Ihr durfte nicht egal sein, wo sie in einigen Stunden sein würde. Das war etwas, was niemals geschehen durfte, weil … weil... Samantha lachte und drehte sich, dass ihr Kleid sich aufwallte und ihre dichten Haare sie wie ein Fächer umrahmten. Jemand schob sich von hinten an sie heran, seine Hände auf ihren Oberschenkeln. Eigentlich eine Situation, in der Sam sofort die Krallen ausgefahren hätte, aber im Rausch des Alkohols heizte es sie selber an. Ihre Hände auf den seinen, ließ sie diese hochfahren, gebieten ihm aber kurz-vor-knapp Einhalt. Mit einer schnellen Bewegung, wie sie Sam nur im Film gesehen hatte, fuhr sie herum, ihre Hand auf der Brust des Mannes, ihn nicht direkt anblickend aber ihre Augen schafften es, seinen Mund zu erfassen, ehe ihn frontal auf sich zukommen lassen ließ. Im Takt der Musik, wummernd. Warm. Heiß. Nicht nur sie drehte sich, auch der Raum. Doch ihr Lachen belebte ihre eigenen Ohren, nehmen dem Rauschen des Blutes.<br />
<br />
Das sich in der Zeit Emi ziemlich um Samantha sorgte, war ihr nicht bewusst. Sie hatte sie noch einmal mit ihrem Kommunikator hantieren sehen, ehe ihr Fokus wieder auf den Fremden vor sich gerichtet war. Sorgen erkannte sie bei Emi nicht. Der Blick auf ihrer Freundin in Rot, die ganz ihrer Natur dem Alkohol erlegen mit Männern tanzte, die definitiv viel zu schmierig waren, als dass sie auch nur in die nähe der Bärinnen gekommen wären. Doch je mehr Alkohol die Erzieherin bekam, desto mehr wurde ihr Urteil getrübt. Geblendet. Vollends ausgeschaltet. Höchste Zeit für die Freundinnen, den Clan zu kontaktieren.]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[I'm back where I belong]]></title>
			<link>https://claws.stories-untold.de/showthread.php?tid=513</link>
			<pubDate>Sun, 12 Oct 2025 14:16:08 +0000</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://claws.stories-untold.de/member.php?action=profile&uid=128">Romeo Steen</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://claws.stories-untold.de/showthread.php?tid=513</guid>
			<description><![CDATA[<center><div style="width: 500px; margin-top: 50px;"><div style="text-align: center;"><link href='https://fonts.googleapis.com/css?family=Mrs+Saint+Delafield' rel='stylesheet' type='text/css'><div align="right"><font style="font-family: 'Mrs Saint Delafield', cursive; font-size: 45px; text-transform: text-transform: letter-spacing: 2px; line-height: 25px; font-style: ;"> I'm back where I belong</font></div></div><div style="width: 500px; border-bottom: 3px solid #A4A4A4;"></div><div align="justify"><font style="font-family: Calibri; font-size: 10px; text-transform: uppercase; letter-spacing: 1px; line-height: 10px; blockquote;"> yeah I never felt so strong</font><br><div align="right"><font style="font-family: Calibri; font-size: 12px; text-transform: uppercase; letter-spacing: 1px; line-height: 10px; align: blockquote;"><br>Romeo & Alasdair <a href="https://i.ebayimg.com/images/g/kJAAAOSwuClgfSNB/s-l400.jpg" target="_blank"><u>OUTFIT</u></a></a></div></div></div></font></center><br />
<br />
<br />
Wenn es eine Sache gab, in der sich Romeo und Alasdair einig waren, dann war das die Konkurrenz, die sich auf keinen Fall ins Whisky-Geschäft zu drängen hatte. Das Whisky-Geschäft stand Alasdair zu. Und zwar nur ihm. Und dabei wurde er von Romeo nicht nur unterstützt, sondern auch beschützt. Denn wenn es um Whisky ging, dann waren sie sich einig, dass dieses Getränk heilig war und niemand damit herum panschen durfte, wie es ihm beliebte. <br />
<br />
Das war aber auch schon alles, worin sie sich einig waren.<br />
<br />
Der Schotte unterschied sich von Romeo in einfach allem. Hautfarbe, Tattoos, Herkunft, Musikgeschmack und Kleidung – dieser Kerl verteidigte den Kilt als Kleidungsstück so vehement wie Romeo den Lowrider-Kult als Lebensart. Und selbst auf dem Spielfeld waren sie sich nicht immer im Regelwerk einig, was aber daran lag, dass Romeo daraus gerne mal ein Football-Spiel machte, nur um den Schotten zu ärgern. Begegnete man den beiden ungleichen Männern, erlag man schnell dem Glauben, dass sie sich spinnefeind waren. Doch das trog. Denn sie waren ein Clan. Und damit eine Familie. Und wenn irgendjemand Hand an Romeos Schotten legte, musste er damit rechnen, dass er sie ihm abbeißen würde. Nur um Alasdair danach wieder irgendeinen dreisten Spruch wegen des luftigen Rocks zu drücken, an dem dem Schotten so viel lag.<br />
<br />
Trotz der Sticheleien, mit denen sie sich gegenseitig aufzogen, war Romeo ruhiger geworden. Ihm selbst fiel das nicht einmal wirklich auf. Es gab immer noch jede Menge Momente, die ihn von Null auf Hundert brachten. Tief in seinem Innern lauerte eine Wut, die sich nie ganz besänftigen ließ. Und seine Wortwahl ließ nicht immer darauf schließen, dass er in Wahrheit ein gebildeter Mann war. Man musste mit ihm umgehen können, was einen Lernprozess erforderte, bei dem man sich trauen musste, etwas tiefer in Romeos persönlichen Abgrund zu blicken. Aber betrachtete man sich die Jahre seines Werdegangs, wurde einem schnell klar, dass Romeo sich gefunden hatte. Und das war auch der Grund, aus dem sie heute Abend freundschaftlich in die Bar namens 'Der königliche Beagle' gehen konnten. Die Bar hatte neu aufgemacht und warb mit dem besten Whisky der gesamten Region. Angeblich importierten sie ihn direkt aus Schottland. <br />
<br />
<jin>“Das lässt du dir doch nicht gefallen?“</jin>, hatte Romeo ihm die Werbebroschüre auf den Tisch geknallt und Alasdair vorwurfsvoll angesehen, während in seinen Augen der Schalk tanzte. <jin>“Die kriechen aus irgendeinem Loch und wollen dir deinen Titel streitig machen! Das schreit nach einem Drive-by!“</jin> Man musste nun hinzufügen, dass Romeo sich auch einige Jahre in der Lowriderszene aufgehalten und die Arbeit mit den gefährdeten Kids den ein oder anderen Begriff in ihm verankert hatte. Ein Drive-by-Shooting war also ein bewaffneter Anschlag aus einem fahrenden Auto heraus. Den schlug Romeo natürlich nicht vor. Was Romeo aber vorschlug, war, dass sie sich diese Bar ansehen sollten – und zwar genau! <br />
<br />
Eigentlich war es ja nur ein Vorwand, mal wieder so richtig die Sau raus zu lassen. Seit Romeo Stellvertreter geworden war, stand so viel Arbeit an, dass sie seinen Tag nahtlos füllte. Es blieb nicht mehr allzu viel Zeit für Albernheiten oder entspannte Trinkabende. Das war gut, denn es bändigte den Bären in ihm, der sich nie gänzlich besänftigen ließ. Aber es bedeutete auch, dass Romeo sich jetzt gerade viel zu entschlossen auf diese Gelegenheit stürzte. Er brauchte das, und seine Augen flehten Alasdair geradezu an, auf den Vorschlag einzugehen. <br />
<br />
<jin>“Wer zum Teufel nennt seine Bar 'Der königliche Beagle'!“</jin> Romeo hielt den taubenblauen Truck am Straßenrand vor der Bar und beugte sich etwas über das Lenkrad, um sich das Namensschild über der Markise anzusehen, die absichtlich auf altmodisch gemacht worden war. Die Sonne stand schon tief und warf bereits lange Schatten. Aus der großen Fensterfront der Bar drang erstes Licht und sie schien brechend voll zu sein. Jeder Parkplatz am Straßenrand war belegt. Doch das hielt Romeo nicht davon ab, dreist in zweiter Reihe zu parken. <jin>“Sollen sie mal versuchen, den Truck weg zu schieben!“</jin>, grinste er selbstbewusst. Immerhin war das alte Ding noch voll mit Metall und verstärkten Reifen. Er schaltete den Motor aus, drückte einen Knopf, der die Räder blockierte, und schnallte sich ab. <jin>“Dann fühlen wir dem Typen mal auf den Zahn!“</jin> Er stieg aus und verließ sich darauf, dass Alasdair ihm folgte. Misstrauisch prüfte Romeo bereits den Eingang der Bar, der mit einer schweren Holztür verschlossen war, die an schottische Baukunst erinnerte. Jemand öffnete sie und kam gut gelaunt heraus, um sich mit einem Freund ausgelassen zu unterhalten, ehe sie den Bürgersteig entlang gingen und sich entfernten. <br />
<br />
Als sie die Bar betraten, schlug ihnen eine getragene <a href="https://tellusdmsmedia.newmindmedia.com/wsimgs/186045057_4046634772072035_3512184431546948345_n_509052880.jpg[WallImage]" target="_blank"><u>Stimmung</u></a> entgegen. Schwere Holzmöbel, blank poliert, bemalte Wände, die den Eindruck einer alten Stadt vermittelten, und der Duft von Highland Torf machten diese Bar zu einem Erlebnis. Im Hintergrund dudelte irgendeine schottische Hintergrundmusik, die Romeo nicht kannte. Er stand auf Rap. <br />
<br />
Romeo hasste dieses Ambiente schon aus Prinzip. Immerhin war es die Konkurrenz. Mit skeptischem Blick musterte er die Räumlichkeiten, bis seine Augen an der Theke hängen blieben, um die zur Schau gestellten Flaschen im Glasregal zu mustern. <jin>“Denkst du, der importiert das wirklich aus Schottland?“</jin> Romeo klang skeptisch. Die Idee war schließlich, die Konkurrenz auszuspionieren und nicht, sie gut zu finden.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<center><div style="width: 500px; margin-top: 50px;"><div style="text-align: center;"><link href='https://fonts.googleapis.com/css?family=Mrs+Saint+Delafield' rel='stylesheet' type='text/css'><div align="right"><font style="font-family: 'Mrs Saint Delafield', cursive; font-size: 45px; text-transform: text-transform: letter-spacing: 2px; line-height: 25px; font-style: ;"> I'm back where I belong</font></div></div><div style="width: 500px; border-bottom: 3px solid #A4A4A4;"></div><div align="justify"><font style="font-family: Calibri; font-size: 10px; text-transform: uppercase; letter-spacing: 1px; line-height: 10px; blockquote;"> yeah I never felt so strong</font><br><div align="right"><font style="font-family: Calibri; font-size: 12px; text-transform: uppercase; letter-spacing: 1px; line-height: 10px; align: blockquote;"><br>Romeo & Alasdair <a href="https://i.ebayimg.com/images/g/kJAAAOSwuClgfSNB/s-l400.jpg" target="_blank"><u>OUTFIT</u></a></a></div></div></div></font></center><br />
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<br />
Wenn es eine Sache gab, in der sich Romeo und Alasdair einig waren, dann war das die Konkurrenz, die sich auf keinen Fall ins Whisky-Geschäft zu drängen hatte. Das Whisky-Geschäft stand Alasdair zu. Und zwar nur ihm. Und dabei wurde er von Romeo nicht nur unterstützt, sondern auch beschützt. Denn wenn es um Whisky ging, dann waren sie sich einig, dass dieses Getränk heilig war und niemand damit herum panschen durfte, wie es ihm beliebte. <br />
<br />
Das war aber auch schon alles, worin sie sich einig waren.<br />
<br />
Der Schotte unterschied sich von Romeo in einfach allem. Hautfarbe, Tattoos, Herkunft, Musikgeschmack und Kleidung – dieser Kerl verteidigte den Kilt als Kleidungsstück so vehement wie Romeo den Lowrider-Kult als Lebensart. Und selbst auf dem Spielfeld waren sie sich nicht immer im Regelwerk einig, was aber daran lag, dass Romeo daraus gerne mal ein Football-Spiel machte, nur um den Schotten zu ärgern. Begegnete man den beiden ungleichen Männern, erlag man schnell dem Glauben, dass sie sich spinnefeind waren. Doch das trog. Denn sie waren ein Clan. Und damit eine Familie. Und wenn irgendjemand Hand an Romeos Schotten legte, musste er damit rechnen, dass er sie ihm abbeißen würde. Nur um Alasdair danach wieder irgendeinen dreisten Spruch wegen des luftigen Rocks zu drücken, an dem dem Schotten so viel lag.<br />
<br />
Trotz der Sticheleien, mit denen sie sich gegenseitig aufzogen, war Romeo ruhiger geworden. Ihm selbst fiel das nicht einmal wirklich auf. Es gab immer noch jede Menge Momente, die ihn von Null auf Hundert brachten. Tief in seinem Innern lauerte eine Wut, die sich nie ganz besänftigen ließ. Und seine Wortwahl ließ nicht immer darauf schließen, dass er in Wahrheit ein gebildeter Mann war. Man musste mit ihm umgehen können, was einen Lernprozess erforderte, bei dem man sich trauen musste, etwas tiefer in Romeos persönlichen Abgrund zu blicken. Aber betrachtete man sich die Jahre seines Werdegangs, wurde einem schnell klar, dass Romeo sich gefunden hatte. Und das war auch der Grund, aus dem sie heute Abend freundschaftlich in die Bar namens 'Der königliche Beagle' gehen konnten. Die Bar hatte neu aufgemacht und warb mit dem besten Whisky der gesamten Region. Angeblich importierten sie ihn direkt aus Schottland. <br />
<br />
<jin>“Das lässt du dir doch nicht gefallen?“</jin>, hatte Romeo ihm die Werbebroschüre auf den Tisch geknallt und Alasdair vorwurfsvoll angesehen, während in seinen Augen der Schalk tanzte. <jin>“Die kriechen aus irgendeinem Loch und wollen dir deinen Titel streitig machen! Das schreit nach einem Drive-by!“</jin> Man musste nun hinzufügen, dass Romeo sich auch einige Jahre in der Lowriderszene aufgehalten und die Arbeit mit den gefährdeten Kids den ein oder anderen Begriff in ihm verankert hatte. Ein Drive-by-Shooting war also ein bewaffneter Anschlag aus einem fahrenden Auto heraus. Den schlug Romeo natürlich nicht vor. Was Romeo aber vorschlug, war, dass sie sich diese Bar ansehen sollten – und zwar genau! <br />
<br />
Eigentlich war es ja nur ein Vorwand, mal wieder so richtig die Sau raus zu lassen. Seit Romeo Stellvertreter geworden war, stand so viel Arbeit an, dass sie seinen Tag nahtlos füllte. Es blieb nicht mehr allzu viel Zeit für Albernheiten oder entspannte Trinkabende. Das war gut, denn es bändigte den Bären in ihm, der sich nie gänzlich besänftigen ließ. Aber es bedeutete auch, dass Romeo sich jetzt gerade viel zu entschlossen auf diese Gelegenheit stürzte. Er brauchte das, und seine Augen flehten Alasdair geradezu an, auf den Vorschlag einzugehen. <br />
<br />
<jin>“Wer zum Teufel nennt seine Bar 'Der königliche Beagle'!“</jin> Romeo hielt den taubenblauen Truck am Straßenrand vor der Bar und beugte sich etwas über das Lenkrad, um sich das Namensschild über der Markise anzusehen, die absichtlich auf altmodisch gemacht worden war. Die Sonne stand schon tief und warf bereits lange Schatten. Aus der großen Fensterfront der Bar drang erstes Licht und sie schien brechend voll zu sein. Jeder Parkplatz am Straßenrand war belegt. Doch das hielt Romeo nicht davon ab, dreist in zweiter Reihe zu parken. <jin>“Sollen sie mal versuchen, den Truck weg zu schieben!“</jin>, grinste er selbstbewusst. Immerhin war das alte Ding noch voll mit Metall und verstärkten Reifen. Er schaltete den Motor aus, drückte einen Knopf, der die Räder blockierte, und schnallte sich ab. <jin>“Dann fühlen wir dem Typen mal auf den Zahn!“</jin> Er stieg aus und verließ sich darauf, dass Alasdair ihm folgte. Misstrauisch prüfte Romeo bereits den Eingang der Bar, der mit einer schweren Holztür verschlossen war, die an schottische Baukunst erinnerte. Jemand öffnete sie und kam gut gelaunt heraus, um sich mit einem Freund ausgelassen zu unterhalten, ehe sie den Bürgersteig entlang gingen und sich entfernten. <br />
<br />
Als sie die Bar betraten, schlug ihnen eine getragene <a href="https://tellusdmsmedia.newmindmedia.com/wsimgs/186045057_4046634772072035_3512184431546948345_n_509052880.jpg[WallImage]" target="_blank"><u>Stimmung</u></a> entgegen. Schwere Holzmöbel, blank poliert, bemalte Wände, die den Eindruck einer alten Stadt vermittelten, und der Duft von Highland Torf machten diese Bar zu einem Erlebnis. Im Hintergrund dudelte irgendeine schottische Hintergrundmusik, die Romeo nicht kannte. Er stand auf Rap. <br />
<br />
Romeo hasste dieses Ambiente schon aus Prinzip. Immerhin war es die Konkurrenz. Mit skeptischem Blick musterte er die Räumlichkeiten, bis seine Augen an der Theke hängen blieben, um die zur Schau gestellten Flaschen im Glasregal zu mustern. <jin>“Denkst du, der importiert das wirklich aus Schottland?“</jin> Romeo klang skeptisch. Die Idee war schließlich, die Konkurrenz auszuspionieren und nicht, sie gut zu finden.]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[bear minimum]]></title>
			<link>https://claws.stories-untold.de/showthread.php?tid=480</link>
			<pubDate>Fri, 18 Jul 2025 13:23:12 +0000</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://claws.stories-untold.de/member.php?action=profile&uid=22">Malachi Sloan</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://claws.stories-untold.de/showthread.php?tid=480</guid>
			<description><![CDATA[Die letzten Wochen waren ein heilloses Durcheinander gewesen. Chaos pur. Von der besten, wärmsten und zudringlichsten Sorte, wie man es sich vorstellen konnte. Das Clanleben hatte ihm gefehlt. Es zu leugnen, wäre sinnlos gewesen. Doch nachdem sein verwundeter Bär die Nähe des Clans wie ein trockener Schwamm aufgesogen hatte, war er allmählich übersättigt von der Enge innerhalb der Höhle. Von den lauten Stimmen, dem geschäftigen Gewusel all der Bewohner. Seiner Clanmitglieder. <br />
<br />
Die Wildnis rief nach ihm. Mit jeder Stunde lauter. Die Ruhe und der Frieden, den Einsamkeit versprach wurde immer verlockender. <br />
<br />
Er liebte seinen Clan. Mit jeder Faser seines Seins. Er würde jeden einzelnen Tropfen seines Blutes opfern, um jeden von ihnen zu schützen. Doch er war ein Einzelgänger und diese Seite an ihm brauchte genauso viel Zuwendung und Pflege wie der gesellige Mann, den seine menschliche Hälfte ausmachte. Der Bär brauchte ein wenig Zeit außerhalb. Unter freiem Himmel, ohne das wilde Treiben um ihn herum. Ohne die tappelnden Schritte kleiner Bärchen oder Einladungen zum Tee des Müttertribunals. Nicht einmal seine Eltern oder Geschwister wollte er sehen. <br />
<br />
Die einzige Gesellschaft, der er sich eröffnet hatte, war Jake. Mitunter, weil der Eisbär genauso schweigsam wie geschwätzig sein konnte. Zudem konnten sie die lang geplante Tour durch das ShadowRock Territorium endlich mal wahrmachen. Der große Rucksack, den er geschultert hatte, beinhaltete alle Notwendigkeiten, die er in den nächsten Tagen brauchen konnte. Auf einen Schlafsack hatte er verzichtet, denn die Nächte würde er in seiner wilden Form verbringen. Unter freiem Himmel schlafen. Jagen. Eins mit der Natur sein. <br />
Die Balance wieder herstellen, die er in den letzten Monaten aufgegeben hatte, um heilen zu können. Und er war geheilt. Schneller als erwartet. Auch wenn einige tiefe Risse noch eine gewisse Zeit brauchen würden und neue im Begriff waren sich zu öffnen. <br />
<br />
Der Mann duckte sich unter einem Ast weg und hielt einen Moment inne, um seinen Begleiter wortlos auf das Hindernis hinzuweisen. Es ging hier darum, eine Wette zu gewinnen. Ehe sie vor fast fünf Stunden aufgebrochen waren, waren die letzten Worte gewesen: <ina> Wer als Erstes was sagt, schuldet dem anderen die beste und teuerste Whisky-Flasche, die man in Bryson auftreiben kann! </ina> Damit waren sie aufgebrochen. <br />
<br />
Sie hatten im ersten Licht des Tages die Höhle verlassen, als die Nebelschwaden noch schwer zwischen den Baumkronen hingen wie der Atem uralter Geister. Jetzt, am frühen Nachmittag, drang warmes Licht schräg durch das dichte Blätterdach der Smoky Mountains. Sonnenflecken tanzten auf dem weichen Waldboden, der mit feuchtem Laub, Moos und dem Duft nach Erde, Baumharz und Pilzen durchzogen war.<br />
<br />
Hin und wieder war schwerer Atem zu hören, wenn der Aufstieg beschwerlicher wurde oder ein knackender Zweig, raschelndes Laub … doch es waren allesamt natürliche Geräusche um sie herum. Das entfernte Trommeln eines Buntspechts hallte zwischen den Bäumen wider, begleitet vom gelegentlichen Ruf eines Eichelhähers, der aus sicherer Entfernung seine Meinung kundtat. Irgendwo knackte es im Unterholz – vermutlich ein Reh oder ein neugieriger Waschbär auf Streifzug.<br />
Die Luft war klar und trug den feinen Duft von wildem Thymian, Farnen und dem süßlich-herben Aroma des Harzes von Gelb-Kiefern. Zwischen den knorrigen Wurzeln der alten Bäume huschten Salamander und die Schatten kleiner Vögel flatterten auf, sobald sich einer der Männer zu nah einem Gebüsch näherte.<br />
Keine Stimmen. Kein Geplapper. Und mit jedem Meter, den sie sich weiter von der Höhle entfernten, wurde sein Gemüt ruhiger. Die Natur erdete ihn. Daran änderte auch Jakes Gegenwart nichts, da er mit gewissem Abstand hinter Malachi lief und das Territorium, das sein neues Heim war, sondierte.<br />
Sie waren auf dem Weg zu den entferntesten Aussichtspunkten. Den Bereichen des Territoriums, die am schwersten zugänglich waren. Dementsprechend patrouillierten hier nur wenige der erfahrenen Soldaten des mittleren Ranges oder Soldaten des oberen Ranges, sowie einige Stellvertreter. Ihr Tempo war fordernd, schließlich war das hier kein Spaziergang im Park, doch der Eisbär hatte sich noch nicht einmal beschwert. Im Gegenteil, er hielt Schritt und das, obwohl er sich die Umgebung sehr deutlich einprägte.<br />
Er war ein fähiger Soldat. Das musste Malachi zugeben. Ein Gewinn für den Clan. Nicht nur, weil er sich gut integrierte, sondern weil er auch viel zurückgab. Und das, obwohl er vor einigen Monaten noch eigenbrötlerischer gewesen war als Malachi zu seinen schlimmsten Zeiten.<br />
<br />
Das Gelände veränderte sich zusehends. Der gleichmäßige Waldboden wich einem unebenen, von Fels durchsetzten Pfad, dessen Steigungen steiler wurden. Wurzeln krochen wie starre Schlangen über den Weg und zwangen Malachi dazu, die Schritte gezielter zu setzen. Jeder Muskel in seinen Oberschenkeln arbeitete nun mit mehr Nachdruck, seine Waden spannten sich bei jedem Tritt bergauf. Die Schultern, von der Last des Rucksacks längst warm geworden, begannen dumpf zu brennen – kein Schmerz, eher eine Erinnerung daran, dass sein Körper lebendig war.<br />
<br />
Der Duft veränderte sich mit der Höhe. Feuchter Waldboden wich kühlerem Gestein, das in der Sonne warm glühte. Der Wind roch nach Bergkräutern – Waldmeister, wilde Minze, trockenem Laub. Ein Greifvogel zog lautlos über ihnen seine Kreise, sein Schatten huschte flüchtig über das Dickicht.<br />
Malachi hob kurz den Blick, schätzte das Licht – später Nachmittag, vielleicht zwei Stunden bis zur Dämmerung. Zeit genug.<br />
<br />
Dann, wie ein kleines Versprechen zwischen all dem satten Grün: eine Lichtung.<br />
<br />
Sonnenstrahlen brachen ungehindert durch das Blätterdach und tauchten den offenen Raum in ein warmes, flirrendes Licht. Moose bedeckten den Boden wie weiche Polster, durchsetzt mit vereinzelten Farnen und kleineren Blumen, die sich trotzig zwischen Steinen hindurchschoben. Am Rand der Lichtung zirpte ein Grillenschwarm, als wollten sie die Ankunft der Männer kommentieren.<br />
<br />
Malachi trat zuerst aus dem Schatten der Bäume. Der Schweiß auf seiner Stirn kühlte in der Brise angenehm, als er den Rucksack von den Schultern zog und ablegte. Mit einem leisen Seufzen griff er nach seiner Feldflasche – der Edelstahl fühlte sich angenehm kühl an. Er hatte sie am Morgen an einem der klaren Bergbäche aufgefüllt, deren Wasser so rein war, dass man den Kiesgrund meterweit sehen konnte.<br />
<br />
Er hob die Flasche an die Lippen, trank in langsamen, kräftigen Zügen. Das Wasser war eiskalt, schmeckte nach Stein, Wurzeln und reinem Himmel – genau wie es sein sollte.<br />
<br />
Ohne ein Wort drehte er den Kopf leicht zurück zu Jake, hob die Flasche in einer stummen Geste an – ein Angebot, ohne das Schweigen zu brechen. Noch galt die Wette. Noch hatten sie nichts gesagt. Und Malachi genoss es. Die Stille. Die Abgeschiedenheit. Den leisen Herzschlag des Waldes, der sich an seinen eigenen Rhythmus legte.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[Die letzten Wochen waren ein heilloses Durcheinander gewesen. Chaos pur. Von der besten, wärmsten und zudringlichsten Sorte, wie man es sich vorstellen konnte. Das Clanleben hatte ihm gefehlt. Es zu leugnen, wäre sinnlos gewesen. Doch nachdem sein verwundeter Bär die Nähe des Clans wie ein trockener Schwamm aufgesogen hatte, war er allmählich übersättigt von der Enge innerhalb der Höhle. Von den lauten Stimmen, dem geschäftigen Gewusel all der Bewohner. Seiner Clanmitglieder. <br />
<br />
Die Wildnis rief nach ihm. Mit jeder Stunde lauter. Die Ruhe und der Frieden, den Einsamkeit versprach wurde immer verlockender. <br />
<br />
Er liebte seinen Clan. Mit jeder Faser seines Seins. Er würde jeden einzelnen Tropfen seines Blutes opfern, um jeden von ihnen zu schützen. Doch er war ein Einzelgänger und diese Seite an ihm brauchte genauso viel Zuwendung und Pflege wie der gesellige Mann, den seine menschliche Hälfte ausmachte. Der Bär brauchte ein wenig Zeit außerhalb. Unter freiem Himmel, ohne das wilde Treiben um ihn herum. Ohne die tappelnden Schritte kleiner Bärchen oder Einladungen zum Tee des Müttertribunals. Nicht einmal seine Eltern oder Geschwister wollte er sehen. <br />
<br />
Die einzige Gesellschaft, der er sich eröffnet hatte, war Jake. Mitunter, weil der Eisbär genauso schweigsam wie geschwätzig sein konnte. Zudem konnten sie die lang geplante Tour durch das ShadowRock Territorium endlich mal wahrmachen. Der große Rucksack, den er geschultert hatte, beinhaltete alle Notwendigkeiten, die er in den nächsten Tagen brauchen konnte. Auf einen Schlafsack hatte er verzichtet, denn die Nächte würde er in seiner wilden Form verbringen. Unter freiem Himmel schlafen. Jagen. Eins mit der Natur sein. <br />
Die Balance wieder herstellen, die er in den letzten Monaten aufgegeben hatte, um heilen zu können. Und er war geheilt. Schneller als erwartet. Auch wenn einige tiefe Risse noch eine gewisse Zeit brauchen würden und neue im Begriff waren sich zu öffnen. <br />
<br />
Der Mann duckte sich unter einem Ast weg und hielt einen Moment inne, um seinen Begleiter wortlos auf das Hindernis hinzuweisen. Es ging hier darum, eine Wette zu gewinnen. Ehe sie vor fast fünf Stunden aufgebrochen waren, waren die letzten Worte gewesen: <ina> Wer als Erstes was sagt, schuldet dem anderen die beste und teuerste Whisky-Flasche, die man in Bryson auftreiben kann! </ina> Damit waren sie aufgebrochen. <br />
<br />
Sie hatten im ersten Licht des Tages die Höhle verlassen, als die Nebelschwaden noch schwer zwischen den Baumkronen hingen wie der Atem uralter Geister. Jetzt, am frühen Nachmittag, drang warmes Licht schräg durch das dichte Blätterdach der Smoky Mountains. Sonnenflecken tanzten auf dem weichen Waldboden, der mit feuchtem Laub, Moos und dem Duft nach Erde, Baumharz und Pilzen durchzogen war.<br />
<br />
Hin und wieder war schwerer Atem zu hören, wenn der Aufstieg beschwerlicher wurde oder ein knackender Zweig, raschelndes Laub … doch es waren allesamt natürliche Geräusche um sie herum. Das entfernte Trommeln eines Buntspechts hallte zwischen den Bäumen wider, begleitet vom gelegentlichen Ruf eines Eichelhähers, der aus sicherer Entfernung seine Meinung kundtat. Irgendwo knackte es im Unterholz – vermutlich ein Reh oder ein neugieriger Waschbär auf Streifzug.<br />
Die Luft war klar und trug den feinen Duft von wildem Thymian, Farnen und dem süßlich-herben Aroma des Harzes von Gelb-Kiefern. Zwischen den knorrigen Wurzeln der alten Bäume huschten Salamander und die Schatten kleiner Vögel flatterten auf, sobald sich einer der Männer zu nah einem Gebüsch näherte.<br />
Keine Stimmen. Kein Geplapper. Und mit jedem Meter, den sie sich weiter von der Höhle entfernten, wurde sein Gemüt ruhiger. Die Natur erdete ihn. Daran änderte auch Jakes Gegenwart nichts, da er mit gewissem Abstand hinter Malachi lief und das Territorium, das sein neues Heim war, sondierte.<br />
Sie waren auf dem Weg zu den entferntesten Aussichtspunkten. Den Bereichen des Territoriums, die am schwersten zugänglich waren. Dementsprechend patrouillierten hier nur wenige der erfahrenen Soldaten des mittleren Ranges oder Soldaten des oberen Ranges, sowie einige Stellvertreter. Ihr Tempo war fordernd, schließlich war das hier kein Spaziergang im Park, doch der Eisbär hatte sich noch nicht einmal beschwert. Im Gegenteil, er hielt Schritt und das, obwohl er sich die Umgebung sehr deutlich einprägte.<br />
Er war ein fähiger Soldat. Das musste Malachi zugeben. Ein Gewinn für den Clan. Nicht nur, weil er sich gut integrierte, sondern weil er auch viel zurückgab. Und das, obwohl er vor einigen Monaten noch eigenbrötlerischer gewesen war als Malachi zu seinen schlimmsten Zeiten.<br />
<br />
Das Gelände veränderte sich zusehends. Der gleichmäßige Waldboden wich einem unebenen, von Fels durchsetzten Pfad, dessen Steigungen steiler wurden. Wurzeln krochen wie starre Schlangen über den Weg und zwangen Malachi dazu, die Schritte gezielter zu setzen. Jeder Muskel in seinen Oberschenkeln arbeitete nun mit mehr Nachdruck, seine Waden spannten sich bei jedem Tritt bergauf. Die Schultern, von der Last des Rucksacks längst warm geworden, begannen dumpf zu brennen – kein Schmerz, eher eine Erinnerung daran, dass sein Körper lebendig war.<br />
<br />
Der Duft veränderte sich mit der Höhe. Feuchter Waldboden wich kühlerem Gestein, das in der Sonne warm glühte. Der Wind roch nach Bergkräutern – Waldmeister, wilde Minze, trockenem Laub. Ein Greifvogel zog lautlos über ihnen seine Kreise, sein Schatten huschte flüchtig über das Dickicht.<br />
Malachi hob kurz den Blick, schätzte das Licht – später Nachmittag, vielleicht zwei Stunden bis zur Dämmerung. Zeit genug.<br />
<br />
Dann, wie ein kleines Versprechen zwischen all dem satten Grün: eine Lichtung.<br />
<br />
Sonnenstrahlen brachen ungehindert durch das Blätterdach und tauchten den offenen Raum in ein warmes, flirrendes Licht. Moose bedeckten den Boden wie weiche Polster, durchsetzt mit vereinzelten Farnen und kleineren Blumen, die sich trotzig zwischen Steinen hindurchschoben. Am Rand der Lichtung zirpte ein Grillenschwarm, als wollten sie die Ankunft der Männer kommentieren.<br />
<br />
Malachi trat zuerst aus dem Schatten der Bäume. Der Schweiß auf seiner Stirn kühlte in der Brise angenehm, als er den Rucksack von den Schultern zog und ablegte. Mit einem leisen Seufzen griff er nach seiner Feldflasche – der Edelstahl fühlte sich angenehm kühl an. Er hatte sie am Morgen an einem der klaren Bergbäche aufgefüllt, deren Wasser so rein war, dass man den Kiesgrund meterweit sehen konnte.<br />
<br />
Er hob die Flasche an die Lippen, trank in langsamen, kräftigen Zügen. Das Wasser war eiskalt, schmeckte nach Stein, Wurzeln und reinem Himmel – genau wie es sein sollte.<br />
<br />
Ohne ein Wort drehte er den Kopf leicht zurück zu Jake, hob die Flasche in einer stummen Geste an – ein Angebot, ohne das Schweigen zu brechen. Noch galt die Wette. Noch hatten sie nichts gesagt. Und Malachi genoss es. Die Stille. Die Abgeschiedenheit. Den leisen Herzschlag des Waldes, der sich an seinen eigenen Rhythmus legte.]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[After my own heart]]></title>
			<link>https://claws.stories-untold.de/showthread.php?tid=450</link>
			<pubDate>Sun, 11 May 2025 06:47:42 +0000</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://claws.stories-untold.de/member.php?action=profile&uid=65">Jake Bressett</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://claws.stories-untold.de/showthread.php?tid=450</guid>
			<description><![CDATA[Jake strich sich noch einmal durch den – seiner Meinung nach – viel zu ordentlichen Bart, den er sich in den letzten Wochen immer wieder gestuzt hatte und der ihn mittlerweile weniger wie einen vereinsamten Holzfäller mit Tollwut aussehen ließ, sondern eher wie … ein normaler Bär. Wild und struppig, aber nicht ungepflegt. Hoffentlich würde Mira es zu schätzen wissen. Genau wie die Haare, die langsam eine Länge erreichten, in der ihre Finger nicht nur sanft hindurch streichen konnten, sondern sich auch festhalten wenn... Jake grinste sein Spiegelbild an und hätte beinahe mit dem Kopf geschüttelt. Es war nicht das erste Mal, dass sein Verhalten ihn an einen hormongesteuerten Teenager erinnerte, aber verdammt noch mal, Mira hatte sich tief in seinen Gedanken eingenistet und er war damit absolut einverstanden. <br />
<br />
Schwarze Jeans, schwarzes Shirt, schwarze Boots und zur Feier des Tages mal kein Baseball Cap auf dem Kopf, machte sich der Handwerker auf den Weg zur seiner Bärin, wobei er auf dem Weg hier und da anhielt und Leute grüßte und Fragen beantwortete. Cree hatte seine Drohung wahr gemacht und ihn zum Abschuß freigegeben, oder so kam es ihm jedenfalls vor, denn die Leute mischten sich immer mehr in seinen Alltag ein, spachen ihn an, luden ihn ein, fragten ihn aus. Jake war halb froh darüber, immerhin war es ein weiteres Indiz hier angekommen zu sein, und gleichzeitig nervte es ihn weil er keine Zeit vertrödeln wollte. Die kleine Ufo Pflanze in seiner Hand wollte zu ihrer neuen Besitzerin. Und er auch.<br />
<br />
Die Wege innerhalb der Höhle waren ihm vertraut genug um die Bereiche zu meiden, wo er die meisten Leute vermutete und so stand er nur ein paar Augenblicke später vor ihrer Tür, klopfte und wartete ab. Kurz kam ihm der Gedanke, ob er einfach eintreten sollte, immerhin hatten sie sich verabredet und Mira würde sicherlich wissen, wer da klopfte. Andererseits hatte es etwas romantisches mit Blumen vor ihrer Tür zu stehen und sie auf ein gemeinsames Essen abzuholen, mit Blumen in der Hand und vielleicht sogar ein kleines bisschen Herzklopfen. Also bäriges, männliches Herzklopfen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[Jake strich sich noch einmal durch den – seiner Meinung nach – viel zu ordentlichen Bart, den er sich in den letzten Wochen immer wieder gestuzt hatte und der ihn mittlerweile weniger wie einen vereinsamten Holzfäller mit Tollwut aussehen ließ, sondern eher wie … ein normaler Bär. Wild und struppig, aber nicht ungepflegt. Hoffentlich würde Mira es zu schätzen wissen. Genau wie die Haare, die langsam eine Länge erreichten, in der ihre Finger nicht nur sanft hindurch streichen konnten, sondern sich auch festhalten wenn... Jake grinste sein Spiegelbild an und hätte beinahe mit dem Kopf geschüttelt. Es war nicht das erste Mal, dass sein Verhalten ihn an einen hormongesteuerten Teenager erinnerte, aber verdammt noch mal, Mira hatte sich tief in seinen Gedanken eingenistet und er war damit absolut einverstanden. <br />
<br />
Schwarze Jeans, schwarzes Shirt, schwarze Boots und zur Feier des Tages mal kein Baseball Cap auf dem Kopf, machte sich der Handwerker auf den Weg zur seiner Bärin, wobei er auf dem Weg hier und da anhielt und Leute grüßte und Fragen beantwortete. Cree hatte seine Drohung wahr gemacht und ihn zum Abschuß freigegeben, oder so kam es ihm jedenfalls vor, denn die Leute mischten sich immer mehr in seinen Alltag ein, spachen ihn an, luden ihn ein, fragten ihn aus. Jake war halb froh darüber, immerhin war es ein weiteres Indiz hier angekommen zu sein, und gleichzeitig nervte es ihn weil er keine Zeit vertrödeln wollte. Die kleine Ufo Pflanze in seiner Hand wollte zu ihrer neuen Besitzerin. Und er auch.<br />
<br />
Die Wege innerhalb der Höhle waren ihm vertraut genug um die Bereiche zu meiden, wo er die meisten Leute vermutete und so stand er nur ein paar Augenblicke später vor ihrer Tür, klopfte und wartete ab. Kurz kam ihm der Gedanke, ob er einfach eintreten sollte, immerhin hatten sie sich verabredet und Mira würde sicherlich wissen, wer da klopfte. Andererseits hatte es etwas romantisches mit Blumen vor ihrer Tür zu stehen und sie auf ein gemeinsames Essen abzuholen, mit Blumen in der Hand und vielleicht sogar ein kleines bisschen Herzklopfen. Also bäriges, männliches Herzklopfen.]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Until the sun sets the world in flames]]></title>
			<link>https://claws.stories-untold.de/showthread.php?tid=444</link>
			<pubDate>Wed, 30 Apr 2025 14:24:06 +0000</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://claws.stories-untold.de/member.php?action=profile&uid=45">Chloe OConnor</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://claws.stories-untold.de/showthread.php?tid=444</guid>
			<description><![CDATA[Weiterhin hieß es Funkstille. Sie hatte es aufgegeben und nach vorne geschaut. In zwei Tagen war die Kunstausstellung und das brachte ihr neuen Aufschwung. So viel Energie und neuen Tatendrang, dass sie sich heute nach der Arbeit direkt ihre alte analoge Kamera geschnappt hatte. Sie wollte auf die Jagt, eine die es hoffentlich wert war, dass sie nun ihren großen Wanderrucksack heraus kramte, sich genug zu trinken und ein wenig zu Essen einpackte. Ein paar schnelle Brote mit Leberwurst, Käse und Nutella – leider hatte sie keine Bagels, dazu geschnittenes Obst und Bannocks. Ihre Haare band sie nach hinten, eine Cap aufgesetzt. Ihr Top und die kurze Cargo Hose mit dem leichten Gürtel drin ließen sie mit dem festen Schuhwerk beinahe wie eine richtige Wanderin aussehen. Schnell war die karierte Bluse geschnappt, damit sie für den frischen Abend gewappnet war. Im Rucksack befand sich noch eine Decke und ihr Notizbuch, dazu noch zwei lehre Filme, die nur darauf warten, gefüllt zu werden.<br />
<br />
So schloss sie die Tür ab, ging hinaus und steuerte den Wald an. Es gab einige Stellen, die sie zum Sonnenuntergang erreichen wollte, denn sie waren bereits am Tag wundervoll, aber zum Untergang, die Leidenschaft für alte Fotografie beflügelte ihr Herz und ließ sie in einem zügigen Schritt dahingehen. Ihre Rippen und die Wunde, die noch vor drei Wochen deutlich zu sehen waren, waren bereits verschwunden. Obgleich sie in letzter Zeit viele wilde Ritte mit dem Bike oder Laufwege hinter sich hatte und es auch heute eigentlich eher zu risikofreudigen – mehr oder weniger fahrlässigen – Aktivitäten hatte hinreißen wollen, hatte sie sich dagegen entschieden. Wobei es jetzt nicht unbedingt nicht ungefährlich war, einfach durch den Wald zu streifen, auf der Jagd nach dem besten, schönsten Naturfoto. Chloe blieb auf dem unteren Wanderweg, bis sie zu einer Kurve kam, auf der linken Seite ein kleiner Bach, der rechten einige Steine. Sie stellte den Rucksack gegen den Stein, kletterte darauf und suchte nach einem festen Stand, ehe sie sich umblickte und die Kamera einstellte. Ein einziger Schuss, da es ein altes Mädchen war und der Film nur eine begrenzte Anzahl an Bildern beherbergte. Das Klicken der Kamera war leise und doch lauter als manch anderes technisches Gerät. Wieder herunter nehmend, begann sie tief durch zu atmend und dann hinabzuspringen, den Rucksack zu schultern und weiterzulaufen. Unbeirrt, beinahe ohne Plan. So viele Informationen hatte sie bereits über das Gebiet gelesen, doch ohne offizielle Erlaubnis würde sie definitiv nicht lebensmüde genug sein, um tiefer in das Gebiet zu laufen, daher musste sie sich mit den Gegebenheiten um Bryson City zufriedengeben. Ein paar Stunden später erreichte sie viel zu früh, die Stelle, die sie auch sonst mit dem Bike erklomm. Felsvorsprünge, einige Büsche mit wunderschönen gelben Blüten, vom Rand konnte man noch einige Felsen sehen und dann den Wald und den Horizont, an diesem die Sonne untergehen würde. Wärme des Tages lag noch in der Luft und die Rothaarige machte es sich an den Felsen gelehnt gemütlich.<br />
Sie breitete die Decke aus, nahm sich ein bisschen was zu Essen und wartete. Weit über Ihr ging der Trail zur anderen Seite hinab. Nicht mehr so ganz auf dem Weg, der war knapp ein Meter über ihr, genoss sie vielleicht zum allerersten Mal ein Stück weit diesen Moment.<br />
<br />
Einen Moment, der sich viel zu schnell verflüchtigte, als die ersten Gedanken wieder Oberhand nahmen und die Ruhe störte. Vollkommen gefangen in den Gedanken, legte sie ihre offene Brotdose auf Seite, nahm sich die Wasserflasche heraus und zog das Cap ab, ehe sie ein zwei Schlucke nahm. Dann schnappte sie sich das Leberwurstbrot und die Kamera. Ins Brot hineinbeißend und mit der Kamera einige Einstellungen herum wurschteln, versuchte sich die Rothaarige abzulenken. Es würde noch mindestens eine halbe Stunde vergehen, ehe die Sonne in einem Winkel stand, dass sie die Wälder in ihr leuchtendes warmes Rot hüllten. Neben sich noch klein geschnittene Äpfel und die drei Bannocks, würde sie das schon aushalten. Einfach an das Foto denken. Nicht auf den Kommunikator blicken. Chloe hatte ihn gefragt, ob er nicht Lust hätte in zwei Tagen mitzukommen. Aber natürlich hatte er nicht geantwortet. Noch nicht. <span style="font-style: italic;" class="mycode_i">Schließ es einfach ab, es tut mir nicht gut!</span> frustriert auf mehreren Ebenen, lehnte sie den Kopf gegen den Stein, blickte hinaus und zog die Beine leicht an, ehe sie sich wieder zwang, sich auf die Kamera zu fokussieren.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[Weiterhin hieß es Funkstille. Sie hatte es aufgegeben und nach vorne geschaut. In zwei Tagen war die Kunstausstellung und das brachte ihr neuen Aufschwung. So viel Energie und neuen Tatendrang, dass sie sich heute nach der Arbeit direkt ihre alte analoge Kamera geschnappt hatte. Sie wollte auf die Jagt, eine die es hoffentlich wert war, dass sie nun ihren großen Wanderrucksack heraus kramte, sich genug zu trinken und ein wenig zu Essen einpackte. Ein paar schnelle Brote mit Leberwurst, Käse und Nutella – leider hatte sie keine Bagels, dazu geschnittenes Obst und Bannocks. Ihre Haare band sie nach hinten, eine Cap aufgesetzt. Ihr Top und die kurze Cargo Hose mit dem leichten Gürtel drin ließen sie mit dem festen Schuhwerk beinahe wie eine richtige Wanderin aussehen. Schnell war die karierte Bluse geschnappt, damit sie für den frischen Abend gewappnet war. Im Rucksack befand sich noch eine Decke und ihr Notizbuch, dazu noch zwei lehre Filme, die nur darauf warten, gefüllt zu werden.<br />
<br />
So schloss sie die Tür ab, ging hinaus und steuerte den Wald an. Es gab einige Stellen, die sie zum Sonnenuntergang erreichen wollte, denn sie waren bereits am Tag wundervoll, aber zum Untergang, die Leidenschaft für alte Fotografie beflügelte ihr Herz und ließ sie in einem zügigen Schritt dahingehen. Ihre Rippen und die Wunde, die noch vor drei Wochen deutlich zu sehen waren, waren bereits verschwunden. Obgleich sie in letzter Zeit viele wilde Ritte mit dem Bike oder Laufwege hinter sich hatte und es auch heute eigentlich eher zu risikofreudigen – mehr oder weniger fahrlässigen – Aktivitäten hatte hinreißen wollen, hatte sie sich dagegen entschieden. Wobei es jetzt nicht unbedingt nicht ungefährlich war, einfach durch den Wald zu streifen, auf der Jagd nach dem besten, schönsten Naturfoto. Chloe blieb auf dem unteren Wanderweg, bis sie zu einer Kurve kam, auf der linken Seite ein kleiner Bach, der rechten einige Steine. Sie stellte den Rucksack gegen den Stein, kletterte darauf und suchte nach einem festen Stand, ehe sie sich umblickte und die Kamera einstellte. Ein einziger Schuss, da es ein altes Mädchen war und der Film nur eine begrenzte Anzahl an Bildern beherbergte. Das Klicken der Kamera war leise und doch lauter als manch anderes technisches Gerät. Wieder herunter nehmend, begann sie tief durch zu atmend und dann hinabzuspringen, den Rucksack zu schultern und weiterzulaufen. Unbeirrt, beinahe ohne Plan. So viele Informationen hatte sie bereits über das Gebiet gelesen, doch ohne offizielle Erlaubnis würde sie definitiv nicht lebensmüde genug sein, um tiefer in das Gebiet zu laufen, daher musste sie sich mit den Gegebenheiten um Bryson City zufriedengeben. Ein paar Stunden später erreichte sie viel zu früh, die Stelle, die sie auch sonst mit dem Bike erklomm. Felsvorsprünge, einige Büsche mit wunderschönen gelben Blüten, vom Rand konnte man noch einige Felsen sehen und dann den Wald und den Horizont, an diesem die Sonne untergehen würde. Wärme des Tages lag noch in der Luft und die Rothaarige machte es sich an den Felsen gelehnt gemütlich.<br />
Sie breitete die Decke aus, nahm sich ein bisschen was zu Essen und wartete. Weit über Ihr ging der Trail zur anderen Seite hinab. Nicht mehr so ganz auf dem Weg, der war knapp ein Meter über ihr, genoss sie vielleicht zum allerersten Mal ein Stück weit diesen Moment.<br />
<br />
Einen Moment, der sich viel zu schnell verflüchtigte, als die ersten Gedanken wieder Oberhand nahmen und die Ruhe störte. Vollkommen gefangen in den Gedanken, legte sie ihre offene Brotdose auf Seite, nahm sich die Wasserflasche heraus und zog das Cap ab, ehe sie ein zwei Schlucke nahm. Dann schnappte sie sich das Leberwurstbrot und die Kamera. Ins Brot hineinbeißend und mit der Kamera einige Einstellungen herum wurschteln, versuchte sich die Rothaarige abzulenken. Es würde noch mindestens eine halbe Stunde vergehen, ehe die Sonne in einem Winkel stand, dass sie die Wälder in ihr leuchtendes warmes Rot hüllten. Neben sich noch klein geschnittene Äpfel und die drei Bannocks, würde sie das schon aushalten. Einfach an das Foto denken. Nicht auf den Kommunikator blicken. Chloe hatte ihn gefragt, ob er nicht Lust hätte in zwei Tagen mitzukommen. Aber natürlich hatte er nicht geantwortet. Noch nicht. <span style="font-style: italic;" class="mycode_i">Schließ es einfach ab, es tut mir nicht gut!</span> frustriert auf mehreren Ebenen, lehnte sie den Kopf gegen den Stein, blickte hinaus und zog die Beine leicht an, ehe sie sich wieder zwang, sich auf die Kamera zu fokussieren.]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[never do the same mistake twice. unless he's hot]]></title>
			<link>https://claws.stories-untold.de/showthread.php?tid=418</link>
			<pubDate>Wed, 08 Jan 2025 00:06:45 +0000</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://claws.stories-untold.de/member.php?action=profile&uid=114">Nathan Day</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://claws.stories-untold.de/showthread.php?tid=418</guid>
			<description><![CDATA[Automatisch schoben seine Finger, die dunkle Sonnenbrille höher auf den Nasenrücken, als Nate die Fahrerseite des Transporters verließ und seine Stiefel in den Kies einsanken. Gleich darauf folgte das obligatorische runterziehen der Baseballkappe, um die gleißende Morgensonne so gut es ging von seinen empfindlichen Augen fernzuhalten. Keine Ahnung, was ihn letzte Nacht geritten hatte, mit den Leuten aus der Bar noch “Erkenn’ den Sprit” zu spielen, obwohl er die Dartrunde eindeutig verloren hatte, die den Fahrer des heutigen Tages auserkoren hatte. <br />
<br />
Dass er heute Morgen nur eine Stunde zu spät bei den Drei Bären aufgetaucht war, hatte der Rest der Aufbautruppe, Zandra zu verdanken, die ihm einen nassen, kalten Lappen ins Gesicht geworfen hatte, um ihn unschön aus seinen Träumen zu reißen. Entsprechend gut gelaunt war er bei der Bar aufgetaucht. Das Gesicht unter dem hochgezogenen Kragen einer Trainingsjacke, einer Sonnenbrille und einer Mütze verborgen, denn absolut nichts auf der Welt hätte seine Augenringe verbergen können. Nicht einmal Zandras Wunderconcealer, den sie ihm angeboten hatte. <br />
<br />
Zu ihrem gemeinsamen Glück war die Strecke zum Festplatz des Clans mit dem Autopiloten zu erreichen, was es deutlich erträglicher machte, hinter dem Steuer zu sitzen und einen Kaffee zu trinken. Die Tasse stand nun verlassen in der Mittelkonsole, während Nate irgendwie versuchte noch auf sein Leben klarzukommen.  Auf dem Platz war bereits eine Bühne aufgebaut worden, am anderen Ende eine Bar und einige Tische, die später für das Buffet  zur Verfügung standen. Überall an der Lichtung waren Lichterketten verteilt, deren Solarpanele sich bei dem Wetter genug aufladen konnten, damit sie die ganze Nacht durch leuchten konnten. Für heute war bestes Wetter angesagt, was an jedem anderen Tag seine Laune mit Sicherheit etwas aufgewertet hätte. In diesem Moment jedoch wollte er der Sonne den Mittelfinger zeigen.<br />
<br />
<b>”Auf geht der Spaß.”</b> murmelte er mehr zu sich, denn zu dem Rotschopf, der mit ihm für den Aufbau eingeteilt worden war. Bis die Party losging, würde es noch ein paar Stunden dauern. Genug Zeit, die Getränke für Crees Geburtstagsfeier einzuräumen und die Fässer aufzubauen und anzuschließen. Immerhin waren sie dann bei der Bewirtung aus dem Schneider und konnten die Party im vollen Gange genießen. <b>”Ich würde sagen wir machen erstmal eine Frühstückspause.”</b> sagte er durch das Fahrerhaus des Transporters, der bis oben mit den feinsten Tropfen gefüllt war, die der Boss besorgen konnte.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[Automatisch schoben seine Finger, die dunkle Sonnenbrille höher auf den Nasenrücken, als Nate die Fahrerseite des Transporters verließ und seine Stiefel in den Kies einsanken. Gleich darauf folgte das obligatorische runterziehen der Baseballkappe, um die gleißende Morgensonne so gut es ging von seinen empfindlichen Augen fernzuhalten. Keine Ahnung, was ihn letzte Nacht geritten hatte, mit den Leuten aus der Bar noch “Erkenn’ den Sprit” zu spielen, obwohl er die Dartrunde eindeutig verloren hatte, die den Fahrer des heutigen Tages auserkoren hatte. <br />
<br />
Dass er heute Morgen nur eine Stunde zu spät bei den Drei Bären aufgetaucht war, hatte der Rest der Aufbautruppe, Zandra zu verdanken, die ihm einen nassen, kalten Lappen ins Gesicht geworfen hatte, um ihn unschön aus seinen Träumen zu reißen. Entsprechend gut gelaunt war er bei der Bar aufgetaucht. Das Gesicht unter dem hochgezogenen Kragen einer Trainingsjacke, einer Sonnenbrille und einer Mütze verborgen, denn absolut nichts auf der Welt hätte seine Augenringe verbergen können. Nicht einmal Zandras Wunderconcealer, den sie ihm angeboten hatte. <br />
<br />
Zu ihrem gemeinsamen Glück war die Strecke zum Festplatz des Clans mit dem Autopiloten zu erreichen, was es deutlich erträglicher machte, hinter dem Steuer zu sitzen und einen Kaffee zu trinken. Die Tasse stand nun verlassen in der Mittelkonsole, während Nate irgendwie versuchte noch auf sein Leben klarzukommen.  Auf dem Platz war bereits eine Bühne aufgebaut worden, am anderen Ende eine Bar und einige Tische, die später für das Buffet  zur Verfügung standen. Überall an der Lichtung waren Lichterketten verteilt, deren Solarpanele sich bei dem Wetter genug aufladen konnten, damit sie die ganze Nacht durch leuchten konnten. Für heute war bestes Wetter angesagt, was an jedem anderen Tag seine Laune mit Sicherheit etwas aufgewertet hätte. In diesem Moment jedoch wollte er der Sonne den Mittelfinger zeigen.<br />
<br />
<b>”Auf geht der Spaß.”</b> murmelte er mehr zu sich, denn zu dem Rotschopf, der mit ihm für den Aufbau eingeteilt worden war. Bis die Party losging, würde es noch ein paar Stunden dauern. Genug Zeit, die Getränke für Crees Geburtstagsfeier einzuräumen und die Fässer aufzubauen und anzuschließen. Immerhin waren sie dann bei der Bewirtung aus dem Schneider und konnten die Party im vollen Gange genießen. <b>”Ich würde sagen wir machen erstmal eine Frühstückspause.”</b> sagte er durch das Fahrerhaus des Transporters, der bis oben mit den feinsten Tropfen gefüllt war, die der Boss besorgen konnte.]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[drunk words are sober thoughts]]></title>
			<link>https://claws.stories-untold.de/showthread.php?tid=416</link>
			<pubDate>Tue, 07 Jan 2025 10:11:55 +0000</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://claws.stories-untold.de/member.php?action=profile&uid=5">Cree Wheylan</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://claws.stories-untold.de/showthread.php?tid=416</guid>
			<description><![CDATA[Das Lachen, das ertönte, als die beiden Männer beim ‘<i>Drei Bären</i>’ ankamen, entsprang Crees Kehle. Mitten im Lauf hatte sein Bär die Führung übernommen, ohne die menschliche Haut zu durchbrechen und Jake war ein herausragender Kontrahent gewesen. Der freundschaftliche Wettlauf hatte zwischenzeitlich ernste Formen angenommen, doch schlussendlich hatte keiner den anderen mit unlauteren Tricks aus dem Rennen gekickt. Stattdessen hatten beide Männer sich bis an die Grenzen gebracht. Und vielleicht auch ein wenig darüber hinaus. Und der Alpha musste zugeben, dass ihm diese Form von körperlicher Betätigung in den letzten Wochen sehr gefehlt hatte. <br />
Er hatte sich immer mehr auf seine menschliche Seite verlassen, hatte sich von allen Seiten mit Problemen beladen lassen und irgendwie genoss er es auch, derjenige zu sein, auf dem die Last … nunja … lastete. Aber diesen Moment von Freiheit, das pure Adrenalin, waren wie eine reinigende Dusche gewesen. In einem eiskalten Wasserfall. Apropos … das sollte sein nächstes Ausflugsziel werden. Vielleicht noch heute Nacht? <br />
<br />
Er wandte sich um und seine Pranke landete auf Jakes Schulter. <ina> “Gutes Rennen, nächstes Mal gewinnst du vielleicht auch.”</ina>, das Glitzern in seinen Augen war ehrlich und der Humor der daraus sprach ebenso. Ihm war bewusst, dass Jake die Niederlage nicht gut hinnehmen würde und versuchen würde sich rauszureden. Aber eine Niederlage war nunmal eine Niederlage und dazu sollte man stehen. <ina> “Der Verlierer gibt die erste Runde aus, war da nicht was?”</ina>, erinnerte er den Mann und lachte erneut auf, als er den Blick über die Schulter warf und sich umsah. Vor dem Lokal gab es nicht allzu viel zu sehen, doch die Straße ein wenig runter konnte er ein rubinrotes Strahlen ausmachen. Chloe würde also auch gleich hier sein. Ein wenig früher, als ausgemacht, aber das machte nichts, vielleicht hatte sie sich ja einfach schon den besten Platz aussuchen wollen. Nun, das kleine Wettrennen zwischen Jake und ihm hatte die beiden Männer auch früher an ihr Ziel gebracht. Es war also absolut undramatisch. <br />
<br />
<ina> “Chloe ist auch gleich da.”</ina>, meinte Cree und deutete auf das leuchtend rote Haar, das die Frau wie ein Signalfeuer ankündigte. <ina> “Sie ist ein Mensch und arbeitet in der Firma als Interfacedesignerin. Und sie kann mächtig tief ins Glas schauen, ohne umzukippen.”</ina>, sagte er mit einem immer breiter werdenden Grinsen. Eine Frau, dazu auch noch ein Mensch, der das Potenzial hatte einen Bären unter den Tisch zu trinken. Das war eine nette Herausforderung. <br />
<br />
Ein Abend der Wettkämpfe.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[Das Lachen, das ertönte, als die beiden Männer beim ‘<i>Drei Bären</i>’ ankamen, entsprang Crees Kehle. Mitten im Lauf hatte sein Bär die Führung übernommen, ohne die menschliche Haut zu durchbrechen und Jake war ein herausragender Kontrahent gewesen. Der freundschaftliche Wettlauf hatte zwischenzeitlich ernste Formen angenommen, doch schlussendlich hatte keiner den anderen mit unlauteren Tricks aus dem Rennen gekickt. Stattdessen hatten beide Männer sich bis an die Grenzen gebracht. Und vielleicht auch ein wenig darüber hinaus. Und der Alpha musste zugeben, dass ihm diese Form von körperlicher Betätigung in den letzten Wochen sehr gefehlt hatte. <br />
Er hatte sich immer mehr auf seine menschliche Seite verlassen, hatte sich von allen Seiten mit Problemen beladen lassen und irgendwie genoss er es auch, derjenige zu sein, auf dem die Last … nunja … lastete. Aber diesen Moment von Freiheit, das pure Adrenalin, waren wie eine reinigende Dusche gewesen. In einem eiskalten Wasserfall. Apropos … das sollte sein nächstes Ausflugsziel werden. Vielleicht noch heute Nacht? <br />
<br />
Er wandte sich um und seine Pranke landete auf Jakes Schulter. <ina> “Gutes Rennen, nächstes Mal gewinnst du vielleicht auch.”</ina>, das Glitzern in seinen Augen war ehrlich und der Humor der daraus sprach ebenso. Ihm war bewusst, dass Jake die Niederlage nicht gut hinnehmen würde und versuchen würde sich rauszureden. Aber eine Niederlage war nunmal eine Niederlage und dazu sollte man stehen. <ina> “Der Verlierer gibt die erste Runde aus, war da nicht was?”</ina>, erinnerte er den Mann und lachte erneut auf, als er den Blick über die Schulter warf und sich umsah. Vor dem Lokal gab es nicht allzu viel zu sehen, doch die Straße ein wenig runter konnte er ein rubinrotes Strahlen ausmachen. Chloe würde also auch gleich hier sein. Ein wenig früher, als ausgemacht, aber das machte nichts, vielleicht hatte sie sich ja einfach schon den besten Platz aussuchen wollen. Nun, das kleine Wettrennen zwischen Jake und ihm hatte die beiden Männer auch früher an ihr Ziel gebracht. Es war also absolut undramatisch. <br />
<br />
<ina> “Chloe ist auch gleich da.”</ina>, meinte Cree und deutete auf das leuchtend rote Haar, das die Frau wie ein Signalfeuer ankündigte. <ina> “Sie ist ein Mensch und arbeitet in der Firma als Interfacedesignerin. Und sie kann mächtig tief ins Glas schauen, ohne umzukippen.”</ina>, sagte er mit einem immer breiter werdenden Grinsen. Eine Frau, dazu auch noch ein Mensch, der das Potenzial hatte einen Bären unter den Tisch zu trinken. Das war eine nette Herausforderung. <br />
<br />
Ein Abend der Wettkämpfe.]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[tire whizzing and sparkling beer]]></title>
			<link>https://claws.stories-untold.de/showthread.php?tid=397</link>
			<pubDate>Sat, 14 Dec 2024 18:29:36 +0000</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://claws.stories-untold.de/member.php?action=profile&uid=45">Chloe OConnor</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://claws.stories-untold.de/showthread.php?tid=397</guid>
			<description><![CDATA[Zeit heilt alle Wunden und ja, das stimmte. Die Nächte im Krankenhaus waren zwar schmerzhaft, aber heute konnte Chloe dem nichts mehr abgewinnen. Ihre Haut war verheilt, kein Ziepen und Schürfen mehr. Nach dem Sturm und den Aufräumarbeiten, an denen die Bären zum Großteil beteiligt waren, hatte sie sich ihrem Rad gewidmet und ein weiteres recht günstiges ergattert. Ein Focus Super Bud. Optimal für kleine Singletrails, einige Sprünge, mehr aber nicht. Zum Rollen und Spaß haben, genau das richtige. Außerdem musste sie auch nach dem Sturz, der ihr nicht beim eigentlichen Abfahren passiert war, wieder hereinkommen. Also zog sie ihre Map hinaus und betrachtete die Gegend. Zum Laufen hatten sie immerhin Alaya, die diese Gegend hier kannte. Chloe selbst benötigte den Sport nur, um sich Luft zu machen, um sich einfach bewegen zu können und nicht in Selbstmitleid und dunklen Gedanken zu versinken. Leider hatte sie fürs MTB noch keinen potenziellen Kumpel gefunden. Kings und Maya waren nicht sehr begeistert, also zog Chloe sich, während sie weiterhin einen neuen Trail suchte, bereits an.<br />
<br />
Protektoren für die Knie und auch ihre Sicherheitsweste, die seit langer Zeit nicht mehr ein Panzer war, sondern hauch dünn sich an ihren Körper anschmiegte. Ein Glück war diese Gestern angekommen denn die beim Sturz hatte ausgelöst. Zwar war es nur eine für den Rücken gewesen, aber immerhin, sonst wäre sie wohl nicht so Glimpflich davon gekommen. Ein lockeres Longsleeve darüber, die Klicker angezogen und den Fullface übergezogen. Die Radhandschuhe, den Schlüssel und noch kleinere Werkzeuge um einen Schlauch zu wechseln oder eine Handpumpe waren selbstredend eingepackt. Zwei Flaschen Wasser waren am Rad befestigt und auch ihr kleines Gerät zum Aufzeichnen und Tracken und neu, mit Sicherheitsfunktion war montiert.<br />
<br />
Ein bisschen Herzklopfen hatten die Rothaarige ja schon, als sie aufschwang und langsam in die Richtung des Waldes fuhr. Der Wald war wieder freigegeben, die großen Wege alle aufgeräumt und sie hoffte, dass sie die weiteren Fahrer/innen die sie noch nicht gefunden hatte, selbstredend um die kleineren, wunderschönen Trails gekümmert hatten. Natürlich war für das, was sie heute fahren wollte, der Fully to much, denn bei einem flowtrail ging es ja genau darum, um den Flow und nicht um gefährliche Sprünge oder riskante Schnelligkeit. Doch sicher war sicher und zumindest Kings ließ sie nicht mehr aus dem Haus, ehe sie eine komplette Schutzausrüstung um sich trug und leider steckte er Maya damit an. Verflixt.<br />
Auch wenn sie den Bären seit langer Zeit nicht mehr zu Gesicht bekommen hatte und er echt lange brauchte um zu antworten, konnte sie die Sorgen aus den Nachrichten lesen. Doch sie ließ sich nicht dazu überreden, wie ein verschrecktes Kaninchen im Haus zu bleiben und darauf zu warten, dass ihr strahlender Ritter erschien. Selbst war die Frau und zur Hölle mit den Ego-tripps, sie wollte es doch, Spaß, Risiko, ein bisschen Angst um ihr Leben. Was hatte sie denn zu verlieren? Außer ihr Leben, aber es hing ja eh keiner dran.<br />
<br />
Unwirsch schnaubte die Frau und trat in die Pedalen, die Gedanken, die sich aufbauen zu drohten, mit Sport, Muskelkraft und Müdigkeit beiseite zu schieben. Es ging einige Zeit auf größeren Wegen voran, ehe diese kleiner wurden und dann verschachtelter. Sie fuhr bereits gute 30min als sie sah, dass ihr Navi hing. <span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">“Na toll...“</span> Chloe hielt an, öffnete den Fully und beugte sich leicht auf das Lenkrad gelehnt nach vorne, um das Navi zu studieren. Erst da bemerkte sie aus den Augenwinkeln einen Radfahrer. Genauso einsam wie sie anscheinend gerade Pause am Machen. Locker trat sie einmal in die Pedale und cruzend zu ihm hinüber. <span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">“Hey!“</span> quatschte sie ihn an. <span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">“Sorry, mein Navi hat irgendwie den Geist aufgegeben. Ich wollte eigentlich zum KeeKa-Single Trail“</span> Das Rad zwischen ihren Beiden, hob sie die Hände vom Lenker und imitierte Gänsefüßchen in der Luft <span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">“FlowRideBestTrip!“</span> Imitierte sie den Namen des guten Stücks nach und grinste, das Visier des Fullyhelms bereits abgenommen. <span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">“Hast du eventuell eine Ahnung, in welche Richtung ich da muss?“</span> Instinktiv nahm sie die Flasche ab, denn Trinken würde eh noch nötig sein.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[Zeit heilt alle Wunden und ja, das stimmte. Die Nächte im Krankenhaus waren zwar schmerzhaft, aber heute konnte Chloe dem nichts mehr abgewinnen. Ihre Haut war verheilt, kein Ziepen und Schürfen mehr. Nach dem Sturm und den Aufräumarbeiten, an denen die Bären zum Großteil beteiligt waren, hatte sie sich ihrem Rad gewidmet und ein weiteres recht günstiges ergattert. Ein Focus Super Bud. Optimal für kleine Singletrails, einige Sprünge, mehr aber nicht. Zum Rollen und Spaß haben, genau das richtige. Außerdem musste sie auch nach dem Sturz, der ihr nicht beim eigentlichen Abfahren passiert war, wieder hereinkommen. Also zog sie ihre Map hinaus und betrachtete die Gegend. Zum Laufen hatten sie immerhin Alaya, die diese Gegend hier kannte. Chloe selbst benötigte den Sport nur, um sich Luft zu machen, um sich einfach bewegen zu können und nicht in Selbstmitleid und dunklen Gedanken zu versinken. Leider hatte sie fürs MTB noch keinen potenziellen Kumpel gefunden. Kings und Maya waren nicht sehr begeistert, also zog Chloe sich, während sie weiterhin einen neuen Trail suchte, bereits an.<br />
<br />
Protektoren für die Knie und auch ihre Sicherheitsweste, die seit langer Zeit nicht mehr ein Panzer war, sondern hauch dünn sich an ihren Körper anschmiegte. Ein Glück war diese Gestern angekommen denn die beim Sturz hatte ausgelöst. Zwar war es nur eine für den Rücken gewesen, aber immerhin, sonst wäre sie wohl nicht so Glimpflich davon gekommen. Ein lockeres Longsleeve darüber, die Klicker angezogen und den Fullface übergezogen. Die Radhandschuhe, den Schlüssel und noch kleinere Werkzeuge um einen Schlauch zu wechseln oder eine Handpumpe waren selbstredend eingepackt. Zwei Flaschen Wasser waren am Rad befestigt und auch ihr kleines Gerät zum Aufzeichnen und Tracken und neu, mit Sicherheitsfunktion war montiert.<br />
<br />
Ein bisschen Herzklopfen hatten die Rothaarige ja schon, als sie aufschwang und langsam in die Richtung des Waldes fuhr. Der Wald war wieder freigegeben, die großen Wege alle aufgeräumt und sie hoffte, dass sie die weiteren Fahrer/innen die sie noch nicht gefunden hatte, selbstredend um die kleineren, wunderschönen Trails gekümmert hatten. Natürlich war für das, was sie heute fahren wollte, der Fully to much, denn bei einem flowtrail ging es ja genau darum, um den Flow und nicht um gefährliche Sprünge oder riskante Schnelligkeit. Doch sicher war sicher und zumindest Kings ließ sie nicht mehr aus dem Haus, ehe sie eine komplette Schutzausrüstung um sich trug und leider steckte er Maya damit an. Verflixt.<br />
Auch wenn sie den Bären seit langer Zeit nicht mehr zu Gesicht bekommen hatte und er echt lange brauchte um zu antworten, konnte sie die Sorgen aus den Nachrichten lesen. Doch sie ließ sich nicht dazu überreden, wie ein verschrecktes Kaninchen im Haus zu bleiben und darauf zu warten, dass ihr strahlender Ritter erschien. Selbst war die Frau und zur Hölle mit den Ego-tripps, sie wollte es doch, Spaß, Risiko, ein bisschen Angst um ihr Leben. Was hatte sie denn zu verlieren? Außer ihr Leben, aber es hing ja eh keiner dran.<br />
<br />
Unwirsch schnaubte die Frau und trat in die Pedalen, die Gedanken, die sich aufbauen zu drohten, mit Sport, Muskelkraft und Müdigkeit beiseite zu schieben. Es ging einige Zeit auf größeren Wegen voran, ehe diese kleiner wurden und dann verschachtelter. Sie fuhr bereits gute 30min als sie sah, dass ihr Navi hing. <span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">“Na toll...“</span> Chloe hielt an, öffnete den Fully und beugte sich leicht auf das Lenkrad gelehnt nach vorne, um das Navi zu studieren. Erst da bemerkte sie aus den Augenwinkeln einen Radfahrer. Genauso einsam wie sie anscheinend gerade Pause am Machen. Locker trat sie einmal in die Pedale und cruzend zu ihm hinüber. <span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">“Hey!“</span> quatschte sie ihn an. <span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">“Sorry, mein Navi hat irgendwie den Geist aufgegeben. Ich wollte eigentlich zum KeeKa-Single Trail“</span> Das Rad zwischen ihren Beiden, hob sie die Hände vom Lenker und imitierte Gänsefüßchen in der Luft <span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">“FlowRideBestTrip!“</span> Imitierte sie den Namen des guten Stücks nach und grinste, das Visier des Fullyhelms bereits abgenommen. <span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">“Hast du eventuell eine Ahnung, in welche Richtung ich da muss?“</span> Instinktiv nahm sie die Flasche ab, denn Trinken würde eh noch nötig sein.]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[nothing haunts us like the things we didn't buy]]></title>
			<link>https://claws.stories-untold.de/showthread.php?tid=393</link>
			<pubDate>Thu, 05 Dec 2024 21:37:08 +0000</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://claws.stories-untold.de/member.php?action=profile&uid=0">Veronica Jones</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://claws.stories-untold.de/showthread.php?tid=393</guid>
			<description><![CDATA[<a href="https://i.pinimg.com/736x/33/11/09/331109a6360c5556d462d4b4991f8297.jpg" target="_blank" rel="noopener" class="mycode_url">outfit</a><br />
<br />
Es war ein herrlicher Tag. Nach dem ewig langen Regen und den Sturzfluten hatte sich langsam aber sicher alles wieder ein wenig normalisiert. Es hatte seine Zeit gebraucht und einige Läden hatten länger zum Aufräumen gebraucht als andere, aber heute war es beinahe so, als wäre nie etwas gewesen. Beinahe. Die Sonne strahlte vom einem nur mit kleinen weißen flausche Wolken bestückten Himmel und wärmte Herz und Seele in einem. <b>“Ganz im Ernst, er wollte, dass ich, Schätzchen, kleines oder Püppchen, ihm einen Jameson mit Soda mache. Mit Soda!“</b> Für die Barkeeperin war es ein Verbrechen, den Whisky der Iren mit einem anderen Getränk zu mischen! On the Rocks war schon etwas, bei dem die Soldatin der Bären mit der Nase rümpfte, aber es noch durchgehen ließ. Die Flaschen waren limitiert, da Stanley, die schottischen lieber mochte. Der  irische Whisky war dennoch beliebt. Sei es für Pokerabende mit dem Fuchgestaltwandler oder einfach so. <br />
<br />
Das aufgeregte klappern der Absätze konnte man sogar als Mensch sehr gut hören, vermutlich kündigte es die drei Frauen auch direkt im Café an, denn ein Platz in der Sonne war ihnen sofort sicher und der Kellner bemühte sich direkt mit drei Karten wieder am Tisch zu sein. Veronica stellte ihre Taschen, ja, Mehrzahl, auf einem weiteren Stuhl ab und zog diesen dann an den Tisch der Ladys, damit auch diese ihre Taschen abstellen konnten und setzte sich. Ein Blick auf die Karte reichte, um zu wissen, was sie haben wollte, also legte sie die Karte wieder weg und grub nach der Korsage, die sie eben erstanden hatte. Wundervolle Farbe und sie würde zu beinahe jedem Outfit passen, außer; <b>“Verdammt, ich brauche noch passende Schuhe für das Ding“</b> zum Glück war sie mit Frauen unterwegs, die ihre Misere verstehen würden und so lehnte sie sich zurück und konzentrierte sich auf den Kellner, der eben zu ihnen an den Tisch kam. Völlig ungeniert musterte Ronnie diesen. Sehr nett anzusehen. <br />
<br />
<b>“Irgendwann sollten wir wirklich mal nachsehen, ob es eine Oben ohne Bar gibt, in die Frauen gehen können, um Männer anzuhimmeln. Irgendwo gibt es das bestimmt, das kann keine Marktlücke sein“</b> sagte sie und neigte den Kopf leicht nach rechts, um das Hinterteil des Kellners zu begutachten. Das Knabbern an ihrer Unterlippe, zeigte gut, dass ihr gefiel, was sie sah. Kleiner Knackarsch, wunderbar.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<a href="https://i.pinimg.com/736x/33/11/09/331109a6360c5556d462d4b4991f8297.jpg" target="_blank" rel="noopener" class="mycode_url">outfit</a><br />
<br />
Es war ein herrlicher Tag. Nach dem ewig langen Regen und den Sturzfluten hatte sich langsam aber sicher alles wieder ein wenig normalisiert. Es hatte seine Zeit gebraucht und einige Läden hatten länger zum Aufräumen gebraucht als andere, aber heute war es beinahe so, als wäre nie etwas gewesen. Beinahe. Die Sonne strahlte vom einem nur mit kleinen weißen flausche Wolken bestückten Himmel und wärmte Herz und Seele in einem. <b>“Ganz im Ernst, er wollte, dass ich, Schätzchen, kleines oder Püppchen, ihm einen Jameson mit Soda mache. Mit Soda!“</b> Für die Barkeeperin war es ein Verbrechen, den Whisky der Iren mit einem anderen Getränk zu mischen! On the Rocks war schon etwas, bei dem die Soldatin der Bären mit der Nase rümpfte, aber es noch durchgehen ließ. Die Flaschen waren limitiert, da Stanley, die schottischen lieber mochte. Der  irische Whisky war dennoch beliebt. Sei es für Pokerabende mit dem Fuchgestaltwandler oder einfach so. <br />
<br />
Das aufgeregte klappern der Absätze konnte man sogar als Mensch sehr gut hören, vermutlich kündigte es die drei Frauen auch direkt im Café an, denn ein Platz in der Sonne war ihnen sofort sicher und der Kellner bemühte sich direkt mit drei Karten wieder am Tisch zu sein. Veronica stellte ihre Taschen, ja, Mehrzahl, auf einem weiteren Stuhl ab und zog diesen dann an den Tisch der Ladys, damit auch diese ihre Taschen abstellen konnten und setzte sich. Ein Blick auf die Karte reichte, um zu wissen, was sie haben wollte, also legte sie die Karte wieder weg und grub nach der Korsage, die sie eben erstanden hatte. Wundervolle Farbe und sie würde zu beinahe jedem Outfit passen, außer; <b>“Verdammt, ich brauche noch passende Schuhe für das Ding“</b> zum Glück war sie mit Frauen unterwegs, die ihre Misere verstehen würden und so lehnte sie sich zurück und konzentrierte sich auf den Kellner, der eben zu ihnen an den Tisch kam. Völlig ungeniert musterte Ronnie diesen. Sehr nett anzusehen. <br />
<br />
<b>“Irgendwann sollten wir wirklich mal nachsehen, ob es eine Oben ohne Bar gibt, in die Frauen gehen können, um Männer anzuhimmeln. Irgendwo gibt es das bestimmt, das kann keine Marktlücke sein“</b> sagte sie und neigte den Kopf leicht nach rechts, um das Hinterteil des Kellners zu begutachten. Das Knabbern an ihrer Unterlippe, zeigte gut, dass ihr gefiel, was sie sah. Kleiner Knackarsch, wunderbar.]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[life is a party and i'm the piñata]]></title>
			<link>https://claws.stories-untold.de/showthread.php?tid=392</link>
			<pubDate>Thu, 05 Dec 2024 20:15:10 +0000</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://claws.stories-untold.de/member.php?action=profile&uid=105">Jaemin Hwang</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://claws.stories-untold.de/showthread.php?tid=392</guid>
			<description><![CDATA[Regen prasselte gegen das große Fenster der Ladenfront, während die Bärin noch einmal die Mail auf ihrem Handy las. Durch die dichten Wolken am Himmel wirkte es bereits wie Nacht auf den Straßen von Bryson City, obwohl es kaum 8 Uhr Abends sein konnte. <b>”Verdammtes Arschloch.”</b> brummte sie gereizt, als das kleine Gerät noch einmal vibrierte und die erste Nachricht eintraf.<br />
<br />
<i>Hast du den neuen Post gesehen?</i> <br />
<br />
Natürlich hatte sie sie gesehen. Drei Leute hatten sie unter dem Post verlinkt. <br />
<br />
<i>Ihr wart noch zusammen, oder?</i><br />
<br />
Ugh, vielleicht? Konnte man es wirklich “zusammen sein” nennen, wenn man nur noch alle paar Wochen eine kurze Nachricht wie <i>Wie gehts?</i> oder <i>Hey?</i> austauschte?<br />
<br />
<i>Mit dieser dummen Ziege? (Nichts für ungut Bibi, du bist die beste Bergziege die ich jemals getroffen habe)</i> <br />
<br />
Obwohl ihr zum Heulen zumute war, musste Jae kurz auflachen. Der Gruppenchat, mit ihren koreanischen Freundinnen, lebte nach Tagen der Stille endlich wieder auf. Sie hatte Heimweh. Jetzt mehr als sonst. Während ihre Sehnsucht nach ihren Freundinnen in den letzten Monaten nur ein Surren im Hintergrund gewesen war, saß der Schmerz in diesem Moment tief. <br />
<br />
<b>Ich glaube das war vorbei, als ich zu Oma gezogen bin.</b> tippte sie auf das Display und schickte die Nachricht ab, ehe sie noch einmal die andere App öffnete und Ryo mit seiner offensichtlichen, neuen Freundin am Strand von Busan betrachtete. Sie war hübsch. Verdammt hübsch. Sportlich. Sah sexy aus in ihrem Bikini, der mit kleinen Schleifen und Rüschen verziert war und er .. er war Ryo eben. Der Mann, von dem sie geglaubt hatte, dass er hierher kommen würde, wenn er sein Studium abgeschlossen hatte. Und von dem sie geglaubt hatte, dass er wirklich ein Mann für die Ewigkeit sein könnte. <br />
<br />
<i>Hat er schluss gemacht?</i><br />
<i>Hat er es dir ins Gesicht gesagt?</i> <br />
<br />
Jae schüttelte den Kopf, auch wenn sie wusste, dass ihre Freundinnen es nicht sehen konnten. <br />
<br />
<i>Ich werde ihr einfach die Augen auskr<br />
atzen.</i><br />
<i>Mach dich nicht strafbar</i> <br />
<br />
Sie zog die Nase hoch. <br />
<br />
<b>Schon gut. Ich habe sowieso nicht mehr damit gerechnet, dass wir uns wieder fangen. Aber vielleicht sollte ich mir heute Abend einfach irgendeinen Kerl in der Bar schnappen und ebenfalls ein Bild hochladen.</b><br />
<br />
<i>Oh Ja! Einen echten Cowboy bitte!</i> <br />
<i>Von dem Riesen, in dem engen Shirt bitte! smirk</i><br />
<br />
Dieses Mal lachte Jae lauter auf. <br />
<br />
<i>Nimm Rory mit. Lasst die Sau raus.</i><br />
<i>Grüß sie von uns! Kanns kaum erwarten sie mal kennenzulernen!”</i> <br />
<br />
Ihr Handrücken wischte eine einzelne Träne von ihrer geröteten Wange, während Jae sich noch einen Moment gab, um sich wieder zu fangen. Eigentlich hatte sie längst mit Ryo abgeschlossen. Irgendwie hatte sie längst damit gerechnet, irgendwann genau so ein Bild von ihrem vermeintlichen Ex zu finden. Aber dass er nicht einmal den Anstand gehabt hatte, es ihr zu sagen, kränkte sie auf einer Ebene, die nur laute Musik, eine Menge Bier, Soju und ein ausgelassener Abend in der Bar wieder gut machen konnte. Also flogen ihre Finger, über die das Tastenfeld und keine Minute später erreichte Rory die Nachricht: <br />
<br />
<B>Bin offiziell single. Hab den Laden gerade zugemacht. Lust, was trinken zu gehen? :D</b>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[Regen prasselte gegen das große Fenster der Ladenfront, während die Bärin noch einmal die Mail auf ihrem Handy las. Durch die dichten Wolken am Himmel wirkte es bereits wie Nacht auf den Straßen von Bryson City, obwohl es kaum 8 Uhr Abends sein konnte. <b>”Verdammtes Arschloch.”</b> brummte sie gereizt, als das kleine Gerät noch einmal vibrierte und die erste Nachricht eintraf.<br />
<br />
<i>Hast du den neuen Post gesehen?</i> <br />
<br />
Natürlich hatte sie sie gesehen. Drei Leute hatten sie unter dem Post verlinkt. <br />
<br />
<i>Ihr wart noch zusammen, oder?</i><br />
<br />
Ugh, vielleicht? Konnte man es wirklich “zusammen sein” nennen, wenn man nur noch alle paar Wochen eine kurze Nachricht wie <i>Wie gehts?</i> oder <i>Hey?</i> austauschte?<br />
<br />
<i>Mit dieser dummen Ziege? (Nichts für ungut Bibi, du bist die beste Bergziege die ich jemals getroffen habe)</i> <br />
<br />
Obwohl ihr zum Heulen zumute war, musste Jae kurz auflachen. Der Gruppenchat, mit ihren koreanischen Freundinnen, lebte nach Tagen der Stille endlich wieder auf. Sie hatte Heimweh. Jetzt mehr als sonst. Während ihre Sehnsucht nach ihren Freundinnen in den letzten Monaten nur ein Surren im Hintergrund gewesen war, saß der Schmerz in diesem Moment tief. <br />
<br />
<b>Ich glaube das war vorbei, als ich zu Oma gezogen bin.</b> tippte sie auf das Display und schickte die Nachricht ab, ehe sie noch einmal die andere App öffnete und Ryo mit seiner offensichtlichen, neuen Freundin am Strand von Busan betrachtete. Sie war hübsch. Verdammt hübsch. Sportlich. Sah sexy aus in ihrem Bikini, der mit kleinen Schleifen und Rüschen verziert war und er .. er war Ryo eben. Der Mann, von dem sie geglaubt hatte, dass er hierher kommen würde, wenn er sein Studium abgeschlossen hatte. Und von dem sie geglaubt hatte, dass er wirklich ein Mann für die Ewigkeit sein könnte. <br />
<br />
<i>Hat er schluss gemacht?</i><br />
<i>Hat er es dir ins Gesicht gesagt?</i> <br />
<br />
Jae schüttelte den Kopf, auch wenn sie wusste, dass ihre Freundinnen es nicht sehen konnten. <br />
<br />
<i>Ich werde ihr einfach die Augen auskr<br />
atzen.</i><br />
<i>Mach dich nicht strafbar</i> <br />
<br />
Sie zog die Nase hoch. <br />
<br />
<b>Schon gut. Ich habe sowieso nicht mehr damit gerechnet, dass wir uns wieder fangen. Aber vielleicht sollte ich mir heute Abend einfach irgendeinen Kerl in der Bar schnappen und ebenfalls ein Bild hochladen.</b><br />
<br />
<i>Oh Ja! Einen echten Cowboy bitte!</i> <br />
<i>Von dem Riesen, in dem engen Shirt bitte! smirk</i><br />
<br />
Dieses Mal lachte Jae lauter auf. <br />
<br />
<i>Nimm Rory mit. Lasst die Sau raus.</i><br />
<i>Grüß sie von uns! Kanns kaum erwarten sie mal kennenzulernen!”</i> <br />
<br />
Ihr Handrücken wischte eine einzelne Träne von ihrer geröteten Wange, während Jae sich noch einen Moment gab, um sich wieder zu fangen. Eigentlich hatte sie längst mit Ryo abgeschlossen. Irgendwie hatte sie längst damit gerechnet, irgendwann genau so ein Bild von ihrem vermeintlichen Ex zu finden. Aber dass er nicht einmal den Anstand gehabt hatte, es ihr zu sagen, kränkte sie auf einer Ebene, die nur laute Musik, eine Menge Bier, Soju und ein ausgelassener Abend in der Bar wieder gut machen konnte. Also flogen ihre Finger, über die das Tastenfeld und keine Minute später erreichte Rory die Nachricht: <br />
<br />
<B>Bin offiziell single. Hab den Laden gerade zugemacht. Lust, was trinken zu gehen? :D</b>]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[WORK is for people who can't play POKER]]></title>
			<link>https://claws.stories-untold.de/showthread.php?tid=391</link>
			<pubDate>Thu, 05 Dec 2024 19:51:09 +0000</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://claws.stories-untold.de/member.php?action=profile&uid=0">Veronica Jones</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://claws.stories-untold.de/showthread.php?tid=391</guid>
			<description><![CDATA[<a href="https://i.pinimg.com/736x/fa/4c/07/fa4c076f6e4b825d186fa66825daf4ac.jpg" target="_blank" rel="noopener" class="mycode_url">outfit</a><br />
<br />
<b>“Und was, mein süßer Rotschopf, lässt dich annehmen, dass du eine Chance beim Pokern hast? Gegen mich? Noch dazu im Strippoker?“ </b> Veronica grinste, während sie weiter die Gläser spülte. Völlig gelassen und entspannt, lehnte sie mit der Hüfte hinter der Bar und spülte einen Berg voller Gläser nach und nach weg. Der letzte Gast wurde vor wenigen Minuten von seinen Kumpels herausgetragen. Da hatte jemand die Drinks nicht ganz so gut vertragen. Alasdair und Stanley waren die einzigen, die noch mit ihr in der Bar waren. 'Die drei Bären' war Veronicas zu Hause, wenn es um Drinks mixen ging. Mehr durch Zufall als alles andere war sie dazu gekommen. Eine Wette zwischen ihr und Stanley, dem sie vorgeworfen hatte, einen völlig verkorksten Bloody Mary serviert zu haben, war der Grund, warum sie heute hinter der Bar stand und Drinks mixte, wann immer sie es durfte und konnte. Die Gesellschaft war auf jeden Fall immer wieder ein Genuss. Was mit Sicherheit auch daran lag, dass es in der Regel überwiegend Bären waren, die sich bei ihnen einfanden. <br />
<br />
Mittlerweile hatte sich ihr Können und ihre Hartnäckigkeit beim Lernen auch soweit ausgezahlt, dass sie beinahe jeden Drink kannte und mixen konnte, den es gab. Natürlich versuchten die Leute immer noch sie zu schockieren oder herauszufordern, aber bisher, war das keinem groß gelungen. Das schöne war, dass man als Barkeeper alles erzählt bekam. Wenn also jemand wusste, wer, mit wem und wo es Stress gab, dann wohl sie. Ihr wäre früher nie in den Sinn gekommen, dass sie mal als Barkeeperin arbeiten würde und es ihr Spaß machte. Mit einem Grinsen auf den Lippen widmete sie sich ihren Gläsern und sah dabei zu, wie Alasdair und Stanley die Stühle hochstellten. <b>“Du solltest mit spielen Stan, das könnte lustig werden“</b> um diese Worte zu unterstreichen, stellte sie eine Flasche schottischen Whiskey und drei Gläser auf die Theke, damit sie diese gleich zum Stammtisch mitnehmen konnte. Wenn sie schon die Nacht zum Tag machten, dann ja wohl richtig!]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<a href="https://i.pinimg.com/736x/fa/4c/07/fa4c076f6e4b825d186fa66825daf4ac.jpg" target="_blank" rel="noopener" class="mycode_url">outfit</a><br />
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<b>“Und was, mein süßer Rotschopf, lässt dich annehmen, dass du eine Chance beim Pokern hast? Gegen mich? Noch dazu im Strippoker?“ </b> Veronica grinste, während sie weiter die Gläser spülte. Völlig gelassen und entspannt, lehnte sie mit der Hüfte hinter der Bar und spülte einen Berg voller Gläser nach und nach weg. Der letzte Gast wurde vor wenigen Minuten von seinen Kumpels herausgetragen. Da hatte jemand die Drinks nicht ganz so gut vertragen. Alasdair und Stanley waren die einzigen, die noch mit ihr in der Bar waren. 'Die drei Bären' war Veronicas zu Hause, wenn es um Drinks mixen ging. Mehr durch Zufall als alles andere war sie dazu gekommen. Eine Wette zwischen ihr und Stanley, dem sie vorgeworfen hatte, einen völlig verkorksten Bloody Mary serviert zu haben, war der Grund, warum sie heute hinter der Bar stand und Drinks mixte, wann immer sie es durfte und konnte. Die Gesellschaft war auf jeden Fall immer wieder ein Genuss. Was mit Sicherheit auch daran lag, dass es in der Regel überwiegend Bären waren, die sich bei ihnen einfanden. <br />
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Mittlerweile hatte sich ihr Können und ihre Hartnäckigkeit beim Lernen auch soweit ausgezahlt, dass sie beinahe jeden Drink kannte und mixen konnte, den es gab. Natürlich versuchten die Leute immer noch sie zu schockieren oder herauszufordern, aber bisher, war das keinem groß gelungen. Das schöne war, dass man als Barkeeper alles erzählt bekam. Wenn also jemand wusste, wer, mit wem und wo es Stress gab, dann wohl sie. Ihr wäre früher nie in den Sinn gekommen, dass sie mal als Barkeeperin arbeiten würde und es ihr Spaß machte. Mit einem Grinsen auf den Lippen widmete sie sich ihren Gläsern und sah dabei zu, wie Alasdair und Stanley die Stühle hochstellten. <b>“Du solltest mit spielen Stan, das könnte lustig werden“</b> um diese Worte zu unterstreichen, stellte sie eine Flasche schottischen Whiskey und drei Gläser auf die Theke, damit sie diese gleich zum Stammtisch mitnehmen konnte. Wenn sie schon die Nacht zum Tag machten, dann ja wohl richtig!]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[you call it chaos, i call it family]]></title>
			<link>https://claws.stories-untold.de/showthread.php?tid=387</link>
			<pubDate>Fri, 29 Nov 2024 19:42:22 +0000</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://claws.stories-untold.de/member.php?action=profile&uid=6">Alaya Belova</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://claws.stories-untold.de/showthread.php?tid=387</guid>
			<description><![CDATA[<div id="pinterest-container"><a data-pin-do="embedBoard" data-pin-board-width="600px" data-pin-scale-height="50px" data-pin-scale-width="95px" href="https://de.pinterest.com/mercyant/szenen-moodboards/familienessen/"></a></div>
<br />
Alaya stand, gekleidet in das bodenlange, grüne Kleid mit floralen Stickereien, vor dem reichlich gedeckten Tisch und rang ihre Hände. Asher hatte bei vielen der Vorbereitungen geholfen. Wahrscheinlich war das der Grund, wieso auf dem Tisch wesentlich mehr Speisen standen, als drei Personen bewältigen konnten. Doch sie hatte sich nicht entscheiden können. Also gab es jetzt neben Fleischspießen auch Fisch, eine Snackplatte, wie auch zahlreiche Getränke zur Auswahl. Für sich selbst hatte sie eher Cocktails auf der Liste, die jedoch noch zubereitet werden musste. Für Jake und Asher hatte sie Bier, Whiskey und Wein angedacht. Zusätzlich gab es noch Nachspeisen … alles in einem also: Viel zu viel. <br />
<br />
Doch sie hatte sich so sehr auf diesen Abend gefreut und nachdem sie mit Asher darüber gesprochen hatte, hatte sie den Eindruck gewonnen, dass auch er zumindest nichts gegen den Gedanken hatte, die Beziehung zu Jake wieder mehr aufleben zu lassen. <br />
<br />
Nervös schob sie sich eine lose Strähne hinters Ohr, die aus ihrem geflochtenen Zopf gefallen war und blickte über ihre Schulter. Asher schnitt noch eine Stange Baguette auf, damit sie die Saucen tunken, oder etwas hatten, das sie zur Beruhigung zerpflücken konnten. An alles war gedacht. <br />
<br />
Hoffte sie zumindest. <br />
<br />
<ina> “Meinst du, das reicht?”</ina>, wollte sie wissen und bewegte sich zu Asher und suchte seine beruhigende Nähe. Die Frage ihrer Dominanz hatte sich noch immer nicht geklärt, aber das konnten sie noch an einem anderen Abend klären. Dieser hier gehörte der Familie.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="pinterest-container"><a data-pin-do="embedBoard" data-pin-board-width="600px" data-pin-scale-height="50px" data-pin-scale-width="95px" href="https://de.pinterest.com/mercyant/szenen-moodboards/familienessen/"></a></div>
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Alaya stand, gekleidet in das bodenlange, grüne Kleid mit floralen Stickereien, vor dem reichlich gedeckten Tisch und rang ihre Hände. Asher hatte bei vielen der Vorbereitungen geholfen. Wahrscheinlich war das der Grund, wieso auf dem Tisch wesentlich mehr Speisen standen, als drei Personen bewältigen konnten. Doch sie hatte sich nicht entscheiden können. Also gab es jetzt neben Fleischspießen auch Fisch, eine Snackplatte, wie auch zahlreiche Getränke zur Auswahl. Für sich selbst hatte sie eher Cocktails auf der Liste, die jedoch noch zubereitet werden musste. Für Jake und Asher hatte sie Bier, Whiskey und Wein angedacht. Zusätzlich gab es noch Nachspeisen … alles in einem also: Viel zu viel. <br />
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Doch sie hatte sich so sehr auf diesen Abend gefreut und nachdem sie mit Asher darüber gesprochen hatte, hatte sie den Eindruck gewonnen, dass auch er zumindest nichts gegen den Gedanken hatte, die Beziehung zu Jake wieder mehr aufleben zu lassen. <br />
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Nervös schob sie sich eine lose Strähne hinters Ohr, die aus ihrem geflochtenen Zopf gefallen war und blickte über ihre Schulter. Asher schnitt noch eine Stange Baguette auf, damit sie die Saucen tunken, oder etwas hatten, das sie zur Beruhigung zerpflücken konnten. An alles war gedacht. <br />
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Hoffte sie zumindest. <br />
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<ina> “Meinst du, das reicht?”</ina>, wollte sie wissen und bewegte sich zu Asher und suchte seine beruhigende Nähe. Die Frage ihrer Dominanz hatte sich noch immer nicht geklärt, aber das konnten sie noch an einem anderen Abend klären. Dieser hier gehörte der Familie.]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[hard to forget the past when it's written all over your body, isn't it?]]></title>
			<link>https://claws.stories-untold.de/showthread.php?tid=386</link>
			<pubDate>Thu, 28 Nov 2024 09:40:08 +0000</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://claws.stories-untold.de/member.php?action=profile&uid=107">Coinneach Donnachaidh</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://claws.stories-untold.de/showthread.php?tid=386</guid>
			<description><![CDATA[Coinneach stopfte sich grad den letzten Rest seines Muffins in den Mund und lief zur Krankenstation, wo in wenigen Minuten seine Schicht beginnen würde. Sein morgendliches Training, wie auch der Anstandsbesuch bei seinen Eltern lagen bereits hinter ihm. Denn auch wenn seine Mutter eine kleine, zierliche und friedliebende Person war, wenn er sich länger als ein paar Tage nicht bei ihr blicken ließ, war sie bereit die gesamte Höhle auf den Kopf zu stellen, um ihn zu finden. Sein Vater nahm diese überbordende Fürsorge längst nur noch mit einem leichten Lächeln hin, denn eigentlich wollte er es gar nicht anders haben. <br />
<br />
<ina> “Wim wa!”</ina>, meinte er noch mit vollem Mund und verschluckte sich beinahe an einem Krümel, als er nach seinem persönlichen Kittel griff, der nahe dem Eingang an einem Wandhaken hing. Es war hygienisch vielleicht nicht gänzlich einwandfrei, doch irgendwie hatte er es sich während des Studiums und in seinen Praktika angewöhnt - und nicht selten hatte der Kittel zumindest ein wenig der bösen Überraschungen abgehalten, die seine Patienten für ihn bereitgehalten hatten. <br />
<ina> “Was gibts zu tun?”</ina>, erkundigte er sich bei der Krankenschwester, die einen besseren Überblick über die gesamte Situation hatte und schenkte ihr seine komplette Aufmerksamkeit. Mira hatte sich um einen Jungen mit Bauchschmerzen gekümmert, für ihn war eine Soldatin übrig, die sich einen Knöchel verstaucht hatte und eine Mutter, die sich in die Hand geschnitten hatte, weil sie beim Kochen ihre Lieblingsserie geschaut und sich unaufmerksamerweise ihren Finger mit dem Gemüse verwechselt hatte, das sie gerade schnibbelte. Beide Behandlungen waren binnen kürzester Zeit abgeschlossen und der Schichtwechsel verlief ohne weitere Besonderheiten. <br />
<br />
In der Höhle gab es immer wieder kleinere und größere Verletzungen. Einige weigerten sich, deswegen in die Krankenstation zu kommen und sich behandeln zu lassen, wiederum andere saßen beim winzigsten Splitter auf einer der Behandlungspritschen. Es war sehr unterschiedlich, doch Coinneach hatte gelernt die Selbstbestimmung seiner Patienten ernst zu nehmen und selbst wenn er einer anderen Meinung war, seine gutgemeinten Ratschläge für sich zu behalten. <br />
<br />
In diesem Sinne saß er gerade am Schreibtisch und hatte sich über ein Lehrbuch gebeugt, um einige neue Behandlungsmethoden zu recherchieren, als Schritte laut wurden und der Mediale eine neue Signatur wahrnahm. <br />
<br />
Er blickte auf und sah zu dem Mann, der in der Türschwelle stand und ihn mit schwarzen, jedoch nicht kardinalen, Augen ansah. Und ein Gefühl von Wiedererkennen breitete sich in Coinneach aus, als er den Medialen betrachtete. Das Gefühl stammte nicht daher, dass vor ihm eindeutig der Gefährte seines Alphas stand. Es reichte tiefer.<br />
<br />
<ina> “Wie kann ich dir helfen?”</ina>, wollte Coinneach wissen und legte einen Schmierzettel als Lesezeichen in das Buch hinein, ehe er es zuklappte.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[Coinneach stopfte sich grad den letzten Rest seines Muffins in den Mund und lief zur Krankenstation, wo in wenigen Minuten seine Schicht beginnen würde. Sein morgendliches Training, wie auch der Anstandsbesuch bei seinen Eltern lagen bereits hinter ihm. Denn auch wenn seine Mutter eine kleine, zierliche und friedliebende Person war, wenn er sich länger als ein paar Tage nicht bei ihr blicken ließ, war sie bereit die gesamte Höhle auf den Kopf zu stellen, um ihn zu finden. Sein Vater nahm diese überbordende Fürsorge längst nur noch mit einem leichten Lächeln hin, denn eigentlich wollte er es gar nicht anders haben. <br />
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<ina> “Wim wa!”</ina>, meinte er noch mit vollem Mund und verschluckte sich beinahe an einem Krümel, als er nach seinem persönlichen Kittel griff, der nahe dem Eingang an einem Wandhaken hing. Es war hygienisch vielleicht nicht gänzlich einwandfrei, doch irgendwie hatte er es sich während des Studiums und in seinen Praktika angewöhnt - und nicht selten hatte der Kittel zumindest ein wenig der bösen Überraschungen abgehalten, die seine Patienten für ihn bereitgehalten hatten. <br />
<ina> “Was gibts zu tun?”</ina>, erkundigte er sich bei der Krankenschwester, die einen besseren Überblick über die gesamte Situation hatte und schenkte ihr seine komplette Aufmerksamkeit. Mira hatte sich um einen Jungen mit Bauchschmerzen gekümmert, für ihn war eine Soldatin übrig, die sich einen Knöchel verstaucht hatte und eine Mutter, die sich in die Hand geschnitten hatte, weil sie beim Kochen ihre Lieblingsserie geschaut und sich unaufmerksamerweise ihren Finger mit dem Gemüse verwechselt hatte, das sie gerade schnibbelte. Beide Behandlungen waren binnen kürzester Zeit abgeschlossen und der Schichtwechsel verlief ohne weitere Besonderheiten. <br />
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In der Höhle gab es immer wieder kleinere und größere Verletzungen. Einige weigerten sich, deswegen in die Krankenstation zu kommen und sich behandeln zu lassen, wiederum andere saßen beim winzigsten Splitter auf einer der Behandlungspritschen. Es war sehr unterschiedlich, doch Coinneach hatte gelernt die Selbstbestimmung seiner Patienten ernst zu nehmen und selbst wenn er einer anderen Meinung war, seine gutgemeinten Ratschläge für sich zu behalten. <br />
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In diesem Sinne saß er gerade am Schreibtisch und hatte sich über ein Lehrbuch gebeugt, um einige neue Behandlungsmethoden zu recherchieren, als Schritte laut wurden und der Mediale eine neue Signatur wahrnahm. <br />
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Er blickte auf und sah zu dem Mann, der in der Türschwelle stand und ihn mit schwarzen, jedoch nicht kardinalen, Augen ansah. Und ein Gefühl von Wiedererkennen breitete sich in Coinneach aus, als er den Medialen betrachtete. Das Gefühl stammte nicht daher, dass vor ihm eindeutig der Gefährte seines Alphas stand. Es reichte tiefer.<br />
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<ina> “Wie kann ich dir helfen?”</ina>, wollte Coinneach wissen und legte einen Schmierzettel als Lesezeichen in das Buch hinein, ehe er es zuklappte.]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[the beauty of handmade lies in the imperfections]]></title>
			<link>https://claws.stories-untold.de/showthread.php?tid=373</link>
			<pubDate>Sun, 27 Oct 2024 15:01:39 +0000</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://claws.stories-untold.de/member.php?action=profile&uid=94">Ava Whitaker-Jones</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://claws.stories-untold.de/showthread.php?tid=373</guid>
			<description><![CDATA[Es war ein seltener Anblick, dass Ava sich allein im Bastelraum des Kindergartens verschanzte. Auch, wenn diese Räumlichkeiten, in denen das Kinderlachen selbst dann noch in ihren Ohren erklang, wenn die Kleinen längst wieder bei ihren Eltern waren, eine nicht versiegende Quelle der Inspiration für sie darstellten. Doch heute war Ava in besonderer Mission unterwegs und ihre Einsamkeit würde auch nicht lange währen.<br />
Das Schuljahr war bereits zu Ende gegangen und einige der Kindergartenkinder würden nach den Sommerferien in die Grundschule wechseln. Seit ihrem Ruhestand hatte es sich Ava nicht nehmen lassen, jedes Jahr bei der Vorbereitung der Abschiedsgeschenke für die Kleinen zu helfen. Wenn Not am Mann war, organisierte sie die große Bastelstunde auch im Alleingang. Wobei sie froh war, immer wieder auf freiwillige Helfer zählen zu können. Und auf ihre heutige Unterstützung freute sie sich ganz besonders. <br />
Seit er zur Höhle zurückgekehrt war, hatte Ava nur wenig Gelegenheit gehabt, mit Malachi zu sprechen. Dabei interessierte es sie brennend, wie es ihm während seiner Abwesenheit ergangen war und wie er sich inzwischen zurück im Herzen des Clans eingelebt hatte. Die kurz geratenen Unterhaltungen, die sie hatten führen können, hatten ihre Neugierde und Fürsorge nicht annähernd ausreichend befriedigt, und die mütterliche Bärin sehnte sich nach der Gelegenheit, diesen Rückstand aufzuräumen und den dominanten Bären endlich angemessen mit der großmütterlichen Liebe zu überschütten, auf die er so lange hatte verzichten müssen.<br />
<br />
Obwohl Ava alleine am großen Gemeinschaftsbasteltisch saß, sah es so aus, als hätten hier bereits zehn weitere Personen Hand angelegt. Zu ihrer Rechten befanden sich zahlreiche, behutsam und ordentlich zusammengelegte Stapel mit den zeitlich sortierten Kunstwerken und Basteleien ihrer Schützlinge, gespickt mit Fotos verschiedener Kindergarteneventws und Clanfesten. Jedem der Stapel lag außerdem die Fotokopie eines ausgewählten Kunstwerks und ein Bogen Pauspapier oben auf. Darauf klebte ein Post-It, auf dem neben den jeweiligen Namen des Kindes auch seine Lieblingsfarben mit dem Vermerk „Ordner“ und „Motiv“ notiert waren. <br />
Links von Ava waren ebenjene große, verschiedenfarbige Ordner aufgereiht, deren Etiketten und viel zu büromäßige Kleberücken bereits sorgfältig entfernt worden waren. Mittig auf dem Tisch befanden sich außerdem ein Stiftehalter mit diversen Bleistiften, Linealen, Schablonen und Scheren, sowie ausreichend viele Klebstoffflaschen. Ihre Hauptwerkzeuge würden an diesem Nachmittag aber die zahlreichen Döschen mit Glitzerpulver in den verschiedensten Regenbogenfarben darstellen. Bekleidet mit einem großen, bereits mit vielen farbenfrohen Klecksen besprenkelten Shirt, hatte Ava eben noch kontrolliert, dass auch alle Farben vorhanden waren und kein Ordner fehlte. Die Ergebnisse hatte sie auf einem Notizzettel vor sich abgehakt. Es stand nun nichts mehr im Wege, um jedem Kind einen Ordner in seinen individuellen Lieblingsfarben zusammenzustellen. Jetzt fehlte nur noch Malachi.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[Es war ein seltener Anblick, dass Ava sich allein im Bastelraum des Kindergartens verschanzte. Auch, wenn diese Räumlichkeiten, in denen das Kinderlachen selbst dann noch in ihren Ohren erklang, wenn die Kleinen längst wieder bei ihren Eltern waren, eine nicht versiegende Quelle der Inspiration für sie darstellten. Doch heute war Ava in besonderer Mission unterwegs und ihre Einsamkeit würde auch nicht lange währen.<br />
Das Schuljahr war bereits zu Ende gegangen und einige der Kindergartenkinder würden nach den Sommerferien in die Grundschule wechseln. Seit ihrem Ruhestand hatte es sich Ava nicht nehmen lassen, jedes Jahr bei der Vorbereitung der Abschiedsgeschenke für die Kleinen zu helfen. Wenn Not am Mann war, organisierte sie die große Bastelstunde auch im Alleingang. Wobei sie froh war, immer wieder auf freiwillige Helfer zählen zu können. Und auf ihre heutige Unterstützung freute sie sich ganz besonders. <br />
Seit er zur Höhle zurückgekehrt war, hatte Ava nur wenig Gelegenheit gehabt, mit Malachi zu sprechen. Dabei interessierte es sie brennend, wie es ihm während seiner Abwesenheit ergangen war und wie er sich inzwischen zurück im Herzen des Clans eingelebt hatte. Die kurz geratenen Unterhaltungen, die sie hatten führen können, hatten ihre Neugierde und Fürsorge nicht annähernd ausreichend befriedigt, und die mütterliche Bärin sehnte sich nach der Gelegenheit, diesen Rückstand aufzuräumen und den dominanten Bären endlich angemessen mit der großmütterlichen Liebe zu überschütten, auf die er so lange hatte verzichten müssen.<br />
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Obwohl Ava alleine am großen Gemeinschaftsbasteltisch saß, sah es so aus, als hätten hier bereits zehn weitere Personen Hand angelegt. Zu ihrer Rechten befanden sich zahlreiche, behutsam und ordentlich zusammengelegte Stapel mit den zeitlich sortierten Kunstwerken und Basteleien ihrer Schützlinge, gespickt mit Fotos verschiedener Kindergarteneventws und Clanfesten. Jedem der Stapel lag außerdem die Fotokopie eines ausgewählten Kunstwerks und ein Bogen Pauspapier oben auf. Darauf klebte ein Post-It, auf dem neben den jeweiligen Namen des Kindes auch seine Lieblingsfarben mit dem Vermerk „Ordner“ und „Motiv“ notiert waren. <br />
Links von Ava waren ebenjene große, verschiedenfarbige Ordner aufgereiht, deren Etiketten und viel zu büromäßige Kleberücken bereits sorgfältig entfernt worden waren. Mittig auf dem Tisch befanden sich außerdem ein Stiftehalter mit diversen Bleistiften, Linealen, Schablonen und Scheren, sowie ausreichend viele Klebstoffflaschen. Ihre Hauptwerkzeuge würden an diesem Nachmittag aber die zahlreichen Döschen mit Glitzerpulver in den verschiedensten Regenbogenfarben darstellen. Bekleidet mit einem großen, bereits mit vielen farbenfrohen Klecksen besprenkelten Shirt, hatte Ava eben noch kontrolliert, dass auch alle Farben vorhanden waren und kein Ordner fehlte. Die Ergebnisse hatte sie auf einem Notizzettel vor sich abgehakt. Es stand nun nichts mehr im Wege, um jedem Kind einen Ordner in seinen individuellen Lieblingsfarben zusammenzustellen. Jetzt fehlte nur noch Malachi.]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[the life you’re living shows the decisions you’ve made]]></title>
			<link>https://claws.stories-untold.de/showthread.php?tid=367</link>
			<pubDate>Fri, 11 Oct 2024 20:07:00 +0000</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://claws.stories-untold.de/member.php?action=profile&uid=5">Cree Wheylan</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://claws.stories-untold.de/showthread.php?tid=367</guid>
			<description><![CDATA[Cree wartete direkt vor dem Eingang der Höhle, der an die weiße Zone grenzte. Gekleidet in eine ausgewaschene Jeans mit einigen Rissen an Knien und Oberschenkeln, in stabiles Schuhwerk und ein dunkelgraues Hemd, dessen Ärmel er hochgekrempelt hatte und die seine tätowierten Unterarme zeigten. Die letzten Minuten hatte er sich mit einigen Erwachsenen unterhalten, die ihre Gelegenheit gesehen hatten, ein paar Minuten mit ihrem Alphatier zu verbringen, nachdem er die letzten kleinen Nachzügler zurück in die Höhle getrieben hatte, die eigentlich schon längst ins Bett gehörten. <br />
<br />
Er hatte gewusst, dass es dazu kommen würde, deswegen war er bereits früher als die ausgemachte Uhrzeit rausgekommen. Und als Jake auf der Bildfläche erschien, hatte er bereits Clanmitglieder im Arm gehalten, Schultern geklopft, über Witze gelacht und sich fremde Sorgen angehört. Es gehörte zu seinem Posten und während es andere vielleicht lästig gefunden hätten, fühlte Cree sich wohl wie ein Fisch im Wasser. Das war seine Aufgabe als Alpha. Diesen Clan stark und gesund zu halten und für jedes einzelne Mitglied, ob jung, ob alt, ob dominant oder unterwürfig da zu sein und ihre Herzen zu bewahren. Das war sein eigenes Lebenselixier und schenkte seinem Bären Glück und Zufriedenheit. <br />
<br />
Als der Eisbär näher kam, verabschiedete sich die letzte Traube an Bären gerade und Cree versprach sich am nächsten Tag nochmal Zeit für sie zu nehmen, damit sie sich in Ruhe unterhalten konnte. Dieser Abend gehörte dem Eisbären und einigen anderen Clanmitgliedern und auch einigen Außenstehenden. Und weil sie verstanden, wie voll der Terminplan ihres Alphas war, akzeptierten sie es. Er hatte wahnsinniges Glück mit seinem Clan. Doch auch damit, dass seine Stellvertreter ihm den Rücken freihielten und so viele Aufgaben übernahmen. Vor allem jetzt, wo er auch mit Kade so viel um die Ohren hatte und der Paarungstanz noch immer anhielt und das ausbleibende Gefährtenband seine Nerven immer weiter aufrieb. Doch umso wichtiger war es, dass er sich auch um seinen Clan kümmerte und nicht nur den medialen Soldaten, der ihn noch in den Wahnsinn treiben würde. <br />
<br />
<br />
<ina> “Bist du bereit?”</ina>, wollte Cree wissen, als der dominantere Bressett neben ihm zum Stehen kam. Sie würden sich mit einigen Clangefährten und einigen Mitarbeitern der Bearsons Inc. treffen, um einen entspannten Abend zu verbringen, doch wenn er ehrlich war, hatte er ganz eigene Gründe gehabt, den Eisbären ebenfalls einzubinden. Und die Zeit, die es brauchen würde, um nach Bryson City zu kommen, würde er schamlos ausnutzen. Und am Ende vielleicht bekommen, was er wollte. <br />
<br />
Frage sich nur, ob Jake es ebenfalls wollte.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[Cree wartete direkt vor dem Eingang der Höhle, der an die weiße Zone grenzte. Gekleidet in eine ausgewaschene Jeans mit einigen Rissen an Knien und Oberschenkeln, in stabiles Schuhwerk und ein dunkelgraues Hemd, dessen Ärmel er hochgekrempelt hatte und die seine tätowierten Unterarme zeigten. Die letzten Minuten hatte er sich mit einigen Erwachsenen unterhalten, die ihre Gelegenheit gesehen hatten, ein paar Minuten mit ihrem Alphatier zu verbringen, nachdem er die letzten kleinen Nachzügler zurück in die Höhle getrieben hatte, die eigentlich schon längst ins Bett gehörten. <br />
<br />
Er hatte gewusst, dass es dazu kommen würde, deswegen war er bereits früher als die ausgemachte Uhrzeit rausgekommen. Und als Jake auf der Bildfläche erschien, hatte er bereits Clanmitglieder im Arm gehalten, Schultern geklopft, über Witze gelacht und sich fremde Sorgen angehört. Es gehörte zu seinem Posten und während es andere vielleicht lästig gefunden hätten, fühlte Cree sich wohl wie ein Fisch im Wasser. Das war seine Aufgabe als Alpha. Diesen Clan stark und gesund zu halten und für jedes einzelne Mitglied, ob jung, ob alt, ob dominant oder unterwürfig da zu sein und ihre Herzen zu bewahren. Das war sein eigenes Lebenselixier und schenkte seinem Bären Glück und Zufriedenheit. <br />
<br />
Als der Eisbär näher kam, verabschiedete sich die letzte Traube an Bären gerade und Cree versprach sich am nächsten Tag nochmal Zeit für sie zu nehmen, damit sie sich in Ruhe unterhalten konnte. Dieser Abend gehörte dem Eisbären und einigen anderen Clanmitgliedern und auch einigen Außenstehenden. Und weil sie verstanden, wie voll der Terminplan ihres Alphas war, akzeptierten sie es. Er hatte wahnsinniges Glück mit seinem Clan. Doch auch damit, dass seine Stellvertreter ihm den Rücken freihielten und so viele Aufgaben übernahmen. Vor allem jetzt, wo er auch mit Kade so viel um die Ohren hatte und der Paarungstanz noch immer anhielt und das ausbleibende Gefährtenband seine Nerven immer weiter aufrieb. Doch umso wichtiger war es, dass er sich auch um seinen Clan kümmerte und nicht nur den medialen Soldaten, der ihn noch in den Wahnsinn treiben würde. <br />
<br />
<br />
<ina> “Bist du bereit?”</ina>, wollte Cree wissen, als der dominantere Bressett neben ihm zum Stehen kam. Sie würden sich mit einigen Clangefährten und einigen Mitarbeitern der Bearsons Inc. treffen, um einen entspannten Abend zu verbringen, doch wenn er ehrlich war, hatte er ganz eigene Gründe gehabt, den Eisbären ebenfalls einzubinden. Und die Zeit, die es brauchen würde, um nach Bryson City zu kommen, würde er schamlos ausnutzen. Und am Ende vielleicht bekommen, was er wollte. <br />
<br />
Frage sich nur, ob Jake es ebenfalls wollte.]]></content:encoded>
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